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Neue Einstellung unter iOS 15 deaktiviert auf Wunsch dauerhaft den Nachtmodus der Kamera

Ein Bereich in dem Apple zuletzt die Kamera des iPhone stetig weiter verbessert hat ist das Fotografieren bei schlechten Lichtverhältnissen. Hierfür wurde mit dem iPhone 11 und iOS 13 unter anderem der sogenannte Nachmodus eingeführt, der automatisch schlechte Lichtverhältnisse erkannte und dazu passend die Belichtungszeit verlängerte. Inklusive der zugehörigen Software-Algorithmen war das iPhone so in der Lage, wirklich beeindruckende Bilder im Dunkeln zu knipsen. Kritisiert wurde allerdings, dass sich der Nachtmodus zwar bei jeder Aufnahme deaktivieren ließ, man dies jedoch nicht als Standardeinstellung hinterlegen konnte. Dies wird sich unter iOS 15 ab kommendem Monat ändern.

So findet man in den Einstellungen der aktuellen Beta bereits einen Schalter, der dafür sorgt, dass die letzte Einstellung für den Nachtmodus beibehalten wird und dieser nicht automatisch auf den automatischen Modus zurückspringt.

Apple veröffentlicht neue Betas von iOS/iPadOS 15 und tvOS 15

Im inzwischen gewohnten Zweiwochenrhythmus setzt Apple die Betaphase seiner nächsten großen Betriebssystem-Updates fort. Seit wenigen Minuten stehen so zumindest die jeweils fünften Vorabversionen von iOS/iPadOS 15 und tvOS 15 für registrierte Entwickler zum Download bereit und dürften weitere in der Zwischenzeit entdeckte Fehler und Probleme ausmerzen. Die finalen Versionen der aktuell im Betastadium befindlichen Software stehen dann als kostenlose Updates wieder im Herbst für alle Nutzer von unterstützten Geräten zur Verfügung. Bislang zeigen sich die Apple-Nutzer ersten Umfragen zufolge allerdings noch wenig von den Neuerungen in den kommenden Updates begeistert. In den kommenden Stunden bis Tagen dürften dann auch die noch ausstehenden Betas von macOS Monterey und watchOS 8 folgen.

Die Teilnehmer am Public Beta Programm sind ebenfalls bereits im Boot und dürften in Kürze auch Zugriff auf die heute Abend veröffentlichten Previews haben. Dies gilt in diesem Jahr auch erstmals auch für watchOS.

Trotz nahendem iOS 15: Apple arbeitet offenbar an iOS 14.8

Die Veröffentlichung der finalen Version von iOS 15 dürfte nur noch vier bis fünf Wochen entfernt sein und dennoch schein Apple auch noch an einem weiteren Update für iOS 14 zu arbeiten. So wurden Referenzen auf iOS 14.8 in den Tiefen der vierten Beta von Xcode 13 und auch in den Serverlogs der Kollegen von MacRumors entdeckt. Selbstverständlich ist dies noch kein Beweis dafür, das iOS 14.8 tatsächlich irgendwann veröffentlicht wird. Möglich oder gar wahrscheinlich wird dies durch die Sichtungen aber durchaus. Normalerweise stellt Apple die Arbeit an Vorgängerversionen ein, sobald einmal eine "große" neue Version erschienen ist. Dies könnte sich ab diesem Herbst jedoch ändern.

Schon länger ist bekannt, dass Apple ab diesem Jahr dem Nutzer erstmals selbst überlassen wird, ob er auf iOS 15 aktualisiert oder auch weiterhin auf iOS 14 verharrt und hierfür möglicherweise noch kommende Updates installieren wird. Und so könnte es durchaus sein, dass Apple iOS 14.8 noch veröffentlichen wird, nachdem iOS 15 bereits in seiner finalen Version verfügbar ist. Der eine oder andere mag sich so beispielsweise durch die jüngst erfolgte Ankündigung des Scannens von Nutzerfotos auf kinderpornografische Inhalte unter iOS 15 dazu animiert fühlen, lieber weiter mit iOS 14 zu arbeiten.

