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Apples ehemaliger 5G-Chefentwickler hat das Unternehmen im Februar verlassen

Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendein neues Detail aus der Apple-/Intel-/Qualcomm-Saga hervorgeht, die mit der außergerichtlichen Einigung zwischen Apple und Qualcomm Mitte des Monats ihren Anfang nahm. So berichtet The Information nun, dass im Nachgang nach eben dieser Einigung mit Rubén Caballero ein langjähriger Apple-Ingenieur, der gemeinsam mit den Zulieferern an Modem-Hardware arbeitete, seinen Hut nahm. Caballero kam 2ßß5 zu Apple und wird auf jeder Menge Apple-Patenten im Zusammenhang mit kabellosen Übertragungstechnologien namentlich erwähnt. Zuletzt hatte Caballero eine tragende Rolle bei Apples Bestrebungen, eigene 5G-Modemchips zu entwickeln. Aktuell gibt es keine Informationen zu den Gründen für Caballeros Abgang bei Apple, allerdings hat das Unternehmen zuletzt seine Chip-Teams kräftig umstrukturiert. Unter anderem hatte Apple im Februar mit Umashankar Thyagarajan Intels führenden Entwickler für 5G-Chips abgeworben. Geleitet wird das Team nach wie vor von Johny Srouji, der kurze Zeit auch als neuer CEO von Intel im Gespräch war.

Es tut sich also eine Menge in Sachen Chip-Eigenentwicklungen. Angeblich soll Apple planen, sein iPhoen ab 2021 mit selbstdesignten Modemchips zu bestücken.

Apple soll diesjährigen iPhones endlich ein 18W-Netzteil und ein USB-C Kabel beilegen

Zugegeben, dieses Gerücht ist nicht gerade neu, dennoch wird es aktuell von den japanischen Kollegen von MacOtakara noch einmal aufgewärmt. Bereits im vergangenen Jahr hieß es, dass Apple den neuen iPhone-Modellen möglicherweise endlich leistungsstärkere Netzteile beilegen würde, um hiermit auch das Aufladen des Smartphones zu beschleunigen. Das Ergebnis ist bekannt: Apple beließ es bei dem bekannten 5-Watt-Netzteil. In diesem Jahr soll es nun aber wieder mal soweit sein und Apple das Netzteil gegen eine 18-Watt-Version mit USB-C austauschen. Entsprechend soll dem neuen iPhone dann auch ein Lightning-auf-USB-C Kabel beiligen, was das Aufladen des Akkus in der Tat deutlich beschleunigen würde. 

Bereits seit dem iPhone 8 verfügt das iPhone über eine Schnellade-Funktion, die es gestattet, den Akku in nur 30 Minuten auf 50% Ladung zu bringen. Allerdings benötigt man hierfür ein entsprechend leistungsstarkes USB-C Netzteil. Bislang konnte man dies zwar bereits separat erwerben, wurde hierfür aber mit € 50,- zur Kasse gebeten. Alternativ konnte man auch zu einem den iPad beiliegenden oder einem günstigeren Drittanbieter-Netzteil greifen.

Ein beiliegendes Lightning-auf-USB-C Kabel hätte zudem den charmanten Nebeneffekt, dass man damit auch endlich wieder ein iPhone, ohne Adapter oder ein separat erworbenes Kabel nutzen zu müssen, direkt mit einem aktuellen MacBook, MacBook Air oder MacBook Pro verbinden könnte. Möchte man dies bereits jetzt tun, gibt es inzwischen übrigens auch wieder eine günstige Alternative zu dem € 25,- teuren Apple-Originalkabel. Das Anker Powerline II USB-C auf Lightning-Kabel (€ 15,99 bei Amazon) liefert dieselbe Leistung zu einem kleineren Preis und unterstützt (ein entsprechendes Netzteil vorausgesetzt) Apples oben angesprochenen Schnelllade-Standard für das iPhone. Anker spricht hier von der 2,5-fachen Geschwindigkeit. Auch das passende Netzteil hat Anker mit seinem USB-C Wandladegerät (€ 19,99 bei Amazon) im Angebot.

