Die Meldung das Apple gemeinsam mit Intel an der Integration von 5G-Modems in das iPhone arbeitet ist gerade einmal ein paar Stunden alt, da legt KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo schon wieder nach. Seinen (in der Regel sehr zuverlässigen) Informationen zufolge sollen nämlich bereits die iPhones des kommenden Jahres mit entsprechenden Chips, konkret dem Intel XMM 7560 und dem Qualcomm Snapdragon X20 ausgestattet sein. Hiermit sind unter anderem deutlich schnellere LTE-Verbindungen möglich, vorausgesetzt das jeweilige Mobilfunknetz unterstützt den neuen Standard. Apples Vorpreschen dürfte den Netzausbau allerdings durchaus positiv beeinflussen.
Laut Kuo unterstützen beide genannten Chips die 4x4 MIMO Technologie, die deutlich schnellere Datenübertragungen ermöglicht als die 2x2 MIMO Technologie in den aktuellen iPhones. Aufgrund der aktuellen Rechtstreitigkeiten zwischen Apple und Qualcomm erwartet der Analyst, dass mindestens 70% bis 80% der Chips von Intel stammen werden.

Ebenfalls interessant ist eine weitere Vorhersage von Kuo. So erwartet er für mindestens eines der 2018er iPhones die Unterstützung für "Dual-SIM Dual-Standby" (DSDS). Dabei ist jedoch unklar, ob dies über einen zusätzlichen SIM-Kartenslot erzielt wird oder durch eine zusätzliche integrierte SIM. Anders als bei anderen Smartphones, die in diesem Modus lediglich LTE+3G unterstützen, soll Apple im iPhone LTE+LTE Verbindungen unterstützen, wobei beide SIM-Karten gleichzeitig aktiv sein können, dabei aber mit nur einem Chipsatz auskommen. (via MacRumors)
Bereits seit einigen Monaten wird berichtet, dass Apple bereits an einer Integration des nächsten Mobilfunkstandards 5G in das iPhone arbeitet. Inmitten des Rechtsstreit mit seinem bisherigen Modem-Lieferanten Qualcomm deutet dabei inzwischen immer mehr darauf hin, dass man hierzu künftig mit Intel an der Umsetzung arbeiten wird. Diese Anstrengungen wurden in den vergangenen Woche nun weiter intensiviert, wie Fast Company berichtet. Während die Chips von Qualcomm diverse zusätzliche Funktionen für die Mobilfunkanbieter bieten sollen, sollen diese oftmals gar nicht umgesetzt werden, weswegen Apple der Meinung sei, dass die 5G-Chips von Intel eine ebenfalls passende Alternative seien.
Dort sollen inzwischen mehrere tausend Mitarbeiter an der 5G-Technologie arbeiten, unter anderem um den bisherigen Rückstand auf Qualcomm aufzuholen und den Deal mit Apple zu gewinnen. Der Chip-Hersteller selbst gab in der vergangenen Nacht bekannt, dass es inzwischen gelungen sei, einen vollständigen Verbindungsaufbau in einem 5G-Netz aufzubauen, was als wichtiger Meilenstein in der Entwicklung angesehen wird. Die ersten nutzbaren Chips sollen bis zum Jahr 2019 zur Verfügung stehen. In den USA hat T-Mobile angekündigt, dass man sein 5G-Netz bis 2020 in Betrieb nehmen möchte. In Deutschland hat die Telekom in Berlin bereits den ersten 5G-Sendemasten errichtet.
Mit 5G sollen Datenübertragungen um 10 bis 100 Mal schneller sein als mit dem aktuellen 4G-Standard. Hinzu kommen weitere Verbesserungen, wie unter anderem eine verringerte Latenz.
Apples neues Flaggschiff-Smartphone, das iPhone X hat es auf die Liste der 25 besten neuen Produkte des Jahres 2017 des TIME Magazine geschafft. Damit gehört es zu einer Reihe, die unter anderem den Jibo Robot, den erwärmbaren Ember-Mug, Adidas-Schuhe aus dem 3D-Drucker, das Tesla Model 3, die DJI Spark oder auch den Nintendo Switch umfasst. Apple hat mit dem iPhone X einen radikalen Neustart für sein Smartphone geschaffen, dabei unter anderem weitestgehend auf Ränder um das Display und den Homebutton verzichtet und gleichzeitig eine erste wirklich massentaugliche 3D-Gesichtserkennung als biometrische Erkennungsmethode eingeführt.
