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EU drängt verstärkt auf einheitlichen Ladeanschluss bei Smartphones

Es ist schon ein ziemliches Ärgernis, wie viele unterschiedlichen Anschlussformen es für die verschiedensten Anwendungsfälle gibt. Allein in Sachen Monitorverbindung konnte sich die Industrie in den vergangenen Jahren nach dem Ende der VGA-Ära nicht wirklich auf einen einheitlichen Stanadard einigen. Die Folge war eine Unmenge von Adaptern, die man für die verschiedensten Geräte benötigte. Ganz ähnlich sieht es auch bei den Anschlussformen für Ladegeräte aus. Und hieran ist Apple nicht ganz unschuldig. So setzt man bei iPhone, iPad und iPad seit jeher auf proprietäre Lösungen wie den 30-Pin-Connector oder inzwischen eben Lightning, während die meisten anderen Geräte sich in den vergangenen Jahren vornehmlich auf microUSB eingeschossen hatten.

Die Hoffnung ist, dass mit USB-C künftig alles besser wird. Damit dies auch wirklich so kommt, hat die Europäische Union in Person von Kommissarin Margrethe Vestager nun noch einmal bekräftigt, dass man weiter darauf drängen wird, die Anschlussform für Ladegeräte über die verschiedenen Hersteller hinweg zu vereinheitlichen.

Ein kurzer Blick zurück zeigt, dass Apple sich bereits im Jahr 2009 (!) gemeinsam mit 13 anderen Smartphone-Herstellern dazu verpflichtet hatte, nach einer einheitlichen Lösung zu streben, bei der es sich um microUSB handeln sollte. Allerdings bestanden darin verschiedene Schlupflöcher, wie beispielsweise das bloße Angebot eines Adapters. Meine Abneigung hiergegen lässt sich noch einmal im ersten Absatz nachlesen.

Laut Reuters will die EU nun Nägel mit Köpfen machen und unter anderem auch Verpflichtungen der Hersteller per Gesetz prüfen. Ob hierbei allerdings tatsächlich etwas herauskommt, muss abgewartet werden. Schließlich mahlen die Mühlen der Politik für gewöhnlich recht langsam und die Technik schreitet immer schneller voran.

Immerhin kamen kürzlich bereits zarte Gerüchte auf, dass Apple den Lade- und Datenanschluss am iPhone mittelfristig auch auf USB-C umstellen könnte. Wünschenswert wäre es in jedem Fall.

Ransomware bei Apples Chip-Fertiger TSMC legt die Produktion lahm

Apples taiwanesischer Chip-Fertiger TSMC wurde am Wochenende Opfer eines Computervirus, der gleich mehrere Fertigungsstätten in Tainan, Hsinchu und Taichung heimsuchte und dazu führte, dass die Produktion an diesen Standorten heruntergefahren oder teilweise eingestellt werden musste, wie Bloomberg berichtet. Inzwischen sind laut Aussage des Unternehmens 80% der betroffenen Systeme wieder in Betrieb, dennoch warnt man seine Kunden derzeit vor möglichen Verzögerungen bei den hergestellten Chips. Ob auch Apple hiervon betroffen ist, kann aktuell nicht abschließend bestätigt werden, Sorgen um Verzögerungen beim iPhone würde ich mir allerdings derzeit nicht machen. Der Ausfall betrug lediglich einige Stunden, was keine größere Delle in der im Juni angelaufenen Chip-Produktion für das iPhone hinterlassen haben dürfte.

Bei der entdeckten Malware handelt es sich laut einem von TSMC ausgegebenen Statement um eine Variante der WannaCry-Ransomware aus dem vergangenen Jahr, die durch die Installation eines Tools von einem unbestimmten Anbieter eingeschleppt wurde. Es handelt sich also nicht um einen klassischen Hacker-Angriff, als vielmehr um eine Unachtsamkeit bei TSMC - mit durchaus teuren Konsequenzen. Der Konzern warnt seine Anleder im Zusammenhang mit dem Problem vor einem möglicherweise gerunger ausfallenden Umsatz.

