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Apple veröffentlicht erste Public Beta von iOS 13, iPadOS 13, macOS Catalina und tvOS 13

Sogar eine Woche früher als auf der WWDC angekündigt hat Apple am heutigen Abend die ersten öffentlichen Betaversionen von iOS 13, iPadOS 13, macOS Catalina und tvOS 13 veröffentlicht. Diese stehen ab sofort für alle Teilnehmer an Apples öffentlichem Beta-Testprogramm zum Download bereit. Die Teilnahme an diesem Programm ist kostenlos, allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es zu diversen Problemen kommen kann, wenn man eine Beta-Version auf seinem täglich im Einsatz befindlichen iPhone oder iPad installiert. Die Installation der Beta erfolgt über die Intsallation einer Profil-Datei auf dem iOS-Gerät. Anschließend werden einem die Betaversionen als reguläre Updates angeboten.

Offenbar ist die erste öffentliche Testversion identisch zur vergangene Woche freigegebenen zweiten Entwickler-Beta. Diese weist noch diverse Bugs und Instabilitäten auf, weswegen ich noch einmal die oben geschriebene Warnung betonen möchte. Unter anderem gibt es derzeit Probleme mit der Mail-App, an verschiedenen anderen Stellen im System und der Akkulaufzeit. Sollte man auf den täglichen Einsatz des Geräts angewiesen sein, auf das man die Public Beta installieren würde, rate ich dringend hiervon ab. In jedem Fall sollte vor der Installation ein lokales Backup via iTunes angefertigt werden.

Google streicht sämtliche Pläne zur Entwicklung eigener Tablet-Hardware

Das iPad ist prinzipiell seit seiner Vorstellung das dominierende Tablet auf dem Markt, was es anderen Herstellern schwer macht, sich dort ebenfalls zu behaupten. Dies bekam nun auch Google zu spüren und hat sämtliche Pläne, in Zukunft weitere eigene Tablets zu produzieren verworfen, wie Computerworld berichtet. Dem Rotstift zum Opfer fallen dabei auch zwei Geräte, die sich bereits in der Entwicklung befanden, nun jedoch eingestampft wurden. Im vergangenen Jahr hatte der Suchmaschinen-Gigant das Pixel Slate auf den Markt gebracht und seither an zwei ähnlichen Geräten gearbeitet. Deren Entwicklung wurde nun jedoch gestoppt, weil man sich bei Google stattdessen komplett auf den Laptop-Markt konzentrieren möchte.

Zu beachten ist dabei, dass Google eine eigene Definition für die Gerätekategorie Tablet hat. So haben derlei Geräte keinerlei Hardware-Tastatur und lassen sich auch nicht an eine solche anschließen. Entsprechend ordnet man ein Convertible wie das hauseigene Pixelbook der Kategorie Laptops zu. Zu den weiterführenden Gründen für die Entscheidung wollte Google sich nicht äußern, allerdings hat das Pixel Slate kaum nennenswerten Marktanteil gegen die großen Player Apple und Samsung erzielen können, was socherlich zu der Entscheidung beigetragen haben wird. Für Besitzer eines Pixel Slate hat Google immerhin angekündigt, dieses bis zum Juni 2024 weiter unterstützen zu wollen.

Die neuen und iPad-spezifischen Funktionen von iPadOS 13 im Video

Mit der Vorstellung von iPadOS gelang Apple auf der WWDC eine echte Überraschung. Die Basis des neuen Tablet-Betriebssystems bildet natürlich auch weiterhin iOS und enthält auch sämtliche Neuerungen aus iOS 13, allerdings bringt iPadOS jede Menge Funktionen mit, die speziell für das iPad interessant sind. Hierzu gehören unter anderem ein neuer Homescreen mit kleineren App-Icons und auf der linken Seite einblendbaren Widgets. Auch das Multitasking wird von Apple mit iPadOS 13 auf eine neue Stufe gehoben und unterstützt nun beispielsweise mehrere Fenster ein und derselben App im Split View Modus. Im Slide Over Modus lassen sich zudem nun mehrere Fenster übereinander stapeln und per App Exposé schnell zwischen ihnen wechseln.

Diese und viele weitere Funktionen präsentieren die Kollegen von MacRumors nun in einem durchaus sehenswerten Video, welches einen guten Eindruck von iPadOS 13 vermittelt, ohne dass man hierfür die aktuell noch recht fehlerhafte Beta-Version auf seinem iPad installieren müsste.