Qualcomm-Einigung: Apple warb bereits im Februar Intels führenden 5G Modem-Entwickler ab

Keine Frage, die Einigung zwischen Qualcomm und Apple hat in den vergangenen Wochen hohe Wellen geschlagen und den Markt der Modemchips kräftig durcheinandergewirbelt. Nach und nach kommen nun immer weitere Details ans Licht. So gab Intel beispielsweise bekannt, dass die Einigung der Grund war, warum man die eigene Entwicklung von Modemchips für Smartphones eingestellt habe und nicht umgekehrt. Auf der anderen Seite hatte Apple offenbar intensiv darüber nachgedacht, die gesamte Sparte von Intel zu kaufen, um die Chips künftig selbst entwickeln zu können.

Dass diese Bestrebungen für die Zukunft auch nach der Einigung nicht auf Eis liegen, zeigt nun auch ein aktueller Bericht von The Telegraph, der über das Wochenende online ging. Demnach verpflichtete Apple bereits im Februar dieses Jahres mit Umashankar Thyagarajan Intels führenden Entwickler für 5G-Chips. Thyagarajan selbst hat dies inzwischen auch auf seinem LinkedIn-Profil bestätigt. Dort heißt es nun, er arbeite an Chip-Architekturen bei Apple. Thyagarajan spielte zuvor bei Intel nicht nur eine tragende Rolle bei der Entwicklung der aktuell in den iPhones zum Einsatz kommeneden Modemchips von Intel, sondern war auch der Projektleiter für den XMM 8160 Chip, eben jenes Modem, welches auch für das 5G-iPhone ab dem kommenden Jahr vorgesehen war. Der Abschied des hochangesehenen Ingenieurs Richtung Cupertino soll letztlich auch einer der Gründe dafür gewesen sein, dass Intels Zeitpläne durcheinander gerieten und man die von Apple gesetzten Deadlines nicht mehr halten konnte.

Für Apples Bestrebungen, derartige Chips künftig selbst zu designen dürfte die Verpflichtung Thyagarajans hingegen ein wichtiger Schritt gewesen sein. Angeblich möchte Apple die eigenen Chips bereits ab dem Jahr 2021 im iPhone zum Einsatz bringen. Ob das neue, auf sechs Jahre angelegte Lizenzabkommen mit Qualcomm hierauf einen Einfluss hat, muss noch abgewartet werden.

Nach Teardown-Entdeckungen: Samsung fordert Entfernung des Berichts von iFixit

Nein Samsung gibt zur Zeit keine wirklich gute Figur ab. Vermutlich wollte man mit dem Galaxy Fold besonders innovativ sein und alle Kritiker Lügen strafen, die dem Unternehmen immer wieder vorwerfen, die kreativen Weiterentwicklungen Apple zu überlassen und dann mehr oder weniger gut kopiert nachzuziehen. Inzwischen wird das Galxy Fold aber immer mehr zum Image-Disaster für die Südkoreaner. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass die Displays der an die Technikpresse ausgegebenen Testgeräte gleich reihenweise nach nur wenigen Stunden Nutzung ausgefallen sind, nahmen die Reparaturspezialisten von iFixit das Gerät auch bereits fachmännisch auseinander und entdeckten dabei einen schwerwiegenden Designfehler, der für die Displayprobleme (mit)verantwortlich sein dürfte.

Aber Samsung wäre nicht Samsung, würde man hier nicht auch nch einmal einen draufsetzen. So hat man sich inzwischen an iFixit gewendet und verlangt, dass der angesprochene Teardown-Bericht entfernt werden solle. Die Kollegen kamen der Bitte nach, betonten aber in einem zugehörigen Statement, dass man hierzu nicht verpflichtet sei, sondern dies einzig und allein aus Rücksicht auf einen Partner tue, von dem man das auseinandergenommene Galaxy Fold noch vor dem eigentlichen Verkaufsstart erhalten habe:

We were provided our Galaxy Fold unit by a trusted partner. Samsung has requested, through that partner, that iFixit remove its teardown. We are under no obligation to remove our analysis, legal or otherwise. But out of respect for this partner, whom we consider an ally in making devices more repairable, we are choosing to withdraw our story until we can purchase a Galaxy Fold at retail.

