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Entwarnung für das iPhone? TSMC und Foxconn mit guten Zahlen im November

Nach wochenlangen Hiobsbotschaften zu angeblich schlechten Absatzzahlen bei den neuen iPhones gibt es endlich einmal auch positive Meldungen. Diese stammen von den Zulieferern in Fernost, deren Zahlen gerne als Indikator für das iPhone herangezogen werden, auch wenn Apple wiederholt betonte, dass dies nicht im Entferntesten funktionieren würde. Dennoch ist es bemerkenswert, dass mit dem Chiphersteller TSMC und dem Endfertiger Foxconn zwei große Apple-Partner ein Plus von 5,6% für den November bekanntgegeben haben. (via Bloomberg)

Damit stehen die beiden in Kontrast zu diversen kleineren Zulieferern, die in den vergangenen Monaten Umsatrückgänge und nicht erreichte Zielzahlen vermelden mussten. Bei TSMC äußerte man sich zudem zuversichtlich, dass die Umsätze, die über Premium-Smartphones, und zu diesen zählt das iPhone zweifellos, erzielt werden, die schwächelnden Zahlen in anderen Bereichen mehr als kompensieren werden. In Sachen Foxconn sollte man sich zudem in Erinnerung rufen, dass Apple für knapp die Hälfte aller dortigen Umsätze verantwortlich ist. Die Zahlen können also durchaus (mit ein wenig Vorsicht) auf das iPhone umgemünzt werden.

Apple selbst wird seine nächsten Quartalszahlen im Januar bekanntgeben, hat das genaue Datum aber noch nicht angekündigt. Erstmals nicht auftauchen werden dabei konkrete Zahlen zu den Verkäufen beim iPhone.

Wer zuletzt lacht: Samsung folgt Apple und entfernt den Klinkenanschluss bei neuem Smartphone

Ich bin kein großer Freund vom Samsung-Bashing. Dies hat als Betreiber eines Apple-Blogs immer ein gewisses G'schmäckle. Eine aktuelle Entwicklung zeigt allerdings mal wieder sehr deutlich, wer von den beiden Smartphone-Schwergewichten der Trendsetter und Vorreiter und wer der Nachzügler ist. Während man sich bei Samsung über Jahre darüber lustig gemacht hat, dass Apple seit dem iPhone 7 auf einen 3,5 mm Klinkenanschluss für Kopfhörer an seinem Smartphone verzichtet, geht man nun denselben Weg.

So verzichtet nun auch das heute vorgestellte Galaxy A8s als erstes Samsung-Smartphone auf diesen Anschluss. Stattdessen setzt Samsung ausschließlich auf USB-C. Möchte man also einen kabelgebundenen Kopfhörer mit dem Smartphone verbinden, benötigt man künftig einen der sehr seltenen USB-C-Kopfhörer oder aber einen USB-C-auf-Klinke-Adapter.

Interessanterweise machte sich Samsung noch Anfang dieses Jahres über den fehlenden Klinkenanschluss am iPhone X in seinen Ingenius-Werbespots lustig. Und wie immer gilt, wer zuletzt lacht...



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How-To: Apple Pay auf dem iPhone einrichten

Seit heute ist es nun also soweit: Apple Pay kann in Deutschland genutzt werden. Bevor dies jedoch geschehen kann, muss die neue Funktion zunächst eingerichtet werden. Konkret bedeutet dies, dass man eine unterstützte Kreditkarte (Mastercard, VISA oder American Express) oder Debit-Karte mit Maestro-Logo einer teilnehmenden Bank in den iPhone-Einstellungen hinterlegen und einen kleinen Einrichtungsprozess auf dem iPhone durchlaufen muss. Hierzu findet man in den iPhone-Einstellungen ab sofort einen neuen Punkt "Wallet & Apple Pay" bzw. in der Wallet-App ganz oben einen entsprechenden Hinweis. Sollte dieser nicht wie im Screenshot unten zu sehen auftauchen, hilft in der Regel ein Neustart des iPhone.

