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Apple ändert die Regeln für Touch ID und Passcodes

Dass Apple das iPhone und das iPad mit Touch ID deutlich sicherer gemacht hat, dürfte außer Frage stehen. Da wo früher aus reiner Bequemlichkeit kaum jemand sein Smartphone mit einem Passcode geschützt hat, ist dies heute dank Fingerabdrucksensor eigentlich ein No-Brainer. Bislang war es schon so, dass man seinen Passcode wieder eingeben musste, wenn der Touch ID Sensor den Fingerabdruck fünf Mal nacheinander nicht erkennen konnte oder wenn das Gerät neugestartet wurde. Diese Regeln wurden nun offenbar von Apple weiter ergänzt, wie MacWorld berichtet. Demnach müssen Nutzer nun auch ihren Passcode eingeben, wenn das Gerät für sechs Tage nicht via Passcode oder innerhalb der letzten acht Stunden nicht via Touch ID entsperrt wurde. Laut Apple sollen die neuen Regeln bereits seit iOS 9 aktiv sein, allerdings erschien ein entsprechender Hinweis im iOS Security Guide erst am 12. Mai. Aktuell wird spekuliert, dass die Änderung im Zusammenhang mit einem Gerichtsbeschluss steht, bei dem ein Richter eine Frau in den USA dazu gezwungen hat, ihr iPhone via Touch ID zu entsperren. Dank einiger uralter Gesetze in den USA kann man dort nicht gezungen werden, sein Gerät per Passcode zu entsperren, wohl aber per Touch ID. Wer hierbei den Kopf schüttelt, kann sich einmal das Fifth Amendment Right Against Self-Incrimination zu Gemüte führen. Demnach wird nämlich (vereinfacht ausgedrückt) der Passcode als persönliches Eigentum angesehen, biometrische Merkmale aber nicht.

Petition fordert die Aktivierung des FM-Radiochips im iPhone

Quasi als Nebenprodukt verfügt bereits heute so gut wie jedes Smartphone über einen verbauten, aber nicht aktivierten FM Radio-Chip, der sich im Standard-Mobilfunkchipsatz verbirgt. Hierzu zählt auch das iPhone, was Apple bislang zwar nicht offiziell bestätigt hat, was jedoch verschiedene Chip-Experten bereits bestätigt haben. Inzwischen bekommen Bestrebungen, die Funktionalität dieses Chips dem Nutzer verfügbar zu machen neuen Wind, wie aktuell CBC News (via 9to5Mac) berichtet. So läuft unter anderem bereits eine Petition in den USA, die das Ziel hat, die Mobilfunkbetreiber dazu zu bewegen, den verbauten Chip zu aktivieren. Unter anderem haben sich daraufhin die US-amerikanischen Anbieter Sprint, AT&T, Blu und T-Mobile dazu entschieden, diesem Wunsch zu folgen. Bei Sprint ist die Aktivierung bereits erfolgt, AT&T, Blu und T-Mobile wollen in Kürze nachziehen. Eine ähnliche Petition wurde hieraufhin inzwischen auch unter dem Motto "free radio on my phone" in Kanada gestartet. In den USA hatte bereits vor über einem Jahr die National Association of Broadcasters Apple dazu aufgefordert, den im iPhone verbauten Chip zu aktivieren - bislang ohne Erfolg.

Ganz so einfach, wie man sich die Aktivierung auf den ersten Blick vorstellen mag, ist sie dann aber doch nicht. Unter anderem würde auch eine Antenne für den Empfang des Radiosignals benötigt. Apple selbst hatte dies in der Vergangenheit bereits beim iPod einmal über die Kopfhörerkabel realisiert. Zwar bieten die meisten Radiostationen inzwischen eigene Apps für den Empfang ihres Programms über das Internet an, allerdings bietet der FM-Empfang nach wie vor diverse Vorteile. Unter anderem ist es in Notsituationen oftmals der Fall, dass das Mobilfunknetz überlastet ist und man daher auch keinen Empfang über die Apps bekommt. Vor allem in solchen Fällen wäre ein Rückgriff auf das traditionelle Radio ein echter Mehrwert. Nicht zuletzt empfehlen verschiedene Hilfsorganisationen den Besitz eines vom Stromnetz unabhängigen Radios (ich persönlich besitze dieses Modell) für den Fall einer Notsituation.

