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USA vs. China: Apple-Zulieferer Pegatron plant Teilefertigung für das iPhone in Indonesien

Vor dem Hintergrund des weiterhin schwelenden Handelsstreits zwischen den USA und China verlagern nun auch Apples Zulieferer ihre Produktionsstätten in andere Länder, um nicht möglicherweise von Sanktionen oder Zöllen getroffen zu werden. Aktuelles Beispiel hierfür ist der taiwanesische Apple-Zulieferer Pegatron, der laut Reuters derzeit plant, bis zu einer Milliarde US-Dollar in eine Fertigungsstätte in Indonesien zu investieren, um dort Chips und weitere Bauteile für das iPhone zu produzieren. Dies vermeldete ein Sprecher der indonesischen Regierung am heutigen Tag (via Reuters). Die Chips sollen in dem asiatischen Land dann in Kooperation mit dem örtlichen Elektroteilefertiger PT Sat Nusapersada hergestellt werden.

Dem Bericht zufolge könnten mittelfristig an dem indonesischen Standort auch Komponenten für das MacBook gefertigt werden, sollten sich die Spannungen zwischen den USA und China weiter verschärfen. Möglicherweise deutet dies bereits auf eine sich immer mehr anbahnende Umstellung des Macs auf ARm-Prozessoren hin. Bereits jetzt kommen Chips auf Basis dieser Architektur im Mac, beispielsweise beim T1-Chip im MacBook Pro zum Einsatz.

Warum sollte Apple 3D Touch bei den diesjährigen iPhones streichen?

Bereits vor einigen Tagen wurde berichtet, dass die diesjährigen iPhones wohl allesamt ohne 3D Touch auf den Markt kommen werden. Damit würde sich Apple nur vier Jahre nach der Einführung der Technologie mit dem iPhone 6s schon wieder von ihr verabschieden. Bereits im Januar gab es zarte Gerüchte in dieselbe Richrung, die seinerzeit vom Wall Street Journal aufgeworfen wurden. Offenbar wird Apple stattdessen künftig auf Haptic Touch setzen, welches zum ersten Mal beim iPhone XR zum Einsatz kam und 3D Touch dort gewissermaßen simuliert. Im Gegensatz zum druckintesiven 3D Touch funktioniert Haptic Touch mit einem langen Touch in Kombination mit einem haptischen Feedback durch die Taptic Engine.

Unklar ist dennoch, warum Apple das deutlich funktionalere 3D Touch zugunsten von Haptic Touch streichen sollte. Unter anderem sind mit Haptic Touch keine Quick Actions auf den App-Icons oder Peek and Pop für die Vorschau, beispielsweise bei Webseiten möglich. Auch zum Erweitern von Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm oder bei der Taschenlampe kann Haptic Touch derzeit nicht genutzt werden. Der Grund für den Einsatz im iPhone XR war, dass man auf diese Weise ein nahezu rahmenloses LCD-Display bauen konnte. Bei den mit einem OLED-Display ausgestatteten iPhones hat Apple hingegen schon bewiesen, dass man 3D Touch hier ohne Probleme zum Einsatz bringen kann.

Es bleibt also weiterhin ein Rätsel, aus welchem Grund Apple die Funktion streichen sollte. Auf der anderen Seite ist es zum jetzigen Zeitpunkt natürlich auch nur ein Gerücht. Möglicherweise liefert iOS 13 den einen oder anderen Hinweis in diese Richtung, ansonsten werden wir uns vermutlich bis zum September gedulden müssen, ehe wir endgültige Klarheit haben.

Deutsches Innenministerium möchte Hintertüren in Messengerdiensten

Die Frage nach der Verschlüsselung von Daten und dem damit immer schwieriger werdenden Zugriff auf diese durch Strafverfolgungsbehörden beschäftigt uns nun schon seit geraumer Zeit. Dabei stellt sich immer die Frage nach der Gratwanderung zwischen Datenschutz und Sicherheit. Wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich da durchaus beide Seiten verstehen. Dennoch dürfte sich Bundesinnenminister Horst Seehofer mit seinem Vorstoß, eine Hintertür in Messenger-Apps wie WhatsApp, iMessage und Threema eine Hintertür für die Strafverfolgungsbehörden einbauen lassen zu wollen, nicht wirklich viele Freunde machen. Hiervon berichtet aktuell die Süddeutsche Zeitung und mit Blick auf die gerade erst ausgezählte Europawahl samt herber Verluste für die Union vor allem bei jungen Wählern, könnte der Zeitpunkt der Forderung kaum schlechter gewählt sein.

