Das iPhone 8 lässt sich gerade mal seit wenigen Stunden in den ersten Ländern der Welt erwerben, da gibt es auch schon den ersten Blick in die Innereien. Selbstverständlich sind es die Kollegen von iFixit, die sich eines der ersten Geräte besorgt und sogleich an die Arbeit gemacht haben, es feinsäuberlich zu zerlegen. Während das Gerät äußerlich und innerlich dem iPhone 7 weitestgehend ähnelt, gibt es aber natürlich auch ein paar spannende Dinge zu entdecken. Die auffälligste Änderung gegenüber dem Vorgängermodell ist dabei natürlich das Modul zum kabellosen Laden nach Qi-Standard, welches die Kollegen von Creative Electron bereits in einer spannenden Röntgenaufnahme des Geräts enttarnten.

Ansonsten ähneln sowohl das interne Design, als auch viele Komponenten denen des iPhone 7. Beim Akku hat Apple die Kapazität leicht zurückgefahren und verbaut nun eine Batterie mit 6,96 Wh (1.821 mAh), während im iPhone 7 noch ein 7,45 Wh-Akku (1.960 mAh) zu finden war. Bei den Schrauben für die internen Komponenten hat Apple einen Wechsel von den bisheringen "tri-point"- zu herkömmlichen Phillips-Köpfen vollzogen und sowohl der Lightning-Anschluss als auch die Taptic Engine haen eine verbesserte Aufhängung aus Metall erhalten, was die Robustheit fördern sollte.
Auf dem Logicboard befinden sich neben dem A11 Bionic Chip unter anderem auch noch 2 GB of SK Hynix LPDDR4 RAM, ein MDM9656 Snapdragon X16 LTE Modem von Qualcomm und ein NXP 80V18 Secure NFC Modul.
Äußerlich hat Apple die Aluminium-Rückseite des iPhone 7 gegen eine Glas-Rückseite beim iPhone 8 ausgetauscht, was dem neuen kabellosen Laden geschuldet sein dürfte. Die Robustheit des neuen Materials inkl. des stabilisirenden Aluminiumrahmens wurde bereits in einem entsprechenden YouTube-Video unter Beweis gestellt.

