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Gerüchte um iPhone 4 Überarbeitung

Der eine oder andere hatte es schon bei der Antennagate-Pressekonferenz zwischen den Zeilen gelesen, nun spricht es ein Funktionär des mexikanischen Mobilfunkbetreibers Telcel offen aus. Apple könnte Ende September eine überarbeitete Version des iPhone 4 auf den Markt bringen. Dabei sollen die Antennenprobleme, die in der Zwischenzeit durch kostenlose Hüllen gelindert wurden, behoben werden. Eben jene kostenlose Hüllen sind es offenbar auch, die den Manager nun zu seiner Aussage verleiteten. Apples Zeitrahmen für die Vergabe der Hüllen reicht nämlich genau bis Ende September. Steve Jobs kündigte seinerzeit an, dass man bis zu diesem Zeitpunkt eine neue Strategie erarbeitet haben wolle. Ob die nun getätigten Aussagen allerdings tatsächlich auf Insiderwissen basieren, oder einfach nur aus den weiter oben angesprochenen Äußerungen von Steve Jobs abgeleitet sind, muss abgewartet werden. Tatsache ist, dass die Antennenprobleme immer noch Thema sind und Apple daher wohl auch im Hintergrund weiter aktiv ist.

Erstes Gemurmel zum nächsten iPhone

Wer die Überschrift liest, wird sich vermutlich verwundert die Augen reiben. Nächstes iPhone? Die meisten warten immer noch auf ihr iPhone 4 und hier wird schon vom nächsten iPhone geschrieben? Tja, der Zeitpunkt ist in der Tat auf den ersten Blick ein wenig ungewöhnlich. Auf den zweiten Blick ist dies jedoch relativ normal. Man kann davon ausgehen, dass Apple mindestens anderthalbe Jahre vor Verkaufsstart damit beginnt, ein neues Modell zu testen. Daher ist es auch gar nicht so verwunderlich, dass der Boy Genius Report nun in den Tiefen des iOS 4 Codereferenzen zu den bislang unveröffentlichten Modellen iPhone3,2 und iPhone3,3 entdeckt hat. Zum Vergleich, das aktuelle iPhone 4 wird mit iPhone3,1 referenziert. Der Zusatz "auto-activate" deutet darauf hin, dass die Geräte nicht über iTunes aktiviert werden müssen und daher auch von Mobilfunkbetreibern getestet werden können. Spekulieren kann man nun, ob es sich dabei um das für das US-Netz von Verizon gemunkelte CDMA-iPhone, oder gar um die komplett nächste Generation handelt. Zu letzterer spekuliert die Computerworld (via BZiPhone) bereits wild mit neuen Funktionen wie iWallet, die sich Apple teils bereits vor Monaten patentieren ließ. Der kleine Versionssprung nach dem Komma deutet jedoch eher auf ein kleineres Upgrade hin, was die CDMA-Variante wahrscheinlicher erscheinen lässt, die bereits im Januar auf den Markt kommen könnte, wie John Gruber spekuliert. Weniger wahrscheinlich klingen hingegen Gerüchte von Cult of Mac, wonach das Verizon-iPhone mit einem größeren Display (3,7") und einem leicht schnelleren 1,2 GHz Prozessor ausgestattet sein wird. Übrigens wird in iOS 4 auch bereits ein iProd2,1 genannt, welches auf das nächste iPad hindeutet. Hier gibt es Spekulationen um ein Modell mit mehr Arbeitsspeicher, sowie einer Frontkamera für FaceTime. Mit den Gerüchten zu einer kleineren iPad-Variante kann ich mich nach wie vor nicht anfreunden. Aber lassen wir uns einfach überraschen.