Die geforderte Hintertür soll es den Behörden ermöglichen, im Rahmen einer richterlichen Anordnung auf über die Messenger versendete Nachrichten und Telefonate zugreifen zu können. Selbstverständlich werden dabei Erinnerungen an die öffentliche Auseinandersetzung zwischen Apple und dem FBI wach, welches von Apple die Entsperrung eines von Terroristen genutzten iPhone verlangte. Apple hat sich seither dem Kampf gegen derlei Anordnungen verschrieben. Würden solche Hintertüren existieren, wäre es nur eine Frage der Zeit, ehe sie auch von Hackern gefunden und ausgenutzt würden.

Ebenfalls aus der Kategorie "vielleicht hätten sie jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt" fällt auch die Tatsache, dass die meisten Messenger inzwischen auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzen, also für die Betreiber überhaupt keine Möglichkeit besteht, die Nachrichten auf ihren Servern zu entschlüsseln. Sollte dies rückgänig gemacht werden, wäre dies vermutlich der größte Rückschritt in Sachen Datenschutz aller Zeiten.

Ebenfalls in diesem Zusammenhang interessant ist ein Artikel, auf den mich mein Leser Boris am Wochenende aufmerksam gemacht hat (danke dafür nochmal!). So wird auch der neue Mobilfunkstandard 5G die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden, wie der schweizerische Tagesanzeiger berichtet. So wird mit dem neuen Standard die sogenannte International Mobile Subscriber Identitiy (IMSI) künftig verschlüsselt. Hierbei handelt es sich um eine Identitätsnummer, eines Handys oder einer SIM-Karte, die es bislang ermöglichten, das Gerät über einen sogenannten IMSI-Catcher aufzuspüren. Durch die Verschlüsselung würde dieses Verfahren künftig jedoch nicht mehr möglich sein, weswegen in der EU bereits Pläne geschmiedet werden, diese Maßnahme bis zur flächendeckenden Einführung von 5G-Netzwerken abzuschwächen.

Kommende iPhones könnten gleichzeitige Verbindungen zu zwei Bluetooth-Geräten ermöglichen

Apple könnte mit dem kommenden iPhone eine kleine, aber für viele Anwender vermutlich durchaus interessante Funktion einführen. Bislang ist es lediglich möglich, die Audiowiedergabe per Bluetooth an ein einziges verbundenes Gerät weiterzureichen. Mit den diesjährigen iPhones könnte dies auch an zwei Geräte, beispielsweise Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher, möglich werden, wie die japanischen Kollegen von MacOtakara heute berichten. Die Information soll aus einer Quelle in Apples Zuliefererquelle stammen. Demnach soll die Funktion Samsungs Dual Audio Feature ähneln, welches es ebenfalls ermöglicht, Musik oder andere Audiosignale von einem Galaxy-Smartphone oder -Tablet an zwei verbundene Bluetooth-Geräte zu senden. Im Falle Apples ließen sich so beispielsweise AirPods und Powerbeats Pro gleichzeitig mit Signalen bespielen.

Interessant ist dies aber nicht nur für die Musikwiedergabe, ich persönlich würde dies auch an anderer Stelle begrüßen. So greife ich derzeit noch zu einem Y-Kabel, welches das Audiosignal gleichzeitig an zwei kabelgebundene Kopförer sendet, wenn man im Flugzeug gemeinsam einen Film auf dem iPad schauen möchte.

Im Falle von Samsung basiert die Technologie auf der Bluetooth 5.0 Technologie. Diese setzt Apple aktuell im iPhone 8, iPhone X und iPhone XS ein, weswegen diese Modelle möglicherweise per Softwareupdate ebenfalls in den Genuss der neuen Funktion kommen könnten.

China-Sanktionen gegen Apple? Huawei CEO würde dagegen protestieren!

Nach wie vor befinden sich China und die USA in einem einigermaßen erbitterten Handelsstreit, in den auch Apple hineingezogen werden könnte. Beim chinesischen Konkurrenten Huawei ist dies bereits der Fall, was unter anderem dazu führte, dass der Apple-Konkurrent derzeit nicht mehr von US-amerikanischen Chip-Herstellern beliefert wird und auch keine Lizenz mehr für Googles Android-Betriebssystem erhält. Da liegt natürlich die Befürchtung nahe, dass die Chinesen hier ähnlich reagieren und auch Apple den Zugang zum chinesischen Markt verwehren oder zumindest erschweren. Hiergegen spricht sich nun ausgerechnet der CEO von Huawei aus.

