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Coronakrise: Telekom stellt Bestandskunden 10 GB zusätzliches Datenvolumen zur Verfügung

Regelmäßig wird die Telekom belächelt, wenn ich Anfang des Monats darüber berichte, dass das Unternehmen seinen Bestandskunden mal wieder 500 MB zusätzliches Datenvolumen spendiert hat. Über die aktuelle Maßnahme des deutschen Mobilfunk-Marktführers dürfte nun niemand mehr lächeln - außer vor Freunde vielleicht. So hat Telekom-Vorstand Tim Höttges in einer Videobotschaft angekündigt, dass das Unternehmen seinen MagentaMobil-Kunden aufgrund der Coronakrise ein zusätzliches Datenvolumen in Höhe von 10 GB kostenlos zur Verfügung stellt. Die Umsetzung soll laut Höttges zeitnah erfolgen. Darüber hinaus bietet die Telekom all ihren Kunden sechs Monate kostenlosen Zugriff auf das kommende Woche startende Streaming-Angebot Disney+ an. Zudem können Schulen und Unternehmen über die Telekom Microsoft Office 365 für drei Monate kostenlos nutzen, um auf diese Weise unter anderem die Arbeit aus dem Homeoffice zu erleichtern.

Coronavirus: Telekom übergibt Ortsdaten seiner Nutzer zur Auswertung an das Robert-Koch-Institut

Heute Vormittag hatte ich bereits berichtet, dass die USA darüber nachdenken, auf Ortsinformationen von Smartphones zuzugreifen, um die Ausbreitung des Coronavirus besser zu verstehen und im Idealfall auch einzudämmen. In Österreich wird dies bereits praktiziert und auch in Deutschland ist dies offenbar bereits Realität, wie der Tagesspiegel berichtet. Demnach stellt die Telekom dem Robert-Koch-Institut (RKI) bereits die anonymisierten Ortsinformationen der Smartphones in seinem Netz zur Verfügung, damit man dort Rückschlüsse auf die Verbreitung des Virus in Deutschland ziehen kann. Am gestrigen Abend wurde ein erster Schwung Daten mit einer Größe von 5 GB an das RKI übergeben.

Nicht nur in Österreich hat die Weitergabe der Bewegungsdaten bereits für Kritik gesorgt. Die oppositionelle SPÖ spricht gar von einem massiven Eingriff in die Grundrechte der Bürger. Ähnliches ist auch in Deutschland zu erwarten. Aus diesem Grunde bemüht man sich dann auch zu betonen, dass die weitergeleiteten Daten in Echtzeit anonymisiert werden und die kleinste Ebene eines Datensatz immer mindestens die kombinierten Daten von 30 Nutzern umfasst:

"Die Signalisierungsdaten werden in Echtzeit anonymisiert, aggregiert, in Massenstatistiken umgewandelt und stehen erst nach Abarbeitung dieser Arbeitsschritte zur Auswertung bereit."

Der Prozess sei gemeinsam mit den Datenschutzbehörden erarbeitet worden und von der damaligen Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff als datenschutzkonform bewertet worden.

In Israel ist man indes schon ein Stück weiter und hat ein Notfallgesetzt erlassen, welches es den Sicherheitsbehörden ermöglicht, mutmaßlich mit dem Coronavirus infizierte Bürger über ihr Smartphone zu tracken (via BBC News). Laut der israelischen Regierung will man auf diese Weise sicherstellen, dass sich die infizierten Personan auch an die Quarantäneanordnung halten. Laut Premierminister Benjamin Netanyahu gilt das neue Überwachungsgesetz lediglich für 30 Tage.

USA denken über Ortsinformationen von Smartphones zur Corona-Eindämmung nach

Auch in der EU soll es entsprechende Überlegungen gegeben haben, nun denken die USA darüber nach, inwieweit man die Ortsinformationen von Smartphones eventuell dazu nutzen könnte, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen. Wie die Washington Post berichtet, soll sich Apple hierzu in Gesprächen mit Facebook, Google und weiteren Technologiekonzernen befinden. Plan ist es aktuell offenbar, die Ortsinformationen der Nutzer anonymisiert zu aggregieren und hieraus eine Karte der Ausbreitung zu erstellen. Gleichzeitig soll auf diese Weise auch ermittelt werden, inwieweit eine soziale Abschottung dabei hilft, die Ausbreitung zu verlangsamen. Allerdings sollen sich die Gespräche derzeit noch in einem sehr frühen Stadium befinden.

Facebook beispielsweise hat in der Vergangenheit bereits die anonymisierte Bewegungsdaten seiner Nutzer dazu genutzt, um gemeinsam mit Gesundheitsforschern Krankheiten zu erforschen. Die Gefahr bei derlei Datenerhebungen besteht natürlich in einer kontinuierlichen Überwachung und so hat die Regierung bereits verlauten lassen, dass man nicht an einer dauerhaften staatlichen Datenbank interessiert sei, sondern derzeit nach Möglichkeiten suche, um der aktuellen Situation zu begegnen. Die von Facebook für Forschung bereitgestellten Daten sind lediglich auf eine Drittel Meile genau und enthalten keine Informationen über den Nutzer.

