Wie so häufig bei Apple gehen die Meinungen gerne mal ins Extreme. So auch beim Verkaufsstart des iPhone 8, den manch einer bereits als den schwächsten iPhone-Verkaufsstart aller Zeiten oder vor dem Hintergrund des anstehenden iPhone X gar für komplett überflüssig hält. In Ming-Chi Kuo stellt sich nun jedoch ein bekannter Name gegen diese Meinung. Seinen (in der Regel sehr guten) Informationen zufolge, sind die Berichte über schwache iPhone 8 Verkäufe extrem überzogen. Der KGI Securities Analyst geht davon aus, dass Apple mit einer 50/50-Nachfrage nach dem iPhone X auf der einen und dem iPhone 8 und iPhone 8 Plus auf der anderen Seite rechne. Legt man diesen Maßstab an, würden sich die Absätze der beiden bereits verfügbaren Geräte im Planungsfenster befinden.
Ein weiterer Aspekt, warum der Markt so negativ auf den iPhone 8 Verkaufsstart reagiere liege laut Kuo zudem darin begründet, dass die Nachfrage oftmals lediglich an den Direktverkäufen, beispielsweise im Apple Store festgemacht würde, man dabei aber gerne die Abätze über die Mobilfunkanbieter vergisst. Während die Schlangen vor den Apple Stores in diesem Jahr in der Tat kürzer als sonst ausfielen, seien die Absätze über die Provider stabil gegenüber den letzten Jahren. Die meisten Leute, die man in Schlangen vor den Apple Stores sieht, sind laut Kuo die Hardcore-Apple-Fans, die naturgemäß auf das iPhone X warten. (via MacRumors)
In den vergangenen Tagen mehrten sich die Berichte, wonach zu Beginn des Verkaufsstarts des iPhone X vermutlich noch weniger Geräte zur Verfügung stehen werden, als zunächst angenommen. Während bereits vermutet wurde, dass vor allem die TrueDepth-Kamera auf der Vorderseite hierfür verantwortlich sei, liefert das Wall Street Journal nun weitere Details hierzu. Demnach existiert aktuell ein Ungleichgewicht bei der Versorgung der beiden auf die Namen Romeo und Juliet hörenden Komponenten für die Gesichtserkennung. Offenbar koste es mehr Zeit, das Romeo-Modul zu produzieren, als dies beim Juliet-Modul der Fall ist.
Romeo enthält dabei unter anderem den Dot-Projector, der dafür verantwortlich ist, die über 30.000 unsichtbaren Messpunkte auf das Gesicht des Nutzers zu projezieren, um dieses zu analysieren. Die Juliet-Komponente hingegen ist anschließend dafür verantwortlich, diese über eine Infrarot-Kamera wieder einzulesen. Inzwischen soll der Produktionsprozess reibungslos laufen. Die anfänglichen Schwierigkeiten hätten jedoch dazu geführt, dass das iPhone X gerade zu Beginn der Verfügbarkeit nur schwer zu bekommen sein wird. (via MacRumors)

Bereits seit dem Frühjahr kann man sich darauf einstellen, dass das iPhone X zu seinem offiziellen Verkaufsstart Anfang November nur in sehr geringen Stückzahlen zu haben sein wird. Nun steht auch mal wieder eine konkrete Zahl hierzu im Raum, die der Yuanta Investment Consulting Analyst Jeff Pu gegenüber Nikkei Asian Review in den Ring wirft. Demnach soll Foxconn im gesamten September gerade einmal 2 Millionen iPhone X produziert haben. Im Oktober sollten 10 Millionen weitere hinzukommen, was bedeuten würde, dass zum Verkaufsstart gerade einmal 12 Millionen Geräte zur Verfügung stünden. Bis Ende des Jahres sollen es dann 40 Millionen sein, während man ursprünglich von 45 Millionen ausgegangen war.
Pu berichtet in seinen Informationen aus der Zuliefererkette erneut von Schwierigkeiten bei der Produktion der für die TrueDepth-Kamera benötigten Komponenten für die Gesichtserkennung. Ähnliches hatte bereits der deutlich bekanntere KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo Anfang der Woche verkündet. Hierdurch soll das iPhone X in diesem Jahr noch schwieriger zu ergattern sein als das 256 GB iPhone 7 Plus in Diamantschwarz im vergangenen Jahr.
Bei all den Neuerungen, die Apple dem iPhone 8, iPhone 8 Plus und dem iPhone X spendiert hat, ist ein kleines aber feines Detail beinahe etwas untergegangen. So erklärt Apple in den technischen Spezifikationen auf seinen Webseiten zu den neuen Geräten, dass diese auch erstmals das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo unterstützen. Damit gesellt sich der europäische Standard zum von den USA betriebenen Global Positioning System (GPS), dem russischen Pendant namens Global Navigation Satellite System (GLONASS), sowie dem QZSS, dem in Japan betriebenen Quasi-Zenith Satellite System. Als Nutzer profitiert man hierdurch durch eine noch genauere Ortung, dank einer Kombination der Signale der unterstützten Systeme. Vor allem in dichtbesiedelten Gegenden, in denen Gebäude gerne mal das Signal blockieren, hilft dies enorm weiter.

Galileo betreibt aktuell 15 altive Satelliten, während sich drei weitere bereits im Teststadium befinden. Diese gesellen sich zu den 31 GPS- und den 24 GLONASS-Satelliten hinzu. Bis 2020 möchte Galileo insgesamt 30 Satelliten im Orbit.
In den vergangenen Tagen mehrten sich die Stimmen von Besitzern eines iPhone 8 Plus, die von Störgeräuschen beim Telefonieren mit ihrem neuen Gerät berichten. Was bereits vermutet wurde, bestätigt Apple nun gegenüber The Verge, nämlich dass es sich offenbar um ein SOftwareproblem handelt, welches mit einem iOS-Update in Kürze behoben werden soll. Im Wortlaut heißt es dort: "We are aware of the issue which is affecting customers in a small number of cases. Our team is at work on a fix, which will be included in an upcoming software release."
Unterdessen wurde bekannt, dass mit dem gestern Abend veröffentlichten Update auf iOS 11.0.1 neben kleineren Fehlerkorrekturen auch das Problem zwischen der neuen iOS-Version und Microsoft Outlook, Office 365 und Exchange Servern behoben wurde. (via ArsTechnica)