Im Laufe des Tages werden die ersten iPhone 13 bei ihren Frühbestellern ankommen. Eine der neuen Funktionen, die dabei wohl am häufigsten ausprobiert werden wird, ist der neue Cinematic-Modus der abermals verbesserten Kamera, mit dem durch einen automatisch gesetzten Fokus kinoähnliche Effekte erzielt werden können. Die Kollegen von TechCrunch haben zu dieser neuen Funktion mit der Apple Marketing-Mitarbeiterin Kaiann Drance und dem Designer Johnnie Manzari gesprochen und sich erklären lassen, wie sie entwickelt wurde.
Laut Drance war der Cinematic-Modus deutlich schwieriger umzusetzen als beispielsweise die Portrait-Funktion für Fotos, da der automatisch in Echtzeit wechselnde Autofokus eine Menge Rechnpower erfordert. Diese leisten im Hintergrund sowohl der neue A15 Bionic-Chip als auch die Neural Engine. Manzari ergänzt, dass die Apple-Designer viel Zeit investiert hätten, um sich in die Geschichte des Filmemachens einzuarbeiten und dabei auch die cinematischen Techniken für das korrekte Setzen des Fokus zu erlernen. Hierzu begleitete man sogar professionelle Fotografen, Kameraleute und Regisseure bei ihrer Arbeit, um die neue Funktion so perfekt wie möglich umsetzen zu können.
Wer sich für die genauen Hintergründe interessiert sei auf das durchaus interessante Interview bei den Kollegen von TechCrunch verwiesen. Darin beschreibt der Redakteur Matthew Panzarino auch seine eigenen Gehversuche mit der Funktion während eines Besuchs des Disneyland. Das Ergebnis findet ihr nachfolgend eingebettet.
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Während es bis zum traditionellen Teardown der neuen iPhone 13 Modelle durch die Reparaturspezialisten von iFixit noch ein wenig dauern wird, hat der hin und wieder mal in Erscheinung tretende Leaker Sonny Dickson nun auf Twitter Bilder veröffentlicht, die einen ersten Blick in das Innere eines iPhone 13? gewähren. Dabei sind verschiedene Änderungen zu sehen, die Apple gegenüber dem Vorgängermodell vorgenommen hat. Hierzu zählen unter anderem ein größerer Akku, eine kleinere Taptic Engine und auch die neuen, kleineren und neu angeordneten Komponenten für TrueDepth Kamera. Bereits vor einigen Wochen waren Meldungen aufgekommen, wonach Apple bestrebt ist, die internen Komponenten seines Smartphone zu verkleinern, um auf diese Weise mehr Platz für beispielsweise einen größeren Akku zu schaffen. Die kleinere Taptic Engine und der gleichzeitig gewachsene Akku dürften ein Beispiel hierfür sein.
Erstmals seit seiner Einführung mit dem iPhone X hat Apple auch den Notch am oberen Displayrand etwas schmaler gestaltet. Um ungefähr 20% soll die Reduktion ausgefallen sein, was man in erster Linie durch eine Neuanordnung der Komponenten geschafft hat. Unter anderem ist die FaceTime-Kamera nun auf die linke Seite der TrueDepth-Kamera gewandert, während der "Dot Projector" und die Infrarotkamera nach rechts verfrachtet wurden. Zudem hat Apple die Hörermuschel des Telefons weiter nach oben in den Rahmen verlegt.
Schon seit einiger Zeit gibt es in der EU Bestrebungen, die Ladeanschlüsse von Smartphones auf einen einheitlichen Standard zu bringen. Hierdurch möchte man erstens eine Kompatibilität erzeugen und zweitens Elektroschrott durch diverse Kabel und Ladegeräte vermeiden. Diese Bestrebungen haben nun eine weitere Hürde genommen. Wie Reuters berichtet, hat die Europa-Kommission wie angekündigt ein Gesetz auf den Weg gebracht, welches USB-C als verbindlichen Anschlussstandard für Smartphones festlegt. Alle in der EU verkauften Geräte müssen dann diesem Standard entsprechen. Während die meisten Android-Smartphones bereits auf USB-C setzen, dürfte Apple von der Regelung am meisten betroffen sein, da am iPhone nach wie vor der proprietäre Lightning-Anschluss zum Einsatz kommt. Neben Smartphones sind zudem auch Tablets, Kameras, Kopfhörer, mobile Lautsprecher und mobile Videospielkonsolen hiervon betroffen.
