Der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo ist mit seinem neuesten Ausblick zurück (via MacRumors). Darin geht es vor allem um den anstehenden Verkaufsstart des iPhone XR und die Smartphone-Situation in China. Hier haben nämlich die vier Top-Hersteller Huawei, Oppo, Vivo und Xiaomi im Jahresvergleichm einen überraschenden Rückgang von 10% während der chinesischen "Golden Week" hinnehmen müssen, die mit dem Weihnachtsgeschäft im Rest der Welt verglichen werden kann. Insgesamt wurden in dieser Zeit 6,5 bis 7 Millionen Geräte verkauft, was deutlich unter den Erwartungen liegt. Lediglich Huawai konnte sich gegen den Trend behaupten. Kuo führt die Entwicklung auf das Ausbleiben von interessanten Innovationen auf dem Smartphone-Markt zurück.
Ein weiterer Grund könnte laut Kuo aber auch sein, dass viele Kunden in China auf den Start des iPhone XR warten. Hier erwartet der Analyst zumindest eine höhere Nachfrage als nach dem iPhone 8 und dem iPhone 8 Plus im vergangenen Jahr. Das günstigste der diesjährigen iPhones sei für Apple eine große Chance, seine Position auf dem schwierigen chinesischen Markt zu verebessern. Vorbestellungen für das Gerät nimmt Apple ab dem 19. Oktober entgegen, verkauft und ausgeliefert wird es ab dem 26. Oktober.
Nicht nur die Mac-Verkaufe, auch die des iPhone XS und iPhone XS Max in China sollen hinter den Erwartungen zurückliegen. Aus diesem Grunde soll sich Apple CEO Tim Cook auch aufgemacht haben ins Reich der Mitte, um nicht nur für bessere Stimmung vor dem Hintergrund der aktuellen Spionage-CHip-Affäre zu sorgen, sondern auch um sich um die schwächelnden Absätze der neuen iPhones zu kümmern, wie die Washington Post berichtet. Unter anderem wird Cook in China wohl auch an einem Boardmeeting der Tsinghua University School of Economics and Management teilnehmen, dessen Mitglied er selbst ist. Apple hat sich nicht dazu geäußert, ob Cook auch erneut mit dem chinesischen Präsidenten zusammentreffen wird.
Unterdessen hat der Generalsekretär der chinesischen Kommunistischen Partei bereits seine Hoffnung ausgedrückt, dass der Apple CEO zu einer Verbesserung des aktuell angespannten Verhältnisses zwischen China und den USA beitragen könnte.
"We are willing to .?.?. find mutual benefit and win-win results, and to inject new vitality into Shanghai’s development. We are hoping that Apple will play a bigger role in promoting exchanges and cooperation between Shanghai and the United States,"
Laut der Washington Post soll Cooks Hauptanliegen sein, Apples Standing in China weiter zu verbessern. So ist es nicht das erste Mal, dass er das Land in diesem Jahr besucht. Die frühen Verkäufe des iPhone XS sollen, wie eingangs erwähnt, enttäuschend sein, was vor allem auf die hohen Preise des Geräts im Vergleich zur Konkurrenz wie Huawai oder Oppo zurückzuführen ist. Einen Schub erhofft sich Apple vom iPhone XR, mit dem man speziell gegen diese Konkurrenz ins Feld ziehen möchte.
Neben den stetig weiter verbesserten Kameras überzeugt Apple Jahr für Jahr in seinen neuen iPhones auch immer wieder mit der Leistungsstärke der selbst-designten A-Serien Chips. Beim iPhone XS und iPhone XS Max wurde der darin verbaute A12 Bionic-Chip erstmals im 7nm-Verfahren gerferigt und bringt abermals einen echten Sprung in Sachen Leistungsfähigkeit mit. Diese haben sich die Experten von AnandTech nun einmal genauer angeschaut und berichten, dass sie sogar noch über dem Wert liegt, den Apple offiziell angibt. Laut Cupertino soll die CPU im A12 SoC nämlich um 15% schneller sein, als die des direkten Vorgängers, dem A11. Laut AnandTech kann die Steigerung jedoch je nach Anwendungsfall auch bei über 40% liegen, was den A12 Bionic-Chip in die Regionen der Leistungsfähigkeit von Desktop-Prozessoren befördert.