Betrachtet man die große Nachfrage nach dem Gerät, die größtenteils positiven Reviews und die vergleichsweise wenigen bislang aufgetretenen Probleme, kann die Markteinführung des iPhone X wohl durchaus als Erfolg gewertet werden. Ein Umstand, dem nun auch die Aufnahme in die Liste des TIME Magazine Rechnung trägt.
Wer sich am gestrigen Tage ein wenig in Sachen Apple im Netz umgeschaut hat, wird vermutlich auf eine Meldung gestoßen sein, nach der ein zehnjähriges Kind erfolgreich das iPhone seiner Mutter per Face ID wiederholbar entsperren konnte. Während Skeptiker hierin bereits eine Schwäche von Apples neuer biometrischer Funktion sehen wollen, ist das Verhalten des iPhone X an dieser Stelle sogar ein Stück weit so gewollt. Frei nach dem Motto: It's not a bug, it's a feature. Aber der Reihe nach...
Das unten zu sehende Video zeigt in der Tat, wie der Sohn das iPhone X seiner Mutter mit seinem Gesicht entsperren kann. Auch mich erreichte gestern eine Zuschrift meines Lesers Samet (vielen Dank dafür!), der mir ein ähnliches Phänomen mit seinem Bruder beschrieb. Der Grund hierfür ist allerdings offenbar schnell gefunden und liegt an der engen Verknüpfung des Passcode mit Face ID. Apple geht hierbei davon aus, dass derjenige, der den Passcode kennt, auch derjenige ist, dessen Gesicht für die Entsperrung via Face ID genutzt werden soll. Dies gepaart mit der Fähigkeit von Face ID, Veränderungen des gespeicherten Gesichts lernen zu können und einer gewissen, familiären Ähnlichkeit der Personen führt dann zu dem bschriebenen Verhalten. Quasi als Nebenwirkung des aktuell auf dem Vormarsch befindlichen Maschinenlernens. Apple selbst erklärt dies sogar in seinem frei zugänglichen Face ID Security Paper und ich empfehlen jedem, der hier nach einem Haar in Apples erneuter Erfolgssuppe sucht, eine eingehende Lektüre.
Darin weist Apple unter anderem darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit einer falschen Zuordnung höher ist, wenn Kinder unter 13 Jahren Face ID nutzen. Bedenkt man nun, dass der Sohn in dem zu sehenden Video 10 Jahre alt ist, wird das aufgetretene Phänomen noch ein Stück weit weniger überraschend.
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Ähnlich wie bereits bei Touch ID sollte man auch bei Face ID im Hinterkopf haben, dass dieses Feature nicht zu 100% täuschungssicher ist. Dies gilt sowohl für Verwechselungen bei Zwillingen oder im engeren Familienkreis aber auch für das aufwendige Anfertigen von Masken oder ähnlichen Hilfsmitteln. Dies dürfte auch gar nicht Apples Ziel sein. Es geht um eine Basis-Sicherheit im Alltag, die dazu führt, dass nicht jeder direkt ein liegengelassenes oder entwendetes Gerät nehmen und auf die Inhalte zugreifen kann. Diese Basis-Sicherheit für ein Consumer-Gerät ist absolut gegeben und wurde mit Face ID gegenüber Touch ID sogar weiter erhöht.
Während der renommierte KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo bereits verlauten lassen hat, dass Apple am Kamerasystem für die 2018er iPhones keine gravierenden Veränderungen vornehmen wird, könnte dies ein Jahr später durchaus der Fall sein. So berichtet Bloomberg, dass Apple bereits daran arbeitet, seine 3D-Objekterkennung ab 2019 auch für die rückwärtige Kamera des iPhone anzubieten. Dabei soll es verschiedene Veränderungen gegenüber der aktuellen TrueDepth Kamera geben. Apple möchte mit dem System in der Hauptkamera erneut einen weiteren Schritt in Richtung Augmented Reality machen.
Nachdem das iPhone X inzwischen eineinhalb Wochen auf dem Markt ist, haben sich auch die Tester der Stiftung Warentest ein erstes Urteil über Apples neues Flaggschiff gebildet. Und das fällt überraschend durchwachsen aus. Vorab sei allerdings gesagt, dass es sich lediglich um einen ersten Eindruck handelt und noch weitere, intensivere Tests folgen sollen. In diesem ersten Test kommt Stiftung Warentest vor allem bei der Gehäusestabilität zu einem geradezu vernichtenden Urteil. Nach einem 100 Stürze umfassenden Falltest aus verschiedenen Aufprallwinkeln auf eine Steinplatte wies das iPhone X nicht nur eine zersplitterte Rückseite auf, sondern auch Fehler auf dem Display. Allerdings gilt auch hier wieder mein alter Vergleich: Wenn man gegen eine Autotür tritt, ist eben eine Beule drin.
