Wir blicken noch einmal nach China. Der dortige Smartphone-Markt wurde Anfang des Jahres von Apple CEO Tim Cook hauptverantwortlich für die zuletzt eher schwächelnden iPhone-Verkäufe und damit auch den geringer als erwarteten Umsatz im vierten Quartal 2018 gemacht. Die Marktanalysten von IDC (via 9to5Mac) haben diese Aussage nun zum Anlass genommen, um sich den chinesischen Markt einmal genauer anzusehen. Auf Basis der Zahlen von IDC sind die iPhone-Verkäufe in China doppelt so stark geschrumpft, wie der gesamte Smartphone-Markt. Konkret gingen die iPhone-Verkäufe um knapp 20% zurück, während der Gesamtmarkt um 9,7% nachgab.
Apple war mit dem iPhone vor allem auch deswegen so stark betroffen, weil der Preis des Geräts deutlich höher liegt als der bei der Konkurrenz. Schlimmer noch, man machte in Cupertino den Fehler, den Preis mit der letzten iPhone-Generation noch weiter anzuheben. Auch die Analysten-Kollegen von Canalys stützen diese Theorie, wie Bloomberg berichtet. Während auch der chinesische Konkurrent Xiaomi strauchelte, reagierte man dort besser und brachte mit Redmi eine eigene, unabhängige Marke an den Start, mit der man sich der Entwicklung anpasste. Dies brachte inzwischen übrigens auch wieder die zuletzt leicht abgeebbte Diskussion um ein mögliches iPhone SE 2 in Schwung, welches, ausgestattet mit einem günstigen Preis ein Ansatz für China sein könnte.

Nachdem Apple beim iPad Pro im vergangenen Jahr vom Lightning-Anschluss auf USB-C gewechselt ist, wird immer mal wieder spekuliert, ob man diesen Weg über kurz oder lang nicht auch beim iPhone gehen wird. Letzte Gerüchte sprachen davon, dass Apple über diesen Schritt intern zumindest nachgedacht haben soll. Die japanischen Kollegen von
MacOtakara berichten nun jedoch, dass dies im aktuellen Jahr noch nicht geschehen wird und Apple bei der 2019er iPhone-Generation den Lightning-Anschluss beibehalten wird. Vor allem Kostengründe sollen hierfür ausschlaggebend gewesen sein. Darüber hinaus soll Apple auch das aktuelle 5 Watt Ladegerät in diesem Jahr beibehalten, der nicht die Schnelladefunktion des Geräts unterstützt. Auch das Lightning-auf-USB-A Kabel und die EarPods mit Lightning-Anschluss wird man weiterhin im Lieferumfang finden.
Apple setzt seine Strategie fort, vor allem die Möglichkeiten der Kamera in seinen aktuellsten iPhone in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. So wurde in der vergangenen Nacht erneut ein Video auf den hauseigenen YouTube-Kanal hochgeladen, in dem das neue Depth Control Feature des iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR thematisiert wird. Unter dem Titel "The Backdrop" zeigt das Video die Funktion in Aktion am Beispiel eines Fotos von einer Frau auf einer belebten Straße. Der unruhige Hintergrund wird dann per Depth Control verwaschen, wodurch die Frau deutlich präsenter in den Vordergrund tritt.
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Es ist ein offenes Geheimnis, dass Apple seine internen Bemühungen verschärft, möglichst viele der in den iPhones, iPads und Macs verbauten Chips im eigenen Hause zu entwickeln. Nachdem man bereits verschiedene Chips in dieser Strategie selbst designt hat, angefangen bei den A-Serien SoCs im iPhone und iPad, sollen künftig auch eigene Modems für diese Geräte in Cupertino entwickelt werden. Nicht ganz unschuldig dürfte hieran auch die verfahrene Situation mit dem langjährigen Modem-Lieferanten Qualcomm sein, mit dem man sich inzwischen in mehreren Gerichtsverfahren befindet. Zwar hat Intel inzwischen die Lieferung der Modems übernommen, Apple möchte aber vermutlich einfach seine Abhängigkeiten von den Zulieferen minimieren.
Wie Reuters nun berichtet, treibt Apple die Modem-Entwicklung nun deutlich voran und hat ein entsprechendes Team zusammengestellt, welches dies unter der Leitung von Johny Srouji übernehmen soll. Srouji war Gerüchten zufolge kürzlich auch einer der Kandidaten für den vakanten Posten des CEO bei Intel, hat sich jedoch für einen Verbleib bei Apple entschieden. Erste Erfolge könnten möglicherweise bereits im kommenden Jahr sichtbar werden, wenn Apple gerüchtehalber das erste 5G-iPhone auf den Markt bringen wird. Allerdings ist unklar, ob die eigene Modem-Entwicklung bis dahin schon soweit fortgeschritten ist, dass man tatsächlich bereits eigene Chips verbauen kann.
