Am letzten Freitag startete Apple, wie auf dem Event vergangene Woche angekündigt, die Vorbestellphase für das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus. Allgemein war im Vorfeld davon ausgegangen worden, dass der Ansturm auf das Gerät aufgrund des nur marginal veränderten Äußeren eher gering ausfallen dürfte. Inzwischen zeichnet sich allerdings ein anderes Bild und vor allem die Mobilfunkanbieter sprechen von einer extrem starken Nachfrage nach dem neuen Modell. Und auch die Lieferzeiten im Apple Online Store stiegen schon kurz nach dem Start der Vorbestellphase rasant an. War es bislang noch möglich, sich sein iPhone 7 für eine Abholung in einem der deutschen Apple Retail Stores zu reservieren, hat Apple diese Vorbestellungsmöglichkeit nun (vorübergehend) eingestellt. Einem Hinweis auf der Webseite zufolge, soll dies erst wieder ab Samstag, dem 17. September um 06:00 Uhr möglich sein. (via iPhone-Ticker)

Unterdessen habe ich inzwischen verschiedene Meldugen von Telekom-Kunden erhalten, die sich zum einen ein Premierenticket gesichert und zum anderen das iPhone 7 frühzeitig bei der Telekom geordert hatten, nun aber mit deutlich nach hinten verschobenen Lieferterminen konfrontiert werden. So schreibt mir mein Leser Tim (danke dafür!): "Obwohl ich als einer der Ersten beliefert werden sollte (Premierenticket am 1. Tag beantragt und noch nachts, direkt zu Beginn des Bestellstarts bestellt) gibt die Telekom derzeit bei der Abfrage des Lieferstatus (https://www.t-mobile.de/lieferstatus) an, dass ich mein iPhone 7 Plus mit 128 GB in mattschwarz erst nächste Woche erhalte. Auf Nachfrage im Kundencenter konnte mir kein Grund dafür genannt werden. Es könne sich evtl um einen technischen Fehler handeln, es könne allerdings auch den Tatsachen entsprechen."

UPDATE: Inzwischen hat die Telekom das Problem via Twitter eingeräumt und gibt bekannt, dass man zu wenig Geräte bekommen und daher die Lieferzeiten angepasst habe.


Bereits am Wochenende hatte sich hierzulande angedeutet, dass der Vorbestellstart des iPhone 7 ein deutlich positiveres Bild von der Nachfrage nach dem neuen Gerät zeichnet, als dies im Vorfeld erwartet wurde. Jetzt legt der US-amerikanische Ableger von T-Mobile
offiziell zu Protokoll gegeben, dass der Vorbestellstart des iPhone 7 der bislang erfolgreichste aller iPhones war. Verglichen mit dem iPhone 6 sollen die Vorbestellungen im Zeitraum von Freitag bis Montag sogar vier Mal so hoch gewesen sein. Darüber hinaus haben das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus einen neuen Verkaufsrekord für alle Smartphones an einem einzigen Tag überhaupt bei T-Mobile gesetzt. Konkrete Zahlen wollte der Anbieter aber nicht nennen.
Nach der Veröffentlichung von iOS 10 am gestrigen Abend ist vor dem Verkaufsstart des iPhone 7 am kommenden Freitag. Passend dazu hat Apple inzwischen das Review-Embargo gelüftet und gestattet allen Journalisten, denen man das Gerät vorab zum Testen zur Verfügung gestellt hatte, nun die Veröffentlichung ihrer Eindrücke. Wie auch schon aus den vergangenen Jahren gewohnt, zeichnen die meisten Rezensenten dabei ein durchweg positives Bild. Der Tenor ist dabei, dass Apple mit dem iPhone 7 wieder ein Smartphone auf den Markt gebracht hat, welches mal wieder neue Maßstäbe setzt. Trotz der fehlenden großen optischen Neuerungen, sind es vor allem die vielen kleinen technischen Details, das iPhone 7 wider Erwarten zu einer echten Upgrade-Empfehlung machen. Auf der anderen Seite dürften die meisten Besitzer eines iPhone 6s und iPhone 6s Plus vermutlich nichts vermissen, wenn sie nicht auf das iPhone 7 oder iPhone 7 Plus umsteigen.
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Klare Highlights sind für die meisten Rezensenten die neugewonnene Wasserfestigkeit der neuen iPhones und natürlich die neuen Kameras. Aber auch diverse Kleinigkeiten kommen gut weg, darunter die neuen Stereo-Lautsprecher und auch die zusätzliche Akkulaufzeit. Auf der negativen Seite wird angemerkt, dass verschiedene Funktionen erst per Softwareupdate nachgereicht werden und dass die saphirschwarze Farbvariante offenbar doch recht kratzanfällig ist. Das vielleicht ausgewogendste Review liefern die Kollegen von The Verge. Aber auch die restlichen Rezensionen sind durchaus einen Blick wert:
Das am heutigen Abend freigegebene iOS 10 bringt nun auch für Telekom-Kunden die Freischaltung der neuen Funktion namens WLAN-Calling mit. Hierbei handelt es sich um eine Variante von Voice over IP, welches immer dann für ganz normale Telefongespräche genutzt werden kann, wenn zwar ein WLAN, aber kein Mobilfunknetz zur Verfügung steht. Abgerechnet werden die so geführten Gespräche dann aber wie normale Telefongespräche, also nicht wie beispielsweise Skype oder WhatsApp. Voraussetzung ist ein WLAN in dem eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 100 KBit/s zur Verfügung steht. Zudem muss man für die Nutzung über einen Mobilfunk-Laufzeitvertrag bei der Telekom inkl. VoLTE-Option verfügen. In diesem Fall lässt sich die Tarifoption "VoLTE und WLAN Call" kostenlos im Kundencenter aktivieren. Auf dem iPhone wird neben iOS 10 auch noch die Telekom Netzbetreiberversion "Telekom.de 25.1" benötigt. Dies kann man überprüfen unter "Einstellungen > Allgemein > Info". Sollte hier noch eine ältere Version angezeigt werden, dürfte ein Antippen des Eintrags die aktuellen Einstellungen anfordern.