Beeindruckt zeigen sich die Tester hingegen von dem neuen OLED-Display, welches man als "knackscharf" bezeichnet und vor allem Helligkeit, Kontrast und Auflösung lobt. Auch die Kamera wusste den Testern zu gefallen und schneidet als bisher beste getestete Smartphone-Kamera ab. Nicht so recht anfreunden kann sich Stiftung Warentest hingegen mit dem neuen Bedienkonzept ohne Homebutton. Hier wird bemängelt, dass der Vorteil gegenüber dem Altbewährten nicht klar wird. Und auch vom Akku hätte man sich mehr Laufzeit gewünscht.
Entsprechend fällt auch das Fazit zum durchgeführten Test eher gemischt aus. Laut Stiftung Warentest sollten sich Interessenten gut überlegen, ob sie wirklich ein iPhone X kaufen wollen oder nicht doch besser zum robusteren iPhone 8 oder 8 Plus greifen. Oder aber man macht sich selbst ein Bild und lässt die eigenen Vorlieben und Eindrücke mitentscheiden...
Während viele Besteller noch auf ihr iPhone X warten, machen weiter fleißig Gerüchte für die nächste iPhone-Generation die Runde. Erneut stammen sie aus der Feder von KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo, weswegen ihnen eine gewisse Wahrscheinlichkeit zuzusprechen ist. Seinen Informationen zufolge wird Apple im kommenden Jahr erneut drei iPhone Modelle auf den Markt bringen. Diese sollen über ein 5,8" bzw. 6,5" OLED-Displays, respektive ein 6,1" LCD-Display verfügen, so der treffsichere Analyst.

Alle drei Modelle sollen zudem über ein "full-screen design" verfügen und damit auf einen Homebutton verzichten. Die biometrische Authentifizierung soll also ab kommendem Jahr ausschließlich per Face ID über eine integrierte TrueDepth Kamera erfolgen. Das LCD-Modell soll laut Kuo das mittlere Preissegment, die beiden neuen OLED-Modelle das obere Preissegment und die diesjährigen iPhones das untere Preissegment abdecken. (via MacRumors)
Erneut machen Berichte um ein mögliches Problem mit dem iPhone X die Runde, nachdem Ende vergangener Woche bereits Meldungen über einen plötzlich auf dem Display auftretenden grünen Streifen aufgekommen waren. So sind einzelne Nutzer bei hohen Lautstärken von einem knisternden oder brummenden Geräusch aus dem Ohrhörer auf der Vorderseite betroffen. Entsprechende Meldungen sind unter anderem im MacRumors-Forum, auf Twitter und bei Reddit zu finden. Dabei tritt das Geräusch bei sämtlichen Audioausgaben auf, also sowohl bei Telefongesprächen, als auch bei der Musik- und Videowiedergabe, Alarm- und Klingeltönen und lässt sich nicht auf eine bestimmte iOS-Version oder Gerätekonfiguration eingrenzen.
Der Ohrhörer beim iPhone X wird, ebenso wie auch beim iPhone 7 und iPhone 8, in Kombination mit den restlichen Lautsprechern des Geräts genutzt, um auf diese Weise einen Stereosound zu erzeugen. Apple selbst hat sich zu dem Problem noch nicht geäußert und weder die Kollegen von MacRumors noch ich selbst waren in der Lage, das Phänomen zu reproduzieren.
Vor einigen Wochen berichteten auch Besitzer von iPhone 8 und iPhone 8 Plus von ähnlichen Geräusch-Phänomenen, die Apple mit iOS 11.0.2 softwareseitig behob. Möglich also, dass dies auch bei der aktuellen Thematik der Fall sein wird. Nutzer, die sich mit dem Problem direkt an Apple gewendet haben, erhielten kostenlos ein Ersatzgerät. Die zurückgenommenen Geräte dürften in Cupertino inzwischen auf mögliche Ursachen untersucht werden.
In einer Zeit, in der man allzu gerne und allzu schnell nach einem Skandal schreit, muss erneut festgehalten werden, dass nur ein extrem geringer Prozentsatz von Nutzern zum aktuellen Zeitpunkt von dem Problem betroffen zu sein scheint. Und erneut muss festgehalten werden, dass dies ebenso normal wie nicht zu vermeiden ist. Betroffene Geräte werden kostenlos ausgetauscht und genau dieser Umgang mit einem möglichen Problem ist hier das Entscheidende. Betroffene Nutzer sollten sich entsprechend direkt an den Apple Support wenden.