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Apple veröffentlicht iOS/iPadOS 14.5.1 und iOS 12.5.3 [UPDATE: watchOS 7.4.1]

Nachdem Apple iOS 14.5 veröffentlicht und damit auch die "App Tracking Transparency" eingeführt hatte, kamen schnell Nutzermeldungen auf, wonach sich der zugehörige Schalter in den iOS-Einstellungen ausgegraut war und sich somit nicht umlegen ließ. Zur Korrektur dieses Problems hat Apple nun vor wenigen Minuten ein weiteres Update auf iOS/iPadOS 14.5.1 veröffentlicht, welches den Schalter in den Einstellungen wieder aktivieren sollte. Zudem sind in dem Update auch Sicherheits-Updates enthalten, weswegen die Installtion allen Nutzern ans Herz gelegt sei. Für ältere Geräte hat Apple zudem ein Update auf iOS 12.5.3 veröffentlicht, welches dieselben Sicherheitsverbesserungen mitbringt. In den zugehörigen Releasenotes schreibt Apple:

This update fixes an issue with App Tracking Transparency where some users who previously disabled Allow Apps to Request to Track in Settings may not receive prompts from apps after re-enabling it. This update also provides important security updates and is recommended for all users.

UPDATE: Neben den iOS/iPadOS Updates hat Apple auch noch ein Update auf watchOS 7.4.1 veröffentlicht - gemäß Releasenotes ebenfalls mit Sicherheitsverbesserungen.

ATT: Facebook bittet Nutzer darum zu helfen, die angebotenen Dienste kostenlos zu halten

Noch tauchen in der Facebook-App und der Instagram-App keine Tracking-Abfragen gemäß Apples "App Tracking Transparency" auf, weil diese seit der Veröffentlichung von iOS 14.5 nicht mehr aktualisiert wurden. Offenbar hat man hinter den Kulissen des größten sozialen Netzwerks der Welt aber bereits eine Strategie ausgearbeitet, wie man die Nutzer dazu bringen möchte, dem Tracking zuzustimmen. So wird man wohl einen Splash-Screen einblenden, auf dem man den Nutzer mit verschiedenen Argumenten hierzu überzeugen möchte, wie der Twitter-Nutzer Ashkan Soltani berichtet. Eines der Argumente ist dabei die Tatsache, dass man auf diese Weise dafür sorgen kann, dass die Facebook-Dienste auch weiterhin kostenlos bleiben. Dreht man dies um, steckt in der Aussage theoretisch die Drohung, dass Facebook und Co. künftig kostenpflichtig werden könnten, wenn die Nutzer dem Tracking nicht zustimmen.

Allzu viel sollte man auf die "Drohung" aber vermutlich nicht geben, auch wenn das Geschäftsmodell von Facebook, Instagram und Co. auf dem Verkauf von Werbung und Nutzerdaten basiert, welches durch die ATT einen empflindlichen Schlag erfahren wird. Dieses Geschäftsmodell wird man auch künftig nicht zugunsten eines kostenpflichtigen Nutzungsmodells aufgeben. Übrigens muss auch abgewartet werden, wie Apple auf die Einblendung reagiert. So hatte man bereits verkündet, dass man es nicht zulassen werde, dass Apps ihre Nutzer belohnen oder bestrafen, wenn sie die Tracking-Abfragen bestätigen bzw. ablehnen.

Bereits mehr als 100.000 Apps sind an Apples "App Tracking Transparency" angepasst

Mit iOS 14.5 hat Apple nun nach längerem Aufschub endlich die sogenannte "App Tracking Transparency" (ATT) umgesetzt. Ziel ist es dabei, dem Nutzer freizustellen, ob er sich durch Code in den verwendeten Apps von diesen über andere Webseiten und Apps tracken lassen möchte oder nicht. Die AppStore-Analysten von AppFigures haben hierzu nun, knapp zwei Wochen nach der Freigabe von iOS 14.5 erste Daten veröffentlicht. Demzufolge haben bereits ca. 10.000 Apps die von Apple geforderte Abfrage umgsetzt. Wohlgemerkt ist dies ab sofort für alle neu eingereichten Apps und alle Updates bestehender Apps erforderlich. Aus diesem Grund tauchen die Abfragen noch längst nicht bei allen Apps auf.

