Schon länger gibt es inzwischen ja zarte Gerüchte, wonach das iPhone ab dem kommenden Jahr wieder mit einem Touch ID Sensor ausgestattet sein könnte. Dieser würde sich dann unter dem Display befinden und den nach wie vor bestehen bleibenden Face ID Sensor ergänzen. Ich persönlich habe ja bereits mehrfach betont, dass ich ein großer Freund einer solchen Lösung wäre. Nun berichten die Kollegen der Economic Daily News erneut, dass Apple entsprechende Pläne weiter vorantreibt. So soll es kommende Woche ein Treffen zwischen Apple-Ingenieuren und dem taiwanesischen Display-Hersteller GIS geben, um die technischen Möglichkeiten zu vertiefen.
Angeblich soll für die Sensorkomponente eine Ultraschall-Technologie von Qualcomm zum Einsatz kommen, die es ermöglichen würde, einen 3D-Scan des Fingers zu erstellen, während optische Sensoren lediglich ein 2D-Modell erstellen können. Da Apple bei solchen Technologien Wert auf den höchtmöglichen Sicherheitsstandard legt, kann man davon ausgehen, dass man wohl in der Tat auf die Ultraschall-Variante zurückgreifen würde. Derzeit kommen die Qualcomm-Module bereits im Samsung Galaxy S10 und Galaxy Note10 zum Einsatz. Im iPhone könnte dann ab dem kommenden Jahr oder im Jahr darauf eine weiterentwickelte Version eingesetzt werden.
Qualcomm-Manager Gordon Thomas hatte bereits auf dem Mobile World Congress Anfang des Jahres in Barcelona angekündigt, dass man bereits deutlich größere Sensoren entwickler als die, die momentan in den Samsung-Geräten verbaut werden. Für das iPhone besagten verschiedene Gerüchte der vergangenen Monate, dass quasi das komplette Display als Sensor genutzt werden könne. Passend dazu hat Qualcomm heute auf seinem Snapdragon Tech Summit auf Hawaii einen neuen 30x20mm Fingerabdrucksensor vorgestellt, der etwa 17 Mal größer sein soll als der aktuelle des Samsung Galaxy S10.
Bereits vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der russische Präsident Putin wohl ein neues Gesetz unterzeichnen wird, welches künftig Hersteller von Smartphones, Computern, Tablets oder auch Smart TVs dazu verpflichtet, russische Apps auf den im Land vertriebenen Geräten vorzuinstallieren. Aus diesem Bericht ist heute nun ein Fakt geworden und das entsprechende Gesetz wurde unterzeichnet, wie Reuters berichtet. Nach offiziellen Angaben soll das Gesetz vor allem die lokalen Wirtschaft dabei unterstützen, mit ausländischen IT-Konzernen besser konkurrieren zu können. Datenschützer haben jedoch bereits größere Bedenken angemeldet, dass auf diese Weise Überwachungs-Apps auf die Geräte geschleust werden sollen, was dazu führen könnte, dass sich manche Hersteller komplett aus dem Markt zurückziehen. Kommt ein Hersteller der Installation der geforderten Apps nicht nach, werden seine Geräte für den russischen Markt ab Juli 2020 ohnehin nicht mehr zugelassen, wie BBC News beriets berichtete.
Es wird zudem davon ausgegangen, dass die vorinstallierten Apps keine Prüfungen durchlaufen müssen, wie dies Beispielsweise bei der Zulassung für den iOS AppStore der Fall ist. Dem Einbau irgendwelcher Hintertüren und sonstiger Spionagesoftware wäre in diesem Falle also Tür und Tor geöffnet. Dies ruft natürlich auch Apple auf den Plan, wo man ja bekanntermaßen sehr viel Wert auf den Datenschutz bei seinen Nutzern legt. Entsprechend hat ein Unternehmenssprecher gegenüber der russischen Publikation The Bell (Google-Übersetzung) bereits zu Protokoll gegeben, dass das Gesetz vergleichbar mit einem Jaibreak der Apple-Geräte sei: "A mandate to add third-party applications to Apple's ecosystem would be equivalent to jailbreaking. It would pose a security threat, and the company cannot tolerate that kind of risk."
Der Moscow Times zufolge wird die russische Regierung in Kürze eine Liste von Apps und Software veröffentlichen, die künftig auf den Geräten vorinstalliert sein müssen, möchte man seine Geräte weiter in Russland vertreiben. Auch zu diesen Geräten soll es dann eine entsprechende Liste geben.