Weitere Informationen zum günstigeren iPhone
Es scheint, als käme Jeremy Horwitz von iLounge gerade so richtig in Fahrt. Nach seinen beiden Artikeln vom Freitag (hier und hier) legt er nun noch einmal mit weiteren Informationen zu dem gemunkelten günstigeren iPhone nach, welches Apple anscheinend tatsächlich plant, dieses Jahr auf den Markt zu bringen. Dieses Gerät soll Horwitz' vertrauenswürdigen Quellen zufolge in der Tat zu einem Großteil aus Kunststoff bestehen. Von vorne soll es dabei einigermaßen identisch zum iPhone 5 aussehen, inklusive des 4" Retina-Displays, derselben Sensoren, Kamera und Buttons. Auf der Rückseite soll das Gerät jedoch aus Kunststoff gefertigt sein und dabei Design-Elemente des iPhone 5, des aktuellen iPod touch und ... man mag es kaum glauben ... des iPod classic (!) vereinen. Horwitz schreibt dazu: "In summary, the budget iPhone will look a lot like an iPhone 5 from the
front, an iPod classic from the side, and an iPod touch 5G on the
bottom - only made from plastic rather than glass or metal."
Sollten sich die Informationen bewahrheiten, dürfte es einigermaßen spannend werden, dieses Gerät zum ersten Mal zu sehen. iLounge veröffentlichte dazu verschiedene Fotos, die das Design auch bildlich erklären sollen. Unter anderem das folgende, welches die mögliche Unterseite des Geräts nachbilden soll. Auf jeden Fall deutet vieles daraufhin, dass Apple in diesem Jahr in der Tat ein günstigeres iPhone präsentieren wird, welches sich deutlich stärker von der Vorgänger-Generation unterscheiden wird, als in den vergangenen Jahren.

Digitimes rudert zurück: Kein größeres iPhone in 2013
Die Digitimes, beinahe schon traditionell ein Quell falscher Apple-Informationen aus Fernost, aber eben hin und wieder dann doch mit einem Treffer gesegnet, revidiert ihre Anfang des Jahres getätigten (und von diversen Follow-Ups widergekäuten) Aussagen, wonach Apple in diesem Jahr ein günstigeres iPhone mit größerem Display auf den Markt bringen würde. Laut einem neuen Bericht erwartet man nach wie vor zwei neue iPhones von Apple in diesem Jahr, die jedoch beide mit dem zusammen mit dem iPhone 5 eingeführten 4"-Display ausgestattet sein sollen. Damit schließt man sich quasi den Berichten des Wall Street Journal und von Bloomberg an, wo man ebenfalls eine günstigere iPhone-Variante, jedoch weiterhin mit 4"-Display, für dieses Jahr vorhersagt. Die Digitimes pocht zwar weiter darauf, dass Apple an einem iPhone mit erneut größerem Display arbeiten würde. Dieses sei aber nicht mehr in diesem Jahr zu erwarten.
Insofern ist es wahrscheinlich, dass Apple auch weiterhin seinen Ansatz verfolgt, die Vorgängergeneration(en) des neuen iPhone als günstigere Einstiegsvarianten anzubieten. Möglich sind dabei jedoch natürlich kleinere Modifikationen. So sollen beide 2013er Modelle laut mit In-Cell Touch-Technologie ausgestattet sein, was allerdings ein wenig konträr zu den bislang nicht weiter bestätigten Berichten über eine neue Technologie namens "Touch on Display" für das kommende iPhone laufen würde. Darüber hinaus existieren zudem Gerüchte, wonach Apple eine günstigere iPhone-Variante auf Basis des iPhone 5, jedoch mit günstigeren Werkstoffen, wie z.B. Kunststoff auf den Markt bringen könnte. Das größere Display in einem solchen Gerät sollte dann nun aber auch hoffentlich endgültig vom Tisch sein.
Erneut unwahrscheinliche iPhone-Gerüchte aus Fernost
Fingerabdrucks-Sensor im nächsten iPhone?
