Selbstverständlich lag der Fokus der gestrigen Veranstaltung vor allem auf den neuen iPhones. Aber auch die Apple Watch Series 3 sorgte für durchaus offene Münder. Grund hierfür ist natürlich vor allem die neue LTE-Konnektivität der Smartwatch. Damit dürfte Apple die Position als Marktführer nicht nur zementieren, sondern weiter ausbauen. Und das vor dem Hintergrund, dass man bereits jetzt der größte Uhrenhersteller der Welt ist. Direkt nach dem Event hatten die ersten anwesenden Kollegen bereits die Gelegenheit, die neue Apple Watch unter die Lupe zu nehmen und ihre Eindrücke zu schildern.
So berichten die kollegen von The Verge, dass die Apple Watch Series 3 natürlich zunächst einmal große Ähnlichkeit mit den vorherigen beiden Generationen aufweist. Dies resultiert in erster Linie aus der seit der ersten Generation unveränderten Optik der Smartwatch. Lediglich minimal dicker musste sie Apple machen, um den LTE-Chip unterzubringen. Zudem hat sie an diesen Modellen die digitale Krone mit einem roten Punkt versehen.Während Apple ankündigte, dass die 3. Generation der Watch über dieselbe Akkulaufzeit verfügt wie die Apple Watch Series 2. The Verge ist hier zwar skeptisch, in der Vergangenheit hat Apple die Laufzeiten aber stets sehr akurat angegeben. Generell sind die Kollegen nur vorsichtig begeistert und sehen noch keinen "Game Changer". Die Frage ist natürlich, ob die Leute wirklich a la Knight Rider mit ihrem Handgelenk sprechen wollen. Mich persönlich nervt es schon, wenn Menschen durch die Gegend laufen und per Freisprech telefonieren.
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Engadget hingegen bewertet das Festhalten an dem altbekannten Design sogar positiv. Hierdurch behält die Watch nämlich ganz nebenbei ihre Kompatibilität zu sämtlichen Armbändern. Am Handgelenk fühlt sich die Series 3 nicht wirklich anders an als die Apple Watch Series 2, was laut Engadget eine riesige Herausforderung für Apples Design-Team gewesen sein muss. Zudem glauben die Kollegen, dass sie eine durchaus bemerkbare Leistungssteigerung gegenüber der Vorgängergeneration festgestellt haben.
Die Apple Watch Series 3 lässt sich ab kommendem Freitag um 09:01 Uhr deutscher Zeit vorbestellen und wird eine Woche später, am 22. September ausgeliefert, bzw. in den Verkauf gehen. Eine Ausnahme bildet dabei die neue Apple Watch Series 3 Nike+, die erst am dem 05. Oktober ausgeliefert wird. Dabei hat man dann die Wahl zwischen einer Variante mit LTE und einer ohne. Möchte man allerdings eine Apple Watch aus Edelstahl oder Keramik sein Eigen nennen, muss man zwangsläufig zur LTE-Variante greifen.
Inzwischen sind einige Stunden seit dem gestrigen iPhone-Event vergangen und die Ereignisse bei den meisten erstmal gesackt. Eine der Neuvorstellungen war dabei wie erwartet eine neue Generation von Apples Smartwatch. War zunächst davon ausgegangen worden, dass der LTE-Chip in der Apple-Watch Series 3 ausschließlich für Datenverbindungen genutzt werden könnte, hat uns Apple eines besseren belehrt und gestattet auch Telefongespräche ohne ein verbundenes iPhone. Hierzu kommt eine festverbaute eSIM zum Einsatz, die dieselbe Nummer erhält, wie die im iPhone steckende SIM-Karte. Ein Mobilfunkvertrag ist also logischerweise Voraussetzung für die Nutzung. Wie aber funktioniert dies? Die Kollegen vom iPhone-Ticker haben sich einmal die Mühe gemacht und dies recherchiert.
Zunächst einmal wird die Apple Watch Series 3, die sich ab kommenden Freitag wird vorbestellen lassen, in Deutschland exklusiv und ausschließlich im Netz der Telekom zu nutzen sein. Damit man nun seinen Telekom-Mobilfunkvertrag auch mit der Apple Watch nutzen kann, muss dort ein vom Provider übergebener Freischalt-Codes eingegeben werden, der die eSIM aktiviert und an die reguläre SIM-Karte im iPhone gekoppelt. Den Vorgang erklärt die Telekom ausführlich auf einer extra geschalteten Webseite.

Details speziell zur Apple Watch hat die Telekom zwar noch nicht bekanntgegeben, es darf aber davon ausgegangen werden, dass sich die eSIM entweder kostenlos zu einem bestehenden Tarif hinzubuchen lässt oder wie eine Multi-SIM behandelt wird. In jedem Fall werden sich sowohl das iPhone, als auch die Apple Watch dann die im Vertrag geregelten Datenvolumen und Zusatzoptionen, sowie die Mobilfunknummer teilen.
Als Apple auf dem Event am gestrigen Abend die neue Apple Watch Series 3 vorstellte, hielt man sich mit Informationen zur Akkulaufzeit zurück und sprach lediglich von "all-day battery life". Hierzu hat man sich nun auf einer extra geschalteten Webseite noch einmal ausführlicher geäußert. Konkret bedeutet dies 18 Stunden bei normaler Nutzung. Selbstverständlich wirkt sich jedoch die Nutzung der neuen LTE-Integration, sei es durch Telefonieren oder durch Datennutzung, negativ darauf aus. In den 18 Stunden enthalten sind laut Apple 90 Mal das Ablesen der Uhrzeit, 45 Minuten App-Nutzung und 30 Minuten Workout inkl. Musikwiedergabe. Auf dem LTE-Modell kommen 4 Stunden LTE-Verbindung und 14 Stunden Bluetooth-Verbindung mit dem iPhone hinzu. Wohlgemerkt "Verbindung", keine Nutzung. Diese liegt bei Telefongesprächen über LTE bei einer Stunde, geschieht dies über ein verbundenes iPhone bei drei Stunden.
Die reine Musikwiedergabe liegt bei einer Verbindung zu einem iPhone bei 10 Stunden, was einer Verbesserung gegenüber der Series 2 mit ihren 6,5 Stunden bedeutet. Wie lang die Akkulaufzeit ist, wenn man Musik dauerhaft über LTE streamt, gibt Apple nicht an. Ist die Watch mit einem iPhone verbunden, hält der Akku bei einem Indorr-Workout für 10 Stunden. Outdoor und ohne verbundenes iPhone hält der Akku bei GPS-Nutzung, wie auch schon bei der Series 2 für fünf Stunden. Nutzt man dazu auch noch LTE, sind es vier Stunden.
Laut Apple lässt sich die Apple Watch Series 3 mit dem beiliegenden Ladepuck innerhalb von einer halben Stunde zu 80% aufladen. 100% erreicht man nach zwei Stunden. Diese Zahlen entsprechen der der Apple Watch Series 2.