Apples "App Tracking Transparency" (ATT) ist inzwischen seit gut zwei Wochen in Umlauf (und funktioniert seit heute nun auch bei allen Nutzern) und schon macht sich ihr Effekt bemerkbar. Wie die Post-IDFA Alliance berichtet, stimmen bislang gerade einmal 36,5% der iOS-Nutzer dem Tracking durch Apps zu. Dies führt bereits offenbar dazu, dass die Werbeanbieter bereits jetzt verstärkt auf Android ausweichen. Bei der Post-IDFA Alliance selbst handelt es sich um einen Zusammenschluss solcher Werbeanbieter (u.a. AdColony, Fyber, Chartboost, InMobi, Vungle und Singular), die ihre personalisierte Werbung auf Basis des "Identifier for Advertisers" (IDFA) schalten. Genau dieser IDFA ist es nun, der durch Apples ATT blockiert wird.
Unter anderem hierdurch haben sich inzwischen die Ausgaben der Anbieter auf der Android-Plattform seit der Einführung der ATT um 8,3% bis 21% erhöht. Gleichzeitig sanken die Ausgaben unter iOS, wenngleich bisher um lediglich 3%. Die Post-IDFA Alliance erklärt, dass es sich zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich um ein Experiment handelt, während man die Entwicklung auf den beiden Plattformen beobachtet. Grundsätzlich wird damit gerechnet, dass die Ausgaben mittelfristig auf beiden Plattformen steigen werden.
Zu den 36,5% der Nutzer, die bislang dem Tracking auf App-Basis zugestimmt haben gesellen sich noch ca. 18,9%, die den seit heute bei allen Nutzern aktiven Schalter "Apps erlauben, Tracking anzufordern" per se deaktiviert haben. Der Rest der bereits mit iOS 14.5 arbeitenden Nutzer haben es den Apps verboten, sie zu tracken.
Eine der großen Neuerungen, die Apple mit iOS 14.5 eingeführt hatte war die "App Tracking Transparency", mit der die Nutzer künftig selbständig entscheiden können, ob sie sich von Apps über Webseiten und andere Apps hinweg zum Zwecke von personalisierten Werbeeinblendungen tracken lassen wollen. Hierzu wird eine entsprechende Abfrage bei Apps eingeblendet, die über einen Tracking-Code verfügen. Problematisch war für einige Nutzer allerdings direkt zum Start, dass der zugehörige Schalter in den iPhone-Einstellungen unter "Datenschutz > Tracking > Apps erlauben, Tracking anzufordern" ausgegraut war und sich somit nicht umlegen ließ. Dies wollte man eigentlich mit der Veröffentlichung von iOS 14.5.1 beheben, was allerding auch nicht in allen Fällen zum Erfolg geführt hat.
Inzwischen mehren sich allerdings die Stimmen in den sozialen Medien, wonach sich der Schalter wie von Zauberhand inzwischen umlegen lässt. Es ist unklar, was genau Apple für Maßnahmen ergriffen hat aber anscheinend konnte man den Schalter serverseitig und somit remote aktivieren. Sollte man von dem Problem betroffen gewesen sein, lohnt es sich im Zweifel also, einmal in den Einstellungen nachzuschauen, ob sich die Option inzwischen aktivieren lässt.
Die Ankündung von Apple Music HiFi heute Mittag hatte es bereits vorweg genommen, dass für die Nutzung der neuen Funktionen ein Softwareupdate erforderlich sein würde. Hierbei dürfte es sich um iOS 14.6 handeln, dessen Betaphase sich seit heute Abend auf der Zielgeraden befindet. So können registrierte Entwickler nun nicht nur den Release Candidate von iOS/iPadOS 14.6 sondern auch den von macOS 11.4, watchOS 7.5 und tvOS 14.6 auf ihren Geräten installieren. Noch ist unklar, welche größeren neuen Funktionen sich außer den Apple Music Anpassungen darin befinden und wann Apple die finale Version dieser Updates für alle Nutzer veröffentlichen wird. Es dürfte sich aber aller Wahrscheinlichkeit nach um die letzten großen Updates der Systeme vor der Veröffentlichung der komplett neuen Versionen handeln, welche auf der WWDC Anfang Juni vorgestellt und dann im September gemeinsam mit den neuen iPhones veröffentlicht werden.
