TSMC soll erneut der einzige Zulieferer für den A12-Chip der diesjährigen iPhones sein
In den Anfangsjahren des iPhone stammten viele darin zum Einsatz kommende Prozessor-Chips von Apples großem Konkurrenten Samsung. Mit der Zeit gesellte sich schließlich der taiwanesische Hersteller TSMC hinzu und ist seit dem A10 Fusion Chip sogar der einzige Zulieferer dieses Bauteils für das iPhone. Einem aktuellen Bericht der DigiTimes zufolge soll dies auch beim für dieses Jahr erwarteten A12-Chip so bleiben, der dann wohl erneut in drei neuen iPhone-Modellen zum Einsatz kommt.
Die Kollegen beziehen sich bei ihrem Bericht auf nicht weiter genannte Quellen aus der Zuliefererkette, die ebenfalls berichten, dass der Nachfolger des A11 Bionic Chips auf Basis des 7nm Fertigungsprozesses entstehen und weitere Performanceverbesserungen für das iPhone mitbringen soll. Auch Samsung hatte sich dem Bericht zufolge Hoffnung auf einen neuen Auftrag gemacht, soll allerdings erneut leer ausgegangen sein.
Prozessor-Bug: Offenbar sind auch ältere iPhones, iPads und Apple TVs betroffen
Das aktuell bekanntgewordene Sicherheitsproblem mit so ziemlich allen Prozessoren des Chip-Herstellers Intel und auch einigen aus dem Hause ARM zieht weitere Kreise. So lässt ein Security-Update von ARM vermuten, dass neben Computern auch eine Reihe von iPhones, iPads, iPods und Apple TVs von dem Problem betroffen sein könnten, da deren CPUs ebenfalls auf der ARM-Architektur basieren. Aus einem zugehörigen ARM-Dokument geht hervor, dass von dem aktuellen Problem unter anderem auch Prozessoren aus den Reihen Cortex-A8, Cortex-A9 und Cortex-A15 betroffen sind, die teilweise auch in Apples A-Series Chips enthalten sind.
So enthält erstmals der A4-Chip einen Cortex-A8 Prozessor, der demnach im ersten iPad, im iPhone 4, im iPod Touch (4. Generation) und im Apple TV (2. Generation) steckt. Der A5-Chip hingegen enthalten einen Dual-Core Cortex-A9 Prozessor und kam im iPad 2, iPad mini (1. Generation), iPhone 4S, Apple TV (3. Generation) und iPod Touch (5. Generation) zum Einsatz. Gleiches gilt für den A5X-Chip aus dem iPad der 3. Generation. Der Cortex-A15 Prozessor wurde schließlich im A6-Chip und damit im iPhone 5 und iPhone 5C eingesetzt. Die Liste der möglicherweise betroffenen iOS-Geräte umfasst somit:
- iPhone 4
- iPhone 4S
- iPhone 5
- iPhone 5C
- iPad (1. Generation)
- iPad 2
- iPad (3. Generation)
- Apple TV (2. Generation)
- Apple TV (3. Generation)
- iPod Touch (4. Generation)
- iPod Touch (5. Generation)
Nach wie vor sind allerdings nicht alle Einzelheiten zum Prozessor-Bug bekannt, weswegen auf der einen Seite nicht sicher gesagt werden kann, ob das Problem in diesen Geräten tatsächlich präsent ist. Auf der anderen Seite könnten allerdings auch weitere Geräte betroffen sein.
Laut ARM ist das Risiko des Ausnutzens der Lücke jedoch gering, was in erster Linie daran liegt, dass die Malware lokal auf dem Gerät ausgeführt werden muss. Als effektivste Gegenmaßnahme empfiehlt das Konsortium daher, Betriebssysteme und Apps aktuell zu halten und merkwürdig anmutende Links und Downloads zu meiden. Da unter iOS ohnehin nur der AppStore als Quelle für Apps in Frage kommt, ist das Risiko hier noch einmal geringer als beispielsweise unter Android. Nutzer von gejailbreakten Geräten sollten allerdings größere Vorsicht walten lassen.
Sollte iOS dennoch in irgendeiner Weise betroffen sein, wird Apple hier sicherlich ebenso schnell wie unter macOS ein entsprechendes Sicherheitsupdate bereitstellen, welches die Lücke stopft. Ob auf Smartphones mit ähnlichen Perdormanceeinbußen zu rechnen ist wie auf Computern, ist aktuell noch unbekannt.