Nach eigener Aussage wäre Ren Zhengfei der erste, der gegen chinesische Maßnahmen gegen Apple protestieren würde. Seiner Ansicht nach sollte kein Unternehmen unter den Entscheidungen einer Regierung leiden und Politik und Wirtschaft streng voneinander getrennt werden, wie er in einem aktuellen Interview mit Bloomberg zu Protokoll gab. Apple sei nach wie vor der Benchmark für die Smartphone-Branche und er selbst könne jeden Tag von den Entwicklungen in Cupertino lernen. Angesprochen auf mögliche Sanktionen der chinesischen Regierung gegen Apple sagte er:

"That will not happen, first of all. And second of all, if that happens, I’ll be the first to protes. Apple is my teacher, it's in the lead. As a student, why go against my teacher? Never."

Selbstverständlich hat die Aussage auch ein kleines G'schmäckle, kommt sie doch von einem Mann, dessen Unternehmen derzeit wegen verschiedener Lizenz- und Patentverstöße gegen US-Unternehmen, darunter Cisco, Motorola und T-Mobile vor Gericht steht. In diesem Fall kann man das "Lernen" auch anders auslegen. Selbstverständlich widerspricht Ren jedoch diesem Eindruck:

"I stole the American technologies from tomorrow. The US doesn’t even have those technologies. We are ahead of the US. If we were behind, there would be no need for Trump to strenuously attack us."

Auch zu US-Präsident Trump hat der Huawei CEO eine eindeutige Meinung. Sollte er ihn anrufen, um über die wirtschaftlichen Maßnahmen zu diskutieren, würde Ren nach eigener Aussage nicht mal den Hörer abheben.

"I will ignore him, then to whom can he negotiate with? If he calls me, I may not answer. But he doesn't have my number. I see his tweets and think it's laughable because they're self-contradictory. How did he become a master of the art of the deal?"

Generell sieht Ren keine größeren Auswirkungen des US-Banns auf sein Unternehmen, da man außer bei den Smartphones überhaupt keine Produkte auf dem US-Markt anböte. Nach einem früheren Streit zwischen den beiden Supermächten hatte man größere Chip-Vorräte angelegt, so dass man derzeit nicht auf dem Trockenen sitze. Zudem kaufen die USA derzeit keine Produkte von Huawei und Ren hat auch kein Problem damit, sollte dies in Zukunft so bleiben.

"The US has never bought products from us. Even if the US wants to buy our products in the future, I may not sell to them. There's no need for a negotiation."

2020er iPhones könnten über "Full Screen Touch ID" verfügen, 2019er auf 3D Touch verzichten

Ich habe bereits des Öfteren angemerkt, dass ich persönlich Touch ID gegenüber Face ID vorziehe. Hierzu stehe ich auch nach wie vor. Fernab davon, welche der beiden biometrischen Authentifizierungsmethoden die sicherere ist, muss Face ID aus meiner Sicht mit zu vielen Kompromissen leben. Ein Entsperren des iPhone wenn es vor einem auf dem Tisch liegt ist nicht möglich ohne es in die Hand zu nehmen. Gleiches gilt, wenn man bspw. seitlich auf dem Sofa liegt oder in verschiedenen ähnlichen Situationen. Hier ist Touch ID aus meiner Sicht deutlich flexibler. Entsprechend erfreut habe ich einen aktuellen Bericht des Barclays Analysten Blayne Curtis zur Kenntnis genommen, der auf Basis von Informationen aus Apples Zuliefererkette vermeldet, dass die 2020er iPhones möglicherweise mit einer neuen Fingerabdruck-Technologie ausgestattet sein könnten, die sich unter dem gesamten Display befindet (via MacRumors).

So berichtet Curtis, dass die iPhones des kommenden Jahres deutlich mehr Neuerungen mitbringen werden, als dies in diesem Jahr der Fall sei. Dies mutet auf den ersten Blick ein wenig ungewöhnlich an, stünde 2020 ja dem gewohnten Rhythmus folgend eigentlich ein s-Update für die iPhones an. Dennoch erwartet der Analyst hier Neurungen wie Unterstützung für 5G, eine 3D-Technologie für die rückwärtige Kamera, und eben auch eine akustische Fingerabdruck-Technologie, die zu einem "Full Screen Touch ID" führen könnte. Für mich wäre dies ein echtes Highlight.

In diesem Jahr hingegen sind für das iPhone neben dem zusätzlichen Kameraobjektiv auf der Rückseite von allen neuen Modellen keine größeren Designveränderungen zu erwarten. Die Massenproduktion soll in dem gewohnten Zeitfenster Juli bis August Fahrt aufnehmen. Offenbar werden sämtliche neuen iPhones in diesem Jahr auf 3D Touch verzichten. Stattdessen könnte Apple, wie auch schon beim iPhone XR, bei allen iPhone-Modellen Haptic Touch zum Einsatz bringen. Beim Nachfolger des iPhone XR sollen 4 GB RAM und damit 1GB mehr als beim aktuellen Modell verbaut werden.

