Kurz nach der Vorstellung der neuen iPhones waren sich eigentlich alle Beobachter und Analysten sicher, dass sich die neuen Geräte erneut sehr gut verkaufen würden und vor allem das iPhone XR ein echter Renner würde. Dies sollte vor allem für den schwierigen Markt in China gelten, wo Apple mit einem grünstigen Preis, vielen tollen Funktionen und der Unterstützung für Dual SIM punkten wollte. Betrachtet man allerdings die veschiedenen Berichte, die sich nach dem Verkaufsstart des iPhone XR ihren Weg in das Internet gebahnt haben, scheinen die Erwartungen der Analysten und wohl auch die von Apple ein wenig zu hoch gegriffen zu sein. So berichtet nun auch das in der Regel gut informierte Wall Street Journal, dass Apple in den vergangenen Wochen die Produktion aller aktuellen iPhone-Modelle stark zurückgefahren haben soll. Als Grund gibt man an, dass die Nachfrage hinter den Erwartungen zurückbleibe.
Vor allem beim iPhone XR habe es große Einschnitte gegeben, so dass die Produktion um bis zu einem Drittel gekürzt wurde. Die starke Sättigung und die wachsende Konkurrenz chinesischer Hersteller wie Huawei habe ebenfalls einen Anteil an den Kürzungen heißt es in dem Bericht. Besonders betroffen sind aktuell vor allem die Zulieferer Fernost, die sich zunehmend frustriert darüber zeigen, dass Apple offensichtlich selbst nicht in der Lage ist, die Nachfrage korrekt einzuschätzen.
Bedenken sollte man bei alldem jedoch stets, dass solche Berichte beinahe jedes Jahr aufkommen. Auch das iPhone X wurde im vergangenen Jahr bereits mehrfach als Flop bezeichnet, war im Endeffekt jedoch das weltweit am besten verkaufte Smartphone des Jahres. Die Gründe sind daher wohl in der Tat vor allem in der Sättigung des Gesamtmarktes zu suchen, die dazu führt, dass das Wachstum langsam aber sicher stagniert oder gar rückläufig ist. Auch aus diesem Grunde dürfte sich Apple dazu entschlossen haben, künftig keine Absatzzahlen zum iPhone mehr bekanntgeben zu wollen.
Der Aktienmarkt kann sich hiermit allerdings nicht wirklich anfreunden. Seit der Bekanntgabe der (aus Analystensicht eher enttäuschenden) Quartalszahlen am 01. November verlor die Apple-Aktie rund 15%.
Apple hat erneut einen Schwung Fotos im Rahmen seiner "Shot on iPhone" Kampagne veröffentlicht, die von Nutzern des zuletzt auf den Markt gekommenen iPhone XR geschossen und anschließend auf sozialen Netzwerken wie Twitter und Instagram unter dem entsprechenden Hashtag #ShotoniPhone veröffentlicht wurden. Im Gegensatz zum iPhone XS und iPhone XS Max verfügt das iPhone XR lediglich über ein Kameraobjektiv auf der Rückseite, versteht sich aber dennoch auf das Knipsen von Bildern im Portrait-Modus mit einem Unschärfe-Effekt im Hintergrund, Smart HDR und Depth Control. Entsprechend werden die meisten dieser Funktionen über clevere Software umgesetzt.

Zu dem anhaltenden Rechtsstreit zwischen Apple und seinem ehemaligen Modemchip-Lieferanten Qualcomm muss wohl nicht mehr viel gesagt werden. Bei den aktuellen iPhones ist Apple schon komplett für dieses Bauteil zu Intel gewechselt und es würde nicht verwundern, wenn man nach den A-Serien Chips in iPhone und iPad oder auch dem T2-Chip im Mac künftig auch die Modem-Chips selber designen würde. In diese Richtung deutet auch ein aktueller Bericht der beiden Apple-Insider Mark Gurman und Ian King von Bloomberg, die berichten, dass Apple derzeit offensiv in San Diego versucht, Qualcomm-Ingenieure abzuwerben. Was auf der einen Seite natürlich eon Gewinn für Apple wäre, wäre auf der anderen Seite eine deutliche Schwächung von Qualcomm.
Die beiden Bloomberg-Autoren haben im vergangenen Monat mindestens 10 Jobangebote von Apple in der Gegend um San Diego ausfindig gemacht, in denen neue Ingenieure für die Arbeit an der Neural Engine und an "wireless modems" sucht. In San Diego befindet sich passenderweise die Zentrale von Qualcomm. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Blickt man auf das sich langsam dem Ende nähernde Jahr zurück, wird man dabei unweigerlich auch auf die verschiedenen Datenschutz-Skandale beim sozialen Netzwerk Facebook stoßen. Genau hiermit setzt sich die New York Times aktuell auseinander und wirft dabei auch einen Blick auf die Auswirkungen verschiedener Aussagen von Apple CEO Tim Cook zu dem Thema. Dieser hatte mehrfach betont, dass Apple den Umgang mit Nutzerdaten bei Facebook verachte und einen komplett anderen Ansatz in Sachen Datenschutz verfolge als das soziale Netzwerk. Wie in dem Artikel berichtet wird, sollen diese Aussagen Facebook CEO Mark Zuckerberg dermaßen auf die Palme gebracht haben, dass er seine hochrangigen Mitglieder dazu angewiesen habe, künftig Android-Smartphones anstelle des iPhone zu nutzen.
"We’re not going to traffic in your personal life," Tim Cook, Apple’s chief executive, said in an MSNBC interview. "Privacy to us is a human right. It’s a civil liberty." (Mr. Cook’s criticisms infuriated Mr. Zuckerberg, who later ordered his management team to use only Android phones, since the operating system has far more users than Apple’s.