Kommentar: "Design Follows Function" - Dieser Grundsatz gilt offenbar nicht mehr für Safari unter iOS

Ich hatte bereits vor einigen Wochen einen Kommentar zu der aus meiner Sicht völlig misslungenen Umgestaltung von Safari unter iOS 15 veröffentlicht. Was in der Theorie sicherlich erstmal gut gemeint ist, nämlich die am häufigsten genutzten Funktionen, wie auch die Adresseingabe nach unten und damit bei immer größeren werden Displays näher an die Finger des Nutzers zu verlegen, gestaltet sich in der Praxis als extrem unpraktisch und wenig benutzerfreundlich. Die Kritik der Betatestern ist selbstverständlich auch Apple nicht verborgen geblieben. Und so versuchte man in den letzten Betaversionen Stück für stück nachzubessern. Der durchschlagende Erfolg blieb dabei allerdings auch weiterhin aus.

Während es in der ersten Beta noch so war, dass die Adressleiste beim Eingeben der Adresse wieder an den gewohnten oberen Displayrand sprang, wurde sie in einer späteren Beta direkt über der erscheinenden Tastatur eingeblendet. Dies war noch eine der besseren Ideen. Durch die extrem kompakte Darstellung der Adressleiste, was vielleicht auf Geräten mit größeren Displays, wie dem Mac oder dem iPad noch sinnvoll ist, wird die Funktionalität auf dem iPhone derart beschnitten, dass Apple versucht, die gewohnten Bedienelemente in Touchgesten zu verlagern. So beispielsweise das Neuladen einer Seite per Pull-to-Refresh oder das horizontale wischen über die Adressleiste zum Wechseln zwischen den geöffneten Tabs. Das Vor- und Zurückspringen in ein und demselben Tab ist bereits seit Jahren mit einem Wisch vom rechten bzw. linken Bildschirmrand auf der Webseite möglich. Dennoch hat Apple in der aktuellen Beta nun versucht, in die ohnehin schon extreme Adressleiste auch noch diese Bedienelemente zu integrieren. Am linken Rand der Leiste findet man nun einen Vor- und einen Zurückbutten, die mehr als fummelig zu bedienen sind.

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Apple soll künftig angeblich Fotos auf dem iPhone auf Kindesmissbrauch prüfen

Puh, schwieriges Thema... Schon seit einiger Zeit ist das iPhone ja bekanntermaßen in der Lage, die lokal gespeicherten Fotos auf deren Inhalte zu analysieren und dabei beispielsweise Objekte oder auch Gesichter zu erkennen. Diese Funktion wird ab morgen offenbar weiter ausgebaut. So berichtet der Sicherheitsforscher und Professor an der Johns Hopkins University Matthew Green, dass Apple ab morgen das iPhone in die Lage versetzen wird, die auf ihm lagernden Bilder auch auf darauf möglicherweise zu sehenden Kindesmissbrauch zu überprüfen. Für die auf die iCloud-Server hochgeladenen Bilder gilt dies bereits seit einiger Zeit.

Die Überprüfung auf dem iPhone soll dadurch geschehen, dass Hashwerte von bekannten Missbrauchs-Fotos an das iPhone gesendet werden und die darauf gespeicherten Fotos damit dann abgeglichen werden. Auf den ersten Blick sicherlich ein sinnvoller und begrüßenswerter Schritt, der auf der anderen Seite allerdings auch durchaus negative Nachwirkungen haben kann.

