Als man sich dafür entschieden hat, die Displays der diesjährigen iPhone-Generationen abermals zu vergrößern, war das Ziel von Apple klar. Man will sich nicht noch mehr Wasser von der Android-Konkurrenz, wo Displays in dieser Größenordnung bereits an der Tagesordnung sind, abgraben lassen. Nun hat man also nachgezogen und nicht wenige Beobachter erwarten eine Welle von Switchern, die nun von Android ins iOS-Lager wechseln. Während man sich in Cupertino nie wirklich offiziell zu diesem Ziel geäußert hat, zeigt das nun, passend zum anstehenden Verkaufsstart der neuen iPhones veröffentlichte Support-Dokument mit dem Titel "Move content from your Android phone to iPhone" wohin die Reise gehen soll. Dabei nennt Apple verschiedenen Möglichkeiten, wie sich Daten aus dem Adressbuch, Dokumente, E-Books, E-Mails, Fotos, Musik und Videos auf Apples Smartphone übertragen lassen. Die größte Hürde stellen dabei naturgemäß kostenpflichtige Apps da, die auf dem iPhone dann noch einmal neu gekauft werden müssen.
Man darf durchaus gespannt sein, wie viele Switcher Apple in einigen Tagen dann zahlenmäßig tatsächlich präsentieren kann. In der Theorie stehen die Chancen wie gesagt anscheinend äußerst gut, zumal man mit der Apple Watch auch gleich noch einen neuen Kompagnon für die Geräte angekündigt hat, der sicherlich auch das Zeug zum Zugpferd hat.
Es ist das bekannte Spiel vor jedem Verkaufsstart eines neuen Apple Produkts. Die einschlägige Fachpresse wird vorab mit den neuen Geräten versorgt und veröffentlicht kurz vor der Markteinführung ihre Reviews. Und so hat Apple nun auch in diesem Jahr zwei Tage vor dem Verkaufsstart der neuen iPhones die Sperre für diese Reviews aufgehoben, die sich inzwischen ihren Weg durch das Internet bahnen. Die Meinung ist dabei durchgehend positiv. Die neuen Geräte seien beide eine spürbare Verbesserung gegenüber ihren Vorgängern. Vor allem das iPhone 6 Plus kann dabei mit einer spürbar erhöhten Akkulaufzeit punkten, wie einhellig David Pierce und Nilay Patel von The Verge (iPhone 6, iPhone 6 Plus), als auch Walt Mossberg und Lauren Goode von re/code (iPhone 6, iPhone 6 Plus) berichten. Hier seien problemlos zwei Tage bei normaler Nutzung möglich gewesen. Hinsichtlich des neuen Formfaktors berichtet Brad Molen von Engadget, dass die abermals dünnere Form dazu führt, dass sich das insgesamt größere Design nach wie vor nicht zu klobig in der Hand anfühlt. Die Kollegen von The Verge bemerken allerdings, dass das komplett aus Aluminium betstehende Gerät (vor allem das iPhone 6 Plus) ein wenig rutschig in der Hand ist. Hier hilft in erster Linie eine Schutzhülle, die zudem die hervorstehende Kamera ausgleicht. Laut re/code war ein deutlicher Geschwindigkeitszuwachs in WLANs zu spüren. Bei LTE konnten die Kollegen hingegen keine Unterschiede feststellen, was allerdings immer auch an den jeweiligen Netzen liegen dürfte. Sowohl das iPhone 6, als auch das iPhone 6 Plus kommen laut der Reviews übrigens mit 1 GB RAM auf den Markt.
Alles in allem zeichnet sich also ein positives Bild zum iPhone 6 und iPhone 6 Plus, wenngleich es sich Jim Dalrymple von The Loop nach wie vor nicht vorstellen kann, mit einem Gerät in der Größe des iPhone 6 Plus am Ohr durch die Gegend zu laufen. Dennoch darf sich jeder Vorbesteller und Schlangesteher wohl mit gutem Recht auf die neuen Geräte am kommenden Freitag freuen. Abschließend noch eine Liste weiterer Reviews (via MacRumors):