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Apple präsentiert Beispiele für den erfolgreichen und sinnvollen Einsatz von iPads in Bildungseinrichtungen

In einer neuen Pressemitteilung unter dem Titel "Wenn Worte nicht ausreichen, finden Lehrer mit dem iPad eine gemeinsame Sprache." hat Apple heute verschiedene Beispiele für die erfolgreiche und sinnvolle Nutzung von iPads in Bildungseinrichtungen präsentiert. Eines dieser Beispiele porträtiert dabei die Arbeit von Lehrern an der Wilhelm-Ferdinand-Schüßler-Tagesschule in Düsseldorf, die das iPad für Sprachkurse für ausländische Kinder und den Abbau von Sprachbarrieren einsetzen. Hierzu nimmt die Schule an Apples 1:1 iPad-Programm teil, welches jedem Schüler Zugang zu einem eigenen iPad gewährt, mit dem er zum Zwecke des Unterrichts arbeiten kann. Die Wirkung ist nach Angaben der Schule durchweg positiv. So haben seit dem Start des Programms 100% der Teilnehmer ihren Abschluss gemacht, was einer Verbesserung von über 20% entspricht. Dank des iPads haben die Schüler nun unter anderem die Möglichkeit, nach ihrem eigenen Tempo zu lernen.

In weiteren Beispielen berichtet Apple zudem von ähnlichen Projekten am College Daniel Argote im französischen Pau, an der Stenkulaskolan-Schule im schwedischen Malmö oder an der St. Cyres School in Penarth, Wales. Überall konnten durch den Einsatz des iPad Verbesserungen bei den Lernerfolgen festgestellt werden. Die komplette Pressemitteilung ist für interessierte Leser definitiv einen Abstecher wert.

Apple arbeitet offenbar an einer neuen, schlankeren Implementierung des Siri-Screens auf dem iPad

Des Running-Gags mit dem stets prominent mitten auf dem Display eingeblendeten Lautstärkeindikators hat sich Apple mit iOS 13 und iPadOS 13 bereits angenommen. Mit einem zukünftigen Update dürfte wohl auch eine neue Implementierung des Siri-Screens (zumindest) auf dem iPad erfolgen. Sowohl auf dem iPhone, als auch auf dem iPad führt (sofern aktivier) das Kommando "Hey Siri" dazu, dass Apples Sprachassistentin mit sofortiger Wirkung den kompletten Bildschirm einnimmt. Wenn man ehrlich ist, ist dies für den angedachten Zweck eigentlich mehr als überflüssig. Auf dem Mac hingegen hat Apple dies deutlich weniger verschwenderisch gelöst und blendet das entsprechende schlanke Fenster lediglich in einer Ecke des Displays ein. Warum nicht so auch auf dem iPad hat sich der Apple-User Juliano Rossi gefragt und diese Frage dann auch entsprechend an Apple geschickt. Zu seiner Überraschung antwortete ihm Apples Software-Chef Craig Federighi höchst persönlich. Er schreibt:

Hi Juliano,

Thanks for the note. Really glad that you enjoyed the keynote.
What you describe is certainly valid feedback. Unfortunately, it's not something we can add in at the last minute, but we will certainly consider it for the future.
Thanks for caring!

- craig

Es sieht also ganz danach aus, als würde sich Apple dieses Themas im kommenden Jahr dann auch noch annehmen. Ob dies dann auch auf dem iPhone umgesetzt wird, geht aus der Antwort nicht hervor, konsequent wäre es aber trotz der inzwischen eingeführten Trennung von iOS und iPadOS aber allemal. Die brailianischen Kollegen von iHelp BR haben die Federighi-Antwort übrigens gleich mal zum Anlass genommen und ein Mockup erstellt, wie der neue Siri-Screen aussehen könnte.

Apples Software-Chef Craig Federighi im Interview zu den WWDC-Themen

Sind wir mal ehrlich, Apple CEO Tim Cook ist nicht unbedingt der charismatische Bühnenprdiger, der Steve Jobs einst war. Aber Gott sei Dank hat Apple inzwischen einen würdigen Nachfolger für diese Aufgabe gefunden. Die Rede ist natürlich von "Hair Force One" Craig Federighi. Und mit eben jenem Software-Chef von Apple haben die Kollegen Federico Viticci und John Voorhees nun ein durchaus unterhaltsames Interview zu den WWDC-Themen auf ihrem AppStories Podcast geführt. Eines der Themen war dabei Project Catalyst, Apples Bestreben, die Codebasis von iOS- und Mac-Apps zu vereinheitlichen und so die iOS-Apps auch auf dem Mac lauffähig zu machen.