So sind die Hashwert-Abgleiche keinesfalls eine sichere Methode, um die Bilder zu checken, so dass es durchaus wahrscheinlich ist, dass es vermehrt zu sogenannten False-Positives kommen kann, also Meldungen einer Erkennung, obwohl auf dem Foto komplett harmlose Motive zu sehen sind. Dies wiederum könnte dann zu Beschuldigungen von Personen führen, die sich eigentlich gar nichts zu schulden haben kommen lassen. Gerade beim Thema sexueller Missbrauch von Kindern ein mehr als dünnes Eis. Wie Green zu bedenken gibt, ist es zudem möglich, Bilder bewusst so zu manipulieren, dass der Erkennungs-Algorithmus Alarm schlägt. Möchte man jemandem also etwas anhängen und verfügt über die entsprechenden Möglichkeiten, wäre auch dies möglich.

Eine große Gefahr sieht der Sicherheitsexperte außerdem darin, dass das sogenannte "digital fingerprinting" von Behören und totalitären Regimen auch dazu genutzt werde könnte, um nicht nur Kinderpornografie zu entdecken, sondern auch beliebige andere Inhalte. Wird also die entsprechende Infrastruktur auf Basis der Hashwerte auf den Geräten erst einmal eingerichtet, könnte man hiermit beispielsweise auch andere Inhalte auf dem iPhone, wie beispielsweise die eigentlich Ende-zu-Ende verschlüsselten iMessage-Nachrichten mit entsprechenden Informationen abgleichen und diese somit mehr oder weniger ausspionieren. Ein Thema, welches gerade auch im Rahmen der Diskussion um die Pegasus-Spyware heiß diskutiert wurde.

Zu bedenken gilt es dabei aktuell noch, dass sich Apple offiziell zu dem Thema noch gar nicht geäußert hat, es sich momentan also nur um ein Gerücht handelt. Sollte das Thema jedoch tatsächlich umgesetzt werden, fordert Green, dass Apple die verwendeten Algorithmen offenlegt, um sie von unabhängigen Stellen auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Allerdings äußert Green auch Bedenken, ob Apple das Thema überhaupt öffentlich bekannt machen wird.

Vorerst nur in den US-Stores: Apple bietet Self-Checkout für Zubehör mittels App-Clips

Nach wie vor fristen die App-Clips ein ziemliches Schatten-Dasein. Auch wenn Apple in den vergangenen Wochen immer mal wieder versucht hat, auf sie aufmerksam zu machen. So zuletzt beispielsweise geschehen bei der International Collection der Armbänder für die Apple Watch, auf deren Packung Apple einen QR-Code für einen App-Clip aufgedruckt hatte, über den sich schnell und einfach ein zum Armband passendes Zifferblatt herunterladen konnte. Nun zündet man offenbar die nächste Ausbaustufe für die App-Clips.

Wie die Kollegen von 9to5Mac berichten, wird es künftig in Apples Retail Stores möglich sein, Zubehör mit einem "Self-Checkout" App-Clip in Kombination mit der Apple Store App und Apple Pay ohne das Zutun eines Retail-Mitarbeiters zu bezahlen. In einigen Stores in den USA hat Apple bereits entsprechende App-Clip QR-Codes in den Regalen von verschiedenen Zubehör-Produkten platziert. Hat man den Code gescannt, öffnet sich ein Barcode-Scanner, mit dem man das gewünschte Produkt scannt und anschließend den Self-Checkout Bezahlprozess startet. Dank des App-Clips muss hierfür nicht einmal die Apple Store App auf dem iPhone installiert sein. Lediglich iOS 14.3 wird benötigt, um auf diese Weise Wartezeiten vor dem Bezahlen zu vermeiden.

Logischerweise bietet Apple den Self-Checkout ausschließlich für die vergelichsweise günstigen Zubehörprodukte an. Möchte man ein iPhone, iPad oder Mac erwerben, muss man sich nach wie vor an einen Mitarbeiter wenden. Noch ist unklar, wann die Funktion auch in Deutschland ankommen wird.