In seiner Vorschau auf das Apple-Jahr 2013 erwähnte der KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo in der vergangenen Nacht auch die Möglichkeit, dass Apple in seinem diesjährigen "iPhone 5S" auch einen Fingerabdrucks-Sensor zum Einsatz bringen könnte, der dann wohl in den charakteristischen Homebutton integriert werden würde. Derlei Spekulationen kamen immer mal wieder auf, sein Apple Mitte vergangenen Jahres den Sicherheitsspezialisten Authentec übernommen hat. Dieser hatte unter anderem auch eben solche Sensoren in seinem Produktportfolio. Kuo geht davon aus, dass Apples Ansatz, den Sensor in den mechanischen Homebutton zu integrieren einen Vorteil gegenüber den Produkten der Konkurrenz bedeuten würde, da dies auf der einen Seite intuitiv sei und Apple auf der anderen Seite sein schlankes Gerätedesign beibehalten könnte.
Durch den Sensor könnte Apple verschiedene Dinge abbilden, die über das bloße Anmelden am Gerät (mit den schon oft geforderten verschiedenen Accounts?) hinausgehen. So ließen sich darüber beispielsweise auch das lästige Eingeben von Benutzername und Passwort ablösen oder eine Integration mit Passbook realisieren.
Allerdings würde die Integration eines Fingerabdruck-Sensors in den Homebutton auch ein wenig konträr gegen die Gerüchte laufen, wonach sich Apple auf kurz oder lang komplett von einem mechanischen Homebutton verabschieden und fortan ausschließlich auf Multitouch- und Gestensteuerung zur iOS-Bedienung setzen könnte. Auf der anderen Seite kamen in der Vergangenheit auch immer mal wieder Gerüchte auf, wonach Apple den Homebutton beibehalten, aber in seiner Form verändern und mit weiteren Funktionen ausstatten könnte. Bei all diesen Gedankenspielen wird für mich allerdings immer deutlicher, welche Bedeutung und welches Potenzial der mechanische Homebutton in den iOS-Geräten auch künftig haben wird.
Aktuelle Gerüchte: iPhone 5S, Billig-iPhone und mehr
Die Gerüchte um das iPhone reißen dieser Tage nicht ab. Nach den Berichten über eine Kürzung der Komponenten-Bestellungen für das iPhone 5 und ein angeblich in diesem Jahr auf den Markt kommendes "Billig-iPhone", meldet sich nun der Jefferies Analyst Peter Misek zu Wort (via AppleInsider) und berichtet, dass Apple aktuell zwei Prototypen testet, von denen einer wohl die diesjährige Generation des Smartphones werden soll. Misek spricht dabei auch weiterhin vom "iPhone 5S", während es sich bei dem anderen Prototypen auch um die günstigere Variante des iPhone handeln könnte. Die Testproduktion des neuen Geräts soll im März anlaufen. Auf den Markt kommen soll es dann, wie bereits von anderen Quellen zuvor vermutet, im Sommer (Juni/Juli), was eine Präsentation auf der WWDC wahrscheinlich machen würde.
Die Aussagen von Misek kommen nur kurz nach neuen Gerüchten der DigiTimes, die in der vergangenen Nacht berichtete, dass Apple trotz der jüngsten (angeblichen) Aussagen von Apples Marketing-Chef Phil Schiller weiter an einer günstigen Variante des iPhone arbeiten würde. Allerdings bleibt nach wie vor bestehen, dass Schiller ein günstigeres iPhone nicht kategorisch ausgeschlossen hatte. So lange Apple ein günstigeres Gerät bauen kann, welches dennoch den Vorstellungen des Unternehmens hinsichtlich Qualität und Gewinnmarge entspricht, wird dies wohl irgendwann geschehen. Aktuellen Berichten von Zulieferern zufolge soll dieses Gerät dann ein Gehäuse aus Kunststoff erhalten, sowie beim 4"-Display auf Retina-Auflösung und auf LTE verzichten.
