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Apple gewinnt Marktanteile in Samsungs Heimatmarkt Südkorea

Es ist schon einigermaßen spannend. Auf der einen Seite gibt es Meldungen aus Fernost, wonach Apple die Produktion des iPhone X aktuell stark zurückgefahren haben soll, auf der anderen Seite gibt es immer wieder Meldungen über starke Absätze und Zugewinne beim Marktanteil. So berichtet BusinessKorea aktuell von neuen Zahlen der Marktbeobachter von Strategy Analytics, wonach Apple im vierten Quartal 2017 einen neuen Rekordabsatz in Südkorea, also dem Heimatmarkt des gorßen Konkurrenten Samsung erzielt habe. Im Jahresvergleich konnte Apple hier in Sachen Marktanteil um 3,3% zulegen, während Samsungs Anteil im selben Zeitraum um 9% sank.

Damit stand Apple in Südkorea im vierten Quartal des vergangenen Jahres bei einem Marktanteil von 28,3%, während Samsung auf 55% und LG auf 15,7% (zuvor 8,3%) kommt. Über das gesamte Jahr gesehen kommt Samsung auf 56,2%, Apple auf 17,7% und LG auf 17,4%.

Als einen der Gründe für Apples Zugewinne sieht Strategy Analytics die Eröffnung des ersten Apple Store in Südkorea, der die Präsenz Apples auf dem Markt deutlich ankurbeln dürfte. Zudem wurden von den örtlichen Mobilfunkanbietern teilweise erhebliche Nachlässe auf ältere iPhone-Modelle, wie das iPhone 6 und das iPhone 6s gewährt, was die Verkäufe ebenfalls angekurbelt haben dürfte. Allerdings sollen sich auch vor allem die aktuellen Modelle, also das iPhone 8 und das iPhone X ausgesprochen gut verkauft haben und verglichen mit dem iPhone 7 auf 120% dessen Verkäufe gekommen sein.

Apples Produktionsreduzierung beim iPhone X wird für Samsung zum Problem

Erneut gibt es Berichte aus Fernost, wonach Apple die Produktionszahlen für das iPhone X stark zurückgefahren habe. Dies ist vor allem auch für Samsung ein Problem, wie Nikkei berichtet. Der Konkurrent auf dem Smartphone-Markt ist nämlich der einzige Lieferant für das OLED-Display des iPhone X und hatte extra für das neue Apple-Flaggschiff die Produktionskapazitäten für die Panels stark erhöht. Die jetzige Produktionsreduktion sorgt nun für einen hohen Überschuss an produzierten OLED-Panels, für die Samsung nun händeringend Abnehmer sucht.

Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass nach Apples Schritt hin zu OLED auch andere Hersteller nachziehen würden und der Bedarf entsprechend steigen würde. Allerdings setzen die meisten Konkurrenten, auch aus Kostengründen, weiterhin vermehrt auf LCD-Displays. Ein weiteres Problem ergibt sich für Samsung auch durch die Konkurrenz chinesischer Hersteller von OLED-Panels, die diese zu einem deutlich günstigeren Preis anbieten als Samsung dies tut. Und zu allem Überfluss soll nun auch noch LG als weiterer OLED-Zulieferer von Apple für das erwartete 6,5" iPhone X Plus verpflichtet worden sein. Harte Zeiten also für Samsung auf dem Markt der OLED-Displays.

Apple macht mit dem iPhone mehr Umsatz als die gesamte restliche Smartphone-Industrie

Während Apple sicherlich nicht die meisten Smartphones auf der Welt verkauft, erzielt man in Cupertino aber deutlich den größten Umsatz. Was genau das bedeutet, belegen die Zahlen der Analysten von Strategy Analytics. Demzufolge hat Apple im vergangenen Quartal satte 51% des weltweiten Umsatzes (!) mit Smartphones für sich verzeichnen können. Hierzu habe explizit auch noch einmal das iPhone X beigetragen. Insgesamt hat Apple im vierten Quartal 61,5 Milliarden US-Dollar Umsatz mit seinen iPhones gemacht, wie Apple in seinen letzten Quartalszahlen offiziell bekanntgegeben hatte. Die Analysten von Strategy Analytics haben errechnet, dass Apples Smartphone-Umsatz ungefähr drei Mal so hoch gewesen ist wie der von Samsung und sieben Mal wie der aufstrebende chinesische Rivale Huawei.