Interessant ist vor allem, dass sich unter den bereits an die ATT angepassten Apps vor allem um Spiele handelt.  Konkret sind dies 20% der bereits aktualisierten Apps. Auf dem zweiten Platz landet dahinter bereits mit gehörigem Abstand die Kategorie der Dienstprogramme mit nur 6%. Auch für meine App zum Blog befindet sich das entsprechende Update bereits in Vorbereitung und sollte in Kürze erscheinen.

Dazu sei noch einmal erwähnt, dass auch wenn die Abfrage in meiner App erscheint, dies nicht bedeutet das ich meine Nutzer tracke. Stattdessen träfe dies auf die Integration der Google-Werbung am unteren Bildschirmrand in der Artikelansicht zu. Der hierfür verwendete Code würde in der Tat Daten an Google übermitteln, um die Werbeeinblendungen näher an den Vorlieben des jeweiligen Nutzers zu orientieren und damit zu personalisieren. Die Werbeeinblendungen werden also nicht komplett deaktiviert, sie werden für den Nutzer lediglich weniger relevante Inhalte anzeigen. Es wird erwartet, dass wohl bis zu 68% und damit mehr als zwei Drittel aller iOS-Nutzer den anfragenden Apps die Erlaubnis zum Tracking verweigern werden.

Apple veröffentlicht neue Betas von iOS/iPadOS 14.6, tvOS 14.6 und watchOS 7.5

Frei nach dem Motto nach dem Update ist vor dem Update, läuft inzwischen schon wieder die nächste Betaphase für Apples Betriebssysteme. So können registrierte Entwickler seit dem heutigen Abend die inzwischen zweiten Vorabversionen von iOS/iPadOS 14.6, watchOS 7.5 und tvOS 14.6 auf ihren Geräten installieren. Noch ist unklar, welche neuen Funktionen sich darin befinden und wann Apple die finale Version dieser Updates für alle Nutzer veröffentlichen wird. Es dürfte sich aber aller Wahrscheinlichkeit nach um die letzten großen Updates der Systeme vor der Veröffentlichung der komplett neuen Versionen handeln, welche auf der WWDC Anfang Juni vorgestellt und dann im September gemeinsam mit den neuen iPhones veröffentlicht werden.

Die Geheimnisse der "App Tracking Transparency"

Die Einführung der "App Tracking Transparency" mit iOS/iPadOS 14.5 hat jede Menge Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Allerdings gehen damit auch immer jede Menge Verwirrungen einher. Eine relativ häufig dabei gestellte Frage ist, wie man denn nun dem Tracking durch die Apps widersprechen kann. Die Antwort hierauf ist recht simpel. Sobald eine App ab sofort aktualisiert oder neu veröffentlicht wird, muss sie die Abfrage mitbringen, wenn sie Code enthält, der potenziell zum Tracken des Nutzers eingesetzt werden kann. Die meisten Bestands-Apps bringen die Abfrage entsprechend nicht mit und müssen diese auch erst frühestens mit dem nächsten Update umsetzen.

Darüber hinaus findet sich in den Einstellungen des Geräts bereits seit geraumer Zeit ein Schalter unter "Datenschutz > Tracking", mit dem man das Tracking generell deaktivieren kann. Ist dies geschehen, fragen auch die Apps gar nicht mehr hiernach. Ist der Schalter hingegen aktiviert, findet man an dieser Stelle auch Einstellungen für die Apps, die bereits die ATT implementiert haben und kann deren Einstellungen auch im Nachgang noch verändern.