In der Vergangenheit hatte Apple mehrfach gegen die gesetzliche Bestimmung argumentiert. Erstens würde diese Innovationen verhindern und zweitens müssten iPhone-Nutzer auf den neuen Standard umsteigen, wodurch eher mehr als weniger Elektroschrott produziert werden würde. Diese Aussage hat man auch heute noch einmal gegenüber Reuters wiederholt. Dennoch dürfte Apple auf eine entsprechende Entscheidung vorbereitet sein. Denkbar wäre unter anderem die Dreingabe eines USB-C auf Lightning-Adapters um dem neuen Gesetz zu entsprechen. Andererseits hat Apple inzwischen auch Erfahrung mit USB-C als Lade- und Datenanschluss an seinen mobilen Geräten. Das iPad Pro, das iPad Air und das neue iPad mini setzen beispielsweise bereits auf diesen Standard.
Der Gesetzentwurf sieht zudem auch vor, dass Ladegeräte künftig nicht mehr im Lieferumfang der Geräte enthalten sein und stattdessen separat verkauft werden sollen. Hier hat Apple sogar eine Vorreiterrolle inne und hat bereits im vergangenen Jahr beim iPhone 12 und der Apple Watch Series 6 damit begonnen, auf das Ladegerät im Lieferumfang zu verzichten.
Der Entwurf muss nun noch das EU-Parlament und die Regierungen der Länder passieren bevor er umgesetzt werden kann. Die Länder können dabei auch noch Veränderungsvorschläge einreichen. Bei der EU-Kommission hofft man, dass das finale Gesetz dann 2022 in Kraft tritt. Ab diesem Zeitpunkt hätten die Technologiekonzerne dann zwei Jahre Zeit, ihre Geräte auf USB-C umzustellen.
Für den Fall, dass ihr euch noch nicht entschieden habt, ob ihr auf das iPhone 13 umsteigen wollt oder nicht und das Thema Kameraqualität für euch eine große Rolle spielt, könnten die unten zu sehenden Bilder des Fotografen Austin Mann als Entscheidungshilfe dienen. Dieser hat nämlich inzwischen sein jährliches Review der Kameraoptionen des neuesten iPhone veröffentlicht und zeigt dabei anhand eines iPhone 13 Pro, was mit der abermals verbesserten Kamera alles möglich ist. Dabei war Mann im Ruaha National Park im afrikanischen Tansania unterwegs und probierte dort die neuesten Funktionen wie das Knipsen von Makro-Fotos, den neuen, nun 3-fachen Zoom des Teleobjektivs oder auch den Cinematic-Modus aus. Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen.
Laut Mann ist der Makro-Modus die vielleicht beste Neuerung bei den diesjährigen iPhones, da es endlich eine oft geäußerte Forderung von professionellen Fotografen erfüllt. Die auf diese Weise geschossenen Fotos seien äußerst scharf, funktionieren auch bei eher schlechten Lichtverhältnissen und stellen somit quasi ein viertes Objektiv dar, welches Apple aber physisch gar nicht verbaut habe. Das neue 13mm Ultraweitwinkel-Objektiv mit seiner f/1.8 Blende sorgt vor allem bei schlechteren Lichtverhältnissen für schärfere Bilder. Die Schärfe sei laut Mann sogar "drastically improved". Das neue 77mm Tele-Objektiv ist um 33% gegenüber dem Gegenpart im iPhone 12 Pro gewachsen und hat dabei auch einen größeren Sensor erhalten. Die Auswirkungen sind laut Mann deutlich spürbar und eine klare Verbesserunge gegenüber dem Vorgänger-iPhone.