Ein paar Zulieferer erwähnten gegenüber dem Analysten auch ein mögliches "iPhone SE 2", welches auf den internen Spezifikationen des iPhone 8 basieren soll und Anfang 2020 auf den Markt kommen könnte. Allerdings waren sich die Zuliefer hier nicht einige bezüglich ihrer Informationen zu einem solchen möglichen Gerät. Die diesjährigen iPhones sind erneut im September zu erwarten.

Vor dem Start im Herbst: Apple registriert elf neue iPhone-Modelle

Die neuen iPhones stehen uns zwar erst im Herbst wieder ins Haus, bei Apple laufen die Vorbereitungen aber natürlich breits auf Hochtouren. So tauchten nun in der Datenbank der eurasischen Handelskommission insgesamt elf neue Geräte auf, bei denen es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die neuen iPhones handelt. Entdeckt wurden sie dort wie schon des Öfteren in der Vergangenheit von den Kollegen von MySmartPrice. Die elf Geräte hören auf die Modellbezeichungen A2111, A2160, A2161, A2215, A2216, A2217, A2218, A2219, A2220, A2221 und A2223, wobei es sich um die jeweiligen Nachfolger von iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR handeln dürfte. Die Tatsache, dass insgesamt elf neue Geräte registriert wurden rührt daher, dass Apple in verschiedenen Regionen der Welt technisch unterschiedlich ausgestattete Versionen seines iPhones auf den Markt bringt, um mit lokalen Regelungen konform zu sein. Aktuell wird als Betriebssystem der unveröffentlichten Geräte noch iOS 12 angegeben, wobei als sicher gilt, dass diese wohl bereits mit iOS 13 ausgeliefert werden.

USA vs. China: Immer mehr Nutzer wenden sich von Apple ab

Bereits seit einigen Tagen zeichnet sich ab, dass in China wohl eine neue Boykott-Welle auf Apple zurollen könnte. Dies wurde nun noch einmal durch die Entwicklungen zwischen Google und Huawei beschleunigt. Zur Erinnerung: Im Einklang mit US-Sanktionen gegen den chinesischen Technologie-Konzern hat Google Huawei bis auf Weiteres die Lizenz für sein mobiles Android-Betriebssystem entzogen. Dies kommt auch bei den chinesischen Nutzern alles andere als gut an. So berichtet die South China Morning Post, dass Huawei vielleicht kurzfristig von der Aktion getroffen sein könnte, Apple jedoch den langfristigen Schaden davontragen könnte.

So wechseln inzwischen offenbar immer mehr Chinesen vom iPhone zu Huawei-Geräten, vor allem, um in der Gesellschaft nicht schlecht dazustehen. Dies ist gerade in Asien ein extrem wichtiger alltäglicher Aspekt. So wird es mancherorts inzwischen sogar als peinlich angesehen, wenn man ein iPhone aus der Tasche zieht, während alle anderen ein lokales Gerät nutzen. Ebenfalls ein Thema dürfte auch die demnächst anstehende Einführung der 5G-Mobilfunktechnologie werden. In diesem Bereich ist Huawei extrem stark aufgestellt, was für Apple möglichwerweise ein Problem werden könnte.

Apple konnte seine Nutzer bislang stets auch über die Emotion an sich binden. Etwas ähnliches könnte nun auch Huawei in Asien gelingen, zumal die Stimmung gegenüber den USA und damit auch Produkten von dort aktuell schlechter denn je ist. Nichts desto trotz hat der Name Apple auch in China nach wie vor eine gewisse Strahlkraft, vor allem in besserverdienenden Kreisen. Dort gilt das iPhone nach wie vor als Statussymbol.

Einen amüsanten Fauxpas hat sich indes Zhao Lijian, Chef de Mission in der chinesischen Botschaft in Islamabad geleistet, der mit den folgenden Worten auf Twitter gegen Apple und US-Präsident Donald Trump schoss:

"BREAKING: It has been just revealed why @realDonaldTrump hated a private company from China so much that it went so far by announcing a national emergency. Look at the logo of Huawei. It has cut APPLE into pieces..."

Zu blöd nur, dass der Tweet ausgerechnet von einem iPhone aus abgesetzt wurde, wie in dem nachfolgenden Screenshot eindeutig zu erkennen ist.