Laut Federighi wird es Project Catalyst vielen Entwicklern ermöglichen, ihre iPad-Apps auf den Mac zu bringen, wodurch es mittelfristig keine getrennten Entwickler-Teams für iOS-Apps und für Mac-Apps geben wird. Dies sei vor allem der Annäherung der beiden Haupt-Frameworks UIKit und AppKit zu verdanken. Entsprechend begeistert zeigt sich Federighi von Catalyst, der bereits verschiedene vom iPad auf den Mac portierte Apps begutachten durfte. Unter anderem wird Twitter ein Comeback mit einer nativen App auf dem Mac feiern, die auf der iPad-App basiert.

Ein weiterer wichtiger Schritt für die Entwickler dürfte zudem auch die Einführung von SwiftUI sein, womit man künftig Nutzeroberflächen mithilfe von wenigen deklarativen Codezeilen erstellen kann. Nicht nur die Arbeit der Entwickler soll hierdurch einfacher werden, laut Federighi dürfte sich auf diese Weise auch die gesamte Qualität der erstellten Apps verbessern.

Selbstverständlich wurde Apples Software-Chef auch auf die Hintergründe nach der Abspaltung von iPadOS aus dem bisherigen iOS angesprochen. Hauptverantwortlich sei hier gewesen, dass sich das iPad inzwischen zu einer vollkommen unterschiedlichen Gerätekategorie entwickelt hat als das iPhone. Aus diesem Grunde sei es notwendig geworden, dem Gerät auch ein hieran angepasstes, eigenes Betriebssystem zu verpassen. Vor allem spielten dabei auch iPad-exklusive Funktionen, wie Drag and Drop, Split View, Slide Over oder auch der Apple Pencil eine wichtige Rolle. Diese Funktionen führen zu einer komplett anderen Arbeitsweise auf dem iPad als auf dem iPhone. Auch tvOS und watchOS basieren in ihrem Kern auf iOS und sind an ihre jeweilige Plattform angepasst. Genau wie jetzt auch iPadOS.

Und last but not least wäre Craig Federighi nicht Craig Federighi, hätte er nicht auch noch einen augenzwinkernden Kommentar im Ärmel. Angesprochen auf die neue Möglichkeit, externe Speichermedien wie USB-Sticks oder SD-Karten an das iPad anzuschließen, erklärte der Software-Chef, dass er selbst ein großer Freund von kabellosen Übertragungstechnologien sei, manche Leute aber die 1990er Jahre nicht so recht hinter sich lassen könnten:

External drives. We're willing to acknowledge the 1990s and go all the way back. You know, people still use them sometimes. I'm an AirDrop fan myself, but I understand there are other uses… we know with photographers, the ability to import their photos directly into an app like Lightroom is so important.

Das komplette Interview ist wie gesagt durchaus unterhaltsam und kann bei den Kollegen von MacStories abgerufen werden.

Apple verrät, wie die neue "Find my"-App im Detail funktioniert

Mit iOS 13 und macOS Catalina werden die beiden ehemaligen separaten Apps "Find my iPhone" und "Find my Friends" in der neuen App "Find my" zusammengeführt. Beeindruckend dabei: Künftig können iPhones, iPads und Macs (und vielleicht bald auch noch mehr) auch dann gefunden werden, wenn diese nicht gerade mit dem Internet verbunden sind. Dies geschieht auf Basis von verschlüsselten Bluetooth-Beacons, die periodisch versendet werden und die von anderen Apple-Geräten aufgefangen werden können. Hierdurch entsteht ein sicheres Netzwerk unter in der Nähe befindlichen Apple-Geräten, über das das jeweils gesuchte Gerät dann aufgespürt werden kann. Die Position wird dann an Apple übermittelt und innerhalb der neuen "Find my" App angezeigt.

Apple hatte dies am Montag auf der Keynote zur Eröffnung der WWDC bereits gezeigt, die Kollegen von WIRED nun aber mit weiteren Detailinformationen zu der Funktionsweise versorgt. Im Zentrum stand für Apple erneut das Thema Datenschutz, weswegen auch eine Verschlüsselung zum Einsatz kommt die verhindert, dass die Technologie missbraucht wird. Voraussetzung hierfür ist, dass für die Nutzung von "Find My" mindestens zwei Apple-Geräte konfiguriert wurden. Für die Blöuetooth-Kommunikation mit fremden Geräten wird ein ständig wechselnder öffentlicher Schlüssel generiert, so dass nur die eigenen, mit der persönlichen Apple ID verknüpften Geräte in der Lage sind, die Position anschließend auch wieder zu entschlüsseln. Auf diese Art und Weise kann nicht mal Apple diese ermitteln.

