Am Mittwoch hat Apple den diesjährigen Termin für die World Wide Developers Conference (WWDC) bekannt gegeben und die passenden Einladungen an seine Entwickler verschickt. Zugleich ging auch eine zugehörige Webseite ans Netz, auf der Apple die Themenschwerpunkte der diesjährigen Konferenz benennt. Schaut man da einmal genauer hin, könnte Apple höchst selbst einen dezenten Hinweis auf eine mögliche iChat-Version für das iPhone liefern. Das auf dem Bild unten markierte Icon existiert zwar schon seit der Vorstellung des iPhone 3G[s] (wie hier zu sehen), eine so prominente Platzierung wie nun hat es allerdings bisher noch nicht erfahren. Auf der Grafik sind sowohl Icons für Apps, als auch für APIs rund um das iPhone zu sehen. Dies lässt zwei Schlussfolgerungen zu. Entweder könnte dies tatsächlich das kommende iChat-Icon werden, oder aber Apple stellt seinen entwicklern neue APIs für die Kamera des iPhone zur Verfügung. Wobei das eine ja das andere nicht ausschließen muss.
Es hat nicht lange gedauert. Bereits kurz nachdem Apple gestern die Einladungen zur diesjährigen Entwicklerkonferenz WWDC vom 07. bis zum 11. Juni verschickt hatte, kamen erste Gerüchte auf, dass bei dieser Gelegenheit nicht nur das neue iPhone vorgestellt werde, sondern dieses auch direkt in den Verkauf gehen würde. Dies war natürlich ein gefundenes Fressen für all diejenigen, die sehnsüchtig auf das neue Gerät warten. Und in der Tat gibt es Gründe, die für dieses Gerücht sprechen. Zum einen scheint Apple mit der Entwicklung des iPhone schon sehr weit fortgeschritten zu sein, wie der kürzlich "verlorene" Prototyp bewiesen hat. Genau dieser Verlust könnte Apple auch dazu bewegen, das iPhone früher als geplant auf den Markt zu bringen. Hinzu kommt die Urlaubssperre für AT&T-Mitarbeiter, die sich über den gesamten Juni erstrecken soll. Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch Gründe, die gegen einen so frühen Verkaufsstart sprechen. Erinnert man sich bloß mal an das Chaos um die Verkaufsstarts der vergangenen iPhones zurück, erkennt man, dass es ohne einen gewissen Vorlauf für die Provider und eine Möglichkeit der Vorbestellung wohl nicht gehen wird. Zudem wird Apple das neue Gerät direkt mit iPhone OS 4 ausliefern wollen. Im vergangenen Jahr war das Update rund 10 Tage nach der WWDC in seiner finalen Fassung verfügbar, allerdings hatte man in jenem Jahr auch drei Wochen früher mit den Beta-Versionen für Entwickler begonnen als 2010. Weiterhin hält sich außerdem hartnäckig das Gerücht, dass es einen weiteren Special Event zur Vorstellung des iPhone am 22. Juni geben könnte. Letzterem stehe ich jedoch nach wie vor skeptisch gegenüber, da ein solcher Event kurz nach der WWDC eigentlich nur wenig Sinn machen würde. Spätestens am 07. Juni sind wir dann alle schlauer.