Apples günstiges Akkutausch-Programm könnte zu geringeren iPhone-Verkäufen in 2018 führen
Apples Schritt, im Zuge der Diskussion um die Drosselung von iPhones bei schwachem Akku, das offizielle Austauschen dieses Bauteils das gesamte Jahr 2018 über zum vergünstigten Preis von nur € 29,- anzubieten, wird überall wohlwollend zur Kenntnis genommen. Für Apple selbst allerdings könnte dieser Schritt durchaus heftige Auswirkungen in Bezug auf die Absatzzahlen des iPhone im aktuellen Jahr haben, wie der Barclays Analyst Mark Moskowitz zu bedenken gibt (via CNBC).
Demnach könnten sich mehr Nutzer zu einem Austausch des Akkus entscheiden, statt auf ein komplett neues iPhone umzusteigen. Laut Moskowitz sind bis zu 77% (oder 519 Millionen) aller iPhone-Besitzer zu einem günstigen Akkutausch berechtigt. Weiter rechnet er, dass davon rund 10% auch tatsächlich hiervon Gebrauch machen werden und davon wiederum würden dann 30% auf ein komplett neues iPhone in diesem Jahr verzichten. Im Endeffekt könnte Apple der Rechnung des Analysten zufolge in 2018 bis zu 16 Millionen (oder 4%) iPhones weniger verkaufen als zunächst erwartet.
Letzten Endes muss natürlich abgewartet werden, ob diese Vorhersage auch wirklich eintritt. Sicherlich ist der Akku ein Aspekt für den Kauf eines neuen iPhones, für die meisten Nutzer dürften jedoch die neuen Features der neuen Modelle mehr Gewicht haben.
LG Display soll bereits in diesem Jahr erste OLED-Displays für das iPhone X Plus liefern
Vorhin hatten wir das Thema OLED-Display in den News, weil die Kombination aus Samsung-Hardware und dem von Apple hinzugefügten Know-How zu dem momentan wohl besten Smartphone-Display überhaupt geführt hat, welches auch gegen das Einbrennen von Bildern immun ist. Aktuell ist Samsung der einzige Zulieferer Apples für dieses Bauteil. Dies soll sich allerdings bereits in diesem Jahr ändern, wie die Financial Times berichtet. Demnach hat LG Display offenbar schon früher als erwartet die entsprechenden Kapazitäten aufgebaut, um bereits an der Produktion der 2018er iPhones beteiligt zu sein.
Ursprünglich hatte die Electronic Times hierzu berichtet, dass die Südkoreaner mehr als 15 Millionen OLED-Displays für die diesjährige iPhone-Produktion beisteuern soll, was den Aktienkurs des Unternehmens auf einen Höhenflug geschickt hat. Dabei sollen die LG-Panels offenbar im erwarteten "iPhone X Plus" mit seinem 6,5"-Display zum Einsatz kommen, während Samsung auch weiterhin die 5,8"-Displays liefert.
Apple selbst hatte sich finanziell am Aufbau von OLED-Produktionslinien bei LG beteiligt. Bislang war man allerdings davon ausgegangen, dass nicht vor 2019 mit Displays aus dieser Investition zu rechnen sei. Die aktuellen Berichte legen nun jedoch nahe, dass LG bereits in diesem Jahr die ersten Panels wird liefern können.
Test bestätigt: Display des iPhone X unanfällig gegen OLED-Einbrennproblematik
Das iPhone X ist bekanntermaßen das erste Smartphone aus Cupertino, welches mit einem OLED-Display ausgestattet ist. Diese Technologie bietet verschiedene Vorteile gegenüber der herkömmlichen LCD-Technologie, ist allerdings auch anfälliger gegen das sogenannte Einbrennen von Displayinhalten. Hiervon sind so ziemlich alle Displays der anderen Hersteller betroffen und auch Apple hat bereits zum Verkaufsstart des iPhone X darauf hingewiesen, dass dieses Phänomen auftreten kann. Wie aber genau verhält es sich hiermit denn nun eigentlich in der Praxis? Dieser Frage sind die Experten von Cetizen nachgegangen und haben erfreuliche Nachrichten für alle iPhone-Nutzer zu vermelden.
