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Nach Berichten über ausfallende Displays: Samsung verschiebt Verkaufsstart des Galaxy Fold

Mit dem Galaxy Fold wollte Samsung die nächste Generation von Smartphones einläuten. Erstmals sollten diese über faltbare Displays verfügen und somit aus einem Smartphone ein Tablet mit einem größeren Bildschirm machen können. In der vergangenen Woche dann folgte jedoch die erste große Ernüchterung, als die mit ersten Geräten vor dem Verkaufsstart versorgten Technik-Journalisten reihenweise von bereits nach wenigen Stunden von ausfallenden und defekten Displays berichteten. Nun zog Samsung die Notbremse und verschob den ursprünglich für den 26. April geplanten Verkaufsstart des Galaxy Fold weltweit auf unbestimmte Zeit, die zuerst das Wall Street Journal berichtete. Kurz nach dem Bericht des WSJ hat sich dann auch Samsung selbst geäußert und den Bericht in einer Pressemitteilung (via 9to5Mac) bestätigt. Auch die bereits vorbestellten Geräte werden nicht zum geplanten Zeitpunkt ausgeliefert, bis die Probleme mit den Displays behoben sind:

We recently unveiled a completely new mobile category: a smartphone using multiple new technologies and materials to create a display that is flexible enough to fold. We are encouraged by the excitement around the Galaxy Fold.

While many reviewers shared with us the vast potential they see, some also showed us how the device needs further improvements that could ensure the best possible user experience.

To fully evaluate this feedback and run further internal tests, we have decided to delay the release of the Galaxy Fold. We plan to announce the release date in the coming weeks.

Initial findings from the inspection of reported issues on the display showed that they could be associated with impact on the top and bottom exposed areas of the hinge. There was also an instance where substances found inside the device affected the display performance.

We will take measures to strengthen the display protection. We will also enhance the guidance on care and use of the display including the protective layer so that our customers get the most out of their Galaxy Fold.

We value the trust our customers place in us and they are always our top priority. Samsung is committed to working closely with customers and partners to move the industry forward. We want to thank them for their patience and understanding.

Ein neues Datum für den Verkaufsstart hat Samsung bislang noch nicht gesetzt, so dass unklar ist, wann das Galaxy Fold nun endgültig auf den Markt kommen wird. Dies hängt vermutlich davon ab, wie schwerwiegend die Displayprobleme im Endeffekt sind. Samsung dürfte dabei vor allem einen Imageschaden fürchten, sollte das Display des 2.000,- Dollar teuren Smartphones auch bei den Early Adopters bereits nach kurzer Zeit den Geist aufgeben.

Ming-Chi Kuo erwartet 5G-iPhone für 2020 mit Chips von Qualcomm und Samsung

Zwar pfeifen es die Spatzen ohnehin schon von den Dächern, doch aus dem Munde des bekannten Apple-Analysten Ming-Chi Kuo gewinnt die Meldung noch einmal ein wenig mehr an Gewicht. So soll Apple das iPhone in der Tat ab dem Jahr 2020 mit Unterstützung für 5G-Mobilfunknetze ausstatten. Dies hierfür benötigten Modemchips sollen nach der kürzlich erfolgten juristischen Einigung mit Apple wie erwartet von Qualcomm stammen. Interessanterweise will Kuo allerdings in Erfahrung gebracht haben, dass einige der Modems in bestimmten Märkten auch von Samsung stammen sollen. Nähere Angaben machte der Analyst zu diesem Thema nicht. Allerdings ist Apple durchaus bekannt dafür, die Produktion seiner Bauteile auf möglichst mehrere Zulieferer zu verteilen, um so das Risiko besser streuen zu können.