Doch nicht nur die CPU, auch die GPU hat einen echten Sprung erfahren. Laut Apple liegt die Steigerung gegenüber dem A11 -Chip bei bis zu 50%, was man vor allem durch einen zusätzlichen Rechenkern erzielt. Bei allen Vorteilen, die der A12 Bionic-Chip bietet, gibt AnandTech allerdings auch zu bedenken, dass er auch einen relativ hohen Energieverbrauch hat. Dies trifft allerdings nur auf extrem rechenintensive Aufgaben zu, wobei es in den Benchmarktests zu regelmäßigen Abstürzen kam, weil der Chip nicht mit genügend Strom versorgt werden konnte. Dies sollte sich jedoch in der täglichen "normalen" Nutzung nicht auswirken.
Einer der teilweise erschütterndsten Auswüchse der Smartphone-Generation ist die Gier nach möglichst spektakulären Selfies. Sei es auf einem Hochhaus, beim Füttern von Haien oder direkt am Abgrund des Grand Canyon. Auf der Suche nach möglichst vielen Likes auf den sozialen Netzwerken ist manchen offenbar kein Risiko zu groß. Die US National Library of Medicine belegt dies nun mit einer traurigen Zahl. In einer weltweiten Studie, die im Journal of Family Medicine and Primary Care veröffentlicht wurde, wird die Zahl der tödlich endenden Versuche, ein möglichst spektakuläres Selfie zu knipsen laut BBC News nun mit 259 angegeben. Und zwar im Zeitraum zwischen 2011 und 2017. Während die Zahl für einen Zeitraum von sechs Jahren gering erscheinen mag, ist die Banalität des Anlasses hierfür mehr als tragisch.
Die Todesursachen reichen dabei von Ertrinken und Abstürze über tödliche Tierangriffe und Schusswaffenversuche bis hin Unfällen mit Verkehrsmitteln. Die meisten tödlich endenden Vorfälle ereignen sich dabei aber durch Abstürze von Berggipfeln und Hochhäusern, sowei durch das Ertrinken in Seen und Meeren. Als Ergebnis empfehlen die Verfasser des Berichts, sogenannte "No Selfie Zonen" an bestimmten gefährlichen Orten einzurichten, allerdings sehen sie selbst darin nicht die aller vielversprechendste Lösung gegen die Dummheit mancher Menschen.
Während Technikexperten dem iPhone XS und iPhone XS Max teils deutlich verbesserte Übertragungsraten im LTE-Netz bescheinigen, gibt es nach wie vor Nutzerberichte, wonach die LTE-Verbindungen auf ihren Geräten ein- oder gar komplett abbrechen. Diese Meldungen sind natürlich auch Apple nicht verborgen geblieben, weswegen man nun betroffenen Nutzern versichert hat, sich dieses Themas anzunehmen.

Zu diesem Zweck werden diese Nutzer gebeten, einen sogenannten "Baseband Logger" auf ihren Geräten zu installieren, der dann die Mobilfunkverbindung mitschneidet, wodurch Apple deren Qualität untersuchen kann. Wie bereits berichtet, scheinen die Probleme lange nicht bei allen Nutzern aufzutreten und zudem auch auf bestimmte Netzbetreiber beschränkt zu sein. Ich selbst kann zumindest bei meinem iPhone XS im Netz der deutschen Telekom keine Probleme feststellen. In den USA sind offenbar vor allem Kunden von Verizon betroffen.
Vermutlich wird Apple dem Problem mit einem Firmware-Update begegnen können. In der aktuellen zweiten Beta von iOS 12.1 hat Apple bereits die Modem-Firmware von Version 1.01.12 in Beta 1 auf nun Version 1.01.20-1 aktualisiert. Verizon-Nutzer erhielten mit demselben Update zudem ein Netzbetreiber-Update auf Version 33.5.6. Nutzer in den MacRumors-Foren berichteten nach der Installation von Beta 2 in der Tat von Verbesserungen, andere hingegen können dies nicht bestätigen. Damit bleibt die Fehlersuche natürlich weiter problematisch. Dennoch ist es gut zu wissen, dass Apple das Thema angeht.
Apple wird seine aktuellen Quartalszahlen erst am 01. November bekanntgeben. Darin enthalten sein werden dann auch erstmals die ersten Absätze des iPhone XS und iPhone XS Max, noch nicht jedoch die des iPhone XR, welches ja erst Mitte dieses Monats auf den Markt kommt. Bevor wir also einen offiziellen Eindruck vom Erfolg der neuen iPhones erhalten, müssen wir uns mit dem zufriedengeben, was verschiedene Analysten in den Raum werfen. Aktuell haben dabei die App-Spezialisten von Flurry Analytics ihre Zahlen zur Nutzung von über einer Million Apps veröffentlicht und daraus die Absätze des iPhone XS und iPhone XS Max abgeleitet.