Auf Softwareseite führt Apple mit dem iPhone 13 sogenannte "Photographic Styles" ein, mit denen Mann ebenfalls experimentierte. Auch hiervon zeigt sich Mann begeistert. Während die meisten professionellen Fotografen vermutlich in ProRAW fotografieren werden, sind die "Photographic Styles" ideal zum schnellen Schießen von hochqualitativen Fotos ohne große Notwendigkeit einer Nachbearbeitung und somit eine tolle Ergänzung für alle Hobby-Fotografen. Das komplette Review von Austin Mann kann auf seiner Webseite eingesehen werden. Dort präsentiert er auch ein paar Videoclips im neuen Cinematic Modus.





Die iPhone 13 Modelle bringen vor allem größere Verbesserungen am Kamerasystem mit. Unter anderem werden dabei das iPhone 13 Pro und das iPhone 13 Pro Max in der Lage sein, Makro-Fotos aufzunehmen. Hierzu wechselt das Kamerasystem automatisch auf das Ultraweitwinkelobjektiv, wenn sich das Objekt im Sucher näher als 15 cm vor der Linse befindet. Der Kollege Raymond Wong von Input Mag demonstiriert dies in dem unten eingebetteten Video. Allerdings stellte Wong auch fest, dass es Situationen gibt, in denen sich das iPhone nicht so recht entscheiden kann, welches Objektiv es nutzen soll, so dass es permanent zwischen dem einen und dem anderen hin und her wechselt. Er wendete sich damit an Apple und bekam die Information, dass der automatische Wechsel gewollt sei, da man es dem Nutzer so einfach wie möglich machen möchte, Makro-Fotos zu knipsen.
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Allerdings räumte man auch ein, dass dies nicht die richtige Option für jeden Nutzer sei und bestätigte gegenüber Wong, dass man eine Einstellung zum Deaktivieren des automatischen Objektivwechsels mit einem künftigen iOS-Update einführen wird.
"A new setting will be added in a software update this fall to turn off automatic camera switching when shooting at close distances for macro photography and video."
Wie erwartet endete heute das Review-Embargo für das iPhone 13, weswegen das Internet mit den Eindrücken der Tester quasi geflutet wurde. Werfen wir einen kleinen zusammenfassenden Blick auf das, worauf sich die ersten Normalsterblichen ab kommendem Freitag freuen dürfen. Vor allem die beiden Pro-Modelle kommen bei den Testern ausgesprochen gut an. Durch die Angleichungen bei der Kamera besteht der einzige Unterschied zwischen den beiden Modellen nur noch aus dem unterschiedlich großen Display. Dieses verfügt bei beiden Modellen ab diesem Jahr über Apples ProMotion-Technologie für eine variable Bildwiederholrate. Diese wird dann auch von den Testern ausdrücklich gelobt. Der Kollege Dieter Bohn von The Verge berichtet beispielsweise, dass Text auf dem Display auch während des Scrollens lesbar bleibt und nicht verwischt. Insgesamt fühle sich die gesamte Interaktion mit dem Display deutlich "smoother" an.
Auch die verlängerte Akku-Laufzeit wird von den Testern hervorgehoben. So berichtet stellvertretend das Wall Street Journal, dass alle vier neuen Modelle mindestens eine Stunde mehr Laufzeit gegenüber dem iPhone 12 bieten. Dies klingt zwar zunächst einmal nicht dramatisch viel, würde sich im Alltag aber schnell bemerkbar machen. Die größte Neuerung war aber mal wieder die verbesserte Kamera, die unter anderem von CNET gelobt wird. Vor allem der neue, auf allen vier Modellen zur Verfügung stehende Cinematic-Modus sei schlichtweg beeindruckend. Allerdings funktioniert er nur in guten Lichtverhältnissen wirklich gut. Hier kann man bei Bedarf mit dem LED-Blitz nachhelfen. Auch die restlichen Verbesserungen gefielen den Testern, so unter anderem die generell verbesserte Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen.