Was bleibt ist jedoch die Tatsache, dass Samsung das Entfernen des Teardown-Berichts eingefordert habe, was einmal mehr ein schlechtes Licht auf das Unternehmen wirft. So spekulieren die Kollegen von The Verge bereits, dass Samsung schlichtweg keine schlechte Presse im Netz haben möchte, ehe das Gerät überhaupt (in einer dann hoffentlich überarbeiteten Version) ind en offiziellen Verkauf geht. Wann dies der Fall sein wird, ist aktuell unklar. Der eigentlich für vergangene Woche angestrebte Verkaufsstart wurde nach den Problemen auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Vorgehen im aktuellen Fall dürfte allerdings für deutlich mehr negative Stimmen gesorgt haben, als der ursprüngliche Teardown als solcher.

Intel wird auch in diesem Jahr noch die Modemchips für das iPhone herstellen

Nach der Einigung zwischen Qualcomm und Apple, inkl. der Beilegung sämtlicher juristischer Auseinandersetzungen, wurde auch bekannt, dass Intel sich aus der Entwicklung von 5G-Modemchips für Smartphones zurückziehen werde. Vor der Einigung hieß es lange Zeit, dass der Chip-Hersteller Apples Wahl für die Zulieferung dieses Bauteils für das iPhone ab 2020 gewesen sei, anschließend wurde spekuliert, dass die Einigung zwischen Apple und Qualcomm deshalb zustandegekommen sei, weil Intel die von Apple gesetzten Deadlines nicht halten konnte. Nun erklärt Intel CEO Bob Swan in einem Interview mit dem Wall Street Journal jedoch, dass das Gegenteil der Fall gewesen sei. So hat die Einigung erst dazu geführt, dass Intel die Entwicklung der Chips einstellte.

"In light of the announcement of Apple and Qualcomm, we assessed the prospects for us to make money while delivering this technology for smartphones and concluded at the time that we just didn’t see a path."

Trotz der Einigung wird Intel aber im laufenden Jahr auch weiterhin 4G-Modemchips an Smartphonehersteller ausliefern - inkl. Apple. Dies erklärte Swan während der Bekanntgabe der aktuellen Intel-Quartalszahlen. Der XMM 7660 Chip sei voll im Plan für eine Markteinführung in diesem Jahr. Wirklich überrsaschend kommt dieser Schritt allerdings nicht, schließlich ist es bereits deutlich zu spät für Apple, bereits in diesem Jahr wieder auf Chips von Qualcomm zu setzen, weswegen auch erst im kommenden Jahr mit einem 5G-iPhone zu rechnen ist.

Neue Renderings zeigen mögliches nächstes iPhone mit neuer Rückseite

Inzwischen darf man durchaus fest davon ausgehen, dass zumindest eines der diesjährigen iPhones mit einer Triple-Lens Kamera ausgestattet sein wird. Mit ein bisschen Glück werden es sogar beide Nachfolger des iPhone XS bzw. iPhone XS Max. In den letzten Wochen hat sich dabei immer mehr verfestigt, dass die drei Objektive wohl in einer quadratischen Anordnung auf der Rückseite angebracht sein werden. In dem wohl nach wie vor vorhandenen "Bump" findet sich dann natürlich auch der LED-Blitz wieder. Nun hat sich der bekannte und in der Vergangenheit durchaus treffsichere Leaker Steve Hemmerstoffer erneut mit der indischen Webseite Cashkaro zusammengetan, um neue Renderings auf Basis seiner Informationen zu erstellen.

Die nächste iPhone-Generation soll in weiten Teilen optisch dem iPhone XS entsprechen, allerdings mit einer neuen Rückseite bestückt sein. Diese soll aus einem einzigen Stück Glas bestehen, was auch den Kamera-Bump einschließt. Zu einer möglichen, etwas rauheren Beschichtung des Glases äußerte sich Hemmerstoffer nicht. Möglicherweise kommt aber ein neuer Stummschalter zum Einsatz, der dem bei den älteren iPads entsprechen soll. Dieser präsentierte sich seinerzeit als runder Schiebeschalter, den man entlang des Gehäuses nach unten oder oben schieben konnte.



