Ein Bereich in dem Apple zuletzt die Kamera des iPhone stetig weiter verbessert hat ist das Fotografieren bei schlechten Lichtverhältnissen. Hierfür wurde mit dem iPhone 11 und iOS 13 unter anderem der sogenannte Nachmodus eingeführt, der automatisch schlechte Lichtverhältnisse erkannte und dazu passend die Belichtungszeit verlängerte. Inklusive der zugehörigen Software-Algorithmen war das iPhone so in der Lage, wirklich beeindruckende Bilder im Dunkeln zu knipsen. Kritisiert wurde allerdings, dass sich der Nachtmodus zwar bei jeder Aufnahme deaktivieren ließ, man dies jedoch nicht als Standardeinstellung hinterlegen konnte. Dies wird sich unter iOS 15 ab kommendem Monat ändern.
So findet man in den Einstellungen der aktuellen Beta bereits einen Schalter, der dafür sorgt, dass die letzte Einstellung für den Nachtmodus beibehalten wird und dieser nicht automatisch auf den automatischen Modus zurückspringt.

Schon seit einiger Zeit gibt es in der EU Bestrebungen, die Ladeanschlüsse von Smartphones auf einen einheitlichen Standard zu bringen. Hierdurch möchte man erstens eine Kompatibilität erzeugen und zweitens Elektroschrott durch diverse Kabel und Ladegeräte vermeiden. Diese Bestrebungen haben nun eine weitere Hürde genommen. Wie Reuters berichtet, wird die Europa-Kommission wohl im kommenden Monat ein Gesetz auf den Weg bringen, welches USB-C als verbindlichen Anschlussstandard für Smartphones festlegt. Alle in der EU verkauften Geräte müssen dann diesem Standard entsprechen. Während die meisten Android-Smartphones bereits auf USB-C setzen, dürfte Apple von der Regelung am meisten betroffen sein, da am iPhone nach wie vor der proprietäre Lightning-Anschluss zum Einsatz kommt.
In der Vergangenheit hatte Apple mehrfach gegen die gesetzliche Bestimmung argumentiert. Vor allem würde diese Innovationen verhindern und zweitens müssten iPhone-Nutzer auf den neuen Standard umsteigen, wodurch eher mehr als weniger Elektroschrott produziert werden würde. Dennoch dürfte Apple auf eine entsprechende Entscheidung vorbereitet sein. Denkbar wäre unter anderem die Dreingabe eines USB-C auf Lightning-Adapters um dem neuen Gesetz zu entsprechen. Andererseits hat Apple inzwischen auch Erfahrung mit USB-C als Lade- und Datenanschluss an seinen mobilen Geräten. Das iPad Pro setzt beispielsweise bereits seit einiger Zeit auf diesen Standard.
Um die vier bis fünf Wochen wird es wohl noch bis zum diesjährigen iPhone-Event dauern. Spätestens dann wissen wir, ob sich sämtliche bislang gehandelten Gerüchte zu neuen Funktionen und Spezifikationen auch tatsächlich bewahrheiten. Wirklich viel Neues haben zu den bereits kursierenden Informationen auch die Marktforscher von TrendForce nicht beizusteuern. Dennoch sei ihr aktueller Bericht zu dem Thema kurz erwähnt. Auf Basis von Infoormationen aus der Zuliefererkette will TrendForce erfahren haben, dass mit der einen oder anderen bemerkenswerten technischen Weiterentwicklung beim iPhone 13 zu rechnen ist. So wird der erwartete A15-Chip wohl in der Tat im 5nm+ Verfahren gefertigt, was einen weiteren Leistungssprung bei geringerem Energiebedarf verspricht. Ebenfalls bereits gehandelt wurde die Ausweitung von mmWave 5G für weitere Länder. Beim iPhone 12 war diese schnellere der beiden 5G-Technologien noch rein dem US-amerikanischen Markt vorbehalten. Auch nach den Informationen von TrendForce ist es den Apple-Zulieferern gelungen, ihre Komponenten kleiner zu produzieren, was mehr Platz für einen größeren Akku schaffen soll.
Preislich erwartet TrendForce beim iPhone 13 keine Änderungen gegenüber dem iPhone 12. Die Analysten erwarten die Ankündigung wie eingangs erwähnt Mitte September mit einem kurz darauf folgenden Verkaufsstart. Wie sagt man so schön? Im Westen nichts Neues...