Eine bislang eher weniger beachtete neue Funktion in iOS 11 ist eine vereinfachte Ersteinrichtung von neuen iPhones und iPads mit "Quick Start". Während die meisten Neubesitzer eines iOS-Geräts eher den klassischen Weg des Einspielens eines Backups kennen, lassen sich künftig Einstellungen und Inhalte auf noch einfachere Weise von einem alten auf das neue Gerät übertragen. Nachdem man die Sprache und Region ausgewählt hat, kann man so die nächsten Schritte überspringen, bei denen man normalerweise unter anderem das WLAN, etc. einrichtet und diese Informationen von dem alten Gerät übernehmen. Hierzu muss sich dieses lediglich in unmittelbarer Nähe des neuen Geräts befinden, woraufhin das neue Gerät erkannt und ein entsprechender Bildschirm angezeigt wird, der den "Quick Start" Prozess in Gang setzt. Dies funktioniert also ähnlich, wie beispielsweise bei den AirPods oder auch bei einem Apple TV oder der Apple Watch. Auch das Paaren der beiden Geräte ähnelt dem Prozess auf der Watch, wo man eine Pixelwolke mit der Kamera des Geräts scannt, um diesen einzuleiten. Wichtig ist lediglich, dass auch auf dem alten Gerät bereits iOS 11 läuft.
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Nach der Übernahme der ersten Einstellungen hat man die Wahl, ob man das neue iPhone als komplett neues Gerät aufsetzen oder aus einem Backup wiederherstellen möchte.
Auch wenn ich selbst es nicht ganz nachvollziehen kann, warum man ein neuerworbenes iPhone als erste Amtshandlung einem Haltbarkeitstest unterzieht, bei dem man es mit verschiedenen äußeren Einflüssen malträtiert, gehören auch solche Videos inzwischen zu den Begleiterscheinungen des Verkaufsstarts eines neuen iPhones. Und so ist es entsprechend dann auch in diesem Jahr wieder. Der YouTuber JerryRigEverything möchte dabei Apples Aussage auf die Probe stellen, dass das iPhone 8 auf seiner Vorder- und Rückseite das widerstandsfähgste Glas aller Zeiten verbaut habe. Hierzu bringt er unter anderem den Mohs-Härtetest zum Einsatz und findet dabei heraus, dass sich das Glas bei Level 6 von 10 zerkratzen lässt, ähnlich wie auch schon das iPhone 7. Zum Vergleich: Das bei der Edelstahl Apple Watch eingesetzte Saphirglas besitzt einen Härtegrad von etwa 9. Mit Münzen, Schlüsseln oder Rasierklingen lässt sich das Glas des iPhone 8 allerdings nach wie vor nicht beschädigen. Auch in einem Biegetest konnte das iPhone 8 überzeugen und sich dabei sogar gegenüber dem iPhone 7 durchsetzen. So gelang es nicht das Gerät so stark zu biegen, dass sich das Glas vom Rest des Gehäuses trennte. Auch dauerhafte Verbiegungen konnten nicht festgestellt werden.
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Der YouTuber MadMatt auf der anderen Seite versucht sich an einer deutlich weniger rabiaten Untersuchung des neuen iPhone, bei dem er einen Geschwindigkeitstest zwischen iPhone 8 Plus und dem iPhone 7 Plus durchführt. Dabei vergleicht er den App-Start oder auch einen Geekbench-Test zwischen den beiden Geräten. Während der App-Start auf beiden Geräten in etwa gleich schnell abläuft, schneidet das iPhone 8 wie erwartet beim Geekbench-Test deutlich besser ab als sein Vorgänger.
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Die ersten iPhone 8 befinden sich inzwischen in den Händen seiner neuen Besitzer und natürlich landen auch schnell die ersten Eindrücke von Apples erster Rutsche neuer Smartphones in diesem Jahr im Netz. Traditionell geht es dabei los mit den Unboxing-Videos, die auch einen Einblick geben, wie die Verpackung in diesem Jahr aussieht und was Apple dort alles hineingelegt hat. Größere Unterschiede zum vergangenen Jahr gibt es dabei erwartungsgemäß nicht. Neben dem iPhone findet man in der Box die klassischen EarPods und einen Lightning-auf Klinke-Adapter, sowie ein 5-Watt-Netzteil inkl. des zugehörigem USB Ladekabels. Auch die Verpackung selbst unterscheidet sich nur marginal von der des vergangenen Jahres.
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Für Kopfschütteln sorgt nach wie vor der Umstand, dass Apple dem iPhone ein 5-Watt-Netzteil beilegt, mit dem es deutlich länger dauert das Gerät zu laden, als beispielsweise mit den 10- oder 12-Watt-Netzteilen, die beispielsweise dem iPad beiliegen. Möchte man die im iPhone 8 enthaltene Schnelladefunktion nutzen, benötigt man ein USB-C-Netzteil mit 29 Watt, welches den aktuellen MacBooks beiliegt und mit sich das Gerät innerhalb von nur einer halben Stunde auf 50% aufladen lässt. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit das iPhone 8 kabellos zu laden. Ein entsprechendes Ladepad liegt dem iPhone nicht bei, diese lassen sich jedoch bereits für kleines Geld bei Amazon erwerben, wie ich in diesem Artikel beschrieben hatte.
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Zugegeben, die Überschrift ist ein wenig ketzerisch, aber so in etwa dürfte es dennoch heute in weiten Teilen der Welt aussehen, wo das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus gemeinsam mit dem Apple TV 4K und der Apple Watch Series 3 nach einwöchiger Vorbestellphase heute in den Verkauf gehen. Die ersten Hinweise hierauf gab es bereits in Neuseeland, Australien, Japan und China, wo der Verkauf bereits in der vergangenen Nacht begonnen hat. Berichte aus Sydney sprechen von einer geringen Nachfrage und nur sehr kurzen Warteschlangen vor den Apple Stores. Auf der George Street in der australischen Hauptstadt sollen sich lediglich 30 Personen versammelt haben. Im Vergleich zu den Verkaufsstarts in den vergangenen Jahren ist das gar nichts. Auch der Grund ist natürlich schnell gefunden. So dürften die meisten Interessenten auf das iPhone X warten, welches ab Anfang November zu haben sein wird. Abzusehen war dies bereits am vergangenen Freitag, als die ersten Gerätebestände beim Start der Vorbestellungen nicht innerhalb von Minuten ausverkauft waren.