Dabei kommen die Analysten zu dem Schluss, dass die diesjährigen iPhones ein großer Erfolg für Apple werden dürften - und das bevor das iPhone XR überhaupt auf dem Markt ist. Hochgerechnet soll Apple mit den diesjährigen iPhones sogar mehr Umsatz generiert haben, als mit dem iPhone X, iPhone 8 und iPhone 8 Plus im selben Zeitraum vergangenen Jahres zusammen. Mit dem anstehenden Start des iPhone XR erwarten Flurry Analytics, dass dieser Trend auch noch bis ins anstehende Weihnachtsgeschäft anhalten wird.
Interessant ist indes, dass trotz des offenbar großen Erfolges von iPhone XS und iPhone XS Max das inzwischen schon leicht in die Jahre gekommene iPhone 7 nach wie vor das mit 15,4% am weitesten verbreitete iPhone überhaupt. (via 9to5Mac)
Das neue Kamerasystem von iPhone XS und iPhone XS Max gilt als eine der herausragenden Neuerungen bei den neuen iPhones. Nachdem in den vergangenen Tagen bereits verschiedene Webseiten und Privatnutzer ihre Eindrücke von den hiermit geschossenen Fotos geteilt haben, haben sich nun auch die Spezialisten von DxOMark die Kamera im iPhone XS Max, die baugleich zu der im iPhone XS ist, einmal genauer angeschaut und ihr Review veröffentlicht. Herausgekommen ist am Ende ein Gesamtscore von 105 Punkten, womit das iPhone auf Platz zwei der Allzeit-Rangliste landet. Dort thront nach wie vor das Huawei P20 Pro mit 109 Punkten.

Die Experten von DxOMark stellen in ihrem Review vor allem heraus, dass das iPhone XS über eine exzellente Foto- und Videoqualität bei hellen Lichtverhältnissen verfügt. Vor allem die Detailtreue und die Farben der Fotos kommen dabei bei den Testern gut weg. Auch Apples neue Smart HDR Funktion konnte die Tester überzeugen. Und so kommen sie zu einem Fotos-Score von 110 Punkten. Zum Vergleich: Das Huawai-Gerät erhielt hier überragende 114 Punkte. Für Videos mit dem iPhone XS vergibt DxOMark für iPhone XS 96 Punkte und damit nur zwei weniger als beim Huawei P20 Pro. In schlechteren Lichtverhältnissen konnten die Tester jedoch ein wenig mehr Bildrauschen ausmachen als beim direkten Konkurrenten. Auch der Zoom liege spürbar hinter dem des Huawei P20 Pro zurück.

Als Fazit bescheinigen die Experten dem iPhone XS eine der besten Smartphone-Kameras, die man derzeit finden kann. Apple sei es gelungen, die ebenfalls bereits gute Kamera im iPhone X (97 Punkte) noch einmal deutlich zu verbessern. Die kompletten Testergebnisse inkl. diverser Vergleichsfotos und technischer Details können bei DxOMark eingesehen werden.
Bereits vor der gestern Abend freigegbenen zweiten Beta von iOS 12.1 war bekannt, dass das erste größere Update für iOS 12 unter anderem wohl die Unterstützung von Gruppem-Videochats mit bis zu 32 Teilnehmern über iMessage und für die Dual-SIM Option mitbringen wird. Seit gestern Abend sind nun auch zwei weitere Neuerungen bekannt. So hat Apple per Pressemitteilung angekündigt, dass iOS 12.1 auch über 70 neue Emojis aus so ziemlich allen Kategorien mitbringen wird. Vor allem aber dürfen sich iPhone-Nutzer auf das Update freuen, die von dem Lade-Bug geplagt sind, der seit iOS 12 die Runde macht.
Zur Erinnerung: In den Apple Support Communities haben sich zuletzt diverse iPhone-Nutzer beschwert, dass ihr Gerät nicht automatisch anfängt zu laden, wenn ein Lightning-Kabel in die Buchse gesteckt wird, während das Display ausgeschaltet ist. Mit der zweiten Beta von iOS 12.1 hat Apple dieses Problem nun behoben, wenngleich die Ursache nach wie vor nicht klar ist.
YouTube Direktlink