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FBI-Direktor bezeichnet Verschlüsselung von mobilen Geräten als großes Problem

Es ist wie so oft die Grätchenfrage zwischen der Privatsphäre der einzelnen Nutzer und der Sicherheit der Gesellschaft. Da wo Sicherheitsbehörden gerne mehr Zugriff auf Smartphones, Messenger und ähnliches hätten, versuchen die Anbieter, diese Produkte so sicher wie möglich zu gestalten, um den Anforderungen der Nutzer gerecht zu werden. Auf welcher Seite das FBI dabei steht, dürfte klar sein. Einem aktuellen Bericht der Associated Press zufolge war man dort in den vergangenen elf Monaten erfolglos beim Versuch, Daten von 6.900 mobilen Geräten wiederherzustellen, aus denen man sich nützliche Hinweise für die Strafverfolgung erhoffte.

Diese Zahl nannte FBI Director Christopher Wray persönlich bei der jährlichen Konferenz der International Association of Chiefs of Police am vergangenen Sonntag. Dabei handelte es sich um etwa die Hälfte der vom FBI sichergestellten Geräte. Der FBI Direktor bezeichnet dies als "huge, huge problem", welches sämtliche Breiche der Strafverfolgung betreffe. Wray ging nicht weiter darauf ein, bei wievielen der genannten Geräte es sich um solche aus Cupertino handelte. Dass Apple und das FBI aber zwei grundsätzlich unterschiedliche Positionen vertreten, ist nicht erst seit der gerichtlichen Auseinanderdetzung zum San Bernadino iPhone klar.

Absätze des iPhone 8 bleiben offenbar deutlich hinter den vergangenen Jahren zurück

Noch immer ranken sich Spekulationen und Mythen um die tatsächlichen Verkaufszahlen, die wohl erst mit Apples Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen in der kommenden Woche ein vorläufiges Ende finden werden. Schenkt man jedoch den Zahlen von Consumer Intelligence Research Partners (via MacRumors) Glauben, sollen das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus ca. 16% der gesamten iPhone-Verkäufe im Zeitraum Juli bis September ausgemacht haben. Damit lägen die beiden Geräte im selben Bereich, in dem sich in den Jahren zuvor die s-Modelle des iPhone befanden, teilweise sogar leicht darunter. Im Jahr 2015 kam beispielsweise das iPhone 6s auf einen Anteil von 24%.

Bei der Aufteilung unter den Modellen schneidet die größere Variante deutlich besser ab. Während das iPhone 8 auf 6% kommt, sind es beim iPhone 8 Plus 10%. Zum Vergleich: Das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus machten einen Anteil von 43% der iPhone-Verkäufe im selben Zeitraum des vergangenen Jahres aus. Im Jahr 2014 waren es beim iPhone 6 und iPhone 6 Plus sogar 46%.

Nach wie vor steht all dies natürlich unter dem Eindruck des anstehenden Verkaufsstarts des iPhone X, auf das eine größere Anzahl der iPhone-Interessenten in diesem Jahr warten dürfte.

Apple und Google sorgen für Wiederherstellung der Mobilfunkversorgung in Puerto Rico

Puerto Rico wurde vor einigen Wochen hart von mehreren Hurrikans getroffen, was unter anderem dazu führte, dass das Land seither so gut wie ohne Mobilfunknetz dasteht. Um dieses Problem zu beheben, haben sich nun Apple und AT&T zusammengetan, um das provisorische und noch nicht lizensierte LTE Band 8 in dem Land zu aktivieren, wie TechCrunch berichtet. Bei dem angesprochenen LTE-Standard handelt es sich um ein 900Mhz-Band mit einer verbesserten Reichweite, welches in der Lage ist, auch weiter entfernte Sendemasten zu nutzen. Es ist nutzbar mit einem iPhone 5c oder neuer und mindestens iOS 11. Ebenfalls benötigt werden spezielle Netzbetreibereinstellungen, die Apple bereits zum Download bereitgestellt hat.

Sind die Anforderungen erfüllt, können sich die iPhones per Band 8 mit LTE-Sendemasten verbinden und wieder am Mobilfunk teilnehmen. Darüber hinaus hat Google diverse seiner Project Loon Ballons bereitsgestellt, die aus der Luft Zugang zum Mobilfunknetz bereitstellen. Auf diese Weise können Familien wieder in Kontakt treten und eine bessere Koordination der Hilfe gewährleistet werden.

iPhone X: Apple lädt Teilnehmer am iPhone Upgrade-Programm zu Vorbereitungen ein

Teilnehmer am iPhone Upgrade-Programm haben von Apple in den vergangenen Stunden eine E-Mail erhalten, in der sie dazu eingeladen werden, bereits ab kommendem Montag, dem 23. Oktober (und damit vier Tage vor dem eigentlichen Verbestellstart) bereits die Vorbereitungen für eine mögliche Bestellung des iPhone X zu treffen (via MacRumors). Während sich hierdurch kein direkter Vorteil bei der First-Come-, First-Serve- Abwicklung am 27. Oktober sichern lässt, haben die Teilnehmer so bereits die Möglichkeit, vorab ihre Berechtigung zum Upgrade und ihre Kreditfähigkeit überprüfen zu lassen, um den eigentlichen Bestellprozess um genau diese Aspekte zu verkürzen und damit zu beschleunigen.

Interessierte Teilnehmer des Programms, über das man alle 12 Monate auf das neueste iPhone-Modell umsteigen kann, können das Angebot ab kommendem Montag über eine zugehörige Webseite oder über die Apple Store App auf dem iPhone oder iPad in Anspruch nehmen. In Deutschland steht das iPhone Upgrade-Programm aktuell nicht zur Verfügung.

