Skip to content

iPhone-Loyalität erreicht neuen Höchstwert

Nach all den Schreckensmeldungen in Sachen schrumpfendem iPhone-Wachstum zu Beginn des Jahres wird man in Cupertino froh über jede noch so kleine Positiv-Meldung zu seinem Smartphone sein. Während die Absätze im vergangenen Quartal klar rückläufig gewesen sein dürften, hat aktuellen Zahlen von Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) zufolge die Loyalität zum iPhone im selben Zeitraum einen neuen Höchstwert erreicht. So gaben unter 500 befragten US-Nutzern 91% an, dass sie auch beim nächsten Smartphone-Kauf zu einem iPhone greifen werden. Unverändert hoch ist auf der anderen Seite aber auch die Loyalität bei den Android-Nutzern. Hier gaben gar 92% an, dass sie die Plattform nicht wechseln werden. Auch dies ist ein neuer Höchstwert.

Vor allem das jeweilige Ökosystem aus Apps und verschiedenen Diensten dürfte dazu führen, dass die Anzahl der sogenannten Switcher immer geringer wird. Auch hier hat sich der Markt inzwischen also so gut wie eingependelt, was ebenfalls ein Grund für das mehr und mehr abflachende Wachstum in Sachen Smartphone sein dürfte. (via MacRumors)

Ming-Chi Kuo: Das Schlimmste in Sachen iPhone-Rückgang wird in Kürze vorbei sein

Am morgigen Abend wird Apple seine aktuellen Quartalszahlen bekanntgeben. Hauptthema dürften dabei die zuletzt arg schwächelnden iPhone-Verkäufe sein, die sogar zu einer Korrektur der eigenen Umsatzerwartung geführt haben. Vor allem der chinesische Markt zeigte sich dabei extrem schwach. Offenbar ist dies jedoch nur eine Momentaufnahme. Der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo zumindest glaubt, dass die Talsohle schon bald durchschritten sein wird (via MacRumors). Dies wird sich mittelfristig dann natürlich auch wieder auf die Apple-Aktie auswirken, die laut Kuo derzeit, wie auch die von den meisten iPhone-Zulieferern zu negativ bewertet ist.

Kuo selbst hatte kürzlich seine iPhone-Absatzerwartungen für das erste Quartal 2019 von ursprünglich 38 bis 42 Millionen auf 36 bis 38 Millionen Stück heruntergeschraubt, da die Nachfrage vor allem in China und anderen aufstrebenden Märkten schwächer sei als erwartet. Ab dem zweiten Quartal soll es dann jedoch wieder aufwärts gehen. Konkret erwartet Kuo hier dann 34 bis 37 Millionen verkaufte iPhones, was leicht über der allgemeinen Erwartung von 30 bis 35 Millionen liegt. Auch dies wäre nach wie vor ein Rückgang von 14% im Jahresvergleich, was aber immer noch besser wäre als die 29% Rückgang im ersten Quartal. So lange sich der Handelsstreit zwischen den USA und China nicht verschlimmere, erwartet Kuo eine ähnlich leichte Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte. So soll der zweite Teil von 2019 dem Analysten zufolge vergleichbar mit dem von 2018 sein. Für das gesamte Jahr 2019 erwartet Kuo einen Absatz von 188 bis 192 Millionen iPhones.

Apples Fertigungspartner bereiten sich auf Verlagerung der Produktion in andere Länder vor

Einer der Hauptgründe für die zuletzt schwachen iPhone-Zahlen soll neben dem schwächelnden asiatischen Markt auch der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China sein. Dies soll gerüchtehalber dazu führen, dass Apple Teile seiner Produktion in andere Länder verlagern möchte, unter anderem nach Indien, Indonesien und Vietnam. So berichtet aktuell auch die Financial Times, dass nach Foxconn auch Pegatron, wo derzeit etwa 30% von Apples Produkten hergestellt werden, neue Produktionsstätten in den genannten Ländern aufbauen möchte. Die Geschwindigkeit mit der dies geschieht, hänge allerdings stark von den weiteren Entwicklungen zwischen den USA und China ab, wie Pegatron-Präsident SJ Liao angab.

Zwar nannte Pegatron in seinem Statement nicht explizit Apple, in Anbetracht derselben Entwicklung bei Foxconn und verschiedenen Gerüchten, dass Apple seine Flaggschiff-iPhones künftig auch in Indien produzieren lassen möchte, liegt der Zusammenhang aber mehr als nahe. Foxconn betreibt bereits verschiedene Fabriken in Indien und Vietnam, stellt dort jedoch bislang keine Apple-Produkte her. Derzeit ist Wistron Apples einziger iPhone-Fertiger in Indien und produziert dort nach wie vor das iPhone SE für den lokalen Markt.