Skip to content

Apple CEO Tim Cook im Interview: iPhone-Preissenkungen in China eine Option

Apple CEO Tim Cook führte kürzlich ein Interview mit NPR, in dem er unter anderem auch auf den weiterhin schwelenden Handelskonflikt zwischen China und den USA und mögliche Preissenkungen beim schwächelnden iPhone im Reich der Mitte einging. Während erste Preissenkungen bereits indirekt durchgeführt wurden, stellte Cook weitere dieser Maßnahmen in Aussicht. Angesprochen auf eine bessere Preisgestaltung in Anlehnung an die US-Preise antwortete Cook knapp, aber vielsagend: "We’ll see how that works out for us."

Die USA und China haben noch bis zum 01. März Zeit, um sich im aktuellen Handelsstreit, in dem es vor allem um den Schutz von Urheberrechten geht, zu einigen. Gelingt dies nicht,  hat die Trump-Regierung angedroht, Importzölle in Höhe von 25% auf verschiedene Waren durchzusetzen. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die Reaktion Chinas hierauf vor allem auch Apple treffen dürfte. Das Unternehmen hatte bereits in den vergangenen Monaten damit begonnen, Vorkehrungen hiergegen zu treffen und unter anderem Produktionsstätten außerhalb Chinas aufzubauen. Tim Cook glaubt jedoch nach wie vor daran, dass sich beide Seiten einigen werden, da niemand ernsthaft Interesse daran haben könne, den Streit eskalieren zu lassen.

iPhone-Verkäufe schrumpften in China doppelt so stark wie der gesamte Smartphone-Markt

Wir blicken noch einmal nach China. Der dortige Smartphone-Markt wurde Anfang des Jahres von Apple CEO Tim Cook hauptverantwortlich für die zuletzt eher schwächelnden iPhone-Verkäufe und damit auch den geringer als erwarteten Umsatz im vierten Quartal 2018 gemacht. Die Marktanalysten von IDC (via 9to5Mac) haben diese Aussage nun zum Anlass genommen, um sich den chinesischen Markt einmal genauer anzusehen. Auf Basis der Zahlen von IDC sind die iPhone-Verkäufe in China doppelt so stark geschrumpft, wie der gesamte Smartphone-Markt. Konkret gingen die iPhone-Verkäufe um knapp 20% zurück, während der Gesamtmarkt um 9,7% nachgab.

Apple war mit dem iPhone vor allem auch deswegen so stark betroffen, weil der Preis des Geräts deutlich höher liegt als der bei der Konkurrenz. Schlimmer noch, man machte in Cupertino den Fehler, den Preis mit der letzten iPhone-Generation noch weiter anzuheben. Auch die Analysten-Kollegen von Canalys stützen diese Theorie, wie Bloomberg berichtet. Während auch der chinesische Konkurrent Xiaomi strauchelte, reagierte man dort besser und brachte mit Redmi eine eigene, unabhängige Marke an den Start, mit der man sich der Entwicklung anpasste. Dies brachte inzwischen übrigens auch wieder die zuletzt leicht abgeebbte Diskussion um ein mögliches iPhone SE 2 in Schwung, welches, ausgestattet mit einem günstigen Preis ein Ansatz für China sein könnte.