Weitere Fragen beantwortet die Telekom auf eigens eingerichteten Hilfeseiten zu dem Thema, sowie in dem unten zu sehenden Video. Vodafone und O2 bieten WLAN Calling bereits seit einiger Zeit an.
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Das Warten hat ein Ende. Wie auf dem diesjährigen iPhone-Event in der vergangenen Woche angekündigt, hat Apple soeben die finale Version von iOS 10 zum Download bereit gestellt. Dabei handelt es sich um dieselbe Buildnummer wie beim Golden Master Build vom Mittwoch vergangener Woche. Mit dem Update bringt Apple in diesem Jahr nach eigener Aussage das größte iOS-Update aller Zeiten. Mit dabei sind diverse neue Funktionen und auch eine optishe Überarbeitung an verschiedenen Ecken und Enden im System. Dabei sollen aber auch erneut Verbesserungen bei der Stabilität, der Performance und der Sicherheit nicht zu kurz kommen. Unterstützt wird das Update von allen iPhones ab dem iPhone 5 aufwärts, allen iPads ab dem iPad der 4. Generation aufwärts, allen iPad mini ab dem iPad mini 2 aufwärts, allen iPad Pros und dem aktuellen iPod touch der 6. Generation (ich hoffe ich habe nichts vergessen). Es steht für alle User auf allen genannten Geräten kostenlos zur Verfügung. Zu den prominentesten neuen Funktionen und Änderungen zählen:
- "Raise to wake" zum Aktivieren des Lock Screen beim bloßen Aufheben des iPhone
- eine neue Optik für dne Lockscreen samt erweiterten 3D Touch Funktionalitäten
- Widgets per 3D Touch auf Homescreen-Icons
- ein neues, erweitertes Control Center
- Siri für Drittanbieter-Apps
- QuickType mit Siris Intelligenz
- automatische Sprachenerkennung in QuickType und Tastaturen
- neue Funktionen für die Fotos-App (Gesichtserkennung, intelligente Alben, Memories, Kartenansicht, etc.)
- ein neues Design für die Karten-App (inkl. neuen Möglichkeiten bei der Navigation und Quick Controls)
- Entwickler-Zugriff auf die Karten-APIs
- Komplett neue Musik-App mit besserer Integration von Apple Music
- Songtexte in Apple Music und On-Demand-Abruf von Beats1 Shows
- eine neue HomeKit-App namens Home
- Visual VoiceMail zur Transkibierung von Mailbox-Nachrichten in Text
- Nachrichten-App mit neuen Funktionen: Smart Links, dreimal größere Emojis, smarte Emojis, Bubble Effects, Handschrifterkennung Drittanbieter-Zugriff auf iMessage-APIs, Sticker, eigener AppStore, etc.
- die Möglichkeit des Entfernens von vorinstallierten Apps
- uvm.
Das Update auf iOS 10 kann aktuell bereits von Geräten mit iOS 9 aus OTA (Over the Air) geladen werden. In Kürze sollte es auch per iTunes zu laden sein. Die Apple Server dürften speziell in den ersten Minuten stark überlastet sein. Habt also ein wenig Geduld und anschließend viel Spaß mit iOS 10!
Übrigens: Falls man nach der Freigabe der finalen Version von iOS aus dem Public Beta Programm aussteigen möchte, erklärt Apple doe hierfür nötigen Schritte auf einer zugehörigen Support-Seite.
Keine Frage, die Dual Lens Kamera im neuen iPhone 7 Plus wird das Niveau von mit einem Smartphone geschossenen Fotos deutlich anheben. Einen kleinen Vorgeschmack auf das, was mit dem neuen Kameramodul möglich sein wird, präsentiert nun Apple CEO Tim Cook persönlich, der einen Link tweetete, über den sich einige der ersten offiziellen Bilder der Kamera abrufen lassen. diese wurden vom Sports Illustrated Fotografen David E. Klutho beim NFL-Spiel zwischen den Tennessee Titans und den Minnesota Vikings mit dem iPhone 7 Plus geschossen. Die Ergebnisse können dabei als durchaus beeindruckend bezeichnet werden. Zwei Beispiele lassen sich nachfolgend bewundern, weitere Bilder hat der US-amerikanische Sportsender ESPN veröffentlicht, der das iPhone 7 Plus bei den US Open einsetzte.