Auch der abermals verbesserte A15 Bionic Chip macht sich trotz der vergleichsweise nur geringfügig verbesserten Leistungsmerkmale positiv bemerkbar. Die Kollegen von CNET haben hierzu die nachfolgende Geekbench-Vergleichsgrafik veröffentlicht.

Weitere Reviews können über die folgenden Links aufgerufen werden:
Und selbstverständlich gibt es auch zum iPhone 13 wieder eine ganze Reihe Video-Reviews, die ihr nachfolgend eingebettet findet.
"Die Reviews zum iPhone 13 sind da" vollständig lesen
Am Freitag gehen die neuen iPhone-Modelle nicht nur offiziell in den Verkauf, an diesem Tag werden auch die ersten Geräte an die Frühbesteller ausgeliefert. Insofern ist es spannend, dass auch in diesem Jahr wieder einige Tage zuvor die ersten Unboxing-Videos zu dem neuen Gerät auf YouTube auftauchen. Zu sehen ist darin die Auspack-Zeremonie eines goldfarbenen iPhone 13 Pro Max, bei der man auch einen Blick auf Apples neue, gänzlich plastikfreie Verpackung werfen kann. Das Gerät selbst weist bekanntermaßen ein dem iPhone 12 Pro Max sehr ähnliches Design mit kleineren Veränderungen, beispielsweise beim Notch und beim Kamerabuckel auf.
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Das traditionelle Review-Embargo für das iPhone 13 dürfte morgen von Apple aufgehoben werden, so dass wir dann weitere Eindrücke und Videos erwarten dürfen. Bereits erhältlich sind jedoch die offiziellen Schutzhüllen für das iPhone 13 von Apple. Und auch hierzu haben die Kollegen von AppleInsider bereits ein erstes Hands-On Video veröffentlicht. Darin spielen naturgemäß die neuen Farben und die größere Aussparung für die rückwärtige Kamera die Hauptrolle. Diese ist übrigens auch der Grund dafür, warum die Hüllen für das iPhone 12 nicht mehr auf die neuen Modelle passen.
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Auch der bekannte und in der Vergangenheit stets treffsichere Analyst Ming-Chi Kuo war unter den Experten, die mit ihren Vorhersagen zum zurückliegenden iPhone-Event vor allem in Sachen Apple Watch und AirPods 3 danebenlagen. Dennoch kann man ihn allein aus der Vergangenheit heraus auch nach wie vor als zuverlässige Quelle in Sachen Apple-Gerüchte bezeichnen. Kurz nach der Vorstellung des iPhone 13 blickt Kuo noch bereits in Jahr in die Zukunft und hat seinen Investoren heute seine Erwartungen an das iPhone 14 mitgeteilt (via MacRumors). So werden die Pro-Modelle der 2022er iPhone-Generation laut Kuo komplett auf den Notch am oberen Bildschirmrand verzichten und stattdessen auf eine "Hole-Punch"-Kameraaussparung setzen. Die Komponenten für die Face ID Kamera sollen sich dann direkt im Display befinden. Auch die Kamera wird offenbar weiter verbessert. So erwartet Kuo unter anderem auf der Rückseite ein neues 48-Megapixel Weitwinkelobjektiv.
Auch zu den anhaltenden Gerüchten zu einem Touch ID Sensor unter dem Display hat sich Kuo heute geäußert (via MacRumors). Seinen Informationen nach sollte man auch im kommenden Jahr hierauf nicht warten. Offenbar hat Apple in diesem Bereich noch eine Menge an Entwicklungsarbeit zu leisten, so dass mit der Technologie nicht vor 2023 zu rechnen ist.
Darüber hinaus wird Apple dem Analysten zufolge im Frühjahr kommenden Jahres ein neues iPhone SE mit 5G-Konnektivität auf den Markt bringen. das erste klappbare iPhone-Modell erwartet Kuo 2024.