Noch keine Auwirkungen durch ATT: Facebook mit Rekordergebnis bei den Werbeeinnahmen

Als Apple seine mit iOS 14.5 final umgesetzte "App Tracking Transparency" (ATT) ankündigte, mit der der Nutzer die komplette Kontrolle darüber erhalten sollte, welche Apps ihn app- und webseitenübergreifend tracken dürfen, war Facebook einer der ersten großen Player, die hiergegen öffentlich aufbegehrten. Klar, ein Unternehmen, bei dem vor allem die Nutzer und ihre Daten das Produkt sind, ist personalisierte Werbung das A und O. Entsprechend sah man bei Facebook seine Felle davonschwimmen. Dies wurde auch zuletzt immer wieder thematisiert. In Zahlen schlägt sich die Einführung der ATT aber offenbar noch nicht wirklich nieder.

So hat Facebook in seinen aktuellen Quartalszahlen einen neuen Rekordwert bei den Werbeeinnahmen verkündet. Demzufolge konnte man auf diese Weise im zurückliegenden Quartal 28 Milliarden US-Dollar an Werbeumsatz ausweisen, was einen Zugewinn von 56% im Jahresvergleich bedeutet. Auch beim Gewinn legte man zu und konnte diesen von 5,2 Milliarden in 2020 auf nun 10,4 Milliarden Dollar verdoppeln. Dennoch blickt man bei Facebook nach wie vor argwöhnisch in Richtung Cupertino und erwartet die negativen Auswirkungen von ATT spätestens im dritten Quartal, wie Facebook CFO David Wehner anmerkte:

"We continue to expect increased ad targeting headwinds in 2021 from regulatory and platform changes, notably the recent iOS updates, which we expect to have a greater impact in the third quarter compared to the second quarter."

iOS 15: Apple nutzt Fotoerkennung für das Hinterlegen von Ausweisen in der Wallet-App

Hierzulande wird es wohl noch ein wenig dauern, ehe die mit iOS 15 kommende neue Funktion zum Hinterlegen von Ausweisen, Führerscheinen und ähnlichen Dokumenten in der Wallet-App des iPhone genutzt werden kann. Die Kollegen von 9to5Mac haben nun in der aktuellen Beta von iOS 15 aber immerhin Hinweise darauf gefunden, wie Apple sicherstellen möchte, dass auch wirklich nur der Inhaber eines Ausweises diesen auch auf seinem iPhone hinterlegen kann. Offenbar wird diese Sicherheitsmaßnahme auf einer Gesichtserkennung mithilfe von Selfies funktionieren, die dann gegen das Foto auf dem iPhone abgeglichen werden.

Neben verschiedenen weiteren Verifikationsschritten sollen die Selfies eine besonders sichere Methode darstellen. Der komplette Prozess findet dabei auf dem Gerät statt und wurde von Apple selbst entwickelt. Offenbar erinnert das Scannen des Gesichts an das Einrichten von Face ID, bei dem man das eigene Gesicht in die iPhone-Kamera hält und nach Vorgabe rotieren muss. Bei dem neuen Prozess für die Ausweishinterlegung wird das Gesicht allerdings noch in weiteren Positionen abgelichtet, unter anderem von der Seite, mit offenem Mund, lächelnd oder mit hochgezogenen Augenbrauen. In den von den Kollegen entdeckten Textzeilen heißt es unter anderem:

Next, take a photo of yourself. This photo will be matched with your photo on file with [ID card]. Now close your eyes until you feel your iPhone vibrate. […] Now open your mouth until you feel your iPhone vibrate. […] Now raise your eyebrows until you feel your iPhone vibrate.

Nachdem der Ausweis in der Wallet-App hinterlegt wurde, kann man ihn dort natürlich über die herkömmliche Face IDAuthentifizierung nutzen. Aktuell ist unklar, ob Apple die zugehörige API künftig auch für Entwickler öffnen wird, um auf diese Weise eine Foto-Authentifizeirung wie bei den Ausweisen auch in Drittanbieter-Apps zu ermöglichen.