Das Wall Street Journal wirft mal wieder seinen Hut in den Ring und will zu der für den Sommer erwarteten vierten iPhone-Generation in Erfahrung gebracht haben, dass es zwei Versionen hiervon gibt. Eine für das AT&T Netz und eine für das Verizon-Netz. Der Artikel nennt jedoch keinerlei Quellen oder Details zu diesem Gerücht. Interessanter muten da schon die Informationen an, die es daraufhin vom äußerst zuverlässigen John Gruber zu lesen gab und die sich vorrangig um die Ausstattung des nächsten iPhone drehen. Demnach soll Apple im iPhone den selben Chip zum Einsatz bringen, der auch im iPad seinen Dienst verrichtet (Apple A4). Die Auflösung des Displays soll sich von 320x480 auf 960x640 Pixel verdoppeln. Und schließlich bestätigt auch Gruber die bereits länger kursierenden Gerüchte um eine Frontkamera und die Unterstützung für Multitasking. Ob letzteres über iPhone OS 4.0 seinen Weg auch auf die älteren iPhone-Generationen findet, oder dem neuen Gerät mit dem neuen Chip vorbehalten bleibt, muss abgewartet werden. Engadget will zudem bereits einen Namen für die vierte iPhone-Generation erfahren haben: iPhone HD. Speziell bezogen auf die neue, höhere Auflösung würde dies durchaus Sinn machen. Und wo wir gerade dabei sind, laut Engadget soll das iPhone HD am 22. Juni (vermutlich wieder auf der WWDC) präsentiert werden. Dieser Termin läge genau eine Woche vor dem bisher gemunkelten Termin für die WWDC 2010).
Die Kollegen vom iPhone-Ticker haben ein YouTube-Video ausgegraben, auf dem die vermeintliche Vorderseite der kommenden 4. Generation des iPhone zu sehen sein soll. Erstellt wurde das Video vom amerikanischen iPhone Reparatur- und Service-Dienstleister SmartPhoneMedic. Die Frontpartie scheint dabei eine ähnliche zu sein, wie die bereits im Februar vom iPhone-Reparatuer iResQ gezeigte. Diese ist ein kleines Stück länger als die der bislang erschienenen iPhones. Ein Unterschied ergibt sich jedoch in der Aussparung, die eventuell für eine Frontkamera genutzt werden könnte. Auf den Bildern von iResQ befindet sich eine Aussparung oberhalb des Hörers, auf dem nun erschienenen Video befindet sie sich links neben ihm. An dieser Stelle sitzt beim aktuellen iPhone 3G[s] der Beschleunigungssensor. Selbstverständlich ist auch dieses Video mit Vorsicht zu genießen, da nicht sichergestellt sein kann, dass es sich hierbei tatsächlich um ein original Apple-Teil handelt. Im vergangenen Jahr wurden ebenfalls frühzeitig vermeintliche Rahmen-Bilder des kommenden iPhone veröffentlicht, die sich jedoch im Nachhinein als Rahmen des Creative Zii Egg heraus stellten.
In den vergangenen beiden Jahren war es Gang und Gäbe, dass Apple Anfang bis Mitte März ein Special Event veranstaltete, auf dem den iPhone Entwicklern und sicherlich auch vielen Anwendern eine Vorschau auf das dann für den Sommer angekündigte nächste große Update für das iPhone OS gewährt wurde. Anschließend stand dann jeweils eine erste Beta-Version der neuen Software für die Entwickler zum Download bereit. In diesem Jahr wartet man hierauf bislang jedoch vergeblich. Die Vermutung liegt nahe, dass Apple derzeit viele Kapazitäten auf den Start des iPad verlegt hat. Zu spüren bekommen dies auch all diejenigen, die händeringend auf eine Aktualisierung des MacBook Pro und des Mac Pro warten. Auch ich pflichte dieser Theorie bei. Bei der Vorstellung des iPad Ende Januar wurde exklusiv für das iPad iPhone OS 3.2 angekündigt, inklusive einer passenden Beta-Version des iPhone SDK und des dazugehörigen iPad-Simulators. Den Releasenotes zufolge plant Apple nicht, diese OS Version auch für das iPhone oder den iPad touch heraus zu geben. Nicht zuletzt aus diesem Grund sehen Viele in iPhone OS 3.2 lediglich einen Zwischenschritt, ehe die Versionen dann mit iPhone OS 4.0 im Sommer wieder auf einen einheitlichen Stand gebracht werden. Wo aber bleibt die Preview auf die neue Version?