Bereits auf der Keynote hatte Apple betont, dass die Bluetooth-Beacons, die hierzu verwendet werden, auf ohnehin bereits existierenden Netzwerkverkehr aufgesetzt werden, so dass weder der Akku, noch das Datenvolumen hiervon beeinträchtigt werden. Konkret sendet das verlorene, gestohlene oder verlegte Gerät also periodisch diese Bluetooth-Beacons aus, die von einem beliebigen Apple-Gerät eines anderen Benutzers aufgefangen und weitertrasportiert werden. Bei einem MacBook ist dies beispielsweise auch dann der Fall, wenn es geschlossen und vom Internet getrennt ist. Ein in der Nähe befindliches iPhone fängt dieses Beacon dann beispielsweise auf, prüft seinen eigenen Standort, verschlüsselt diese Information mit dem öffentlichen Schlüssel des Laptops und sendet diese dann auf die Apple-Server weiter. Entschlüsselt werden können diese Informationen dann ausschließlich wieder vom Besitzer des MacBooks. Nicht einmal Apple hat Zugriff auf diese Informationen, da es nicht im Besitz des privaten Schlüssels zum Entschlüsseln ist.

Eine wirklich clevere Lösung also, die das Auffinden von Geräten künftig deutlich verbessern wird. Verfügbar ist all dies dann ab Herbst in den finalen Versionen von iOS 13, iPadOS 13 und macOS Catalina und der zugehörigen "Find My"-App. Je mehr Nutzer die neuen Betriebssysteme dann installieren, desto größer ist das virtuelle Netzwerk, welches die ausgesendeten Beacons empfangen und weiterleiten kann.

Apple präsentiert iPadOS mit speziellen Funktionen für das Apple-Tablet

Die Gerüchte haben sich bewahrheitet: Apple gliedert das iPad künftig aus dem gewohnten iOS aus und spendiert seinem Tablet ein eigenes Betriebssystem namens "iPadOS". Hiermit möchte man vor allem den herausragenden Produktiv-Möglichkeiten des iPads Rechnung tragen und bietet entsprechend diverse neue Nutzungs- und Oberflächenoptionen an. So lassen sich unter anderem Widgets in iPadOS direkt auf dem Homescreen abgelegt. SlideOver-Ansichten können künftig übereinander gestapelt und leicht zwischen ihnen gewechselt werden.

Bewahrheitet haben sich auch die Gerüchte, wonach sich künftig zwei Fenster derselben App nebeneinander auf dem iPad darstellen lassen. Beispielsweise können so zwei Notizen parallel nebeneinander geöffnet werden, um in ihnen zu arbeiten und Inhalte von einer Notiz in die andere zu verschieben. Die sich hierdurch ergebenden neuen Möglichkeitenmsind wirklich beeindruckend und sorgen für eine neue Dimension der Produktivität auf dem iPad.

Die Dateien-App auf dem iPad bekommt künftig deutlich mehr Funktionen und versteht sich unter anderem auf SMB-Freigaben, USB-Sticks und Speicherkarten, von denen Daten direkt in die App importiert werden können. Zudem kann man künftig auch ganze Ordner in iCloud Drive mit anderen Nutzern teilen. Hallo Dropbox!

Safari auf dem iPad soll künftig ein "Desktop-Class Browsing" bieten. Hierzu bekommt der Browser auf dem iPad einen Download-Manager und die Möglichkeit des Foto-Uploads. Darüber hinaus bekommt das iPad neue Gesten, unter anderem für Copy&Paste und eine systemweite Rückgängig-Funktion, die sich mit einem 3 Finger-Swipe nach links auslösen lässt. Auch die Auswahl von Texten und die Cursorpositionierung werden in iPadOS einfacher als bisher.

Die Verzögerung bei Eingaben mit dem Apple Pencil konnte Apple in iPadOS auf 9ms reduzieren und Entwickler bekommen dank neuer APIs bessere Zugriffsmöglichkeiten auf den Apple Pencil. Hinzu kommen jede Menge kleinere Produktivitäts-Verbesserungen, die sich vermutlich erst in den kommenden Wochen zeigen, wenn die Entwickler sich durch die Betaversionen von iPadOS wühlen.

Die erste Beta steht dabei direkt im Nachgang der Keynote zur Verfügung, die finale Version für alle Nutzer dann im Herbst.