Letzten Endes wird es von Apple abhängen, ob man den FM-Chip im iPhone künftig aktiviert. In Anbetracht der Tatsache das verschiedene Länder inzwischen dazu übergegangen sind, das traditionelle Radio komplett abzuschaffen stehen die Chancen hier aber wohl nicht so gut. Abgesehen davon, dass Apple natürlich ein gewisses Interessa daran haben dürfte, das eigene Streaming-Radio Beats 1 weiter zu promoten.

One step closer? Apple patentiert virtuellen Homebutton

Schenkt man den aktuell kursierenden Gerüchten Glauben, dann wird das iPhone im kommenden Jahr, anlässlich seines dann zehnjährigen Bestehens, ein Mega-Update spendiert bekommen. Eine Funktion, die dabei immer wieder diskutiert wird, ist der Wegfall des mechanischen Homebuttons, der dann wohl durch eine virtuelle Umsetzung mit einer Mischung aus 3D Touch, Touch ID und Taptic Engine ersetzt wird. Einen weiteren Schritt auf dem Weg dorthin beschreibt nun ein Patent, welches die Kollegen von Patently Apple aufgespürt haben. Darin beschreibt Apple die mögliche Umsetzung des virtuellen Homebuttons samt Touch ID. Eine neue Technologie namens "ultrasonic imaging" soll dabei sogar für eine genauere Fingerabdruckserkennung als der aktuelle Sensor.

Durch den Wegfall des Homebuttons kämen wir auch dem angestrebten Ziel eines randlosen Displays näher, eines Displays also, welches sich (mindestens) über die komplette Front des iPhone erstreckt. Ein Konzept, wie dies dann aussehen könnte, zeigt das Bild von Martin Hajek im Auftrag der Computerbild unten. Übrigens beschreibt das angesprochene Patent auch noch ein weiteres interessantes Detail. So soll der darin enthaltene Fingerabdrucksensor auch dazu verwendet werden können, die Datenauthentizität zu bestätigen. Ein Szenario, welches einen unweigerlich an den bereits in Großbritannien in Entwicklung befindlichen digitalen Führerschein für die Wallet-App erinnert.


"More complex than previous models" - Fertigungspartner rüsten sich für neues iPhone

Ich hatte es in meinem Kommentar zu dem Thema bereits angerissen. Entweder wird es beim diesjährigen iPhone in der Tat keine größeren Überraschungen geben oder Apples Geheimhaltungsabteilung hat in diesem Jahr ganze Arbeit geleistet. Während Vieles auf erstere Variante hindeutet, kommt nun via CNBC ein Hinweis, der eher auf Letzteres hindeuten könnte. Demnach sollen Apples Fertigungspartner in Fernost, namentlich Foxconn and Pegatron, in diesem Jahr deutlich früher als gewohnt damit begonnen haben, Personal für die Fertigung der neuen iPhone-Generation zu rekrutieren. Als Grund dafür wird angegeben, dass das neue Modell "more complex than previous models" sein soll. Der zeitliche Vorsprung soll dazu genutzt werden, die Arbeiter auf den Zusammenbau des neuen iPhone zu schulen. Nach wie vor ist unklar, wie sich die neue Komplexität auswirken wird. Bisherige Gerüchte gehen derzeit von einem weitgehend unveränderten Design gegenüber dem iPhone 6s aus.

Erhält das diesjährige iPhone ein neues Fokus-System?

Nach wie vor gibt es kaum Gerüchte zu bahnbrechenden neuen Funktionen beim diesjährigen iPhone. Und auch die kosmetischen Änderungen am Design halten sich noch immer in Grenzen. Daran ändert auch ein neu aufgetauchtes Foto einer angeblichen Gehäuserückseite des neuen 4,7"-Geräts aus Fernost (via AppleInsider) nicht wirklich etwas. Zu sehen sind darauf die bereits in der Vergangenheit gehandelten veränderten Anordnungen der Antennenbänder, die nun nicht mehr quer über die Rückseite verlaufen, sondern an den Rändern angeordnet sind. Nach wie vor vorhanden ist zudem die hervorstehende Kamera, von der sich viele Nutzer erhoffen, dass sie künftig wieder bündig mit dem Gehäuse abschließt.

