Wenn es eine spürbare funktionale Neuerung beim diesjährigen iPhone geben sollte, dann erwarten diese Viele beim Kamerasystem. Passend hierzu haben die französischen Kollegen von nowhereelse.fr heuet Bilder veröffentlicht, die aus der chinesischen Zuliefererkette von Apple stammen sollen. Zu sehen sind darauf mutmaßliche Rückseiten für die diesjährigen iPhones, die deutliche Veränderungen bei den jeweiligen Kameras zeigen. Beim oben zu sehenden 4,7"-Modell ist so neben den neu angeordneten Antennenbändern eine deutlich größere und nach wie vor hervorstehende Kameralinse zu erkennen. Dies könnte (wenn die Bilder denn keine Fakes sind) auf den schon seit einigen Wochen gemunkelten verbesserten CMOS-Sensor hindeuten.

Die Kollegen von Engadget wollen zudem von ihrer Quelle beim chinesischen Reparaturspezialisten Rock Fix weitere Details erfahren haben. Zum einen soll demnach der 3,5 mm Klinkenstecker im diesjährigen Modell entgegen der bisherigen Annahme doch noch vorhanden sein. Zum anderen soll das 4,7"-Modell der diesjährigen iPhone-Generationen in zwei Varianten auf den Markt kommen, wobei eine das iPhone 6 ersetzen soll, während das High-End Modell im regulären Update-Zyklus liegt. Weitere Details hierzu konnten die Kollegen allerdings nicht in Erfahrung bringen.
Beim 5,5"-Plus-Modell deutet inzwischen immer mehr auf eine Dual Lens Kamera auf der Rückseite hin. So auch das neu gesichtete Foto, welches mutmaßlich die Rückseite des Geräts zeigen soll. Zu sehen ist die nun schon bereits bekannte ovale Kameraaussparung, in der die beiden Objektive nebeneinander Platz finden sollen.

Tja, was man davon halten soll, muss letztlich jeder selbst beurteilen. Auf dem chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo (via PocketNow) ist ein Dokument aufgetaucht, welches angeblich eine Preisliste für das für September erwartete diesjährige iPhone zeigen soll. Weniger interessant sind dabei allerdings die Preise, als vielmehr die Tatsache, dass die Liste neben einem "iPhone 7" und einem "iPhone 7 Plus" auch ein "iPhone 7 Pro" ausweist. Dieses wurde bereits vor einigen Monaten schon einmal gehandelt, als plötzlich Bilder von einem iPhone mit Smart Connector auf der Rückseite auftauchten. Seitdem hat man allerdings nicht mehr viel von diesem Gerücht gehört, weswegen es eigentlich als unwahrscheinlich gilt, dass Apple seine iPhone-Familie weiter diversifiziert.
Ebenfalls interessant ist, dass die Liste das sogenannte iPhone 7 auch in einer Variante mit 256 GB ausweist, welches zum Preis des iPhone 6s mit 128 GB angegeben wird. Auch diese Speicherplatzerhöhung auf erstmals 256 GB bei einem iPhone wurde in der Vergangenheit bereits diskutiert und als nicht unwahrscheinlich erachtet. Damit einhergehend würde das Einstiegsmodell künftig wohl mit 32 GB Speicher ausgestattet sein.

Mitte April hatte ich noch in einem Kommentar ein wenig provokant die Frage gestellt "Wer braucht eigentlich 3D Touch"? Anlass war ganz einfach die Tatsache, dass ich diese mit dem iPhone 6s eingeführte neue Funktion in der Tat so gut wie überhaupt nicht genutzt habe. Dies hat sich in den vergangenen knapp zwei Wochen nun geändert. Der Grund hierfür ist iOS 10, welches verschiedene neue Möglichkeiten einführen wird, die 3D Touch endlich wirklich nützlich machen. Und dies wirkt sich direkt an allen Ecken und Enden des Systems aus. Apple hat sich hier wirklich etwas einfallen lassen. Von der Möglichkeit, mit einem festen Druck auf das Homescreen-Icon jeder App diese anderen empfehlen zu können, bis zur Regulierung der Helligkeit der iPhone-Taschenlampe im Kontrollzentrum.
Einen sehr schönen Überblick über viele der neuen Möglichkeiten mit 3D Touch unter iOS 10 haben die Kollegen von MacRumors nun in einem Video festgehalten. Als kleine Vorfreude auf den Herbst:
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Inzwischen gehen die meisten Beobachter davon aus, dass das diesjährige iPhone nur marginale Änderungen am Design mit sich bringen wird. Konkret werden dabei immer wieder eine veränderte Position der Antennenstreifen und der Wegfall des 3,5 mm Klinkenanschlusses genannt. Nun gesellt sich aus Fernost eine weitere mutmaßliche Änderung hinzu. Den Informationen der japanischen Kollegen von Macotakara zufolge soll es nämlich auch Änderungen in der Position des Umgebungslichtsensors und bei der Breite des Hörermuschel-Lautsprechers geben. Erfahren haben möchte man dies von Zubehörherstellern, die die Produktion ihrer Displayschutzfolien entsprechend anpassen mussten. In diesem Zusammenhang erwähnen die Kollegen auch gleich noch einmal, dass die Plus-Version des diesjährigen iPhone über eine Dual-Lens Kamera und das 4,7"-Modell ebenfalls über einen leicht vergrößerten Sensor verfügen wird.
Auf den ersten Blick sicherlich keine bemerkenswerte Story, wäre da nicht vor ein paar Tagen das unten zu sehende Foto einer vermeintlichen Frontseite des diesjährigen iPhone aufgetaucht, bei dem das Hauptaugenmerk eigentlich auf einem angeblich virtuellen Homebutton lag. Ich hatte dies seinerzeit als Fake ins Reich der Fabel verwiesen. Schaut man sich allerdings den oberen Teil des Fotos an, findet man hier genau die im neuen Bericht erwähnte neue Position des Umgebungslichtsensors und eventuell auch einen leicht breiteren Schlitz für den Telefonlautsprecher. Vielleicht war das Bild von damals also doch gar nicht mal so sehr Fake wie erwartet.

Was die Spatzen eigentlich schon seit einigen Wochen von den Dächern pfeifen, bringt nun auch noch einmal das renommierte Wall Street Journal auf den Punkt. Apple wird beim diesjährigen iPhone zum zweiten Mal in Folge auf größere Veränderungen und Neuerungen verzichten und sich diese für das im kommenden Jahr anstehende zehnte Jubiläum seines Smartphones aufheben. Beide diesjährige Modelle werden weiterhin auf ein 4,7"- bzw. 5,5"-Display setzen und nur marginale Änderungen am Design aufweisen. Hierzu werden unter anderem die an die Ränder wandernden Antennenstreifen gehören, aber wohl auch der Wegfall des 3,5 mm Klinkenanschlusses. Dem Bericht des WSJ zufolge soll das diesjährige iPhone zudem weiter wasserdichter und evtl. ca. 1 mm dünner werden als sein direkter Vorgänger.
Angeblich möchte sich Apple ausreichend Zeit nehmen, um die neuen Technologien im 2017er iPhone vernünftig zu implementieren und damit einen mehr als großen Schritt nach vorne zu machen. Unter anderem könnte dann auch das bereits seit einiger Zeit erwartete Edge-to-Edge OLED-Display auf dem Programm stehen, in den dann auch der Touch ID Homebutton integriert sein soll.