Bereits kurz nach Erscheinen des iPhone 8 haben die Kollegen von iFixit das Gerät in guter Tradition in seine Einzelteile zerlegt und dabei die einzelnen, verbauten Komponenten zu Tage gefördert. Die Analysten von IHS Markit haben sich nun einmal mit den Kosten für diese Komponenten auseinandergesetzt und ihre Erkenntnisse Bloomberg zur Verfügung gestellt. Demnach kosten die Bauteile für ein iPhone 8 mit 64 GB Speicher ca. 247,51 US-Dollar, was einem Anstieg von knapp 10,- Dollar gegenüber dem 32 GB iPhone 7 aus dem vergangenen Jahr entspricht. Beim 64 GB iPhone 8 Plus betragen die Kosten ca. € 288,08 US-Dollar, was einem Anstieg von knapp 18,- Dollar entspricht. Auch hierdurch lassen sich sicherlich teilweise die Preiserhöhungen der neuen Geräte gegenüber ihren Vorgängern erklären.
Vor allem der Speicher, die Kamera und der A11 Bionic Chip sollen die Preistreiber laut IHS gewesen sein. Aber auch die neuen True Tone Displays und das neue Glasgehäuse haben wohl ihren Teil beigetragen. Das induktive Lademodul hat die Kosten gegenüber dem iPhone 7 um ca. 2,- Dollar erhöht, der A11 Bionic Chip um ca. 5,- Dollar und der größere Speicher von 256 GB im Top-Modell um ca. 6,- Dollar. Festgehalten werden muss dabei allerdings, dass diese Kosten nicht unbedingt dem entsprechen müssen, was Apple mit den Zulieferern an Preisen ausgehandelt hat. Zudem werden natürlich bei der reinen Komponentenbetrachtung auch keine Kosten, wie Entwicklung und Produktion berücksichtigt. Apple CEO Tim Cook hatte 2015 einst zu Protokoll gegeben, dass die Kostenschätzungen zu sen Apple-Produkten nicht ansatzweise akurat seien.
Während die technischen Details zum iPhone 8 inzwischen, unter anderem durch den Teardown der Experten von iFixit bekannt sind, hält sich Apple zum iPhone X nach wie vor bedeckt. Ein wenig Licht ins Dunkel bringt nun jedoch ein offizielles Dokument der chinesischen Technologie-Zulassungsbehörde, aus dem hervorgeht, dass Apple seinem neuen Vorzeige-iPhone einen Akku mit einer Kapazität von 2.715 mAh verpasst hat und den A11 Bionic Chip mit einer Taktrate von 2,4 GHz laufen lässt. Entdeckt wurde das Dokument von dem Leaker Steve Hemmerstoffer. Zum Vergleich: Der Akku im iPhone 8 Plus hat eine Kapazität von 2.691 mAh, der des iPhone 8 von 1.821 mAh. Vermutlich dürfte der größere Akku aber auch nötig sein, schließlich müssen auch das größere Display und die neue TrueDepth-Kamera befeuert werden. Auf der anderen Seite sollte das neue OLED-Display deutlich weniger energiehungrig sein als sein LCD-Vorgänger. Der A11-Chip läuft hingegen mit einer vergleichbaren Taktrate, die auch bei den Benchmarks für das iPhone 8 und iPhone 8 Plus ermittelt wurden und die 3 GB Arbeitsspeicher entsprechen dem, was Apple auch im iPhone 8 Plus verbaut. Diese werden bei beiden Geräten unter anderem für die Dual Lens Kamera auf der Rückseite benötigt.

Die meisten Beobachter und Nutzer freuen sich darüber, dass Apple beim iPhone 8 zu einem Gehäuse zurückgekehrt ist, welches auf der Voder- und auf der Rückseite aus Glas besteht. Selbstverständlich wurde aber auch recht schnell eine gewisse Skepsis laut, ob das Gerät dadurch nicht anfälliger gegenüber Beschädigungen sei. Apple selbst versucht dies dahingehend zu beruhigen, dass man für das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus das stabilste Glas verwendet habe, welches jemals in einem Smartphone zum Einsatz gekommen sei. SquareTrade hat beide Geräte nun einem Test unterzogen, in dem die Haltbarkeit des Glases in verschiedenen Falltests auf die Probe gestellt wird. Zum Vergleich wurde zudem ein Galaxy Note 8 herangezogen, welches ebenfalls ein Glasgehäuse besitzt.
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Wie in dem Video zu sehen ist, bricht und splittert das Glas bei den Tests bei allen drei Geräten. Ich persönlich finde das wenig überraschend - es ist eben Glas. Kein Grund also, hier gleich wieder einen Skandal zu wittern. Es ist dann eben wie beim "Bendgate": Wenn man mit Gewalt auf das Gerät einwirkt, verbiegt es sich halt. Wenn man mit einem Schlüssel auf einer Aluminium-Oberfläche kratzt, zerkratzt sie halt. Und wenn man bei einem Auto gegen die Tür tritt, ist halt ne Delle drin. Genauso wird man damit leben müssen, dass Glas ab einer gewissen Krafteinwirkung eben splittert - da kann es noch so stabil sein.
Schlussendlich kommt Square Trade beim iPhone 8 auf einen sogenannten "Breakability Score" von 67, beim iPhone 8 Plus auf 74, was beiden Geräten ein mittleres Risiko eines Glasschadens bescheinigt. Das Galaxy Note 8 kommt im Vergleich auf einen Wert von 80 und damit ein hohes Risiko.

Sowohl das iPhone 8, als auch das kommende iPhone X unterstützen erstmals in einem Smartphone aus Cupertino das sogenannte "Fast Charging", mit dem sich das Gerät innerhalb von 30 Minuten auf 50% Akkustand aufladen lässt. Allerdings funktioniert dies nicht mit dem beiliegenden, sondern nur mit speziellen Ladegeräten. In einem neuen Support-Dokument schafft Apple nun Klarheit darüber, welches Zubehör benötigt wird, um dies zu realisieren. Konkret wird dabei ein USB-C Ladegerät und ein USB-C auf Lightning Kabel benötigt. Unter anderem funktioniert das "Fast Charging" mit Apple-Netzteilen, die den MacBooks beiliegen, die bereits über USB-C geladen werden. Konkret handelt es sich laut Support-Dokument dabei um
- einen Apple 29W, 61W oder 87W USB-C Power Adapter oder
- einen kompatiblen USB-C Power Adapter, der USB Power Delivery (USB-PD) unterstützt.
Während man für das "Fast Charging" beim Kabel nicht an dem von Apple angebotenen Apple USB-C auf Lightning Kabel (€ 25,89 bei Amazon) nicht vorbeikommt, gibt es diverse Netzteile von Drittanbietern, bei denen man zum Teil deutlich gegenüber den von Apple angebotenen Geräten sparen kann, die bei € 59,- beginnen. Unter anderem hat der beliebte Anbieter Aukey die beiden folgenden Netzteile im Angebot, die "Fast Charging" am iPhone unterstützen: