Kein Grund zur Sorge: Strahlenwerte des iPhone 7 liegen im normalem Bereich
In den vergangenen Tagen erreichten mich verschiedene Zuschriften von besorgten Lesern (danke dafür!), die sich, aufgeschreckt von Medienberichten (unter anderem hier), Sorgen um die Strahlenwerte des iPhone machen. Dabei wird auf eine Webseite von Apple verweisen, auf der Cupertino selbst auf eine erhöhte Strahlung beim iPhone 7 hinweist und dazu rät, das Telefon mindestens 5 mm vom Körper entfernt zu halten und beim Telefonieren besser auf die Freisprechfunktion oder ein Headset zu greifen. Während all dies natürlich korrekt ist, besteht jedoch kein Grund zur Sorge. Die angesprochen Webseite existierte auch bereits für die anderen iPhone-Generationen und der Hinweistext besteht aus reinen Standardaussagen, die man als Smartphone-Hersteller heute treffen muss, um auf der sicheren Seite zu sein.
Korrekt ist allerdings, dass das iPhone 7 einen höheren SAR-Wert aufweist, als dies bei den Vorgängergenerationen der Fall ist. Vermutlich liegt dies an den immer leistungsstärker gewordenen Mobilfunkchips, die auch für eine bessere Verbindungs- und Gesprächsqualität bzw. höhere Datenübertragungsraten sorgen. Korrekt ist auch, dass Smartphones anderer Hersteller teils deutlich unter den Werten des iPhone 7 bleiben. Allerdings liegt dies in der Regel an unterschiedlichen Messmethoden. So wird der SAR-Wert des Samsung Galaxy S7 beispielsweise zwischen 0,26 und 0,41 angegeben, während das iPhone 7 einen Wert von 1,384 aufweist. Allerdings wurde der Wert beim Samsung-Gerät wird im Abstand von 1,5 cm zum Körper gemessen, dem Abstand, den Samsung empfiehlt. Beim iPhone 7 hingegen wurde der Wert bei einem (deutlich realistischeren) Abstand von 0,5 cm bestimmt. Eine Übersicht über die SAR-Werte verschiedener Smartphones kann bei der Telekom eingesehen werden.
Festzuhalten bleibt abschließend, dass das iPhone 7 zwar einen verhältnismäßig hohen SAR-Wert aufweist, dennoch aber auch weiterhin deutlich unter dem von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Maximalwert von 2,0 W/kg liegt. Andernfalls wäre das Gerät wohl auch gar nicht erst für den Markt zugelassen worden.