Weitere Zahlen und Infos zum iPhone-Rückgang; auch Samsung mit Gewinneinbruch
Apples Korrektur der eigenen Umsatzerwartungen für das vergangene Quartal hat Anfang des Jahres für eine Menge Aufsehen gesorgt. Seither wird viel über die Gründe gerätselt, wobei einige Spuren nach China und den dort sehr speziellen Markt führen. Analysten von Bank of America Merrill Lynch haben hierzu nun eigene Erkenntnisse präsentiert und vermuten, dass es auch eine Art informellen Boykott für Apple-Produkte von Nutzern in China und Indien geben könnte. Eine Umfrage der Analysten, die von den Kollegen von Bloomberg veröffentlicht wurde zeigt dabei, dass das Interesse an einem Upgrade auf ein iPhone weiter auf dem Rückzug ist, während das Interesse an Produkten aus dem Hause Samsung, Xiaomi oder Huawei steigt. Zudem soll Apple besonders hart von den aktuellen Handelsspannungen zwischen China und den USA getroffen worden sein.
Hierzu passen auch neue Zahlen der Analysten von Counterpoint, nach denen iPhone-Verkäufe im November im Jahresvergleich um 20% rückläufig waren. Interessant ist zudem, dass im November 2017 das vergleichsweise teure iPhone X das sich am besten verkaufende Modell war, während dies im vergangenen Jahr das eher günstige iPhone XR war. Allerdings erreichte das iPhone X dabei ein knapp 50% größeres Volumen im November 2017 als das iPhone XR im Jahr darauf. Im Vergleich mit dem iPhone 8 schnitt das iPhone XR um 5% schlechter ab. Auch bei diesen Zahlen wirken sich vor allem die schwachen Zahlen aus China und Indien besonders stark aus.
Auf der anderen Seite bleibt festzuhalten, dass Apple jedoch keineswegs der einzige große Name ist, der aktuell mit Problemen zu kämpfen hat. So hat auch Samsung aktuell in einer Investorenmeldung bekanntgegeben, dass man für das letzte Quartal 2018 einen Gewinnrückgang befürchtet, der vor allem auf eine geringe Nachfrage auf dem Chipmarkt aber auch in der Smartphone-Sparte zurückzuführen ist. Spekuliert wird momentan, dass der Gewinn einen Betrag von 9,67 Milliarden US-Dollar erreicht habe, was deutlich unterhalb der ursprünglich erwarteten 12 Millarden Dollar läge und einen Rückgang von 29% im Jahresvergleich bedeuten würde.