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Offener Brief zur Akku-Thematik: Apple kündigt iOS-Update und Preisnachlass beim Akkutausch an

Das Thema Akku-Gesundheit und iPhone-Performance dürfte als eines der unrühmlichen Apple-Kapitel in die Geschichte des Jahres 2017 eingehen. Nun hat sich Cupertino noch einmal offiziell in einem offenen Brief zu der Thematik geäußert und darin Besserung vor allem in Sachen Kommunikation gelobt. Zudem hat Apple noch einmal wiederholt, dass man ältere Geräte nicht geplant ausbremst, um hierüber deren Lebenszeit zu verkürzen oder Nutzer zu einem Upgrade zu bewegen.

Als Schritte zur Linderung der Kritik wird in dem Brief zudem angekündigt, dass man in künftigen iOS-Updates detailliertere Informationen zum aktuellen Status des Akkus liefern und zudem den Preis für den Akkuaustausch bei iPhones für das gesamte Jahr 2018 von zuletzt 79,- auf 29,- US-Dollar senken wird. Dieser neue Preis ist ab Ende Januar gültig und wird bis Ende Dezember 2018 beibehalten. Er gilt für sämtliche Akkuaustausche außerhalb der Garantie bei einem iPhone 6 oder neueren Generationen.

Face ID kann nicht zur Freigabe von Käufen über die Familienfreigabe genutzt werden

In den vergangenen Tagen kamen, wohl auch durch das zu Weihnachten beliebte Verschenken von iTunes-Guthabenkarten, Meldungen auf, wonach Face ID auf dem iPhone X nicht genutzt werden kann, um Familieneinkäufe freizugeben. Stattdessen verlangt das Gerät hier die Eingabe des zu der jeweiligen Apple ID gehörenden Passwortes des Familienoberhaupts. Dabei steigt der Frust der Nutzer inzwischen stark an, wie die Kollegen von ArsTechnica mit Verweis auf einen umfangreichen Thread in Apples Supportforum hervorheben.

Ungewöhnlich erscheint dieses Vorgehen vor allem deswegen, weil es die Nutzer gewohnt waren, die Käufe von Kindern und anderen Familienmitgliedern auf älteren iPhones per Touch ID abnicken zu können. Der wahrscheinliche Grund ist schnell gefunden. So kommt einem natürlich automatisch die Meldung von vor einigen Wochen ins Gedächtnis, als ein 10-jähriges Kind in der Lage war, das Gerät seiner Mutter per Face ID zu entsperren. In der Tat weist Apple selbst auch darauf hin, dass es bei engen Familienmitgliedern in seltenen Fällen dazu kommen kann, dass ein "falsches Gesicht" von Face ID akzeptiert wird. Besonders Zwillinge sind hiervon betroffen.

Vermutlich hat sich Apple aus diesem Grunde dazu entschieden, die Familienfreigabe nicht an Face ID anzubinden. Im Jahr 2013 musste sich Apple dazu bereiterklären, 32 Millionen US-Dollar an Eltern zu zahlen, deren Kinder unauthorisierte In-App Käufe über ihre Geräte getätigt hatten. Vermutlich war Apple die Gefahr einer ähnlichen Geschichte nun zu groß. Ein offizielles Statement aus Cupertino gibt es allerdings bislang noch nicht.