Bei manchen Nutzern ist allerdings schon der allgemeine Schalter zum Deaktivieren des Trackings ausgegraut, was bei diesen Nutzern entsprechend zu Verwirrung geführt hat. Apple selbst hat hierzu inzwischen mittels eines entsprechenden Support-Dokuments für Aufklärung gesorgt. So können verschiedene Umstände dafür sorgen, dass der Schalter ausgegraut ist. Hierzu gehören unter anderem die folgenden Punkte:

  • Nutzer mit Accounts von Kindern unter 18 Jahren, wenn diese mit ihrer Apple ID angemeldet sind
  • Falls die Apple ID durch eine Bildungseinrichtung oder mit einem Konfigurationsprofil verwaltet wird
  • Falls die Apple ID in den vergangenen drei Tagen erstellt wurde

Weitere Informationen zur "App Tracking Transparency" hat Apple zudem in dem folgenden Video zusammengestellt.



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Apple wollte ursprünglich Flash unter iOS und iMessage unter Android

Hin und wieder ist es schon durchaus spannend, was für Details die gerichtlichen Auseinandersetzungen, die Apple immer wieder ausfechten muss, so zu Tage fördern. So hat sich unter anderem Apples ehemaliger Software-Chef Scott Forstall in einer schriftlichen Äußerung im Rahmen des Streits zwischen Epic und Apple zu Wort gemeldet. Dabei geht es vor allem um die Anfangstage von iPhone und AppStore. Interessant ist unter anderem, dass Apple offenbar ursprünglich geplant hatte, Flash unter iOS zu unterstützen und Adobe sogar bei der Umsetzung helfen wollte. Die Ergebnisse waren allerdings so ernüchternd, dass man schließlich den komplett anderen Weg eingeschlagen hat.

We did not ship Flash. We tried to make Flash work. We helped Adobe. We definitely were interested. Again, this is one where I thought if we could help make it work, this could be great. Flash has been such a problem because the way that it hooks into systems, it’s been a virus nightmare on Windows, even on the Mac. And when we got it running on iOS, the performance was just abysmal and embarrassing and it could never get to something which would be consumer value add.

Beinahe schon legendär ist der offene Brief des damaligen Apple CEO Steve Jobs der Adobe Flash seinerzeit quasi in der Luft zerrissen hatte. Darin äußerte sich unter anderem auch dahingehend, dass Apple niemals geplant hatte, Flash unter iOS zu unterstützen und stattdessen HTML5 als Technologie der Zukunft ansieht. Wie sich später herausstellte, hatten Apple und Jobs recht. Anfang dieses Jahres wurde Flash dann offiziell eingestellt.

Eien ebenfalls interessante Anekdote aus den Unterlagen zu Apples Gerichtsverhandlung mit Epic: Apples Dienste-Chef Eddy Cue hatte bereits im Jahr 2013 geplant, iMessage auch unter Android verfügbar zu machen und wollte dies Apple-intern vorantreiben. Im Endeffekt wurde er jedoch von den anderen Apple-Managern, wie unter anderem dem damaligen Marketing-Chef Phil Schiller überstimmt. (via MacRumors)

App Tracking Trasparency: Apps dürfen Nutzer nicht für das Aktivieren des Trackings belohnen

Mit der gestrigen Freigabe von iOS/iPadOS 14.5 hat Apple auch die "App Tracking Trasparency" aktiviert, durch die der Nutzer künftig selbst entscheiden kann, ob er sich von Apps über Webseiten und andere Apps hinweg zum Zwecke von personalisierten Werbeeinblendungen tracken lassen möchte. Während dies auf der einen Seite von den Werbetreibenden natürlich eine Menge Kritik auf den Plan ruft, fördert es offenbar auch die Kreativität für Ansätze, wie man Apples Maßnahmen umgehen kann. Während Apple bereits frühzeitig angekündigt hatte, dass man Apps ohne zu zögern aus dem AppStore entfernen wird, sollten irgendwelche Umgehungswege genutzt werden, hat man dies nun noch einmal präzisiert.

So gilt die Drohung der Entfernung aus dem AppStore auch für Apps, die ihre Nutzer belohnen würden, wenn diese dem Tracking zustimmen sollten. Dies hat Apple nun noch einmal unmissverständlich klar gemacht und auch die entsprechende Sektion in seinen Human Interface Guidelines umfangreich aktualisiert. Dort heißt es inzwischen ausdrücklich:

  • Don't offer incentives for granting the request. You can't offer people compensation for granting their permission, and you can't withhold functionality or content or make your app unusable until people allow you to track them.
  • Don't display a custom message that mirrors the functionality of the system alert. In particular, don't create a button title that uses "Allow" or similar terms, because people don't allow anything in a pre-alert screen.
  • Don't show an image of the standard alert and modify it in any way.
  • Don't draw a visual cue that draws people's attention to the system alert's Allow button.