Innerhalb dieses neuen Einstellungspunktes erreicht man zunächst den Konfigurationsprozess für Apple Pay, bei dem sich der Funktion eine neue Karte hinzufügen lässt.

Dies geschieht je nach verwendeter Karte und der jeweiligen Bank in verschiedenen Schritten. Teilweise kann die Karte direkt über die Kamera eingelesen werden, teilweise geschieht dies über die zugehörige benötigte App der Bank.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege auf die man eine neue Kredit- oder Debitkarte zu Apple Pay hinzufügen kann. Entweder kann dies über das Abfotografieren der Karte geschehen oder über das manuelle Eingeben der Karteninformationen.

Wurde die Karte erfolgreich hinterlegt und von der genutzten Bank bestätigt, kann mit Apple Pay an entsprechend ausgestatteten Terminals bezahlt werden. Hierzu hält man das iPhone einfach an das Terminal und bestätigt die Transaktion entweder über den Touch ID Sensor oder per Face ID mit einem Doppelklick auf den Sidebutton des iPhone.

Die New York Times über den missbräuchlichen Umgang mit präzisen Geoinformationen von Smartphones

Die New York Times sorgt am heutigen Tag mit einem interessanten Bericht über den Umgang mit Ortsdaten von Nutzern für Aufsehen. So untersuchte die Zeitung eine Reihe von Apps dahingehend, welche Bewegungs- und Ortsdaten diese von ihren Nutzern erfassen und wie diese anschließend weiterverarbeitet werden. Auf diese Weise konnte man beispielsweise eine eindeutige Person identifizieren und deren Tagesablauf nachverfolgen. Eine andere iOS-App verschickt die gesammelten Daten gleich auch noch an 40 verschiedene (Werbe-)Unternehmen.

Grundsätzlich sollten Ortsdaten anonym und damit nicht an eine bestimmte Person gebunden verarbeitet werden. Die NYT fand nun heraus, dass dies aber mitnichten bei allen Apps der Fall ist. Unter anderem konnte man aus den Daten eines Smartphones ermitteln, dass die zugehörige Person ihr Haus in New York stets um 07:00 Uhr morgens verlässt, um zu einer 14 Meilen entfernten Schule zu fahren, wo sie jeden Schultag bis zum späten Nachmittag blieb. Dieses Muster trifft auf lediglich eine bestimmte Person zu: Lisa Magrin, eine 46 Jahre alte Mathelehrin. Die betreffende App ermittelte ihren Standort teilweise alle zwei Sekunden (im Schnitt alle 21 Minuten) und auch wenn der Name von Frau Magrin in der Datenbank nicht auftaucht, war es für die Journalisten der NYT ein Leichtes, die zu ihr führenden Verbindungen zu knüpfen.

In einem anderen Fall scheint das Smartphone zu einem Kind zu gehören. So geht aus den mitgeschnittenen Daten hervor, dass dieses auf dem Weg zur Schule stets an einem Spielplatz Halt machte, dort ein paar Minuten verblieb und anschließend das Schulgebäude betrat, wo es sich zwischen 08:00 und 15:00 Uhr aufhielt.

Erschütternd ist dabei vor allem, dass die 20 untersuchten Apps nicht allgemeine Bereiche erfasste, wo sich die Nutzer aufhielten, sondern spezifische Positionen. Die Apps wurden bereits im Vorfeld von Wissenschaftlern als potenziell riskante Apps identifiziert und die Untersuchtungen der New York Times bestätigten diesen Eindruck. 17 dieser Apps verschicken exakte Positionsdaten der Nutzer an zusammen ca. 70 Unternehmen. Besonders negativ sticht dabei WeatherBug unter iOS hervor, von wo aus Daten an gleich 40 Unternehmen gesendet werden.

