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Neue Sensortechnologie könnte Weg für kleineren Notch beim iPhone ebnen

Bereits seit einiger Zeit wird spekuliert, dass Apple bestrebt sein dürfte, den Notch bei seinem iPhone, in dem sich Sensoren, die FaceTime-Kamera und die TrueDepth-Kamera für Face ID befinden, künftig deutlich kleiner zu gestalten. Zumindest die technischen Voraussetzungen hierfür sind inzwischen geschaffen. So hat der österreichische Apple-Zulieferer AMS eine neue Sensor-Technologie vorgestellt, die sich gut in künftigen iPhones machen würde. Dabei lassen sich die für Face ID benötigten Sensoren direkt hinter einem OLED-Display verbauen, ohne dafür den Notch zu benötigen. Ein spezieller Algorithmus sorgt dafür, dass die Sensoren akurat arbeiten können, ohne dabei von der Helligkeit der Display-Pixel beeinflusst zu werden.

Vom Heilsbringer zum Problemkind: WSJ sieht iPhone XR als Hauptschuldigen für Apples aktuelle Misere

Als Apple das iPhone XR auf seinem iPhone-Event im vergangenen Jahr präsentierte, galt es für die meisten Beobachter als der heimliche Star des Abends und wurde gefeiert als der richtige Schritt von Apple, um die bereits damals leicht schwächelnden iPhone-Absätze wieder mit Schwung zu versehen. Inzwischen hat sich der Wind jedoch gedreht und gipfelte in Apples Korrektur der eigenen Umsatzerwartungen in der vergangenen Woche. Nun wirft das Wall Street Journal einen genaueren Blick auf die Hintergründe und macht dabei das iPhone XR aus als das "phone that’s failing Apple" und damit irgendwie auch als den Hauptschuldigen an der aktuellen Misere.

Während es noch zu früh sei, das iPhone XR als Flop zu bezeichnen, ist es vor allem der nach wie vor hohe (wenn auch im Verhältnis zu den anderen iPhones eher geringe) Preis des Geräts das größte Hemmnis - vor allem in den schwierigen Märkten in China oder Indien. So bekommt man dort die wesentlichen Features des Geräts, nämlich Face ID, Dual-SIM und das Edge-to-Edge Display von anderen Herstellern zu deutlich günstigeren Preisen. Die herausragende Qualität dieser Merkmale von Apple spielt dabei in den genannten Märkten eine eher untergerodnete Rolle, weswegen die dortigen Nutzer nicht bereit sind, den hohen Aufpreis hierfür zu zahlen.

Unter anderem zitiert das WSJ mit Li Derong einen in Shanghai ansässigen Programmierer, der darüber nachdenkt, von seinem aktuellen iPhone 7 auf ein Huawei Mate 20 Pro zu wechseln, da er das iPhone für überteuert hält und den Akku oder die Kamera in dem Huawei-Gerät für gut genug hält, um damit zufrieden zu sein. Und Derong ist dabei nicht der einzige, wie das WSJ mit Verweis auf Daten der Analysten von Canalys belegt. Vor allem die wachsende Konkurrenz von Huawai, Oppo oder Vivo habe in China dazu geführt, dass Apples Marktanteil in den vergangenen Jahren immer mehr gesunken ist.

Der UBS-Analyst Tim Arcuri geht zudem davon aus, dass Apple einfach zu viele Geräte des iPhone XR produzieren ließ und somit die Nachfrage des Geräts deutlich überschätzt habe. Demnach habe Apple offenbar erwartet, dass das iPhone XR in etwa 45% aller neuen iPhone-Verkäufe ausmachen würde. Die Leute würden das Gerät aber schlichtweg nicht kaufen - vor allem in China nicht. Dies spiegelt letzten Endes auch die Kernaussage von Apple CEO Tim Cook wieder, der in seinem offenen Brief zur Umsatzkorrektur in der vergangenen Woche vor allem die schwächelnden Zahlen in China als Grund angeführt hatte.