In einer Randnotiz reiht sich Misek in seinem Bericht auch in die Riege derjenigen ein, die die oben angesprochenen Kürzungen von Komponentenbestellungen für das iPhone 5 inzwischen weniger auf einen Rückgang der Nachfrage, als eher auf natürliche Gründe zurück führt. So sollen hierfür nach neuesten Erkenntnissen eher Umschichtungen bei den Herstellern dieser Komponenten verantwortlich sein. Das iPhone 5 erfreue sich nach wie vor großer Beliebtheit, so Misek.
WSJ: Apple reduziert Teile-Bestellungen für iPhone 5
Phil Schiller äußert sich zum Billig-iPhone [UPDATE]
Viel ist in den vergangenen Tagen über das Gerücht geschrieben worden, Apple könnte noch im Laufe dieses Jahres eine günstige Variante des iPhone präsentieren, welche speziell auf die aufstrebenden Märkte, wie z.B. Chine zugeschnitten ist. Die Möglichkeiten reichten dabei von einem größeren Display bis hin zu einem gleichbleibenden Design, jedoch günstigeren Materialien, wie z.B. Kunststoff. Während ich sämtlichen dieser Gerüchte skeptisch gegenüber stand, konnte nun die Shanghai Evening News ein Interview mit dem aktuell gemeinsam mit Tim Cook in China weilenden Apple Marketing-Chef Phil Schiller führen, in dem es auch um die aktuellen Gerüchte geht. Die Kollegen von TNW konnten inzwischen bestätigen, dass die Aussagen tatsächlich von Phil Schiller stammen und fassen diese übersichtlich zusammen. Die Kernaussage beschreibt dabei am besten der folgende Satz: "Despite the popularity of cheap smartphones, this will
never be the future of Apple’s products. In fact, although Apple’s
market share of smartphones is just about 20%, we own 75% of the
profit."
Damit schließt Schiller nicht kategorisch aus, dass Apple irgendwann in Zukunft einmal ein günstigeres iPhone auf den Markt bringen wird. Allerdings wird dies nur dann geschehen, wenn man in Cupertino die Gewinnmarge hoch halten und dabei gleichzeitig eine hohe Qualität gewährleisten kann. Zu sehen war dies erst kürzlich beim iPad mini. Hier hatten einige auch einen günstigeren Preis erwartet. Vor allem deswegen, weil Konkurrenten zum Teil deutlich günstigere Tablets auf dem Markt haben. Dies passt allerdings nicht zu Apples Strategie. Ebenso wenig übrigens, wie sich von Mitbewerbern diktieren zu lassen, wie man Preise gestalten und den Markt durchdringen sollte. Apple bleibt mit der Aussage von Phil Schiller was dies betrifft auf dem eigenen Weg. Und dies ist aus meiner Sicht ebenso richtig wie beruhigend.
Eines sollte man dabei aber nicht vergessen. Apple hat auch in der Vergangenheit Produkte ausgeschlossen, die dann später doch noch auf den Markt kamen. Dies geschah allerdings nie aus dem Grund, ein Billig-Markt-Segment abzudecken, sondern stets weil es sich angeboten hat und die Möglichkeiten bestanden, ein innovatives Produkt zu schaffen. Ein iPhone aus günstigen (und ich vermeide hier explizit den Begriff "billig") Materialien zu bauen, nur um einen bestimmten Markt anzusprechen, sehe ich auch in Zukunft nicht.
UPDATE: Auch Reuters hatte die oben zu lesende Story gestern veröffentlicht, sie nun aber wieder zurück gezogen, mit dem Hinweis, dass die Originalquelle "substanzielle Änderungen" an dem Bericht vorgenommen hätte. Es ist unklar, um was für Änderungen es sich dabei handelt. Ich persönlich gehe aber weiter davon aus, dass die wesentlichen Inhalte, wie oben dargelegt, weiterhin bestand haben.