So langsam aber sicher kommen die Komponenten-Leaks zum iPhone 8 ins Rollen. So ist in den chinesischen sozialen Medien ein Foto aufgetaucht, welches die Kollegen von Slashleaks aufgespürt haben, auf dem angeblich das Kameramodul für die 3D-Gesichtserkennung zu sehen sein soll. Den Informationen des KGI Securities Analysten Ming-Chi Kuo zufolge soll die Kamera angeblich revolutionär sein und neben einem herkömmlichen Kameramodul auch über einen Infrarot-Sensor verfügen, der die Gesichtserkennung nicht nur dreidimensional, sondern auch bei schlechten Lichtverhältnissen bis hin zu totaler Dunkelheit ermöglicht. Sollten sich die Entdeckungen in der HomePod-Firmware bewahrheiten, könnte die Frontkamera erstmals auch Videos in 4K und bei 60 fps aufzeichnen.

Selbstverständlich gilt auch für das oben zu sehende Kameramodul, dass sich nicht endgültig klären lässt, ob es sich dabei wirklich um ein Bauteil für das iPhone 8 handelt. Zu diesem Zeitpunkt, kurz vor der Vorstellung des Geräts haben Komponenten-Leaks allerdings Hochkonjunktur, so dass dies auch nicht unbedingt unwahrscheinlich ist.
Und auch heute haben wir wieder eine nette Stilblüte aus der Silly Season rund um den baldigen Start des iPhone 8. Aktuell spricht so ziemlich alles dafür, dass Apple bei seinem Jubiläums-iPhone komplett auf den Touch ID Sensor verzichten und stattdessen auf eine 3D-Gesichtserkennung setzen wird. Den "Gegenbeweis" wollen nun die Kollegen von Slashleaks antreten, die ein Video präsentieren, welches angeblich aus der Qualitätskontrolle eines Apple-Zulieferers stammt und auf dem ein Gerät zu sehen ist, welches auf seiner Rückseite nicht nur ein zu erahnendes Apple-Logo und die vertikal angeordnete Dual Lens Kamera zeigt, sondern offenbar auch einen Touch ID Sensor besitzt, dessen Funktion in dem kurzen Clip geprüft wird.
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Grundsätzlich spannend, würde ich dem Video bei der aktuellen Gerüchtelage nicht allzuviel Wahrheitsgehalt zusprechen, zumal aktuelle Geräte mit einem Fingerabdrucksensor an dieser Position eher Kritik als Lob einheimsen. Möglich wäre die Platzierung des Sensors auf der Rückseite aus meiner Sicht lediglich um eine Fallback-Option für die Authentifizierung von Zahlungen via Apple Pay zu haben. Es darf in jedem Fall weiter diskutiert und spekuliert werden.
Neben der bereits vermeldeten Entdeckung von Referenzen auf ein neues Apple TV in der siebten Beta von tvOS hat der inzwischen bekannte Entwickler Guilherme Rambo auch in der siebten Beta von iOS 11 einen spannenden Fund gemacht. In deren Tiefen schlummern nänlich interessanterweise ein paar Videos, die offenbar bislang nicht von Apple zum Einsatz gebrachte Funktionen in einem kurzen Tutorial vorstellen. Die Videos wurden offenbar im Mai, also vor der Vorstellung von iOS 11 auf der WWDC erstellt, was darauf hindeutet, dass sich Apple letztlich dagegen entschieden hat, die Funktionen zu implementieren.
Im ersten Video geht es um den Sperrbildschirm, der durch einen Swipe nach rechts das Control Center öffnet. Aktuell erreicht man durch diese Geste dort die Kamera-App.
Im zweiten Video ist hingegen eine veränderte Implementierung des App Switchers zu sehen. Statt über einen Doppelklick auf den Homebutton erreicht man diesen durch einen Wisch nach oben auf dem Homescreen, also mit der Geste, die eigentlich das Control Center aufruft. Dieses bleibt allerdings ebenfalls erreichbar und zwar als eigener Screen.
Unklar ist, ob Apple die Videos zu eigentlich geplanten neuen Funktionen versehentlich in der iOS-Beta vergessen hatte oder ob sie gar Funktionsimplementierungen für das iPhone 8 zeigen. Dieses hat bekanntermaßen keinen Homebutton mehr, wodurch ein veränderter Aufruf des App Switchers nötig sein könnte.
So ziemlich alles deutet inzwischen darauf hin, dass Apple in seinem demnächst erscheinenden Jubiläums-iPhone den Touch ID Sensor durch eine 3D-Gesichtserkennung als biometrisches Authentifizierungsmerkmal ersetzen wird. Dabei dürften Apple diverse Übernahmen kleinerer Unternehmen in den vergangenen Jahren zu Gute kommen, die genau hierauf spezialisiert waren. Stimmen die Informationen des KGI Securities Analysten Ming-Chi Kuo dürfte sich Apple auf diese Weise erneut einen größeren Vorsprung vor der Konkurrenz gesichert haben. Demnach liege Apples Lösung anderthalb bis zwei Jahre vor der 3D-Gesichtserkennung von Qualcomm, wo man ebenfalls an einer solchen Lösung arbeite. Der Vorsprung liege sowohl im Bereich der Hard-, als auch der Software und Qualcomm soll nicht vor 2019 eine Marktreife für sein Produkt erreichen. Sollten die Informationen stimmen, dürfte es einige Zeit dauern, ehe auch Android-Geräte mit einer ähnlichen Authentifizierungsmethode ausgestattet werden, wie das iPhone.
Neben wenig ausgereiften Algorithmen und Hardware soll Qualcomm zudem darunter leiden, dass viele Zulieferer der benötigten Komponenten ihre Produktion inzwischen auf Apple ausgerichtet haben und Qualcomm dadurch Probleme hat, überhaupt die entsprechenden Bauteile zu beschaffen. Darüber hinaus sollen die Anbieter von Android-Smartphones derzeit noch eine eher abwartende Haltung eingenommen haben, um zu schauen, wie Apple die neue Technologie einsetzt und wie die Nutzer darauf reagieren. (via MacRumors)