Min-Chi Kuo: Lediglich 2 bis 3 Millionen iPhone X stehen zum Verkaufsstart zur Verfügung

Heute in einer Woche beginnt die von vielen heiß ersehnte Vorbestellphase für das iPhone X. Grund genug für den KGI Securities Analysten Ming-Chi Kuo, seine aktuellen Erwartungen und Informationen zu veröffentlichen. Demnach werden die Lieferengpässe bei den Komponenten für die TrueDepth-Kamera schon bald der Vergangenheit angehören und sich die Liefersituation des Geräts verhältnismäßig schnell entspannen. Allerdings wird es wohl speziell zum Verkaufsstart ein reines Glücksspiel werden, ob man ein Exemplar ergattern kann oder nicht. Während Kuo seine Erwartung für das gesamte Jahr 2017 von 30 bis 35 Millionen auf 25 bis 30 Millionen Einheiten gesenkt hat, sollen zum Verkaufsstart in zwei Wochen gerade einmal 2 bis 3 Millionen Geräte zur Verfügung stehen. Spätestens im ersten Quartal 2018 soll sich diese Situation dann jedoch entspannen. (via MacRumors)

Wenig überraschend: Apple senkt die Produktionszahlen von iPhone 8 und iPhone 8 Plus

Dass sich die Verfügbarkeit des iPhone X nicht unbedingt positiv auf die Absatzzahlen des iPhone 8 und iPhone 8 Plus auswirken wird, dürfte jedem klar sein. Auch wenn ich persönlich es für eine gute Idee halte, dass Apple ein iPhone mit klassischem Homebutton im Programm behält, dürfte das beinahe rahmenlose iPhone X für viele potenzielle Kunden deutlich interessanter sein. Logisch, dass dies auch Apple bewusst ist und man die Produktionszahlen entsprechend steuert. So berichtet Reuters auf Basis von Informationen der Economic Daily News, dass Apple seine Zulieferer angewiesen hat, die Produktion des iPhone 8 und iPhone 8 Plus für den November und Dezember dieses Jahres um knapp 50% zu senken.

Während dies aus meiner Sicht wie gesagt keine Überraschung darstellt, kommen jedoch unter anderem an der Börse bereits Befürchtungen auf, dass die Verkaufszahlen von iPhone 8 und iPhone 8 Plus schlechter seien als bislang erwartet. Klarheit wird in diesem Punkt wohl erst am 02. November herrschen. Für den Tag vor dem offiziellen Verkaufsstart des iPhone X hat Apple nämlich die Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen angesetzt, in die auch erstmals das iPhone 8 mit eingehen wird.

Verfügbarkeit des iPhone X könnte sich schneller verbessern als befürchtet

Vor allem die Produktionsschwierigkeiten bei einzelnen Komponenten der TrueDepth-Kamera des iPhone X haben dazu geführt, dass das Gerät zum Verkaufsstart in zweieinhalb Wochen wohl nur in extrem begrenzter Stückzahl zur Verfügung stehen wird. Einem aktuellen Bericht zufolge sollen sich die Ausschusszahlen jedoch in letzter Zeit spürbar verbessert haben, was dazu führen soll, dass die Zulieferer die Produktionsvorgaben für das laufende Jahr doch noch erreichen werden, wie die DigiTimes berichtet. Dieser Bericht steht demnach im Widerspruch zu den meisten Meldungen, die von deutlich weniger ausgelieferten Geräten sprechen, als Apple dies zunächst geplant habe.

Insofern sind dies möglicherweise gute Neuigkeiten für das Weihnachtsgeschäft. Während der Verkaufsstart wohl wie erwartet von Lieferengpässen geprägt sei wird, dürfte die sich Verfügbarkeit sich nun doch schneller verbessern als zunächst befürchtet. Zumindest dann, wenn sich der Bericht bewahrheiten sollte.

Smartphone-Markt: Apple offenbar kurz vor Verlust von Platz 2 an Huawai

Vor allem im asiatischen Raum ist der Elektronikhersteller stark auf dem Vormarsch, was die Marktanteile bei den Smartphones betrifft, den aktuell noch Samsung und Apple dominieren. Mit IDC (via CNBC) hat nun das erste namhafte Analysunternehmen vorhergesagt, dass Huawai möglicherweise noch in diesem, spätestens aber im kommenden Jahr überholen und von Platz zwei der Smartphone-Hersteller verdrängen wird. Aktuell kommen die Chinesen auf einen Marktanteil von 11,3%, während Apple bei 12% liegt.

Ähnlich wie Apple mit dem A11 Bionic Chip hat auch Huawai einen Chip für künstliche Intelligenz vorgestellt und geht fest davon aus, dass der hauseigene Kirin 970 Chip den von Apple in den Schatten stellen wird. Während IDC glaubt, dass der Wechsel auf Platz zwei der Smartphone-Hersteller von längerer Dauer sein wird, sehen andere Beobachter einen eher temporären Wechsel, bis die Verkäufe des iPhone 8 und iPhone X ihre Auswirkungen zeigen. Auch Samsung sollte sich seiner Position nicht zu sicher sein.

Wirklich beunruhigen dürfte der Bericht in Cupertino aber wohl niemanden. Obwohl man nicht annähernd so viele Geräte verkauft, wie beispielsweise Samsung (und bald wohl auch Huawai), streicht Apple nach wie vor beinahe 80% der Gewinne auf dem gesamten Smartphone-Markt ein.