Wasserfestigkeit wird wohl eines der großen Themen beim diesjährigen iPhone werden. So werden sich, sofern sich die Gerüchte bewahrheiten, unter anderem sowohl der Wegfall des mechanischen Homebuttons, als auch der des 3,5 mm Klinkenanschlusses positiv in diese Richtung auswirken. Aber auch an anderer Stelle könnte Apple diesbezüglich aktiv werden. So hat ein Nutzer der bereits in der Vergangenheit in Erscheinung getretenen vietnamesischen Webseite Tinhte (via 9to5Mac) zu Protokoll gegeben, dass der SIM-Kartenslot mit einer neuen Gummilippe ausgestattet ist, die auch dieses Bauteil wasserfest gemäß der IPX7-Spezifikation ist. Sollte Apple diese Spezifikation tatsächlich anstreben, wäre der Schritt in jedem Fall nachvollziehbar.
Darüber hinaus will der Tippgeber auch bereits mit dem neuen touch-sensitiven Homebutton hantiert haben und gibt zu Protokoll, dass dieser nach wie vor einen durchaus festen Druck benötigt, um die bislang mechanische Funktion des Bauteils nachzustellen. Der Unterschied zum klassischen Homebutton soll dank des haptischen Feedbacks kaum zu bemerken sein.
Weitere Details betreffen auch das Kamerasystem der neuen iPhones. Angeblich soll das 4,7"-Modell in der Lage sein, 4K-Videos bei einer Rate von 60 fps aufzunehmen. Das iPhone 6s unterstützt hier aktuell lediglich 30 fps. Bislang ist zudem kein anderes Smartphone auf dem Markt, welches derartige Aufnahmen schafft. Dies könnte unter anderem aber auch ein Grund dafür sein, warum sich Apple entschieden haben könnte, die Speicherkapazitäten des iPhone zu erhöhen - beim größten Modell sogar bis hin zu 256 GB.
Last but not least "bestätigt" der Bericht auch diverse weitere Gerüchte, wie beispielsweise die neue dunklere Farbvariante als Ersatz für das bisher verwendete Spacegrau. Bei dieser neuen Variante soll zudem auch das Apple-Logo auf der Rückseite matt sein, während es bei der silbernen Version nach wie vor glänzend ist. Darüber hinaus sollen die Lautstärkeknöpfe ein neues Design erhalten und nicht länger in einer länglichen Kerbe in das Gehäuse eingelassen sein. Stattdessen sollen sie direkt auf dem Gehäuse angebracht sein. Unklar ist, ob es sich hierbei ebenfalls um eine Maßnahme zur Verbesserung der Wasserfestigkeit handelt und ob Apple auch hier künftig Force Touch mit haptischem Feedback einsetzt.
Wann immer GeekBench-Ergebnisse von unveröffentlichten Apple-Geräten ins Internet durchsickern, ist allergrößte Skepsis geboten. Zu leicht lassen sich diese Informationen fälschen. Die nun aufgetauchten Ergebnisse nur wenige Tage vor der Präsentation des neuen iPhone könnten nach Ansicht der Kollegen von 9to5Mac allerdings tatsächlich der Realität entsprechen. Die Ergebnisse zeigen mit 3.379 Punkten im Single-Core Betrieb und 5.495 Punkten im Multi-Core Betrieb eine deutliche Steigerung gegenüber der aktuellen iPhone-Generation. Diese liegt bei etwa 35%.

Interessant ist auch, dass der GeekBench-Bericht als iOS-Version 10.1 ausweist und das Gerät als "iPhone9,3" bezeichnet, was theoretisch auf drei verschiedene Varianten des Geräts hindeutet. Zumindest ist in der aktuellen iPhone-Generation kein "iPhone 8,3" vorhanden. Das iPhone 6s und das iPhone 6s Plus hören auf die Bezeichnungen "iPhone8,1" bzw. "iPhone8,2". Wie Gerüchte zum 4,7"-Modell bereits munkelten, weist auch der GeekBench-Bericht 2 GB Arbeitsspeicher aus. Das 5,5"-Modell soll aufgrund der erwarteten Dual Lens Kamera angeblich über 3 GB verfügen.
Was ein wenig skeptisch stimmt, sind die weniger als 400 MHz Taktfrequenz, die der Bericht für den neuen A10-Prozessor ausweist. Allerdings hat GeekBench bereits bestätigt, dass diese Information nicht direkt von iOS stammt, sondern von der App eher gemutmaßt wird, was natürlich auch jederzeit falsch sein kann. Gemeinhin werden als Taktfrequenz für den A10-Chip 2,4 GHz erwartet.
Reagiert Apple auf Samsungs Rückruf des Galaxy Note 7? Sollte der Bericht der DigiTimes stimmen, sieht es ganz danach aus. Kleiner Blick über den Tellerrand: Apples großer Konkurrent auf dem Smartphone-Markt sah sich kürzlich dazu gezwungen, den Verkauf seines iPhone-Konkurrenten Galaxy Note 7 zu stoppen und alle bereits ausgelieferten Geräte zurückzurufen, nachdem Fälle bekannt wurden, in denen der Akku des Geräts explodieren oder Feuer fangen konnte. Was für Samsung ein herber Rückschlag samt Imageschaden ist, könnte für Apple eine Chance sein, das diesjährige iPhone eventuell doch besser loszuwerden, als bislang angenommen.
Verschiedenen Informationen aus der taiwanesischen Zuliefererkette soll Apple nämlich unmittelbar im Anschluss an das Bekanntwerden des Rückrufs die Komponentenbestellungen für das neue iPhone um 10% erhöht haben. Ein Zusammenhang mit dem Samsung-Dilemma ist da natürlich naheliegend. Ob Apple aber wirklich hiervon profitieren kann, wird auch stark davon abhängen, wann man das neue Gerät in den Verkauf bringt (im Gespräch sind hier entweder der 16. oder der 23. September) und wie schnell man die Nachfrage wird befriedigen können.