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iPhone XR laut aktueller Studie noch immer das am besten verkaufte iPhone in den USA

Auf dem iPhone-Event im vergangenen September wurde das iPhone XR zunächst als heimlicher Star des Abends gefeiert. Es dauerte allerdings nicht lange, ehe genau dieses Modell als einer der Hauptschuldigen für die im Weihnachtsquartal bemerkenswert schwächelnden iPhone-Verkäufe gebrandmarkt wurde. Die Technik sei für den immer noch vergleichsweise hohen Preis zu schlecht. Dass diese Meinung allerdings ein wenig aus der Luft gegriffen scheint, belegen nun neue Zahlen der Marktanalysten von CIRP, die den Kollegen von MacRumors vorliegen. Demnach war das iPhone XR auch im ersten Quartal 2019 das am besten verkaufte iPhone in den USA und konnte damit seine Spitzenposition aus dem vierten Quartal 2018 verteidigen.

CIRP zufolge machte das iPhone XR im letzten Quartal 38% der gesamten iPhone-Verkäufe in den USA aus und lag damit vor dem iPhone XS und iPhone XS Max, die gemeinsam auf 21% kamen. Zurückgeführt wird dies von den Analysten auf den im Vergleich mit den beiden Flaggschiff-Modellen dann doch niedrigen Preis. Allerdings sind diese Werte natürlich immer mit Vorsicht zu genießen. Da Apple selbst aber keine konkreten Absatzzahlen zu seinen Produkten mehr ausgibt, müssen wir uns einfach mal auf das verlassen, was die Analysten an Daten ermitteln. Die aktuellen Werte stammen aus einer Umfrage, die CIRP unter 500 iPhone-Käufern durchführte.

iFixit zerlegt das Samsung Galaxy Fold - und findet eine haarsträubende Schwachstelle

Das Galaxy Fold, Samsungs erster Versuch, ein Smartphone mit einem klappbaren Display auszustatten, könnte sich schon vor dem eigentlichen Verkaufsstart zum Imageproblem entwickeln. So berichteten gleich mehrere Technologie-Journalisten, die das Gerät vorab zum Test zur verfügung gestellt bekommen haben, dass das Display teilweise bereits nach wenigen Stunden seinen Geist aufgab. Samsung zog die Konsequenzen und verschob den eigentlich für morgen geplanten Verkaufsstart auf unbestimmte Zeit. Nun gibt es jedoch bereits die nächste Hiobsbotschaft. So fanden die Reparaturspezialisten von iFixit bei ihrem Teardown des Geräts heraus, dass dieses möglicherweise von einem Designfehler betroffen ist, der auch zu den Displayproblemen führen kann.

Die Spezialisten vermuten, dass Samsung so sehr damit beschäftigt war, den Faltmechanismus des Smartphones und damit auch des Displays zu perfektionieren, dass man vergessen habe, das Display am Übergang zum Gehäuse in der Falz gegen das Eindringen von Staub und Schmutz zu schützen. iFixit war somit an dieser Stelle in der Lage, seine Werkzeuge anzubringen, die sich ohne Probleme unter das Display schieben ließen. Im geschlossenen Zustand sei dies kein Problem, wohl aber wenn das Display aufgeklappt ist. In einem Statement nach dem vernichtenden Urteil der Tester hatte Samsung hierzu passend bereits angemerkt, dass man "Substanzen" um Inneren der Testgeräte gefunden habe, die die Leistung des Displays beeinträchtigen könnten ("There was also an instance where substances found inside the device affected the display performance.").

Neben Samsung haben in den vergangenen Wochen auch Huawei und Xiami eigene Smartphones mit Faltdisplay angekündigt und bei iFixit zeigt man sich schon gespannt, wie künftige Geräte die entdeckte Schwachstelle umgehen werden. Auch Apple dürfte bereits an einem Falt-iPhone forschen, allerdings kann man hier vermutlich davon ausgehen, dass dieses nicht auf den Markt kommen wird, ehe sämtliche Kinderkrankheiten eines solchen Geräts aus der Welt geschaffen sind.

Auch wie es mit dem Galaxy Fold weitergeht, muss nun erst einmal abgewartet werden. Nach dem bereits jetzt entstandenen Imageschaden, sollten sich die Koreaner keine weiteren Schnitzer bei dem immerhin 2.000,- Dollar teuren Gerät leisten. Ansonsten ist es vermutlich wie man so schön sagt "dead on arrival".