Kuo erwartet durch die Unterstützung von 5G eine durchaus hohe Nachfrage nach dem iPhone im Jahr 2020 und gibt seine Zahlen insgeamt mit 195 bis 200 Millionen Geräten an, wovon 70 bis 75 Millionen 5G-iPhones sein sollen, die erneut im Herbst des kommenden Jahres zu erwarten sind. (via MacRumors)

Gussformen für das kommende iPhone zeigen erneut quadratische Kameraanordnung

Auch am Osterwochenende kennt die Gerüchteküche keine Pause. So sind es am heutigen Abend die Kollegen von SlashLeaks, die ein Foto veröffentlicht haben, auf dem angeblich die Negative der kommenden Nachfolger des iPhone XS und des iPhone XS Max zu sehen sein sollen. Derartige Gussformen werden in der Regel vorab von Hersteller von Schutzhüllen angefertigt, damit sie ihre Produkte für den Verkaufsstart der Geräte rechtzeitig in die Produktion geben können. Sie basieren in der Regel auf Leaks und Gerüchten, die im Vorfeld der Vorstellung der neuen iPhones kursieren.

Auffällig ist auch hier wieder das sich inzwischen immer mehr verfestigende mutmaßliche Design der Triple-Lens Kamera auf der Rückseite, die wohl in der Tat in einem quadratischen Bump untergebracht sind. Entsprechende Gerüchte hatte es in den vergangenen Wochen und Monaten immer mal wieder gegeben.

Alles andere als edel: Apple hat offenbar getrickst, um Qualcomms Patente wertlos erscheinen zu lassen

Lange Zeit sah es so aus, als wäre Qualcomm der böse, gierige Konzern, der seine Marktposition ausnutzt, um horrende Lizenzkosten von den Smartphone-Herstellern einzufordern, die dessen Modemchips verbauen. Durch die Einstellung entsprechender Zahlungen und die gleichzeitige Klage hiergegen erschien Apple einmal mehr als weißer Ritter, der für Gerechtigkeit einer ganzen Branche kämpft. Nach der überraschenden außergerichtlichen Einigung der beiden Unternehmen in der vergangenen Woche, inkl. Beilegung sämtlicher juristischer Auseinandersetzungen, zeichnet sich inzwischen jedoch ein anderes Bild. Zu der Einigung und den im Hintergrund getroffenen Vereinbarungen haben beide Unternehmen zwar Stillschweigen vereinbart, dennoch bergen die Gerichtsdokumente durchaus interessante Einblicke, die Apples vorgehen in einem nicht ganz so positiven Licht erscheinen lassen.

Unter anderem fanden die Anwälte von Qualcomm verschiedene interne E-Mails von Apple, aus denen hervorgeht, dass Apple offenbar massenhaft günstige Patente aus dem Bereich der Modemchips, unter anderem von Huawei und Ericsson, eingekauft hat, um hiermit zu belegen, dass Qualcomms Lizenzforderungen deutlich zu hoch angesetzt sind (via Washington Post). Die Anwälte leiteten hieraus ab, dass Apple offenbar versucht habe, "Beweise zu konstruieren", um Qualcomm zu diskreditieren und die Patente des Unternehmens wertloser darzustellen, als diese tatsächlich seien.

Der Plan ist in jedem Fall ganz offensichtlich nach hinten losgegangen und Qualcomm darf durchaus als Sieger der über zwei Jahre andauernden juristischen Auseinandersetzung angesehen werden. Nicht nur hat Apple offenbar zwischen 5 und 6 Milliarden US-Dollar an Kompensationszahlungen in Richtung Qualcomms für die vergangenen beiden Jahre geleistet, auch die Lizenzkosten für künftig im iPhone verbaute Modemchips hat sich offenbar von bisher 7,50 Dollar auf zwischen 8,- and 9,- Dollar pro iPhone erhöht.

Wenn man es positiv sehen möchte, ist auch der Nutzer im Endeffekt ein Gewinner der Einigung. Außer Qualcomm ist derzeit offenbar kein anderer Chip-Hersteller weltweit in der Lage, 5G-Modemchips in der von Apple geforderten Stückzahl und Qualität zu produzieren. Dank der Einigung und der damit verbundenen neuen Lizenzvereinbarung zwischen den beiden Unternehmen, dürfte nun die Verfügbarkeit von 5G im iPhone ab dem kommenden Jahr gesichert sein.