Dass das iPhone 8/Edition wohl mit ein wenig Verspätung auf den Markt kommen oder zu Beginn zumindest nur in sehr geringer Stückzahl verfügbar sein wird, davon gehen die meisten Beobachter schon seit einiger Zeit aus. Das Wall Street Journal. beleiuchtet in einem neuen Artikel nun von den Hintergründen. Demnach habe es vor allem zu Beginn der Produktionsphase diverse Probleme gegeben, die das gesamte Projekt am Ende um ca. einen Monat verzögert hätten. Inzwischen seien die Probleme allerdings ausgeräumt und Apples Fertigungspartner Foxconn setzt alles daran, die verlorene Zeit so gut es geht wieder aufzuholen. Unter anderem verspricht man beim Versuch, weiteres Personal anzuwerben unter anderem auch größere Boni.
Vor allem bei der Herstellung des OLED-Displays sollen die Verzögerungen stattgefunden haben, da die Produktion des fragilen Bauteils mit jeder Menge Technik darin extrem herausfordernd sei. Unter anderem muss das Display nicht nur normale Multitouch-Gesten entgegennehmen und verarbeiten können, sondern auch 3D Touch Eingaben. Zudem besteht es aus mehr Schichten, als dies bei anderen Herstellern der Fall ist. Auch die zunächst geplante Integration von Touch ID in das Display hat offenbar am Anfang der Produktion zu Problemen geführt, so dass man sich schließlich komplett davon verabschiedet hat.
Während das iPhone 7s und iPhone 7s Plus vermutlich ab dem 22. September in den Verkauf gehen werden, könnte es bis in den Oktober hinein dauern, ehe auch das iPhone 8 in den Händen der ersten Kunden landet.
Nach wie vor ist nicht ganz klar, auf welche Namen die neuen iPhones hören werden. Zuletzt hatten sich allerdings verschiedene Beobachter auf die Bezeichnungen iPhone Edition, iPhone 8 und iPhone 8 Plus eingeschossen. Insofern muss abgewartet werden, welche Aussagekraft die Informationen haben, die mir aus Vodafone-Kreisen zugespielt wurden (vielen Dank dafür!). Im dortigen Bestellsystem sind aktuell verschiedene Hüllen gelistet, die für ein iPhone 8, ein iPhone 7s und ein iPhone 7s Plus gedacht sind. Dies entspricht der Namensgebung, die ursprünglich einmal gehandelt wurde. Allerdings ist nicht klar, ob es sich dabei zunächst einmal um Platzhalter oder um die tatsächlichen Namen handelt.

Darüber hinaus wurden offenbar sämtliche iPhone 7 zurückgeordert, was grundsätzlich keinen ungewöhnlichen Vorgang darstellt, da Apple ältere Generationen nur mit den kleinen Speicheroptionen am Markt lässt. Dieses Mal wurden aber offenbar sämtliche Konfigurationen zurückgeordert.
Nachdem Apple sein diesjähriges iPhone-Event nun angekündigt hat, meldet sich auch der KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo mit seinen aktuellen Informationen zu den erwarteten Neuvorstellungen zurück. Interessant sind dabei vor allem die Aussagen zum Thema Preis und warum Apple sich bereits wieder von Touch ID verabschiedet. KGI erwartet nach wie vor einen Premium-Preis für das iPhone 8/Edition, was vor allem an dem verbauten Display liegen soll. Dieses besteht demnach aus einem flexiblen OLED-Panel, einem OLED Touch-Panel, einem 3D Touch Modul und einem OLED Panel-Modul. Das gesamte Bauteil soll dabei von Samsung hergestellt werden, mit Ausnahme der 3D Touch Module. Als einziger Lieferant ist Samsung natürlich in der Lage, einen entsprechenden Preis für seine Komponenten zu verlangen. KGI glaubt, dass dieser in etwa doppelt so hoch liegt, wie der für ein LCD-Panel in einem iPhone Plus Modell. Konkret soll es sich dabei um 120,- bis 130,- US-Dollar pro Stück handeln. Auch deswegen sei Apple bemüht, die Produktion künftig auf mehrere Schultern zu verteilen.
Das einzige Display-Bauteil, in dem Samsung keine Aktien hat ist demnach das 3D Touch Modul, welches auf der anderen Seite wiederum auch der Grund sein soll, warum Apple sich von einem in das Display integrierten Touch ID verabschiedet hat. Während dies zunächst geplant war, soll die OLED-Technologie in Kombination mit 3D Touch zu unerwünschten Nebeneffekten beim Scan des Fingerabdrucks durch das Display hindurch geführt haben. Da sich diese nicht lösen ließen, habe man sich schließlich für einen Verzicht auf den biometrischen Sensor entschieden und komplett auf die 3D-Gesichtserkennung gesetzt. (via 9to5Mac)
Kurz nach Bekanntwerden des Berichts von KGI veröffentlichte Bloomberg einen neuen Bericht, wonach Apples Bestrebungen, möglichst bald auch OLED-Displays von LG zu beziehen, derzeit nicht wie geplant verlaufen. Hierdurch könnte man gezwungen sein, sich länger exklusiv an Samsung zu binden als gehofft - mindestens bis 2019. Dieses Jahr ist aktuell LGs Ziel für den Einstieg in die Massenproduktion von OLED-Panels. Möglicherweise könnte LG bereits eine kleine Menge Displays für die 2018er iPhones liefer, dies stehe aktuell aber noch in den Sternen.
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