Entwickler haben grundsätzlich die Möglichkeit, den in den ATT-Meldungen angezeigten Text anzupassen. Zudem dürfen sie auch einen Splashscreens anzeigen, bevor die Tracking-Abfrage eingeblendet wird. Allerdings muss diese eindeutig sein und darf den Nutzer nicht irreführen.

If you display a custom screen that precedes a privacy-related permission request, it must offer only one action, which must display the system alert. Use a word like "Continue" to title the action; don't use "Allow" or other terms that might make people think they're granting their permission or performing other actions within your custom screen.

"App Tracking Transparancy": Craig Federighi im Interview, Funktionsweise im Video

Eine der großen Neuerungen in dem gestern Abend veröffentlichten iOS/iPadOS 14.5 ist die Einführung der "App Tracking Transparancy" (ATT). Diese erfordert es, dass alle neuen und aktualisierten Apps künftig eine Abfrage enthalten müssen, falls Code enthalten mit denen der Nutzer zum Zwecke der Schaltung von personalisierter Werbung über andere Apps und Webseiten verfolgt werden kann. Über die Abfrage kann der Nutzer dann selbst entscheiden, ob er dies zulassen möchte oder nicht. Dies hat vor allem in der Werbeindustrie ein mittelschweres Beben ausgelöst, da man dort natürlich seine Felle davonschwimmen sieht. Das Wall Street Journal hat zu dem Thema nun ein Interview mit Apples Software-Chef Craig Federighi geführt, in dem dieser auf Apples Ziel und die Umsetzung der ATT eingeht.



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Wie zu erwarten legen Apple und Federighi den Fokus vor allem darauf, dass der Nutzer die volle Kontrolle über seine Daten haben sollte. Aus diesem Grunde sollte er es auch sein, der darüber entscheidet, ob er diese Daten den Werbetreibenden zur Verfügung stellen möchte, damit diese ihre Einblendungen besser an die Vorlieben des Nutzers anpassen können.

"These devices are so intimately a part of our lives and contain so much of what we're thinking and where we've been and who we've been with that users deserve and need control of that information. The abuses can range from creepy to dangerous."

Das WSJ führte auch ein Gespräch mit dem für Werbung verantwortlichen Manager bei Facebook, der ins Feld führt, dass nun wahrscheinlich viele Nutzer sich gegen das Tracking entscheiden würden, ohne hierbei von Apple über die Auswirkungen aufgeklärt zu werden. Entsprechend würde der dadurch ausgelöste Wegfall der Werbeeinnahmen verstärkt zu kostenpflichtigen Inhalten im Internet führen. Laut Federighi hatte man die Reaktion von Facebook und Co. bei Apple erwartet. Man sei dennoch der Meinung, dass man mit der Einführung von ATT das Richtige tue. Es wird erwartet, dass wohl bis zu 68% und damit mehr als zwei Drittel aller iOS-Nutzer den anfragenden Apps die Erlaubnis zum Tracking verweigern werden.

Unterdessen hat Apple ein neues Video veröffentlicht, in dem die "App Tracking Transparency", ihre Funktionsweise und Auswirkungen noch einmal erklärt werden. Auch hier lautet das Motto:

"Your information is for sale, you have become the product. [...]It's a feature that gives you a choice. A choice on how apps use and share your data. Whatever you choose is up to you."

In dem Video zeigt Apple dann auch noch einmal auf, auf was für Daten im Detail die Apps teilweise Zugriff haben, wie beispielsweise Standortinformationen, das Alter, Gesundheitsdaten oder Browser-Historie. Teilweise macht es natürlich Sinn, dass manche Apps hierauf zugreifen, oftmals ist dies jedoch nicht der Fall.



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