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Mal wieder sind es die Kollegen von 9to5Mac, die ein wenig tiefer in die aktuelle vierte Beta des iPhone SDK 4.0 eingestiegen sind und dabei auch dieses Mal einige Neuigkeiten gefunden haben. So hat Apple offenbar die in den vergangenen Betas aufgetauchten Grafiken und Referenzen zur Videotelefonie aus dem SDK entfernt - was auch immer dies bedeuten mag. Der in der vergangenen Beta aufgetauchte Kamera-Reiter wird nun in den Releasenotes erstmals direkt dem iPad-Camera-Connection-Kit zugeordnet. Auch wenn dies die Hoffnung auf eine integrierte Kamera in der ersten Generation des iPod ein wenig schmälert, bringt Apple an anderer Stelle ein wenig Vorfreude auf den Plan. In den Tiefen des SDK verborgen fand 9to5Mac die Konfigurationsdateien "3Tap.plist" und "LongPress.plist". Anscheinend arbeitet Apple hier an einer Verbesserung der Gesten-API, was die Integration der Touch-Bewegungen deutlich vereinfachen dürfte. Zwar ist bereits heute beinahe jede beliebige Kombination von Gesten möglich, die neuen Vorlagen dürften jedoch zu einer vereinfachten und damit wohl auch ausgiebiger genutzten Implementierung eben dieser Gesten führen. Last but not least gibt es auch im neuen SDK, parallel zu den bereits heute Mittag aufgekommenen Gerüchten um eine mögliche Multitaskingfähigkeit von iPhone OS 4.0, Hinweise auf eine Implementierung. So wird der Begriff erstmals auch von Apple offiziell in einer Konfigurationsdatei erwähnt. Es bleibt spannend...
Sollte sich Apple die Kritik tatsächlich zu Herzen genommen haben? AppleInsider berichtet heute, dass mit dem für Sommer erwarteten iPhone OS 4.0 nun endlich Multitasking, bzw. Hintergrundprozesse Einzug auf das iPhone halten werden. Bereits heute beherrscht das iPhone OS dies ohne Probleme. So laufen z.B einige Apple Apps wie das Telefon, der iPod oder die Nachrichten-App bereits jetzt im Hintergrund. Anwendungen von Drittanbietern verweigerte Apple bislang jedoch dieses Privileg. Als Gründe hierfür nannte man stets die dadurch stark sinkende Akkulaufzeit des iPhone, sowie den Sicherheitsaspekt. So war es bislang nicht möglich, dass ungewollt Apps im Hintergrund laufen, ohne dass der Anwender dies bemerkt. Auch die Performance könnte durch mehrere gleichzeitig laufende Prozesse beeinträchtigt werden, was sich z.B auf die bislang tadellose Leistung bei anspruchsvollen auswirken würde. Durch die möglichkeit von Hintergrundprozessen ergeben sich jedoch auch neue Probleme. So muss eine Möglichkeit in das User Interface integriert werden, auf diese Prozesse zuzugreifen. Dem Bericht zufolge soll Apple jedoch bereits eine Lösung fertig haben, die jedoch noch bis zum Sommer benötigen wird, bevor sie marktreif ist. Ich persönlich kann mir eine ganze Reihe von Szenarien für Hintergrundprozesse vorstellen. An erster Stelle fällt mir dabei meine Navi-App ein, die ich momentan jedes Mal beenden muss, wenn ich mal kurz E-Mails abrufen, oder ein Telefongespräch entgegennehmen möchte. Und auch auf dem iPad würde sich Multitasking sicherlich gut machen. Wie die Umsetzung letztlich aussehen wird, muss die Zukunft zeigen. Ich persönlich freue mich aber schon auf das neue Feature. AppleInsider hat sich in der Vergangenheit als verlässliche Quelle hinsichtlich verschiedener Gerüchte gezeigt und die Informanten hatten dem Bericht zufolge bislang eine hohe Trefferquote. Ich halte es also durchaus für möglich, dass Apple mit dem kommenden OS tatsächlich Hintergrundprozesse einführen wird. Die dadurch bedingten Änderungen am User Interface könnten sich ebenfalls positiv auf die gesamte Bedienung des iPhone auswirken. Ich gehe davon aus, dass es wahrscheinlich am 23. März ein Special Event zum Thema iPhone OS 4.0 geben wird. Spätestens dann dürfte Apple offiziell bekannt geben, was wir von dem neuen Betreibssystem erwarten dürfen.
