Während der normalerweise gut informierte KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo gestern noch berichtete, dass Apple seine diesjährigen iPhones erst Ende des Monats in die Massenproduktion geben würde, berichtet die DigiTimes heute, dass sich alle drei neuen iPhones inzwischen bereits in eben dieser Massenproduktion befinden. Dies wollen die Kollegen aus verschiedenen Quellen erfahren haben. Zudem deuten auch die starken Absatzzahlen von verschiedenen Zulieferern im zurückliegenden Monat auf den Beginn der Massenproduktion hin. Erneut berichten die Quellen auch, dass es offenbar keinerlei Engpässe bei den beiden LCD-iPhones, die aktuell als iPhone 7s und iPhone 7s Plus gehandelt werden geben wird, Beim mit einem OLED-Display ausgestatteten iPhone 8 hingegen dürfte die Verfügbarkeit zunächst sehr eingeschränkt sein.
Unterdessen hat der immer mal wieder in Erscheinung tretende australische Leaker Sonny Dickson den Kollegen von 9to5Mac ein paar Fotos von mutmaßlichen 2017er iPhones zukommen lassen. Zu sehen ist darauf, dass alle drei Gerät über eine Glasrückseite verfügen, was inzwischen aber ohnehin als gesetztes neues Merkmal gesehen wird. Vor allem für das ebenfalls erwartete kabellose Laden hätte dieses Material diverse Vorteile gegenüber dem aktuell verwendeten Aluminium. Interessant ist allerdings, dass Apple beim iPhone 7s offenbar die horizontal angeordnete Dual Lens Kamera beibehalten wird, während sie beim iPhone 8 vertikal angeordnet ist.

Die ganz großen Neuerungen sind bei der Smartphone-Hardware heute schon beinahe nicht mehr möglich. Zu ausgereift sind inzwischen die Geräte und wenn man mich fragt, macht es auch keinen großen Unterschied, ob das Display rahmenlos ist oder nicht. Interessant sind da schon eher die neuen Funktionen, die sich immer noch auf Seiten der Software umsetzen lassen. Erneut hat hier der Entwickler-Kollege Guilherme Rambo eine interessante Entdeckung in der HomePod-Firmware gemacht, die Apple mit dem iPhone 8 umsetzen könnte. So ist Apples Jubiläums-iPhone möglicherweise in der Lage, Benachrichtigungstöne automatisch zu deaktivieren, wenn der Nutzer ohnehin gerade auf das Display blickt. Dies ließe sich mit der erwarteten 3D-Gesichtserkennungs-Kamera des neuen Geräts realisieren, womit Apple sichergehen könnte, dass sich das iPhone gerade in aktiver Nutzung befindet. Zumindest der entdeckte String namens "TLAttentionAwarenessObserver" mit dem Zusatz "supportsAttenuatingTonesForAttentionDetected" lässt eine solche Funktion vermuten.

Möglich ist natürlich, dass die Funktion, wenn sie denn kommen sollte, nicht standardmäßig aktiv ist, sondern sich in den Bedienungshilfen konfigurieren lässt.
Sollte Apple nicht noch irgendetwas Außergewöhnliches in der Schublade haben, dürften die meisten Details rund um das iPhone 8 inzwischen bekannt sein. Dies ist umso bemerkenswerter, da Tim Cook es sich als Apple CEO eigentlich auf die Fahne geschrieben hatte, die Geheimhaltung noch weiter zu verbessern. Unklar ist allerdings weiterhin, ob das Gerät denn tatsächlich auch "iPhone 8" heißen wird. In der Vergangenheit waren auch schon Namen wie "iPhone X" oder "iPhone Pro" im Gespräch. Befeuert wird die Diskussion um die Namensgebung nun aus berufenem Munde, genauer gesagt vom bekannten Apple-Blogger John Gruber, der sich nach eigener Aussage nicht vorstellen kann, dass Apple die diesjährigen iPhones als iPhone 7s, iPhone 7s Plus und iPhone 8 auf den Markt bringen wird.
Als Hauptgrund nennt Gruber dabei, dass die Veränderungen, die Apple in diesem Jahr an wohl allen drei erwarteten Modellen vornehmen wird, so groß sind, dass sie nicht in den traditionellen s-Zyklus passen. Stattdessen wirft der Apple-Experte zwei Varianten für die Namensgebung der diesjährigen iPhones in den Ring:
- iPhone 8, iPhone 8 Plus, iPhone 8 Pro
oder
- iPhone, iPhone Plus, iPhone Pro
Würde auch aus meiner Sicht Sinn machen. Bis Apple das Geheimnis lüftet, bleiben wir des allgemeinen Verständnisses wegen aber vorerst weiterhin bei iPhone 7s, iPhone 7s Plus und iPhone 8. Damit sollte jeder wissen, welches Gerät gemeint ist.