Während das 4,7"-Modell offensichtlich und wie bereits vermutet auf eine Kameralinse setzen wird, verwundert eine zweite Aussparung zwischen der Kamera und dem LED-Blitz. Hier befindet sich aktuell lediglich ein einziges Loch, wohinter sich ein Mikrofon befindet. Aktuell ist unklar, wofür das darunter angeordnete zweite Loch gedacht ist. Spekulationen gehen aktuell in Richtung eines neuen Fokus-Systems für die Kamera.

Großbritannien entwickelt Führerschein für die Wallet-App

Einen interessanten Ansatz zur Nutzung von Apples Wallet-App haben die Behörden in Großbritannien entwickelt. Die dortige Führerscheinbehörde präsentierte gestern auf Twitter (via The Independent) eine digitale Version des Führerscheins, die sich im Wallet auf einem iPhone speichern lässt. Nach Angaben des Behördenchefs Oliver Morley handelt es sich noch um einen Prototyp in einem frühen Stadium, der aktuell noch nicht den physikalischen Führerschein ersetzen kann. Unter anderem müssen noch verschiedene Sicherheitsaspekte beleuchtet werden. Vor allem auch für Apple dürfte diese Entwicklung aber eine gute Nachricht sein, bedeutet sie schließlich einen weiteren Schritt in Richtung Ablösung der herkömmlichen Brieftasche durch die digitale auf dem iPhone.

Bis wir hierzulande so etwas erleben dürfen, wird es erfahrungsmäßig hingegen wohl noch einige Jahre dauern. Die hiesigen Behörden haben sich schon in der Vergangenheit nicht gerade durch Innovationsfreundlichkeit hervorgetan. Ach ja, auf Apple Pay warten wir übrigens auch noch.

Apples iPhone-Zulieferer erwarten Einbußen, 2017er Modell macht Hoffnung

Und weiter geht's mit den News zum diesjährigen iPhone. So machen sich inzwischen auch Apples Zulieferer in Fernost Gedanken zur aktuellen Entwicklung. In den letzten Quartalszahlen musste Apple erstmals einen Rückgang bei den Absatzzahlen des iPhone vermelden. Eine Entwicklung, von der erwartet wird, dass sie trotz der Vorstellung des iPhone SE auch in der zweiten Jahreshälfte so weitergeht. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Zulieferer aus. Unter anderem erwartet der LCD-Lieferant Japan Display einen Verlust in Höhe von 300 Millionen US-Dollar, auch weitere Zulieferer dürften in eine Abwärtsspirale geraten, wie Nikkei (via MacRumors) berichtet. So erwartet die Zuliefererkette weniger Bestellungen in der zweiten Jahreshälfte, als dies noch in den vergangenen Jahren der Fall war.

Beispielsweise soll Apples Chip-Lieferant TSMC in der zweiten Hälfte von 2016 bis zu 30% weniger Chips ausliefern. Unter anderem wirke sich hier auch die Erwartung aus, dass das diesjährige iPhone nur wenige attraktive Features bieten wird, dass der Smartphone-Markt langsam gesättigt ist und dass sich die Weltwirtschaft verlangsame.

Ein wenig bergauf könnte es hingegen wieder im kommenden Jahr gehen, wenn gerüchtehalber größere Neuerungen und bemerkenswertere Features anstehen - passend zum dann 10. Geburtstag des iPhone. In seinem Podcast The Talk Show hat sich nun der bekannte Apple-Blogger John Gruber mit seinen Informationen zum 2017er iPhone zu Wort gemeldet. Demnach könnte das Gerät über ein rahmenfreies Display verfügen, welches vor allem die aktuellen Ränder oben und unten vom Display verschwinden lässt. FaceTime-Kamera und Touch ID Sensor sollen dann in das Display integriert werden. Unklar ist dabei, ob das gesamte Gerät hierdurch kleiner oder das Display größer wird. In jedem Fall dürfte ein solcher Schritt mit einer komplett neuen Bauform die Attraktivität des 2017er iPhone deutlich erhöhen.