Apple veröffentlicht iOS 4.0.2 und iOS 3.2.2

Das ging fix. Offenbar hat sich Apple die am vorletzten Wochenende für den neusten Jailbreak genutzte Sicherheitslücke im PDF-Viewer von Safari zu Herzen genommen und eine Menge Arbeit in die Untersuchung gesteckt. Seit wenigen Minuten ist nämlich das bereits angekündigte Update auf iOS Version 4.0.2 verfügbar, mit dem Apple die Lücke stopft. Jailbreaker und die, die es noch werden wollen, sollten daher erstmal auf ein Update verzichten. Allen anderen sei es aber dringend angeraten, da über die Sicherheitslücke Schadcode auf das iPhone geschleust werden kann, der das Gerät dann in die Hände des Hackers legt. Geht es nach den Releasenotes, behebt das Update jedoch (noch) nicht die Probleme mit dem Annäherungssensor beim iPhone 4. Das Update steht für alle unterstützten Generationen von iPhone und iPod touch zur Verfügung und kann ab sofort über iTunes geladen werden. Analog zu dem iPhone-Update gibt es auch für das iPad ein Update auf iOS Version 3.2.2, welches sich um genau die gleiche Schwachstelle kümmert. Ein Update ist auch hier dringend empfohlen.

iPhone-Hardware-Chef verlässt Apple

Wie ich schon vermutet hatte, lässt uns das Antennagate-Thema so schnell nicht wieder los. Die Frage ist, ob es sich überhaupt jemals wieder ganz aus der Welt wird schaffen lassen, denn irgendein Klingonengriff wird auch das nächste iPhone sicher wieder in die Knie zwingen. Aktuell ist es jedoch vielmehr eine Personalie, die in diesem Zusammenhang für Aufsehen sorgt. Mark Papermaster, einst mit viel TamTam und Rechtstreitigkeiten von IBM zu Apple gewechselt, war bis Ende vergangener Woche für die iPhone-Hardware zuständig, verlässt das Unternehmen jedoch nun, wie Apple gegenüber der New York Times bestätigte. Seine Aufgaben übernimmt fortan der bisherige Mac-Hardware-Chef Bob Mansfield, der interessanter Weise im Gegensatz zu Papermaster auch schon im Promo-Video zum iPhone 4 zu sehen war. Zu den Gründen seines Ausscheidens äußerten sich weder Apple noch Papermaster, Viele vermuten jedoch, dass die Antennenproblematik des iPhone 4 nicht ganz unschuldig hieren ist. So sagt beispielsweise der für gewöhnlich in Sachen Apple gut unterrichtete John Gruber Papermaster sei hauptverantwortlich für die Entwicklung des Antennendesigns gewesen. Andere Quellen besagen hingegen, dass diese Person eher Steve Jobs persönlich gewesen sei und Papermasters Abschied eher mit generellen Problemen zwischen ihm und der Apple Firmenkultur zusammenhängt. Ein kleines G’schmäckle bleibt dennoch.

Apple: iOS-Update gegen Jailbreak-Lücke

Die am Wochenende öffentlich gemachte Sicherheitslücke im PDF-Viewer des mobilen Safari Browsers ist nicht nur ein Segen für alle Jailbreaker, sondern auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko für alle iPhone, iPod touch und iPad User mit jedem iOS seit Version 3.2. Aus diesem Grund sah sich sogar das BSI dazu genötigt, eine Sicherheitswarnung heraus zu geben. Apple selbst bestätigte gegenüber Reuters bereits vorgestern, dass man das Problem bereits untersuche. Gegenüber CNET wurde man nun bereits einen weiteren Schritt konkreter und kündigte eine baldige Schließung der Sicherheitslücke an: "We're aware of this reported issue, we have already developed a fix and it will be available to customers in an upcoming software update." Einen genauen Zeitpunkt wollte man nicht nennen, ist scheint aber durchaus denkbar, dass das von vielen iPhone 4 Usern heiß ersehnte Update auf iOS 4.0.2 sich sowohl um die Probleme mit dem Annäherungssensor, als auch um die aktuelle Sicherheitslücke kümmern wird. Mit letzterer ist es möglich, Programmanweisungen über ein manipuliertes PDF-Dokument auf dem Gerät auszuführen und die komplette Kontrolle über dieses zu erlangen. Neben dieser eigentlichen Lücke machen sich Sicherheitsexperten auch Sorgen darüber, dass es anscheinend möglich ist, mit dem eingeschleusten Code aus dem Sandbox-System des Browsers auszubrechen und damit Zugriff auf das Kernsystem des Geräts zu erlangen. Aufgrund der Dringlichkeit des Problems dürfte das Korrekturupdate nicht lange auf sich warten lassen.