Die Fertigungstechnologien von Prozessoren und weiteren Chips werden immer ausgefeilter, was zu immer energiesparender und gleichzeitig leistungsfähigerer Hardware führt. Dies gilt zunehmend auch für die von Apples Fertigungspartner TSMC gefertigten Chips, was auch einer der Gründe dafür war, warum sich Apple von seinem bisherigen Prozessorlieferanten Intel trennte und künftig auf selbstdesignte Prozessoren für den Mac setzt. Während die aktuell eingesetzten Chips noch im 5nm Verfahren gefertigt werden, könnten bereits ab 2022 iPhones und Macs mit Prozessoren bestpckt sein, die im 3nm Verfahren gefertigt wurden. Die Massenproduktion dieser Chips soll bei TSMC in der zeiten Hälfte des kommenden Jahres beginnen. Damit wäre der nächste Meilenstein nur zwei Jahre nachdem man den 5nm Prozess einführte erreicht. (via MacRumors)
Die Vorstellung der neuen iPhone-Generation dürfte in vier bis fünf Wochen erfolgen und man hat auch in diesem Jahr wieder das Gefühl als würde man die meisten Neuigkeiten bereits jetzt schon wissen. Heute nun legt aber der Kollege Mark Gurman von Bloomberg noch einmal nach und berichtet über ein paar weitere Neuerungen für die Kamer, die vor allem die ambitionierteren Nutzer freuen dürften. Demnach soll mit dem Herbst auch ein Porträtmodus für Videos Einzug auf dem iPhone halten. Dabei soll dann ähnlich wie bei unbewegten Bildern der Hintergrund leicht verwaschen dargestellt und somit das Hauptmotiv in den Mittelpunkt gerückt werden. Intern soll die Funktion auf den Namen "Cinematic Video" getauft worden sein.
Neben dem Porträtmodus für Videos sollen die bewegten Bilder künftig auch in "ProRes" also einer verlustfreien Auflösung aufgezeichnet werden können. Apple hatte mit dem iPhone 12 Pro bereits ProRaw für Fotos eingeführt. Gurman berichtet, dass auch ProRes wohl ausschließlich den beiden erwarteten Pro-Modellen des iPhone 13 vorbehalten sein wird.
Speziell für Fotos soll es künftig möglich sein, die bereits vorhandenen Filter nicht nur auf das gesamte Bild anzuwenden, sondern spezielle Bereiche hierfür auswählen zu können. Zudem soll Apple dies auch automatisiert anbieten, dann natürlich auf Basis von Maschinenlernen und dem Erkennen von Objekten auf dem Bild. Selbstredend würde dies aus Datenschutzgründen ausschließlich durch Technologien lokal auf dem Gerät geschehen.
Über die neuen Funktionen für die Kamera hinaus bestätigt Gurman auch noch einmal, dass das iPhone 13 mit einem schnelleren A15-Chip, einem kleineren Notch und einem neuen Display mit 120Hz Bildwiederholrate ausgestattet sein wird.
Apple scheint auch in diesem Jahr wieder eine hohe Nachfrage nach dem neuen iPhone bevorzustehen. Wie aus einer Umfrage von SellCell hervorgeht, planen nämlich bis zu 44% der aktuellen iPhone-Nutzer ein Upgrade auf das iPhone 13. Hinzu gesellen sich dann natürlich auch noch die sogenannten Switcher, also Nutzer, die von anderen Marken auf das iPhone wechseln. Von den genannten 44% planen aktuell 38,2% den Kauf des erwarteten 6,1" ?iPhone 13? Standard-Modells, 30,8% den Kauf des 6,7" iPhone 13? Pro Max, 24% den Kauf des 6,1" ?iPhone 13? Pro und lediglich 7% den des iPhone 13 mini, welches wohl eine letzte Auflage erfahren wird.
In der Umfrage unter 3.000 iPhone-Nutzern über 18 Jahren in den USA ging es auch um die beliebtesten neuen Funktionen, auch wenn es sich bei diesen aktuell lediglich um Gerüchte handeln. 22% der Umfrageteilnehmer freuen sich demnach auf das ProMotion-Display mit einer Bildwiederholrate von 120H, 18,2% hoffen auf einen Touch ID Sensor unter dem Display. Weitere 16% hoffen auf ein Always-On Display, während 10,9" einen kleineren Notch als großes Kaufargument ansehen würden. Auf jeweils weniger als 5% kommen die erwarteten neuen Farben, der schnellere A-Serien Chip, Reverse-Charging oder auch die Integration von Wi-Fi 6E.