Am gestrigen Abend hat Apple die inzwischen dritten Betaversionen von iOS und iPadOS 14.6 veröffentlicht. Während bislang noch keine bahnbrechenden Neuerungen darin entdeckt wurden, haben die Kollegen von 9to5Mac immerhin eine kleine aber feine Kleinigkeit gefunden, die sich mit iOS 14.6 ändern wird. So wird es künftig eine weitere Kontaktinformation geben, die sich für einen verlorenen AirTag hinterlegen lässt. War es bislang so, dass man lediglich eine Telefonnummer hinterlegen konnte, die dem Finder auf einer Webseite angezeigt wurde, wenn er einen verlorenen AirTag gefunden hat, kann man alternativ nun auch eine E-Mail Adresse hinterlegen.
Bei der Konfiguration wird der Nutzer wie auch schon bei der Angabe der Telefonnummer darüber informiert, dass die E-Mail Adresse jedem angezeigt wird, der einen AirTag findet, der sich im "Verloren Modus" befindet. Wörtlich heißt es dort:
"Nachdem du den Modus "Verloren" aktiviert hast, wird diese E-Mail-Adresse für die Person sichtbar, die dein Objekt findet. So können dich andere kontaktieren, wenn sie dein verlorenes Objekt gefunden haben."
Aktuell hat man lediglich die Wahl, eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse zu hinterlegen, nicht jedoch beide Informationen. Dennoch wird die Neuerung vor allem für all diejenigen willkommen sein, die ihre Telefonnummer ungern an Fremde herausgeben.

Frei nach dem Motto nach dem Update ist vor dem Update, läuft inzwischen schon wieder die nächste Betaphase für Apples Betriebssysteme. So können registrierte Entwickler seit dem heutigen Abend die inzwischen dritten Vorabversionen von iOS/iPadOS 14.6, macOS 11.4, watchOS 7.5 und tvOS 14.6 auf ihren Geräten installieren. Noch ist unklar, welche neuen Funktionen sich darin befinden und wann Apple die finale Version dieser Updates für alle Nutzer veröffentlichen wird. Es dürfte sich aber aller Wahrscheinlichkeit nach um die letzten großen Updates der Systeme vor der Veröffentlichung der komplett neuen Versionen handeln, welche auf der WWDC Anfang Juni vorgestellt und dann im September gemeinsam mit den neuen iPhones veröffentlicht werden.
Viele Werbetreibende haben es befürchtet, nun zeigen erste Zahlen, dass diese Befürchtung wohl auch gerechtfertigt war. Seit iOS 14.5 hat Apple die sogenannte "App Tracking Transparency" (ATT) aktiviert, durch die Entwickler nun die Nutzer um Erlaubnis fragen müssen, dass Code in ihren Apps sie webseiten- und appübergreifend tracken. Allein durch diese Abfrage konnte bereits davon ausgegangen werden, dass die meisten Nutzern dem wohl eher ablehnend gegenüberstehen. Wie die AppStore-Analysten von Flurry Analytics nun auf Basis erster Zahlen ermittelt haben, dürfte dies sogar noch deutlicher sein als bislang erwartet.
Den Analysten zufolge würden satte 96% der iOS-Nutzer in den USA die Zustimmung zum Tracking bislang verweigert haben. Diese Ergebnisse basieren auf einem Datensatz von 2,5 Millionen täglich aktiven Nutzern. Auf die ganze Welt bezogen sind es immer noch 11%, die dem Tracking nicht zustimmen. Hier hat man sich die Daten von 5,3 Millionen täglich aktiven Nutzern angeschaut. Interessant ist dabei auch, dass die Nutzer dem Tracking offenbar größtenteils aktiv widersprechen. Nur 4% der iOS 14.5 Nutzer haben demnach den (nach wie vor teilweise ausgegrauten) Schalter "Apps erlauben, Tracking anzufordern" deaktiviert, so dass sie die ATT-Anforderung angezeigt bekommen.
