Wer sich ein wenig für die technischen Hintergründe der in iPhones und iPads verbauten Chips interessiert, dem sei ein aktueller Bericht von Bloomberg ans Herz gelegt, in dem Apples SVP für Hardware-Technologie Johny Srouji porträtiert wird und in dem dieser verschiedene Details zur Chip-Entwicklung bei Apple zum Besten gibt. Wer sich den Bericht durchliest, wird zudem ein kleines aber feines Detail darin erkennen. So hat Bloomberg bei seinen Recherchen auch mit weiteren, nicht näher genannten Chip-Entwicklern bei Apple gesprochen, die offenbar Informationen zu den Chips in den kommenden iPad Air 3 und iPhone 5se preisgegeben haben. Demnach wird das iPad Air 3 anscheinend mit demselben System on a Chip (SoC) wie das iPad Pro ausgestattet sein, also über einen A9X-Chip verfügen. Im iPhone 5se soll hingegen erfreulicherweise ein A9-Chip zum Einsatz kommen. Damit würde Apple das erwartete 4"-Gerät mit dem derzeit aktuellsten Chip seiner A-Familie ausstatten. Anfangs war noch davon ausgegangen worden, dass Apple etwas ältere Hardware in dem neuen Modell verbauen wird. Sollte es tatsächlich so kommen, ist das eine überaus gute Nachricht für alle, die auf das neue 4"-iPhone warten.
Vorgestellt werden die beiden neuen Geräte gerüchtehalber auf einem Event am 15. März. Der Verkaufsstart soll dann bereits drei Tage später, also am 18. März sein.
Die richterliche Anordnung wonach Apple dem FBI eine Möglichkeit anbieten soll, um ein von einem Terroristen genutztes iPhone zu entschlüsseln, schlägt weiter hohe Wellen. Nach Apples offizieller Reaktion in einem offenen Brief an seine Kunden formieren sich nun auch weitere Unterstützer für Apples Position. Unter anderem Stellte sich WhatApp CEO Jan Koum in einem Facebook-Post auf die Seite Cupertinos. Und auch Google CEO Sundar Pichai drückte in einer Serie von Tweets seine ablehnende Haltung gegen die Forderung des FBI aus. Dies hat vor allem deswegen eine hohe Bedeutung, da Google mit seinem Android-System die zweite große Plattform für mobile Geräte anbietet. Vor diesem Hintergrund war der Standpunkt Googles in der aktuellen Frage spannend erwartet worden. Interessant wird nun sein zu sehen, ob Google auch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen innerhalb von Android einführen wird.
Unterdessen haben sich vor dem Apple Flagship-Store in San Francisco eine Reihe von Unterstützern für Apple versammelt. Organisiert von der FFTF (Fight for the Future), einer Organisation für den Schutz von Rechten im Internet trug die Gruppe Schilder mit iPhones und dem darauf zu sehenden Slogan "I do not consent to the search of this device". Der Leiter der FFTF, Holmes Wilson gab zu Protokoll, dass er davon ausgehe, das FBI wolle den aktuellen Fall nutzen, um seine eigenen Pläne voranzutreiben und einen Präzedenzfall zu schaffen. Die FFTF plant für kommenden Dienstag um 17:30 Uhr Ortszeit weitere Aktionen und Kundgebungen vor verschiedenen Apples Stores in den USA und evtl. auch an internationalen Standorten.