In der vergangenen Woche trafen sich bereits Vertreter von verschiedenen Silicon Valley Konzernen, wie Apple, Google, Facebook, Twitter und Amazon mit Vertretern im Weißen Haus in Washington, um Möglichkeiten zu erläutern, wie sie der Regierung in der Coronakrise behilflich sein können. So arbeitet Google derzeit an einer Info-Webseite, über die Nutzer Sympthome eingeben, Corona-Tests arrangieren und Testergebnisse erhalten können. In der San Francisco Bay Area ging die Webseite bereits online - und stieß schnell an ihre Kapazitätsgrenzen.

Nur die beiden Pro-Modelle des 2020er iPhones dürften wohl über die neue 3D-Funktionalität verfügen

Die Kollegen von 9to5Mac veröffentlichen auch weiterhin häppchenweise ihre Fundstücke aus der frühen Vorabversion von iOS 14, die ihnen in die Hände gefallen ist. Darin wurden nun Hinweise gefunden, wonach offenbar nur die Pro-Modelle des iPhone 12 über die erwartete "Time-of-Flight" 3D-Technologie in der rückwärtigen Kamera verfügen wird. Konkret werden die neuen iPhones innerhalb von iOS 14 offenbar mit dem Codenamen "d5x" referenziert (die iPhone 11 Familie hört auf die Bezeichnung "d4x"). Allerdings besitzen lediglich zwei der Modelle den Time-of-Flight Sensor, vermutliich die beiden erwarteten Pro-Varianten iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max.

Die Kollegen gehen davon aus, dass das neue Kamera-Setup des iPhone 12 Pro aus einem Time-of-Flight 3D Sensor, einem Weitwinkelobjektiv, einem Ultraweitwinkelobjektiv und einem Teleobjektiv bestehen wird. Der Time-of-Flight Sensor wird dann erweiterte AR-Funktionen ermöglichen, von denen Apple angeblich mithilfe einer neuen App profitieren wird, die Zusatzinformationen zur Umgebung des Nutzers auf dem Echtzeitbild der Kamera anzeigt. Rein technisch ähnelt die Funktion dieses Sensors der Arbeitsweise der TrueDepth-Kamera, die Apple seit dem iPhone X für Face ID oder Animojis verwendet.

Apple plant anscheinend nicht nur ein iPhone 9, sondern auch ein iPhone 9 Plus

Die Kollegen von 9to5Mac haben mal wieder interessante Entdeckungen aus den Tiefen der frühen Vorabversion von iOS 14 gefischt, die ihnen in die Finger gefallen ist. So scheint Apple nicht nur an einer günstigen Einstiegsversion des iPhone zu arbeiten, die zuletzt als "iPhone 9" gehandelt wurde, sondern auch an einer größeren Version, also einem "iPhone 9 Plus". Hiermit dürften dann demnächst das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus abgelöst werden, die sich aktuell noch als günstige Varianten in Apples Stortiment befinden.

Während das iPhone 9 dann mit einem 4,7" LCD-Display und einem Homebutton mit Touch ID zu erwarten ist, gilt das selbe für das nun ebenfalls erwartete iPhone 9 Plus mit einem 5,5"-Display. Im Inneren der beiden Geräte dürfte dann der aktuell auch im iPhone 11 und iPhone 11 Pro zum Einsatz kommende A13 Bionic Chip stecken, was das Gerät sicherlich attraktiv für Nutzer macht, die aktuell noch mit einem iPhone 6 oder iPhone 7 unterwegs sind. Genau diese Zielgruppe soll Apple mit den neuen Geräten ja auch im Blick haben.

Für den morgigen Tag wird von einigen Beobachtern die Veröffentlichung von iOS 13.4 erwartet. Möglich, dass Apple diese Veröffentlichung nutzt, um auch das iPhone 9 vorzustellen und direkt mit dieser neuen iOS-Version auszuliefern.

Apples A14-Chip soll der erste ARM-Chip mit mehr als 3 GHz Taktrate sein

Während noch darüber spekuliert wird, inwieweit Apples Produktion des iPhone 12 durch das Coronavirus in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, berichtet Research Snipers, dass der darin erwartete A14-Chip möglicherweise der erste ARM-basierte mobile Prozessor sein könnte, der offiziell eine höhere Taktrate als 3 GHz besitzt. Basis ist ein mutmaßlicher Geekbench Score des Chips, in dem eine Taktrate von 3,1 GHz ausgewiesen wird. Dies wären noch einmal 400 MHz mehr als beim aktuellen A13 Bionic-Chip, der eine Taktrate von 2,7 GHz aufweist.