Es ist ein Geheimnis, das eigentlich gar keines mehr ist. Apple wird in der kommenden iPhone-Generation eine Frontkamera verbauen und somit auch Videochats und (vereinfachte) Selbstporträts ermöglichen. Spätestens seit Gizmodo unter dubiosen Umständen an einen Prototypen des nächsten iPhone gelangt ist, wissen wir, dass dieses eine solche Kamera besitzt. Hinweise darauf waren bereits in den Tiefen des iPhone OS und der aktuellen SDK-Versionen entdeckt worden. Offfen ist indes noch die Frage, wie Apple die Umsetzung einer etwaigen Videochat-Lösung gestalten wird. Wahrscheinlich ist eine iPhone-Version von iChat. Auch hierzu wurden bereits entsprechende Referenzen im Code gesichtet und auch die gleichen Systemsounds wie auf einem Mac wurden bereits im iPhone OS entdeckt. Als neueste Errungenschaft hat MacRumors nun in der zweiten Beta des iPhone SDK 4 Fehlermeldungen speziell zum Thema Video-Chat entdeckt. Dort heißt es unter anderem:
ACCOUNT_NOT_REGISTERED_MESSAGE = "This device has not been registered
for video conferencing.";
Interessant ist, dass sich derzeit lediglich Fehlermeldungen für WiFi-Verbindungen finden lassen. Ob dies bedeutet, dass Video-Chat (zunächst) lediglich in WLANs möglich sein wird, ist offen:
IMAVCHAT_COULD_NOT_CONNECT_NO_REMOTE_WIFI = "The
video call could not connect because a remote Wi-Fi connection could
not be established.";
IMAVCHAT_DISCONNECTED_NO_LOCAL_WIFI = "The video call disconnected
because the local Wi-Fi connection was lost.";
Und auch das mit iPhone OS 4 kommende GameCenter wird offenbar an den Video-Chat angeschlossen, so dass die Nutzer auf diesem Wege miteinander kommunizieren können:
IMAVCHAT_ERROR_NO_SUCH_PLAYER_ID
= "No Such Player ID";
IMAVCHAT_ERROR_NO_SUCH_ACHIEVEMENT = "No Such Achievement";
IMAVCHAT_ERROR_UNRECOGNIZED_GAME_DESCRIPTION_HEADERS = "Unrecognised
Game Descriptor Headers";
IMAVCHAT_ERROR_NO_SUCH_GAME = "No Such Game";
Wie sich all dies in der Umsetzung dann gestaltet, muss sicherlich abgewartet werden. Auf der Präsentation von iPhone OS 4 hat Apple eine Video-Chat App mit keinem Wort erwähnt. Die bislang gefundenen Hinweise lassen aber den Schluss zu, dass sie in jedem Fall kommen wird. Eventuell zeigt sich Apple nach dem Fauxpas mit dem verlorenen Prototypen ja nun ein wenig offener und lässt eine entsprechende Anwendung schon vor der Veröffentlichung von iPhone OS 4 im Sommer durch seine Entwicklergemeinde testen.
Der in einer deutschen Kneipe in Kalifornien von einem Apple Ingenieur verlorene und anschließend quer durch das Internet präsentierte Prototyp der vierten iPhone-Generation könnte dem was uns Steve Jobs auf der WWDC als das finale Produkt präsentieren wird schon sehr nahe kommen. Das meint jedenfalls Apple-Insider John Gruber. Apple ist dafür bekannt, eine ganze Reihe Prototypen seiner künftigen Produkte zu produzieren, um verschiedene Design- und Technikaspekte im Vorfeld der Vorstellung testen zu können. Gruber meint aber aus der auf dem gefundenen Prototypen gefunden Beschriftung "N90_DVT_GE4X_0493" entsprechende Rückschlüsse auf den Fortschritt des Designs schließen zu können. N90 dürfte dabei die interne Bezeichnung des iPhone sein, die auch schon in den Tiefen der iPhone-Firmware entdeckt wurde. DVT steht laut Gruber für "Design Verification Test", was laut Gruber andeuten könnte, dass der Prototyp
weitestgehend dem finalen Design entspricht. Und dem Mann sollte man glauben, schließlich ist seine Trefferquote in Sachen Apple-Vorhersagen beeindruckend hoch. Freunden wir uns also schon einmal mit dem neuen Design an. Hier nochmal eines der Gizmodo-Fotos zum Warmwerden.
Apple scheint sich auch bei der Betaphase für iPhone OS 4 auf einen dienstäglichen 2-Wochen-Rhytmus einzuschießen. So veröffentlichte man am gestrigen Abend die zweite Beta des neuen Betriebssystems samt einer Aktualisierung des zugehörigen iPhone SDK für seine Entwickler. Die neue Version macht einen deutlich runderen und stabileren Eindruck als noch die erste Beta. Allerdings hat man auch einen ziemlichen Bock eingebaut. So lassen sich keine Bilder mehr in der Fotos-App speichern. Die Kamera stürzt dabei ab, Screenshots landen im Nirvana. Ob es hierfür einen Grund gibt, oder der Fehler schlicht übersehen wurde, steht in den Sternen. Dafür wurden allerdings auch einige Bugs behoben und neue Features hinzu gefügt. So unter anderem eine neue Animation beim Wechseln von einem Vordergrund- zu einem Hintergrundprozess. Eine komplette Liste der Neuerungen und ein Video des neuen AppSwitchers gibt es im Anschluss.