Neuer Bericht: 2018er LCD-iPhone mit Dual-SIM kommt ausschließlich nach China

Gerüchte, wonach eines oder mehrere der neuen iPhones dieses Jahres über eine Dual-SIM Funktionalität verfügen würde, kursieren inzwischen schon länger. Nun gibt es neue, nicht ganz so gute Erkenntnisse. So berichten die taiwanesischen Kollegen der Economic Daily News, dass es sich bei fraglichem Modell um eine spezielle Variante des 6,1" LCD-iPhone handeln soll, welches speziell für den chinesischen Markt vorgesehen ist. Dies habe man aus einer Quelle bei Apples Fertigungspartner Foxconn erfahren. Angeblich möchte Apple mit dem Sondermodell dem Umstand Rechnung tragen, dass es für Nutzer in China normal ist, mehrere Telefonnummern zu haben. Um mit dem iPhone dort nicht komplett den Anschluss zu verlieren, plant man nun unter anderem die neue Funktion. Es sieht also ganz danach aus, als würden wir in Europa nicht in den Genuss der neuen Möglichkeit kommen.

Weitere Hinweise auf den Wegfall des Lightning-auf-Klinke Adapters bei diesjährigen iPhones

Bereits vor einigen Wochen kamen erste Gerüchte auf, wonach Apple bei den diesjährigen iPhones auf die Beilage eines Lightning-auf-Klinke Adapters verzichten könnte. Nun gibt es weitere Hinweise auf diese Entwicklung. Zu Erinnerung: Apple hatte den Adapter erstmals dem iPhone 7 beigelegt, bei dem man sich entschieden hatte, den klassischen 3,5mm-Anschluss für den Kopfhörer zu streichen und stattdessen voll und ganz auf den hauseigenen Lightning-Anschluss oder aber kabellose Verbindungen per Bluetooth zu setzen. Als Kompromiss für die Weiterverwendung der weitverbreiteten Klinken-Anschlüsse bei Audiozubehör legte man schließlich den Adapter bei. Zwei Jahre später soll damit nun Schluss sein.

Dies hat nun Cirrus Logic, einer von Apples Zulieferern für den Adapter bestätigt, wie Barclays berichtet. Wirklich überraschend käme dieser Schritt nicht, drängt Apple schließlich an allen Ecken und Enden auf eine kabellose Zukunft, was sich inzwischen auch auf das Laden des iPhone ausgedehnt hat. Unklar ist aktuell, wie sich Apple beim iPad verhalten wird, welches in diesem Jahr angeblich ebenfalls erstmals auf den Klinkenanschluss verzichten wird. Allem Anschein nach wird Apple auch hier auf die Beilage des Adapters verzichten.

Alternativ hätten nutzer von kabelgebundenem Audiozubehör ohne Lightning-Anschluss nach wie vor die Möglichkeit, den Adapter separat zum Preis von € 9,- im Apple Store erwerben. Interessant ist dabei, dass eben jener Adapter nach wie vor das am zweitmeisten verkaufte Apple-Produkt beim US-Händler Best Buy ist, wie die Kollegen von MacRumors berichten, was darauf hindeutet, dass viele Nutzer nach wie vor auf den 3,5mm Klinkenanschluss angewiesen sind und Apples Schritt ein wenig zu früh kommen könnte.

Für alle Bestandskunden: Telekom verschenkt im August erneut 300 MB Datenvolumen

Der August beginnt erneut erfreulich für alle Mobilfunkkunden bei der Telekom. Diesen schenkt der Magenta-Konzern, wie auch schon in den vergangenen Monaten, erneut ein zusätzliches Datenvolumen in Höhe von 300 MB. Dies ist zwar nicht weltbewegend, aber eben dennoch eine nette Geste, die man sicherlich gerne annimmt. Um das Geschenk in Anspruch nehmen zu können, reicht es aus, die MagentaSERVICE-App (kostenlos im AppStore) zu öffnen und direkt auf dem Startbildschirm den entsprechenden Button zu betätigen. Ist dies geschehen, werden zunächst die geschenkten 300 MB verbraucht, ehe die Telekom wieder auf das im Vertrag verbliebene Volumen umschaltet.

Huawai verdrängt Apple von Platz zwei der weltweit größten Smartphone-Hersteller

Erst gestern Abend hat Apple mal wieder überragend gute Quartalszahlen vorgelegt, zu denen erneut auch das iPhone einen großen Teil beigetragen hat. Und dennoch muss Apple nun offenbar eine recht empfindliche Niederlage einstecken. So wurde man im zweiten Quartal 2018 laut Zahlen der Marktbeobachter von IDC vom asiatischen Hersteller Huawai vom zweiten Platz der weltweit größten Smartphone-Hersteller verdrängt. Huawai konnte im Zeitraum zwischen April und Juni 54,2 Millionen Smartphones an den Mann bringen, während Apple den aktuellen Quartalszahlen zufolge im selben Zeitraum 41,3 Millionen iPhones absetzte. Durch ein Wachstum im Jahresvergleich von plus 41% konnte Huawai damit sogar gleich eine größere Lücke zu Apple reißen.