Deutschland ist eines der wenigen verbliebenen Länder, in denen es noch eine Exklusivpartnerschaft zwischen Apple und einem Mobilfunkanbieter, in diesem Fall T-Mobile, gibt. Schon länger stellte sich die Frage, wie lange diese Exklusivpartnerschaft noch bestehen würde und ob Apple auch in Deutschland zukünftig auf mehrere Partner setzen würde. Auch wenn ich selbst mit meinem T-Mobile Complete Tarif der ersten Generation sehr zufrieden bin, würden mehrere Anbieter der Preisgestaltung sicherlich gut tun. Die Welt (via iPhone-Ticker) will nun Details aus dem Vertragswerk zwischen Apple und T-Mobile erfahren haben. Dabei heißt es, der Vertrag laufe noch bis 2012, allerdings mit einem Kündigungsrecht im vierten Quartal 2010, wodurch man bei der Welt "die Exklusivität auf der Kippe" sieht. Da die Partnerschaft aber mindestens bis Ende des Jahres laufen wird, dürfte allerdings auch klar sein, dass es die für den Sommer erwartete vierte iPhone-Generation erneut auf offiziellem Wege in Deutschland nur über T-Mobile geben wird. In letzter Zeit scheint man sich in Bonn aber auch schon verstärkt darauf einzustellen, dass es mit der Exklusivität irgendwann einmal vorbei sein wird. So gab man erst kürzlich Koopperationen mit Navigon für eine kostenlose Navi-App auf dem iPhone und mit dem Spiegel für ein vergünstigtes Abo über die Spiegel eReader App bekannt. Beides kann als Maßnahme der verbesserten Kundenbindung gedeutet werden und dient zukünftig auch sicher als Argument für T-Mobile als iPhone-Provider.
Eine kleine, aber dennoch recht feine Rendnotiz für alle iPhone-Besitzer, die ihr Gerät auch gerne mal im Ausland nutzen. Es ist zum Teil schon ziemlich abenteuerlich, was für Kosten einige Mobilfunkbetreiber für das Daten-Roaming verlangen. Glücklicherweise kann man dieses ja direkt im iPhone deaktivieren. Möchte man aber auch auf Reisen nicht auf das mobile Internet verzichten, kann die anschließende Rechnung schon mal ungewollt in astronomische Höhen schnellen. Dank einer seit gestern geltenden EU-Richtlinie soll damit aber nun Schluss sein. So hat der Nutzer nun die Möglichkeit, beim Provider eine Kosten-Höchstgrenze anzugeben, welche bei ihrer Erreichung zueiner automatischen Deaktivierung des Daten-Roamings führt. Die EU-Kommission schlägt eine Standardgrenze von € 50,- vor, die ab dem 01. Juli automatisch greifen soll. Bis dahin kann jeder Nutzer aber auch schon jetzt mit seinem Mubilfunkbetreiber eine beliebige Obergrenze vereinbaren. Für Kunden, die bis Juli keine Deckelung vorgenommen haben, gilt ab dann
automatisch die von der EU vorgeschlagene Grenze. Diese kann aber natürlich auch individuell angepasst werden.