Neben der Veröffentlichung von neuer Software hat Apple den heutigen Abend auch genutzt, um zwei neue Zubehörprodukte in sein Sortiment aufzunehmen. Hierbei handelt es sich unter anderem um die zeitgleich mit dem Verkaufsstart angekündigte transparente Schutzhülle für das iPhone XR, auf die man letztlich dann aber doch bis heute warten musste. Der Vorteil der transparenten Hülle besteht natürlich vor allem darin, dass man durch sie hindurch die Farbe des darinsteckenden iPhone noch immer erkennen kann. Bestellt werden kann die Hülle ab sofort für € 45,- über den folgenden Link im Apple Online Store: iPhone XR Clear Case

Ebenfalls neu findet man im Apple Store seit heute das 18W USB-C Ladegerät als einzelnes Zubehörprodukt. Bislang erhielt man den Adapter ausschließlich als Beilage beim Kauf der aktuellsten iPad Pro Modelle. Verwendet man ihn in Kombination mit einem Lightning auf USB-C Kabel, können auf diese Weise iPhones deutlich schneller geladen werden als mit dem beiliegenden herkömmlichen USB-A Ladegerät. Bestellt werden kann der Stromadapter ab sofort für € 35,- über den folgenden Link im Apple Online Store: 18W USB-C Ladegerät

Aktuellste Berichte gehen davon aus, dass Apples erstes 5G-iPhone nicht vor 2020 auf den Markt kommen und dabei ausschließlich auf Chips von Zulieferer Intel setzen wird. Zuletzt wurde dies durchaus auch als Risiko angesehen, da erwartet wird, dass Android-Smartphones mit 5G-Chips von Qualcomm bereits im kommenden Jahr auf den Markt kommen werden. Diese Annahme wird nun auch von Qualcomm selbst, mit dem sich Apple bekanntermaßen aktuell in einem erbitterten Rechtsstreit steckt, gestützt (via CNET). Dort erwartet man sogar, dass "jedes Android-Smartphone" bis zum Ende des kommenden Jahres mit 5G-Unterstützung in den US-Mobilfunknetzen ausgestattet sein wird.
"When we get to exactly this time of year one year from now … we will see every [handset maker] on the Android ecosystem, their flagship across all US carriers will be a 5G device. Every Android vendor is working on 5G right now."
Einerseits verwundert es nicht unbedingt, dass die Hersteller an der Unterstützung arbeiten (auch Apple tut dies bekanntermaßen bereits), andererseits müssen natürlich auch die Mobilfunknetze zunächst einmal fit gemacht werden. Außerdem ist derzeit fraglicher denn je,
wieviel man auf die Aussagen von Qualcomm wirklich geben kann.
Nach wie vor halten sich hartnäckig Berichte, wonach sich die diesjährige iPhone-Generation schleppender verkauft, als Apple selbst dies erwartet hatte. Dies soll in der jüngeren Vergangenheit unter anderem dazu geführt haben, dass Apple die Produktionskapazitäten bei den Fertigungspartnern in Fernost deutlich gedrosselt hat. Nun folgt dem Kollegen Mark Gurman von Bloomberg zufolge eine weitere Maßnahme. So soll Apple einige Marketing-Mitarbeiter von anderen Projekten abgezogen haben, um sich mehr um das Ankurbeln der iPhone-Verkäufe zu kümmern.
Und wenn man einmal genauer hinschaut, kann man diesem Bericht durchaus Wahrheit zumessen. So kommt es auch mit vor, als würde Apple die diesjährigen iPhones deutlich stärker bewerben, als dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Unter anderem versucht Apple den Kauf eines neuen iPhone auch durch das Zurückgeben eines älteren Modells schmackhaft zu machen. In Japan hat man zudem zuletzt den Preis beim gleichzeitigen Abschluss eines Mobilfunkvertrags gesenkt.
Abzulesen sind die offenbar höher eingeschätzten Absatzzahlen auch bei den Zulieferern in Fernost, die einer nach dem anderen in den vergangenen Wochen ihre eigenen Zahlen nach unten korrigiert haben. Zwar warnt Apple mit stoischer Regelmäßigkeit davor, hiervon auf die Gesamtsituation zu schließen, dennoch scheint in diesem Jahr eine Menge dran zu sein. In diesem Zusammenhang ist es sicherlich auch nicht hilfreich, dass Apple jüngst angekündigt hat, künftig keine detaillierten Zahlen zu den iPhone-Verkäufen mehr zu machen. Solange jedoch der mit dem iPhone generierte Umsatz Quartal für Quartal neue Rekorde aufstellt, braucht man sich in Cupertino wohl nicht allzu große Sorgen machen.
Die Kamera des iPhone ist ohne Zweifel herausragend und wird auch weiterhin mit Preisen überhäuft. Aktuell konnte der Kurzfilm "Bridgit" von Charlotte Prodger den renommierten Turner Prize einheimsen. Das Besondere: Der in Schottland spielende und über den Zeitraum eines kompletten Jahres gedrehte Film wurde komplett mit dem iPhone erstellt. Prodger begründete die Entscheidung, ihren Film mit dem Smartphone zu drehen vor allem mit der Einfachheit, mit der sich das Gerät bedienen lasse und dass man es jederzeit nutzen könne, während man sich auf Reisen befindet, wie sie gegenüber dem Guardian zu Protokoll gibt. Alex Farquharson, der Vorsitzende der Jury betonte, dass Prodgers Film die Möglichkeiten der iPhone-Kamera in herausragender Weise nutze und zeige, was für Potenzial in solchen Geräten stecke.
Apple CEO Tim Cook gratulierte der Gewinnerin via Twitter und bemerkt dabei zudem, dass Prodgers Film der erste mit dem iPhone gedrehte ist, der den begehrten Turner Prize gewinnen konnte.