Und wie sieht es in Deutschland aus? Auch hier dürfte sich ein ähnliches Bild zeichnen. So berichtet mir mein Leser Andreas aus Hamburg, dass zwar in der vergangenen Nacht traditionell Absperrgitter vor dem Apple Store am Jungfernstieg angeliefert wurden, sich aber zu diesem Zeitpunkt noch keine Wartenden vor dem Store eingefunden hatten. Oder wie Andreas schreibt: Sonst ist aber nichts auffällig, keine Zelte, keine Stühle, keine Schlange...

Nachdem mich heute im Laufe des Tages schon verschiedene besorgte Mails erreichten, ob denn nicht langsam mal die Versandbestätigungen für die morgen erscheinenden iPhones, die Apple Watch Series 3 und das Apple TV 4K eintrudeln müssten, kann inzwischen Entwarnung gegeben werden. Nicht nur das Apple auch im vergangenen Jahr diese Mitteilungen erst aml Donnerstagnachmittag verschickte, inzwischen sind die ersten Bestätigungen auch bereits rausgegangen. Sollten diese noch nicht per Mail bei euch eingetrudelt sein, hilft im Zweifel auch ein schneller Blick in die Apple Store App (kostenlos im AppStore) oder den Apple Online Store. War man bei der Vorbestellung schnell genug dran, werden die Geräte auch morgen im Laufe des Tages bei euch ankommen.


Ab dem 03. November will Apple das iPhone X in den Verkauf bringen und die ersten Geräte an seine Frühbesteller verschicken. Noch soll aber offenbar nicht einmal die Produktion begonnen haben. Der
Raymond James Chip-Analyst Christopher Caso hat nun einmal seine Kontakte in die Zuliefererkette spielen lassen und dabei festgestellt, dass zusätzlich zu den ohnehin schon bestehenden Verzögerungen bei der Produktion, kürzlich noch weitere Schwierigkeiten aufgetreten sind. Hierdurch soll die Massenproduktion nun erst Mitte Oktober beginnen und erst im Dezember-Quartal auf vollen Touren laufen. Bereits vor dieser Information war davon ausgegangen worden, dass es zu Beginn der Verfügbarkeit des iPhone X zu größeren Lieferengpässen kommen würde, die sich nun noch einmal verschärfen könnten. Betrachtet man die nach wie vor ordentliche Verfügbarkeit des iPhone 8, sieht es ganz danach aus, als würden einige Kunden auf das iPhone X warten. Man darf gespannt sein, wie sich die Verfügbarkeit kurz nach dem Vorbestellstart am 27. Oktober darstellen wird.
Nach wie vor dürfte eine der spannendsten Erkenntnisse nach dem Verkaufsstart des iPhone X Anfang November sein, wie die Nutzer auf das neue Face ID reagieren werden. Genau hiermit setzt sich nun auch der KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo in einer neuen Mitteilung an seine Investoren auseinander. Genau genommen geht es dabei um Apples weitere Strategie in Sachen Touch ID und Face ID. Während Touch ID absolut etabliert und bewährt ist, muss Face ID diesen Beweis erst noch erbringen. Zudem hielten sich in den vergangenen Monaten hartnäckig Gerüchte, wonach Apple ursprünglich Touch ID direkt in das Disolay des iPhone X integrieren wollte. Dies scheiterte an technischen Hürden, wodurch sich nun die Frage stellt, ob Touch ID im Display mit einem kommenden iPhone doch noch kommen könnte.
Laut Kuo hängt Vieles dabei von der Nutzerakzeptanz von Face ID ab. Sollte die Gesichtserkennung zuverlässig funktionieren und sich komfortabel einsetzen lassen, stehen die Chancen offenbar gut, dass Apple Face ID ab dem kommenden Jahr in allen Modellen seiner iPhone-Reihe und später auch in den iPads zum Einsatz bringt. Auch der Mac könnte auf kurz oder lang mit der Technologie ausgestattet werden, sollte sie sich beim Nutzer durchsetzen. Sollte dies hingegen nicht der Fall sein, erwartet Kuo dennoch, dass Apple sich vom Homebutton verabschieden und Touch ID künftig in das Display integrieren wird, sollte man die technischen Herausforderungen in den Griff bekommen. (via MacRumors)
Apple selbst hatte in Form seiner Top-Manager Craig Federighi und Phil Schiller kurz nach der Vorstellung des iPhone X in der vergangenen Woche verlauten lassen, dass man fest davon überzeugt sei, dass die Gesichtserkennung das biometrische Feature der Zukunft sei und die Nutzer es lieben werden.