In einem Displaytest, welches neben dem iPhone X auch das Samsung Galaxy S7 Edge und das Samsung Galaxy Note 8 umfasste, schnitt das iPhone hinsichtlich der eingebrannten Bilder deutlich besser ab als die beiden Samsung-Geräte. Dieses Einbrennen tritt auf, wenn dasselbe, unveränderte Bild längere Zeit auf dem Display angezeigt wird. Cetizen fand dabei heraus, dass sich diese Zeit beim iPhone X auf satte 510 Stunden beläuft - ein in der Realität wohl eher nicht auftretender Wert.
Bei den beiden Samsung-Geräten trat der Effekt hingegen schon früher auf. Bei Erreichen der 510 Stunden Marke des iPhone X sind die Auswirkungen dann schon deutlich sichtbarer als beim Apple-Gerät, wie das nachfolgende Bild verdeutlicht. Allerdings sollte man sich auch hier keine allzugroßen Sorgen machen. Die Testwerte zum Erzwingen des Einbrenneffektes sind in der Praxis ebenfalls nicht zu erreichen, so dass ein Einbrennen des Bildes bei keinem der Geräte unter normaler Nutzung auftreten sollte.

Erneut Berichte über eine Neuauflage des iPhone SE in 2018
Für den kommenden Herbst werden nun schon bereits seit einiger Zeit erneut drei neue iPhone-Modelle erwartet. Möglicherweise steht uns im Frühjahr jedoch bereits ein weiteres neues iPhone ins Haus. Dies legen zumindest die Erwartungen der taiwanesischen Analysten von TrendForce nahe (via MacRumors). Hier erwartet man nämlich eine Neuauflage des iPhone SE, mit dem Apple das mittlere Preissegment des Smartphone-Markts ins Visier nehmen möchte. Während das erste iPhone SE im Jahr 2016 auf den Markt kam und im vergangenen Jahr kein Update erhielt, ist unklar, inwieweit Apple tatsächlich mit dem Gerät in Zukunft plant. Den Informationen von TrendForce zufolge soll jedoch mit Wistron bereits der Fertigungspartner und mit Indien auch der entsprechende Ort feststehen.
Auch in Sachen Herbst-iPhones hat TrendForce seine Erwartungen vermeldet. Hier soll sich Apple angeblich vor allem auf eine verbesserte Gesichtserkennung via Face ID und mehr Speicher konzentrieren. Zudem soll ein weiteres Modell mit AMOLED-Displays hinzukommen. Face ID soll dabei auch weiterhin im Fokus der Vermarktung stehen. Nach wie vor sollen die anderen Hersteller arge Schwierigkeiten damit haben, an die Qualität von Apples Face ID heranzureichen, weswegen hier weiterhin vor allem Fingerabdrucksensoren (auch in das Display integriert) zum Einsatz kommen sollen.
Günstiger Akkutausch beim iPhone gilt unabhängig von der tatsächlichen Akku-Gesundheit
Über die Feiertage hat vor allem die iPhone-Drosselung bei einem schwachen Akku für Apple-Schlagzeilen gesorgt. Nach dem ersten allgemeinen Aufschrei hat Apple inzwischen den Preis für den Austausch eines iPhone-Akkus hierzulande auf € 29,- gesenkt, womit die meisten iPhone-Nutzer wohl auch erstmal zufriedengestellt sein sollten. Der zugehörige offene Brief zu dem Thema liegt inzwischen auch auf Deutsch vor, womit wir das Thema dann nun denke ich auch zu einem Abschluss bringen sollten.
Eine letzte wichtige Information, die bis jetzt noch nicht komplett klargestellt war, haben die französischen Kollegen von iGeneration nun noch in Erfahrung gebracht. So geht aus einem internen Apple-Memo hervor, dass Apple die Akkus von sämtlichen Geräten ab dem iPhone 6 und neuer tauscht, vollkommen egal, ob diese tatsächlich schon so schwach sind, das iOS die Leistung des Geräts einbremst. Hierfür hat Apple einen eigenen Akku-Diagnosetest, der jedoch für die aktuelle Akkutausch-Aktion nicht maßgeblich ist.
Wer also der Meinung ist, sein iPhone wäre spürbar langsamer geworden oder wer einfach gerne einen neuen Akku in seinem Gerät hätte (der ja dann auch wieder eine längere Laufzeit hätte), sollte den Akkutausch in Erwägung ziehen.