Übrigens beginnt Facebook inzwischen auch in Deutschland mit dem Einblenden des Splash-Screen auf dem man den Nutzer über den Sinn des Trackings aufklären möchte und dabei auch anmerkt, dass man so als Nutzer dazu beitragen kann, dass Facebook kostenlos bleibt...

Ups, da hat wohl jemand bei Apple nicht aufgepasst. Selbstverständlich sollten die Ingenieure und Designer in Apple ein wenig mehr Einblicke in eine App haben, als dies für den normalen Nutzer der Fall ist. Allerdings sollten diese Einblicke dann doch deaktiviert sein, sobald eine Funktion oder App auf die Allgemeinheit losgelassen wird. Gepennt hat dieses Mal jemand im Team der "Wo ist" App, in die seit Kurzem ja auch die AirTags integriert sind. Darin hat ein Nutzer nun nämllich zufällig einen "Developer Modus" entdeckt, der offenbar nur für interne Zwecke gedacht war.
Startet man die "Genaue Suche" für einen AirTag, erscheint zunächst eine Animation mit sich bewegenden, in einem Kreis angeordneten Punkten auf dem Display. Tippt man in diesem Modus einige Male auf den oben rechts links eingeblendeten Namen des AirTags, erscheint der angesprochene "Developer Modus" mit dem man zwar nicht so wahnsinnig viel anfangen kann, der aber dennoch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen von Apples Arbeit gewährt.
So werden auf dem eingeblendeten Screen verschiedene Echtzeit-Informationen und technische Daten zur Suche des AirTags angezeigt, inkl. solcher, die vom Beschleunigungssensor und dem Gyroskop des iPhone stammen. Man findet in dem Menü auch verschiedene Schieberegler, von denen ich aber vorsichtshalber die Finger lassen würde, wenn man nicht genau weiß, was man tut. Im Zweifel zerschießt man sich hierbei sonst das Auffinden der AirTags über die "Genaue Suche".

Dass der ständige Blick auf das Handy-Display nicht unbedingt förderlich für die Nachtruhe ist, dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein. Apple hat in den vergangenen Jahren versucht, dies Stück für Stück zu lindern, indem man Maßnahmen wie Night Shift, den Dark Mode oder das True Tone Display eingeführt hat. Eine neue Studie der Brigham Young University (BYU) zeigt nun allerdings, dass speziell Night Shift keinen wirklichen Einfluss auf einen besseren Schlaf hat. Die Funktion ist eigentlich dazu gedacht, dass das blaue Licht aus der Anzeige weitestgehend herausgefiltert wird, was die Augen schonen und damit einen besseren Schlaf gewährleisten soll. Hierzu werden sowohl die Uhr, als auch Ortsinformationen herangezogen, um das Display entsprechend zu steuern.
Die neue, in Sleep Health veröffentlichte Studie der BYU widerlegt nun offenbar den positiven Effekt der Blaulichtreduktion auf den Schlaf. In ihrer Studie haben die Forscher gemeinsam mit dem Cincinnati Children's Hospital Medical Center den Schlaf von 167 Probanden zwischen 18 und 24 Jahren in drei Gruppen untersucht:
- Nutzer, die Night Shift? eingeschaltet haben
- Nutzer, die Night Shift nicht eingeschaltet haben
- Nutzer, die ihr Smartphone vor dem Schlafengehen nicht genutzt haben
Insgesamt wurden dabei keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den drei Gruppen festgestellt. Die Teilnehmer der Studie sollten pro Nacht mindestens acht Stunden im Bett verbringen. Währenddessen wurde der Schlaf mit einem Armband überwacht. Nutzer, die ihr Smartphone vor dem Schlafen genutzt haben, hatten zudem eine App auf ihrem Gerät installiert, die das Nutzungsverhalten überwachte.
Die Forscher kommen auf Basis ihrer Ergebnisse zu dem Schluss, dass das blaue Licht in Smartphone-Displays lediglich einer von mehreren Faktoren ist, welche sden Schlaf beeinflusst. Nicht unterschätzt werden sollte auch die jeweils ausgeführte Tätigkeit, wie Texten, Scrollen oder Websurfen auf das Einschlafen. Eines steht nach der Studie allerdings auch fest. Schaden kann das Aktivieren der Funktion im Endeffekt auch nicht.