"iPhone OS 4.0b2 inkl. neuem SDK erschienen" vollständig lesen
Das hätte sich der gute Gray Powell vor ein paar Tagen wohl auch nicht träumen lassen. Eben noch verliert der Apple Software-Entwickler einen iPhone-Prototypen in einer deutschen Kneipe in Kalifornien und bangt um seinen Job und schon ist er der neue Star im Web. Dabei hätte wohl niemand jemals von ihm Notiz genommen, hätte er vor seinem folgenreichen Verlust nicht noch schnell per Facebook seinen Freunden mitgeteilt, dass er unterschätzt habe, wie gut deutsches Bier schmecke. Somit wusste innerhalb kürzester Zeit das halbe Web, wem wir den Super-Leak zu verdanken haben. Und so ist Gray inzwischen zum heimlichen Star im Web aufgestiegen. Nicht nur diverse Facebook-Fangruppen tragen inzwischen seinen Namen, auch ein eigenes T-Shirt ist ihm inzwischen gewidmet. Aufschrift: "I went drinking with Gray Powell and all I got was a lousy iPhone Prototype". (danke für eure Mails!)
Der angebliche Fund eines iPhone der vierten Generation in einer Bar, nebst anschließender Veröffentlichung von Bildern, Videos und Details des erst im Sommer kommenden Geräts sorgte in den vergangenen Tagen für allerlei Aufsehen und Gesprächsstoff im Internet. Nun wird die nächste Runde eingeleitet, denn Apple hat Gizmodo höchst offiziell aufgefordert, das Gerät "that belongs to Apple" an seinen rechtmäßigen Besitzer zurück zu geben. Somit dürften auch die letzten Zweifal an der Echtheit des Prototypen ausgeräumt sein und man darf sich damit anfreunden, dass dieses Gerät genau das ist, was Apple uns im Sommer als nächstes iPhone präsentieren wird. Ein kleiner Wermutstropfen ist aus meiner Sicht schon dabei, schließlich ist die Überraschung nun einigermaßen dahin. Entgegen der Vermutung von John Gruber, dass das iPhone geklaut sei, hat es ein Apple Ingenieur wohl offenbar tatsächlich in einer Bar. Und auch diese Geschichte ist eine Erwähnung wert.
"Apple fordert "gefundenes" iPhone zurück" vollständig lesen
Es hat momentan den Anschein, als ob Apple seine Mitarbeiter in sämtliche Bar in der San Francisco Bay Area schicken würde, um dort iPhones der vierten Generation zu "verlieren". Anders lässt es sich wohl kaum erklären, dass nun auch die bekannte US-Seite Gizmodo ein solches Gerät gefunden haben will - dieses Mal in einer Bar in Redwood City. Es entspricht dabei haargenau dem am Wochenende von Engadget gezeigten Gerät. Gizmodo ist sich sehr sicher, dass es sich dabei tatsächlich um das kommende iPhone handelt und zeigt neben einer ganzen Reihe von neuen Bildern das Gerät nun auch erstmals in einem Video (siehe unten, weitere, auch kommentierte Videos sind auf der Seite von Gizmodo abrufbar). Als Neuigkeiten beinhaltet das Gerät eine Frontkamera und eine verbesserte reguläre Kamera samit Blitz. Wie beim iPad kommt bei dem neuen iPhone nun eine Micro-SIM zum Einsatz. Das Display soll eine neue beeindruckende Auflösung bieten. Die Rückseite des Geräts ist nun nicht mehr gewölbt. Überhaupt hat Apple das Gerät designtechnisch komplett überarbeitet. Die internen Komponenten sind allesamt geschrumpft, was zu einem 16% größeren Akku geführt hat. Die Hoffnung ist also groß, dass das neue Gerät eine deutlich höhere Laufzeit hat als die aktuellen Modelle. Momentan scheint Vieles darauf hinzudeuten, dass es sich bei den gefundenen Geräten tatsächlich um das kommende iPhone handelt. Apple wird den Prototyp jedoch sicherlich zurück haben wollen, was ein weiteres Indiz für die Echtheit wäre. Vermutlich wird das neue Gerät erneut auf der WWDC (ab dem 28. Juni?) im Sommer der Öffentlichkeit präsentiert. Bis dahin sind Spekulationen weiterhin Tür und Tor geöffnet.
Weitere Bilder von Gizmodo gibt es nach dem Klick.