Das neue iPhone dürfte auch in diesem Jahr wieder das Highlight in Apples Herbst-Produktfeuerwerk werden. So gaben interessanterweise 72,7 der Umfrageteilnehmer an, dass sie kein Interesse am Kauf einer Apple Watch Series 7 haben. Sogar 87,1% haben kein Interesse an der dritten Generation der ?AirPods?.
Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass sich offenbar verschiedene Behörden und Regierungen die sogenannte Pegasus-Software der israelischen Sicherheitsfirma NSO Group besorgt haben, um sie dafür einzusetzen, zahlreiche Journalisten, Aktivisten und Regierungskritiker auszuspionieren und zu verfolgen. Auch iPhones waren von der durch die Software ausgenutzte Sicherheitslücke betroffen. Apple hat sie kürzlich mit der Veröffentlichung von iOS/iPadOS 14.7.1 und watchOS 7.6.1 behoben, was aber nicht bedeutet, dass künftig nicht eine weitere Lücke gefunden werden könnte, die auch iPhones, iPads und Apple Watches wieder angreifbar macht.
Grundsätzlich muss man sich als Otto-Normal-Benutzer wohl keine größeren Gedanken über einen möglichen Angriff auf die eigenen Geräte machen. So waren vor allem Aktivisten, Journalisten und Politiker Ziel der Angriffe von autoritären und totalitären Regime. Möchte man sein iPhone dennoch gerne mal zwischendurch auf Herz und Nieren testen, bietet sich hierfür ab sofort umso mehr die ohnehin bereits empfehlenswerte Mac- und PC-Anwendung iMazing an. In der nun verfügbaren Version 2.14 haben die Entwickler nämlich eine Erkennung von Spyware wie Pegasus auf Basis des Mobile Verification Toolkit von Amnesty International integriert, die sich auch in der kostenlosen Demoversion nutzen lässt. Vorbildlich dabei: Die Analyse des Geräts findet vollständig lokal statt, so dass keine Daten auf irgendwelche Server übertragen werden müssen. Alle Infos haben die Entwickler in einem zugehörigen Blog-Eintrag veröffentlicht.

Ich hatte es an anderer Stelle bereits erwähnt, dass wir uns wohl (zumindest in der näheren Zukunft) von der Hoffnung verabschieden müssen, dass die Akkus in Smartphones signifikant länger halten als sie dies momentan tun. Zwar werden die Akku-Kapazitäten durchaus von Generation zu Generation erhöht, allerdings werden diese Zugewinne in der Regel nicht dazu verwendet, die Laufzeit zu erhöhen, sondern dafür, sie nicht zu verringern, was durch immer neue, stromfressende Funktionen der Fall wäre. Insofern dürften auch Apples aktuelle Pläne keinen Quantensprung bedeuten.
So berichten die Kollegen der DigiTimes, dass Apple plant, für kommende iPhones, iPads und MacBooks kleinere Komponenten zu nutzen, um hierdurch mehr Platz in den Geräten für größere Akkus zu schaffen. Vor allem sollen dabei bei den Chips sogenannte "Integrated Passive Devices" (IDP) zum Einsatz kommen, die bei steigender Leistung dennoch in immer kleineren Bauformen produziert werden können. Zwar geht der Bericht nicht näher darauf ein, um welche Chips es sich konkret handeln soll, allerdings habe Apple erst kürzlich einen neuen Fertigungsprozess nach diesem Verfahren bei seinem Chip-Fertiger TSMC für neue iPhones und iPads abgesegnet.
Auswirkungen könnten evtl. bereits beim iPhone 13 zu sehen sein, welches gerüchtehalber über größere Akkus verfügen und dadurch insgesamt auch leicht dicker werden sollen. Die dadurch gewonnene Kapazität dürfte dann aber vor allem durch das erwartete ProMotion-Display mit variabler Bildwiederholrate aufgefressen werden. Zudem könnte das Display auch mit einer Always-On Funktionalität ausgestattet sein, was ebenfalls am Akku saugen würde.