Mit dieser neuen Taktrate stiege auch die Punktzahl im Geekbench-Test sprunghaft an. So läge die Single-Core Punktzahl des A14-Chip bei 1.658 Punkten, was einem Anstieg um 25% gegenüber dem A13-Chip entspräche, und die Multi-Core Punktzahl bei 4.612 Punkten, was einem Anstieg von 33% entspräche. Die zusätzliche Rechenpower könnte dazu verwendet werden, gleichzeitig ausgeführte Prozesse schneller zu bearbeiten und generell das Arbeiten mit den Apps zu beschleunigen.

Zuletzt hieß es, dass Apples Chip-Zulieferer TSMC kommenden Monat die Produktion des wahrscheinlich auf der 5nm-Technologie basierenden A14-Chips hochfahren soll. Ob dies jedoch in Zeiten des Coronavirus wie geplant stattfinden kann, muss aktuell noch abgewartet werden.

Lasergestützte Time-of-Flight 3D-Funktion soll diesjährige iPhone-Kamera deutlich aufwerten

Ursprünglich sollte offenbar Ende März eine neue Generation des iPad Pro auf den Markt kommen, welches neben einer Triple Lens Kamera auf der Rückseite auch eine lasergestützte Time-of-Flight (ToF) 3D-Funktion besitzen sollte. Selbige Funktion wurde auch schon einige Zeit für das iPhone 12 erwartet, wodurch vor allem deutlich erweiterte Augmented Reality Möglichkeiten entstehen würden. Dieses Thema greifen die Kollegen von Fast Company nun noch einmal auf und berichten, dass das im kalifornischen San Jose ansässige Unternehmen Lumentum offenbar als Zulieferer für die benötigten VCSEL-Laser auserkoren wurde. Diese sollen dann auch in mindestens einem der diesjährigen iPhones zum Einsatz kommen.

Neben den AR-Funktionen dürfte die Verwendung der VCSEL-Laser in dem rückseitigen Kamerasystem auch für eine abermalige Verbesserung der Fotos sorgen. Derartige Laser kommen beispielsweise auch in der TrueDepth-Kamera zum Einsatz, über die Apple seit dem iPhone X beispielsweise Face ID, die Animoji und Selfies im Portrait-Mode realisiert. Ein ToF-Kamerasystem wäre allerdings noch einmal ein großer Schritt nach vorne. Unter anderem könnte diese Technologie auch einen einstellbaren Fokus auf das iPhone bringen.

Herauszulesen ist aus dem Bericht auch, dass vermutlich nur die High-End Modelle der diesjährigen iPhones in den Genuss der neuen Funktion kommen werden. Letzte Gerüchte sahen ein 6,7"- und ein 6,1"-Modell, jeweils mit OLED-Display als die High-End Modelle, während ein 5,4"- und ein weiteres 6,1"-Modell den Low-End Bereich abdecken sollen. Passend zu diesen Hardware-Gerüchten kamen Anfang der Woche auf Basis von Fundstücken aus einer frühen Version von iOS 14 Meldungen auf, wonach Apple derzeit eine neue AR-App unter dem Codenamen "Gobi" entwickelt. Diese App würde sich natürlich hervorragend in Kombination mit der erwareteten neuen Hardware machen.

Apples neuestes "Shot on iPhone" Video: 5-stündiger Rundgang durch die Eremitage

Ja, ich weiß, man sollte keine Witze in diese Richtung machen und daher ist der folgende Satz auch keinesfalls als solcher gemeint. Bei steigender Verbreitung des Coronavirus ist es allerdings schon beinahe unvermeidlich, dass sich auch der eine oder andere meiner Leser inzwischen oder demnächst in häuslicher Quarantäne befindet. Solltet ihr in diesem Fall ein wenig Zeitvertreib benötigen und dazu auch noch kunstinteressiert sein, lohnt evtl. ein Blick auf Apples russischen YouTube-Kanal. Hier hat das Unternehmen nämlich sein neuestes Video aus der beliebten "Shot on iPhone" Reihe veröffentlicht: Satte fünf Stunden und 20 Minuten lang!

Inhaltlich durchwandert der Film die Eremitage in Sankt Petersburg, inkl. Originalmusik und verschiedenen Aufführungen. Gedreht wurden die kompletten knapp fünfeinhalb Stunden mit einem iPhone 11 Pro Max in 4K, was den Film insgesamt gute 125 GB groß werden ließ. Übrigens gelang dies mit nur einer Akkuladung und es waren anschließend immer noch 19% Restlaufzeit vorhanden. Wer keine fünf Stunden in der Eremitage verbringen möchte, kann sich übrigens auch die nicht minder beeindruckende Kurzversion gönnen, die ebenfalls nachfolgend eingebettet ist.



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