In der neuen Rangliste führt auch weiterhin Samsung mit einem Marktanteil von 20,9% (minus 10,4%) nun vor Huawai mit 15,8% (plus 40,9%) und Apple mit 12,1% (plus 0,7%). Mit Xiaomi und OPPO sind Apple zudem zwei weitere asiatische Hersteller inzwischen auf den Fersen. Dies liegt vor allem an den großen asiatischen Märkten, auf denen sich Apple zunehmend schwer tut, sein iPhone an den Mann zu bringen. Allerdings gilt das abgelaufene Quartal auch als Apples traditionell schlechtestes, da die aktuellen iPhones bereits mehrere Monate alt sind und potenzielle Käufer auf die neue Generation im September warten. Spätestens dann kann es also auch wieder Verschiebungen in der Rangliste geben.

Auch das iPhone X Plus wird offenbar den Querformat-Modus für Apps unterstützen

Neben der zweiten Generation des 5,8" großen iPhone X und dem 6,1" LCD-iPhone wird für diesen Herbst auch noch ein 6,5" großes Gerät erwartet, welches allgemein auf den Namen iPhone X Plus getauft wurde. Erwartet wird dabei eine Auflösung von 2.688 x 1.242 Pixel, was eine Dichte von ca. 450 ppi ergeben würde. Im Vergleich dazu besitzt das aktuelle iPhone X eine Auflösung von 2.436 x 1.125 Pixeln, was wohl auch auf die zweite Generation zutreffen wird. Wie auch schon bei den bisherigen Plus-Modellen des iPhone, dürfte auch das 6,5" große iPhone X Plus über einen Querformat-Modus verfügen, wie man ihn sonst auch noch vom iPad kennt.

Dies wurde nun auch noch einmal von den brasilianischen Kollegen von iHelpBR belegt, die emntsprechende Hinweise in den aktuellen Betas von iOS 12 und Xcode entdeckten. So haben die Kollegen den Xcode-Simulator mit der iPhone X Plus Auflösung von 2.688 x 1.242 Pixeln bei 458 ppi laufen lassen und dabei festgestellt, dass die nativen Apps das von den bisherigen Plus-Modellen gewohnte Verhalten aufweisen, wie auch in den nachfolgenden Screenshots zu sehen ist.

Sicherlich keine bahnbrechende neue Erkenntnis, aber immerhin schön zu sehen, dass Apple den eingeschlagenen Weg offenbar weitergeht und von dem größeren Platz auf dem Display des Plus-Modells Gebrauch macht, um mehr Informationen und Optionen auf einen Blick anzubieten. Spannend ist allerdings, dass Apple den Querformat-Modus nach wie vor nicht auf dem iPhone X anbietet, welches mit seinen 5,8" mehr Platz auf dem Display hat, als die bisherigen Plus-Modelle mit ihren 5,5"-Displays.

Französische Regierung erlässt flächendeckendes Handyverbot an Schulen

Schüler in Frankreich müssen künftig sehr stark sein. So hat nämlich das französische Parlament aktuell ein Gesetz verabschiedet, welches Smartphones und andere internetfähige Geräte, wie beispielsweise auch Tablets oder Smartwatches künftig verbietet (via Tagesschau). Dies gilt für alle Schüler bis zu einem Alter von 15 Jahren an Vorschulen, Grundschulen und weiterführende Schulen. Den Gymnasien wird es selbst überlassen, ob sie sich dem Verbot anschließen wollen. Mit dem Gesetz erfüllt die französische Regierung ein entsprechendes Wahlversprechen aus dem vergangenen Jahr.

Dabei ist das Verbot nicht allein auf den Klassenraum beschränkt, sondern gilt bei sämtlichen schulischen Auktivitäten auf dem Schulgelände, was auch die Pausen mit einschließt. In Frankreich erhofft man sich hierdurch neben einer besseren Aufmerksamkeit auch Auswirkungen auf das Miteinander. Ausnahmen für das Verbot bestehen bei einer Nutzung der Geräte, die explizit für den Unterricht ausgegeben ist und für Kinder mit einer Behinderung.

In Frankreich besitzen knapp neun von zehn Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren ein Smartphone. Ob ein solches Verbot zeitgemäß ist, muss jeder selbst entscheiden. Aus meiner Sicht wäre es sinnvoller, den Schülern eher eine bessere Medienkompetenz zu vermitteln, damit sie mit ihrem Smartphone von sich aus verantwortungsvoll umgehen, als derartige Verbote zu erlassen.