iOS 4: Beta, Jailbreak, Unlock, Sicherheit

In den letzten Tagen häufen sich doch die Neuigkeiten zum Thema iOS, daher hier mal ein kleiner Überblick über das, was sich so getan hat. Seit dem vergangenen Wochenende ist ein Jailbreak keine Aufgabe mehr für Technik-Freaks. Durch das bloße besuchen einer Webseite (jailbreakme.com) kann man jedes iPhone 4, iPhone 3G[s], iPhone 3G und jeden iPod touch mit maximal iOS 4.0.1, sowie das iPad mit maximal iOS 3.2 von allen Zwängen befreien. Dabei wird eine Sicherheitslücke ausgenutzt, die im PDF-Viewer des mobilen Safari-Browser steckt. Auch wenn der Jailbreak (zumindest in den USA) inzwischen lagalisiert wurde, rate ich weiterhin davon ab und gebe an dieser Stelle auch keine weiteren Infos dazu. Die ausgenutzte Lücke gibt dennoch Anlass zur Sorge, da es einem Hacker hierüber theoretisch möglich ist, über ein manipuliertes PDF-Dokument Zugriff auf ein fremdes iPhone zu erlangen. Gegenüber Reuters ließ Apple jedoch bereits verkünden, dass man die Lücke bereits untersuche. Eine Behebung dürfte kurzfristig erfolgen. Unterdessen steht auch der erste Software-basierte Unlock für das iPhone 4 bereit. Voraussetzung für die Nutzung des Unlocks ist ein vorausgegangener Jailbreak des Geräts. Und last but not least hat Apple seinen normalerweise zweiwöchigen Rhythmus für neue Betas von iOS 4.1 gebrochen und in der vergangenen Nacht nur eine Woche nach der letzten Beta eine weitere Version für Entwickler veröffentlicht. Augenscheinlichstes Merkmal ist dabei die Tatsache, dass das wohl mit iOS 4.1 kommende GameCenter nicht mehr mit dem iPhone 3G und dem iPod Touch 2G funktioniert. Nähere Gründe hierfür gibt Apple ebenso wenig an, wie eine Antwort auf die Fragen, ob in der neuen Beta die o.g. Sicherheitslücke bereits gestopft und das Problem mit dem Annäherungssensor behoben ist.

Antennagate: Apple entfernt Videos

Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass sich das Thema "Antennagate" so langsam aber sicher erledigt hätte. Dem ist offenbar aber leider noch nicht der Fall. Und schuld daran ist Apples hauseigene PR-Abteilung, ein Bereich innerhalb von Apple also, der in den vergangenen Jahren maßgeblich an der Wiedergeburt des Unternehmens beteiligt war. Im aktuellen Fall aber leistet man sich einen Fauxpas nach dem nächsten. Die Kommunikation zu Beginn der Antennenprobleme war zugegebenermaßen alles andere als optimal. Mit einer Pressekonferenz sollten alle Unklarheiten aus dem Wege geräumt werden, die anschließend geschaltete Sonderseite dies unterstützen. Doch anstatt das Problem auf dieser Sonderseite sachlich darzulegen, wurde daraus ein peinlicher Versuch das Problem auf die Konkurrenz zu projezieren, indem man eine ganze Galerie von Videos erstellte, die den Signalverlust auch auf anderen Geräten zeigten. Zumindest auf den amerikanischen Sonderseiten wurden diese Videos nun entfernt und durch einen Text zu Apples Testlaboratorien ersetzt. Ob Apple inzwischen bemerkt hat, dass die Veröffentlichung der Videos eher kontraproduktiv war, oder juristische Gründe für die Entfernung verantwortlich sind, ist derzeit unklar. Auf den deutschen Sonderseiten sind die Videos nach wie vor ebenso zu sehen, wie auf Apples offiziellem YouTube-Channel. Ein Ende des Themas ist demnach anscheinend immer noch nicht in Sicht.

UPDATE: Auch aus dem YouTube Channel wurden die Videos inzwischen entfernt.

UPDATE II: Inzwischen sind die Videos auch von der deutschen Sonderseite verschwunden.