Zudem bemängelt die NYT, dass in den meisten Fällen der Umgang mit den aufgezeichneten Geodaten nur unzureichend dargelegt wird. Eine App namens "theScore" beispielsweise spricht lediglich davon, dass man die Ortsdaten benötige, "to recommend local teams and players that are relevant to you". Die App verschickt diese Daten jedoch (auch) an 16 unterschiedliche Werbeunternehmen. Selbst die "Weather Channel"-App, die wohlgemerkt von einer IBM-Tochter betrieben wird, erklärt dem Nutzer, dass der Zugriff auf die Geodaten benötigt wird, um lokale Wetterinformationen anzuzeigen. Dennoch werden diese Informationen auch direkt brühwarm für einen Hedgefunds ausgewertet, den IBM auf seiner Webseite bewirbt.

Wer mal wieder richtig schlechte Laune bekommen möchte, kann sich den ganzen Artikel auf der Webseite der New York Times zu Gemüte führen. Und wie immer gilt: Wo Geld im Spiel ist, spielt die Moral keine Rolle...

Sieg für Qualcomm? Gericht verhängt Importverbort für manche iPhones nach China

Okay, das war abzusehen. Nachdem sich Apple und sein langjähriger Modum-Chiplieferant Qualcomm über Monate nicht in ihrem Streit um Lizenzzahlungen einigen konnte und Apple diese sogar eigenmächtig kürzte, um im kommenden Frühjahr ein Gericht darüber entscheiden zu lassen, wird es nun schmutzig. So berichten CNBC und Reuters aktuell, dass der Fuzhou Intermediate People's Court in China zugunsten von Qualcomm ein Importverbot für alle iPhones ab dem iPhone 6s bis zum iPhone X nach China verhängt hat. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass die Geräte zwei Patente von Qualcomm verletzen. Grundsätzlich könnte dies dazu führen, dass die betroffenen Geräte nicht mehr in China erhältlich sind. Apple sieht dies jedoch anders und hat das folgende Statement ausgegeben:

Qualcomm's effort to ban our products is another desperate move by a company whose illegal practices are under investigation by regulators around the world. All iPhone models remain available for our customers in China. Qualcomm is asserting three patents they had never raised before, including one which has already been invalidated. We will pursue all our legal options through the courts.
Man sieht in Cupertino also keine rechtliche Grundlage für die Entscheidung und werde alle Rechtsmittel ausschöpfen um sicherzustellen, dass sämtliche iPhone-Modelle auch weiterhin in China verfügbar bleiben. Auch Qualcomm hat natürlich inzwischen reagiert:
We deeply value our relationships with customers, rarely resorting to the courts for assistance, but we also have an abiding belief in the need to protect intellectual property rights. Apple continues to benefit from our intellectual property while refusing to compensate us. These Court orders are further confirmation of the strength of Qualcomm's vast patent portfolio.

Interessanterweise gilt das Urteil nicht für das iPhone XS, das iPhone XS Max und das iPhone XR und ebenso wenig für Geräte, die unter iOS 12 laufen. Es dürfte also gerade aufgrund von letzterer Einschränkung schwierig werden das Urteil durchzusetzen. Bei diesem geht es wohlgemerkt nicht um die eingangs angesprochenen Lizenzzahlungen in Sachen Modemchips, sondern um gänzlich andere Patente. Wie gesagt, es wird langsam schmutzig.

Mit dem iPhone geknipst: Beeindruckendes Cover-Foto des "Surfer's Journal"

Die Kamera des iPhone macht weiter von sich Reden. Nachdem erst kürzlich ein kompletter mit dem iPhone gedrehter Kurzfilm den renommierten Turner-Preis abräumen konnte, ist nun das Coverfoto der November/Dezember-Ausgabe des "Surfer's Journal" ebenfalls mit dem iPhone geknipst worden. Zu sehen ist darauf ein Surfer in tollem, türkisfarbenen Wasser, wobei vor allem die Detailtreue der Aufnahme beeindruckend ist. So sind jede Menge Spritzwasser und Tropfen zu sehen, die dem Foto eine gewisse Dynamik verleihen.

Apple CEO Tim Cook ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, auf das mit dem iPhone geschossene Cover-Foto auf Twitter hinzuweisen. In Anbetracht des entstandenen Ergebnisses hat er auch jedes Recht dazu.

