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Gut für Apples iPhone: Intel liegt bei der Entwicklung von 5G-Modems deutlich vor dem Fahrplan

Erst vor wenigen Tagen wurde spekuliert, dass Apple im Jahr 2020 das erste iPhone mit Unterstützung für 5G-Mobilfunknetze auf den Markt bringen könnte. Da man sich mit Qualcomm als Modem-Zulieferer bekanntermaßen ziemlich verkracht hat, soll Intel der exklusive Lieferant für das Bauteil sein. Und genau von dort kommen nun gute Signale. Gemäß einer aktuellen Pressemitteilung des Chip-Herstellers wird man sechs Monate früher als bislang gedacht mit der Produktion des ersten hauseigenen 5G-Modems, dem XMM 8160, beginnen können. Dies hat zur Folge, dass Apple und andere Smartphone-Hersteller auch entsprechend früher mit dem Testen des Chips beginnen können. Verbaut werden soll im ersten 5G-iPhone dann der Nachfolge-Chip, der XMM 8161.

Wie es aktuell aussieht, kann Apple dabei wohl fast auf die komplette Produktionskapazitäts Intels zurückgreifen, denn so gut wie alle anderen Hersteller werden ihre 5G-Modemchips wohl von Qualcomm beziehe, wie The Verge berichtet:

Currently, at least 18 major companies — including Samsung, Nokia / HMD, Sony, Xiaomi, Oppo, Vivo, HTC, LG, Asus, ZTE, Sharp, Fujitsu, and OnePlus — are working with Qualcomm and its Snapdragon X50 5G NR modems. Huawei and Samsung are both also working on their own in-house 5G modems, too.

Schlechte Aussichten: Ming-Chi Kuo reduziert seine Absatzerwartungen für das iPhone XR

Der Apple-Analyst Ming-Chi Kuo war in der Vergangenheit ein großer Verfechter des iPhone XR und sagte für das günstigste der diesjährigen iPhones eine hohe Nachfrage vorher. Nun weicht jedoch auch er hiervon ab und reduziert seine bisherige Erwartung von 100 Millionen verkauften Geräten auf nur noch 70 Millionen Stück zwischen jetzt und dem September 2019. Als Grund führt Kuo eine Zurückhaltung der Käufer aufgrund des schwelenden Handelsstreits zwischen den USA und China an. Aber auch die Konkurrenz durch noch günstigere Geräte mit mehr Funktionen, wie beispielsweise das Huawei Mate 20 mit seiner Dual-Kamera nennt Kuo.

Insgesamt muss sich Apple offensichtlich etwas einfallen lassen, denn für das erste Quartal 2019 sagt Kuo einen Rückgang bei den iPhone-Absätzen insgesamt voraus. So sollen sich die Zahlen dann in einem Bereich zwischen 47 und 52 Millionen bewegen, verglichen mit den 52 Millionen aus dem ersten Quartal 2018.

Wie es aussieht, hat man diese Entwicklung auch in Cupertino bereits vorhergesehen. So kündigte man bei der letzten Bekanntgabe der Quartalszahlen an, keine Stückzahlen zum iPhone mehr bekanntzugeben. Kein Wunder, sollte sich die Entwicklung in der Tat so einstellen, würden zurückgehende Absatzzahlen eine schlechte Stimmung erzeugen. Da Apple jedoch nach wie vor Umsatz-Zugewinne mit dem iPhone einstreicht, ist dies sicherlich künftig die interessantere Zahl für das Unternehmen.