Künftige iPhone-Apps müssen mit dem iOS 11 SDK gebaut werden und das iPhone X unterstützen

Apple hat seine Entwickler vergangene Nacht darüber informiert, dass ab April 2018 sämtliche neu für den AppStore eingereichte Apps mindestens mit dem iOS 11 SDK erstellt werden müssen, welches in Xcode ab Version 9 enthalten ist. Darüber hinaus müssen alle neuen iPhone-Apps künftig auch das Super Retina Display des iPhone X unterstützen. Während Apple mit dem Schritt sicherlich dafür Sorge tragen möchte, dass sich die Entwickler mit den neuen Möglichkeiten wie Core ML, ARKit, den neuen Kamera-APIs, etc. auseinandersetzen, nutzen eigentlich alle Entwickler, die ich kenne stets die neueste Xcode-Version. Auch die Unterstützung des iPhone X Displays macht mit Blick auf die für dieses Jahr erwarteten iPhone-Modelle Sinn.

Erneut Berichte über Apples Bestrebungen zur Verkleinerung des iPhone X Notch

Bereits vor einigen Wochen wurde spekuliert, dass Apple für kommende iPhone-Generationen eine Verkleinerung des Notch anstrebt, in dem beim iPhone X der Ohrhörer, verschiedene Sensoren und vor allem die TrueDepth-Kamera für FaceID verbaut sind. Genau diese Komponente könnte Apple künftig in einen kleineren Formfaktor gießen, wie die Barclays Analysten Andrew Gardiner, Hiral Patel, Joseph Wolf und Blayne Curtis erwarten. Die Auswirkungen sollen sich dann in allen drei neuen iPhones, also der zweiten Generation des iPhone X, dem iPhone X Plus und dem neuen 6,1" LCD-iPhone wiederfinden, welches vorhin bereits Thema war. Ob diese Veränderung allerdings tatsächlich schon in diesem Jahr stattfinden wird, ist aktuell unklar. Frühere Gerüchte hatten eine Verkleinerung des Notch nicht vor 2019 erwartet.

Darüber hinaus gehen die Analysten in ihrem den Kollegen von MacRumors vorliegenden Bericht auch auf die rückwärtige Kamera des iPhone ein, welche ihrer Meinung nach künftig auch über die TrueDepth-Technologie verfügen wird, um hierüber unter anderem noch bessere AR-Erlebnisse bieten zu können. Dieses neue Feature soll allerdings nicht vor 2019 zur Verfügung stehen.

Neues 6,1" LCD-iPhone soll für bis zu 100 Millionen verkaufte Geräte sorgen

Der bekannte KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo glaubt weiter an einen goßen positiven Effekt, den das erwartete neue 6,1"-iPhone auf Apples iPhone-Verkäufe im Jahr 2018 haben wird. Dies gab er in einer Mitteilung gegenüber den Kollegen von MacRumors zu Protokoll. Demnach soll das neue Gerät über verschiedene Funktionen des iPhone X, wie beispielsweise Face ID verfügen, allerdings statt ein OLED- nur ein herkömmliches LCD-Display, kein 3D Touch und lediglich ein Kameraobjektiv mitbringen. Dies würde es Apple erlauben, das Gerät für einen deutlich günstigeren Preis als beim iPhone X anzubieten. Zwischen 700,- und 800,- US-Dollar sind hier im Gespräch.

Hierdurch soll das 6,1" LCD-iPhone dann sogar für ca. 50% der Absätze bei den in diesem Jahr vorgestellten neuen Modellen verantwortlich sein. Kuo erwartet zudem, dass die Verkäufe auch bis 2019 hinein stark bleiben werden. Das neue Gerät soll erneut im Herbst mit den ebenfalls erwarteten iPhone X 2 und einem iPhone X Plus vorgestellt werden. Dies könnte dann auch bedeuten, dass das neue Gerät das iPhone 8 bereits nach einem Jahr komplett aus dem Lineup drängen wird.

Samsung soll auf seinen neuen Smartphones ebenfalls Animoji unterstützen

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Google mit der nächsten Version seines Android-Betriebssystems auch einen Notch unterstützen wird, den wohl verschiedene Smartphone-Hersteller vom iPhone X abkupfern werden. Nun berichtet ETNews, dass wahrscheinlich auch eine weitere Exklusivität dieses Apple-Geräts demnächst unter Android zu finden sein wird. So sollen Samsungs in Kürze erscheinendes Galaxy S9 und Galaxy S9 Plus offenbar über animierte Emojis, von Apple Animoji getauft, verfügen. Allerdings sollen diese dem Bericht zufolge weiterentwickelt sein als Apples Version. Die Funktionsweise soll hingegen dieselbe sein.

Erwartet wird, dass Samsung die Funktion auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorstellen wird, auf dem am 25. Februar auch die neuen Geräte präsentiert werden. Letztere sollen aktuellen Informationen zufolge übrigens nicht über einen Notch verfügen und stattdessen auch weiterhin auf schmale Ränder am oberen und unteren Displayrand verfügen.