Zahlen bestätigen schwächelnde iPhone Verkaufszahlen - Apple wirft die Marketing-Maschine an

Auch wenn Apple zuletzt verlauten lassen hat, dass das iPhone XR seit seinem Erscheinungstag das beliebteste aller iPhone-Modelle sei, besagen nicht nur die Meldungen der Zulieferer aus Fernost, dass das iPhone in diesem Jahr generell schwächelt. Nun werden diese Meldungen auch durch Zahlen der Marktbeobachter von Mixpanel gestützt. Die Daten stammen aus den Analyse-Plugins für Apps und mobile Webseiten, die das Unternehmen anbietet, aus denen neben der iOS-Version unter anderem auch das verwendete iPhone-Modell hervorgeht.

So kann Mixpanel bestätigen, dass das iPhone XR in der Tat momentan das am besten laufende iPhone ist. Im Jahresvergleich zu den iPhone-Modellen aus 2017 haben die aktuellen Geräte aber klar das Nachsehen. So standen das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus fünf Wochen nach ihrem Erscheinen bei einem Anteil am iPhone-Markt von 3,6%, während das iPhone XR im selben Zeitraum auf gerade mal 1,5% kommt. Bei den High-End Modellen hat Mixpanel einen Zeitraum von zwei Monaten nach dem Verkaufsstart angesetzt. Hier kam das iPhone X auf ca. 7%,  während das iPhone XS und das iPhone XS Max sauf ca. 5% kommen. Die interaktiven Charts der Kollegen können hier und hier eingesehen werden. Insgesamt betrachtet kommt die diesjährige iPhone-Generation dabei auf einen schwächeren Start als die Modelle aus dem vergangenen Jahr.

Insofern verwundert es auch nicht, dass Apple noch einmal seine Marketing-Bemühungen rund um die aktuellen iPhones angeschmissen hat. In seinen Retail-Stores wird aktuell beinahe jede Möglichkeit genutzt, um auf die neuen Geräte aufmerksam zu machen. So erstrahlt inzwischen auf so ziemlich allen dort zu findenden Displays eine iPhone-Werbung, sei es auf den Genius Bar Displays, den Apple TV Demo-Geräten oder den "Today at Apple" Foren-Displays. Auch in der Apple Store App, sowie teilweise in den AppStores erscheint dieser Tage großflächig Werbung für das iPhone XS und iPhone XR. Und sogar auf dem ansonsten eher brachliegenden Twitter-Account weist man dieser Tage auf die Möglichkeiten und den (vergleichsweise) günstigen Preis des iPhone XR hin. Ob es am Ende hilt, muss freilich abgewartet werden.

DxOMark kürt das iPhone XR zum Smartphone mit der besten Single-Lens Kamera am Markt

Nachdem die Kameraspezialisten von DxOMark vor einigen Wochen bereits die Kamera des iPhone XS bzw. iPhone XS Max unter die Lupe nahmen und diese hinter dem Huawei P20 Pro zur zweitbesten Smartphone-Kamera aller Zeiten kürten, war nun auch noch das iPhone XR an der Reihe. Der große Unterschied zum XS-Modell besteht darin, dass das XR lediglich über ein Kameraobjektiv verfügt und somit weniger technische Möglichkeiten für gute Fotos bietet als die großen Geschwister, Dieses eine Objektiv konnte die Tester jedoch durchweg begeistern, weswegen das iPhone XR nun das am besten bewertete Smartphone mit einem Einzelobjektiv ist. Dabei konnte es sogar das Google Pixel 2 hinter sich lassen, welches eigentlich außer einer herausragenden Kamera nichts weiter zu bieten hat.

Die Tester von DxOMark bemerkten, dass das iPhone XR trotz einem Objektiv weniger, vergleichbar gute Fotos wie das iPhone XS (Max) erzielen kann, wenn man die Schlüsselfaktoren Belichtung, Details, Farbe, Rauschen und Artifektenbildung anlegt. Bei vielen Faktoren sei es Apple durch clevere Software-Algorithmen gelungen, das Optimum aus der zur Verfügung stehenden Hardware herauszuholen.