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iPhone X kanibalisiert iPhone 8 Vorbestellungen; Nachfrage nach LTE Apple Watch überraschend stark

Wann immer wir kurz vor der Veröffentlichung eines neuen Apple-Geräts stehen, sind die Aussagen von KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo stets mit Spannung zu beobachten. Seine aktuellen Aussagen hingegen sind wenig überraschend. So erwartet der Analyst, dass die Nachfrage nach dem iPhone X sehr wahrscheinlich die Vorbestellungen des iPhone 8 kanibalisieren wird. Für diese Analyse muss man allerdings auch kein Hellseher sein, ein Blick in den Apple Online Store und auf die dortigen Lieferzeiten reicht bereits aus, um zu sehen woher der Hase läuft. Während in der Vergangenheit die meisten iPhone-Generationen stets in kürzester Zeit ausverkauft waren, lassen sich verschiedene Modelle des iPhone 8 auch jetzt noch zu vertretbaren Zeiten ordern. Kuo geht davon aus, dass sich dies in diesem Jahr deswegen beobachten lässt, weil viele Kunden auf das iPhone X warten würden. Hierdurch erwartet der Analyst auch ein starkes Weihnachtsquartal von Apple - getrieben vom Jubiläums-iPhone.

Auch in Sachen Apple Watch Series 3 hat Kuo sich zu Wort gemeldet. Demnach erwartet er die Nachfrage nach dem LTE-Modell deutlich höher als zunächst gedacht. Dies könnte auch an dem verhältnismäßig geringen Aufpreis liegen, den Apple gegenüber dem Standardmodell verlangt. Aus diesem Grund geht der Analyst davon aus, dass die Nachfrage nach der LTE-Version um 80% bis 90% über der des Standardmodells liegen dürfte. Und auch hier zeigt ein Blick in den Apple Store, dass Kuo recht haben dürfte. Die ersten Modelle der mit LTE ausgestatteten Apple Watch Series 3 waren bereits nach einer Viertelstunde ausverkauft und stehen aktuell bei einer Lieferzeit von drei bis vier Wochen. (via MacRumors)

Wall Street Journal: Apples Marge beim iPhone X geringer als bei anderen Modellen

Das iPhone X wird das teuerste iPhone aller Zeiten. Zwar haben sich die anfänglichen "Befürchtungen" eines Preises jenseits der Marke von 1.000,- US-Dollar nicht bewahrheitet, mit 999,- Dollar blieb Apple aber nur knapp darunter. Hierzulande werden für das Top-Modell mit 256 GB Speicher satte € 1.319,- fällig. Während manch einer hierin schon wieder reine Geldschneiderei seitens Apples sieht, legt eine aktuelle Analyse des Wall Street Journal nahe, dass Apple mit dem iPhone X trotz des hohen Preises sogar eine geringere Marge einstreicht, als mit den restlichen iPhone-Modellen. Grund hierfür sollen die hohen Komponentenpreise sein. So sollen die Kosten für das iPhone X in etwa doppelt so hoch sein, wie für das iPhone 7 im vergangenen Jahr.

Konkret heruntergebrochen rechnen die Kollegen vor, dass das iPhone X im Handel ca. 50% mehr koste als das iPhone 7. Auf der anderen Seite seien die Kosten für Apple jedoch von 248,- US-Dollar für die Komponenten des iPhone 7 auf eine geschätzte Summe von 581,- Dollar im iPhone X angestiegen. Allerdings sollten diese Zahlen mit Vorsicht genossen werden. Erstens kennt mangels eines Teardowns aktuell noch niemand die exakten inneren Komponenten des iPhone X und zweitens wird man nur in Cupertino wissen, wie die Kosten hierfür aussehen. Allerdings dürfte die geringere Marge nicht ganz aus der Luft gegriffen sein. Neben den teureren Komponenten ist sicherlich auch eine Menge Geld in die Forschung und Entwicklung der neuen Funktionen, des neuen Designs und der Innereien des Geräts geflossen, die sich nicht genau beziffern lassen. Umso spannender dürften demnach die nächsten beiden Quartalszahlen von Apple werden, in denen die neuen iPhones erstmals auftauchen werden.