Kurz vor Weihnachten hatte das Landgericht München ein teilweises Verkaufsverbot für das iPhone verhängt und damit Qualcomm in einem Rechtsstreit um Patentverletzungen Recht gegeben. Betroffen von dem Verbot sind nach wie vor das iPhone 7 und das iPhone 8. Um die beiden Geräte in Zukunft auch hierzulande wieder anbieten zu können, scheint Apple nun Veränderungen an der Hardware vorzunehmen, wie WinFuture mit Verweis auf eine entsprechende Entdeckung durch Foss Patents berichtet. Demnach plant Apple offenbar eine leicht modfizierte Version von iPhone 7 und iPhone 8 für den deutschen Markt, welches die von Qualcomm beanstandeten Patente nicht berührt.
In dem fraglichen Fall ging es um Modem-Chips von Intel, in denen ein Teil des Apple-Zulieferers Qorvo verbaut ist. Gegen das Design dieses kleinen Bauteils hatte Qualcomm eigene Patentrechte geltend gemacht. Offenbar denkt Apple darüber nach, dieses beanstandete Design gegen ein neues auszutauschen. In jedem Fall würde Apple auf diese Weise gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Erstens könnten das iPhone 7 und das iPhone 8 in Deutschland wieder in den Verkauf gehen und zweitens müsste Apple nicht einmal mehr Lizenzgebühren an Qualcomm zahlen.
Es hat inzwischen schon beinahe Tradition, dass Apple zu den teilweise sehr beeindruckenden Vidoes, die man auf dem hauseigenen YouTube-Kanal veröffentlicht, auch ein "Behind the Scenes" Video veröffentlicht, in dem man darauf eingeht, wie die in der Regel auf einem iPhone oder iPad erzeugten Effekte und Bilder entstanden sind. So ist es auch nun wieder der Fall bei dem kürzlich veröffentlichten, "Shot on iPhone" Video zum chinesischen Neujahrsfest. In dem nun erschienenen "Behind the Scenes" Video zu dem Clip zeigt Apple vor allem den Einsatz von Smart HDR, wobei der chinesische Regisseur Zhangke erklärt, wie er die Funktion einsetzt, um bestimmte Scenen hervorzuheben oder auch Schatten effektvoll einzusetzen.
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Der Februar beginnt erneut erfreulich für alle Mobilfunkkunden bei der Telekom. Diesen schenkt der Magenta-Konzern, wie auch schon mehrfach in den vergangenen Monaten, erneut ein zusätzliches Datenvolumen in Höhe von 300 MB. Dies ist zwar nicht weltbewegend, aber eben dennoch eine nette Geste, die man sicherlich gerne annimmt. Um das Geschenk in Anspruch nehmen zu können, reicht es aus, die MagentaSERVICE-App (kostenlos im AppStore) zu öffnen und direkt auf dem Startbildschirm den entsprechenden Button zu betätigen. Ist dies geschehen, werden zunächst die geschenkten 300 MB verbraucht, ehe die Telekom wieder auf das im Vertrag verbliebene Volumen umschaltet.

Apple hat ein China-Problem, soviel sollte inzwischen feststehen. Nun wagen sich ein paar ehemaliger Apple-Manager aus der Deckung und machen einen interessanten Vorschlag. So sollte Apple ein iPhone speziell für den chinesischen Markt entwickeln. Einen leichten Schritt in diese Richtung hatte man bereits beim iPhone XS getätigt, indem man erstmals in einem iPhone mit Dual-SIM Funktionalität ausgestattet hat, ein Feature, welches in China extrem beliebt ist. Auch am Preis hat man zuletzt geschraubt, was jedoch im Endeffekt nicht genug sein könnte, wie verschiedene ehemalige Apple-Manager gegenüber dem Wall Street Journal erklären.
So wird Carl Smit, ein ehemaliger Apple Retail-Manager Asien in Bezug auf die in China extrem populären günstigen Geräte in Kombination mit dem allgegenwärtigen WeChat mit den Worten zitiert:
"They’re not adapting quick enough. These apps and systems are how people communicate in China, and if you don’t have seamless integration, the Chinese manufacturers have an edge".
Verschiedene andere ehemalige Mitarbeiter aus dem asiatischen Raum stimmen in diesen Tenor mit ein. Man halte in Cupertino zu sehr an seiner Strategie, dass jedes Apple-Produkt für jeden Markt passen würde, zu sehr fest. Auch die angesprochene Einführung der Dual-SIM Funktionalität wird dabei als Beispiel genannt, dass Apple deutlich zu schnell auf diesen sehr speziellen Markt reagiert. Mehr als 90% der in China verkauften Smartphones arbeiten mit zwei physischen SIM-KArten. Apple brauchte jedoch Jahre, um dies auch im iPhone anzubieren.
Ein weiteres Beispiel seien QR-Codes. Diese werden überall in der in China extrem populären WeChat-Bezahlfunktion eingesetzt. Die iPhone-Kamera hingegen versteht sich hierauf nativ erst seit dem vergangenen Jahr. Gerade WeChat wird von chinesischen Nutzer für beinahe alles eingesetzt, vom mobilen Bezahlen, über das Telefonieren und Messaging bis hin zu einem eigenen AppStore. In Kürze wird der Dienst zudem eine größere Überarbeitung erfahren, die für Apple abermals als größere Gefahr darstellen soll, da sie die Nutzer weiter in das WeChat-Ökosystem bindet. Es wird also Zeit für Apple, sich zu bewegen.