Über die Gründe, warum sich Apple dazu entschieden hat, in diesem Jahr erstmals keine Absatzzahlen für das erste Verkaufswochenende der neuen iPhone-Generation bekannt geben zu wollen, lässt sich sicherlich diskutieren. Die meisten Pessimisten sehen hierin ein Eingeständnis, dass es in diesem Jahr wohl erstmals keine neuen Rekorde zu vermelden gibt. Apple selbst spricht von "logistischen Gründen", was vermutlich auch damit zusammenhängt, dass die Börse auf solche Meldungen immer sehr empfindlich reagiert. Sowohl im positiven, als auch im negativen Fall.
Dennoch scheint sich das iPhone 7 deutlich besser zu verkaufen, als dies im Vorfeld allgemein erwartet wurde. Die Lieferzeiten im Apple Store sind hierfür nur ein unzureichender Indikator, da nie bekannt ist, welche Stückzahlen Apple zum Verkaufsstart parat hat. Die Kollegen von MacTechNews haben nun allerdings aus Kreisen der deutschen Mobilfunkanbieter in Erfahrung bringen können, dass hierzulande zum Vorbestellstart am vergangenen Freitag zwar wesentlich weniger Nachfrage als noch beim iPhone 5s und beim iPhone 6 bestand. Allerdings ist der Trend gegenüber dem letztjährigen iPhone 6s eher positiv. So gab zumindest ein großer Anbieter zu Protokoll, dass bislang fast so viele iPhone 7 von den Kunden angefordert wurden, wie beim iPhone 6s. Positiv auswirken könnte sich auch der Super-GAU beim Samsung Galaxy Note 7 und seinen explodierenden Akkus. Inzwischen hat Samsung eine offizielle Warnung herausgegeben, die Geräte unverzüglich zurück zu geben und sie nicht mehr einzuschalten. Hier könnte Apple eventuell ein paar abgeschreckte Nutzer abgreifen.
Abzuwarten bleibt der weltweite Erfolg des Geräts. Im vergangenen Jahr konnte die Hinzunahme von China als eines der Länder, die das Gerät als erstes erhielten die Bilanz schönen. In diesem Jahr versorgt Apple mehr Länder als je zuvor zum Verkaufsstart am 16. September, was die absoluten Zahlen sicherlich auch nach oben treiben dürfte. Endgültige Gewissheit wird man aber wohl erst haben, wenn Apple seine nächsten Quartalszahlen bekannt gibt, in die dann auch die iPhone 7 Verkäufe einfließen.
Das iPhone 7 lässt sich seit Freitag sowohl im Apple Online Store, als auch bei den drei großen deutschen Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone und o2 vorbestellen. Offizieller Verkaufsstart ist dann am kommenden Freitag, den 16. September.
Bereits vor einiger Zeit würden Fälle bekannt, wonach der Akku des neuen Samsung Galaxy Note 7, also des Geräts, das Samsung als direkten Konkurrenten zum iPhone 7 positionieren wollte, in mehreren Fällen explodiert ist. Im Anschluss hat Samsung das Problem auch bereits bestätigt und eine Rückrufaktion gestartet. Alle Käufer erhalten ein kostenloses Ersatzgerät. Offenbar sind sich aber längst nicht alle Käufer der Tragweite des Problems bewusst. So sah sich die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA inzwischen dazu veranlasst, alle Fluggäste dazu aufzufordern, das Gerät nicht an Bord eines Flugzeugs in Betrieb zu nehmen und sie auch nicht in aufgegebenem Gepäck zu befördern.
Inzwischen hat auch Samsung selbst noch einmal reagiert und ruft inzwischen alle Besitzer des betroffenen Geräts auf, dieses überhaupt nicht mehr zu nutzen und es stattdessen so schnell zu möglich bei Samsung zurückzugeben. Damit folgt Samsung derselben Aufforderung, die auch schon die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC ausgesprochen hat.
Für Samsung dürfte das Problem weitreichende Folgen haben. Nicht nur die Umtauschaktion ist extrem teuer und aufwendig, auch der Imageverlust dürfte immens sein, was durch die Warnungen der FAA und der CPSC noch verschlimmert wird. Gerüchtehalber hat Apple bereits auf das Problem bei Samsung reagiert und die Komponentenbestellungen für das iPhone 7 hochgefahren, um eventuell wechselwillige Samsung-Nutzer für das iPhone 7 abzugreifen.