Auch wenn Steve Jobs (zumindest beim iPhone) ein strikter Gegner eines Stylus, also eines Eingabestiftes war, hat sich der Apple Pencil spätestens in seiner zweiten Version zu einem beliebten Zubehör für das iPad entwickelt. Endlich gibt es einen Eingabestift, der so gut wie keine Verzögerung mehr besitzt und somit auch das handschriftliche Schreiben auf dem Tablet ermöglicht. Bislang ist der Pencil einzig und allein in weiß zu haben, ein Umstand, der sich jedoch demnächst ändern könnte. So berichtet der Leaker Mr. White, dass eine kommende Generation des Apple Pencil auch in schwarz auf den Markt kommen könnte. Zwar gibt es aktuell keinerlei Gerüchte zu einer neuen Apple Pencil Generation eine schwarze Variante dürfte jedoch von dem einen oder anderen Nutzer willkommen aufgenommen werden. Denkbar wäre beispielsweise, dass Apple eine neue Generation gemeinsam mit dem erwarteten neuen iPad Pro mit Mini-LED Display auf den Markt bringt.
Der bekannte und in der Regel sehr gut informierte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo hat sich mal wieder zu Wort gemeldet (via MacRumors) und seine Informationen zu kommenden Apple-Produkten zum Besten gegeben. Unter anderem wird Apple ja schon länger nachgesagt, an einem Augmented Reality Headset zu arbeiten. Teilweise wurde damit schon für dieses, spätestens aber für kommendes Jahr gerechnet. Kuo will nun jedoch erfahren haben, dass es wohl nichts vor 2022 mit den sogenannten "Apple Glasses" werden wird. Optisch wird sich das Headset wohl an der Oculus Quest orientieren, allerdings mit einem Apple-typischen schlanken Design und hochwertigen Materialien. Für den Start wird davon ausgegangen, dass Apple einen ähnlichen Ansatz fahren wird, wie auch bei der Apple Watch, sprich seine Brille sehr abhängig von einem verbundenen iPhone machen wird. Vermutlich wird es auch für die Glasses ein eigenes Betriebssystem geben, welches auf den Namen rOS für "reality OS" hören soll.
Neben den Apple Glasses äußerte sich Kuo auch zu zwei neuen iPad-Modellen, die noch Ende dieses bzw. Anfang kommenden Jahres erscheinen sollen. Dabei handelt es sich angeblich um ein neues 10,8"-iPad? und ein 8,5" bis 9" großes iPad? mini. Mit beiden Modellen soll Apple den mit dem iPhone SE eingeschlagenen Weg weitergehen, also vor allem den vergleichsweise günstigen Preis bei modernster Technik als Verkaufsargument ins Feld führen. Beide Displaygrößen wären dabei bemerkenswerter Weise als aktuell beim iPad und iPad mini. Ob sich diese Vergrößerung auch auf den generellen Formfaktor auswirken oder Apple sie durch eine Verkleinerung des Rahmens um das Display erreichen wird, ist aktuell unklar.
Nachdem iFixit bereits Ende vergangener Woche eine Röntgenaufnahme des Magic Keyboard für das iPad Pro ins Netz gestellt hatte, auf der interessante Details aus dem Inneren des Zubehörs zu sehen waren, folgte in der vergangenen Nacht nun der traditionelle Teardown der externen Tastatur. Dabei konnten die Reparaturexperten verschiedene Dinge bestätigen, die bereits aus der Röntgenaufnahme abzuleiten waren. Dies betrifft vor allem das Trackpad, welches, anders als beispielsweise das Force-Touch Trackpad am MacBook über eine mechanische Buttonwippe für den Links- und den Rechtsklick verfügt.

Laut iFixit ist das Trackpad das einzige Element des Magic Keyboard, welches sich auseinandernehmen lässt, ohne das Zubehör komplett zu zerstören. Man werde weiterhin versuchen, auch an die Innereien der das iPad haltenden Rückseite zu gelangen oder auch an die Mechanik der Tastaturtasten. Eine Reparaturmöglichkeit des Magic Keyboard scheint zum aktuellen Zeitpunkt jedoch ausgeschlossen.

Im Endeffekt nicht mehr als eine nette Spielerei, aber gerade deshalb eben auch eine kurze Erwähnung an dieser Stelle wert ist der Bericht, den die Reparaturspezialisten von iFixit kürzlich zum Magic Keyboard für das iPad Pro ins Netz gestellt haben. Dabei handelt es sich ausnahmsweise mal nicht um den gewohnten Teardown, sondern um ein in Kooperation mit Creative Electro entstandenes Röntgenbild des Zubehörs. Auf diese Weise erhält man einen Blick unter die Haube der Tastatur und auf die darin verbaute Technik. Und dieser ist durchaus spannend, zeigt er doch ein weiteres Mal, wieviel Liebe zum Detail und Know-How Apple auch in seine Zubehör-Produkte steckt.

Auch das Gewicht des Magic Keyboard für das iPad Pro wird durch den Röntgenblick durchaus erklärt. So hat Apple rechts und links vom Trackpad offenbar zwei Metallplatten eingebaut, die vermutlich als Gegengewicht dienen. Das Trackpad selbst setzt offenbar auf mechanische Klicktasten und unterscheidet sich hierbei vom Force-Touch Trackpad der verschiedenen MacBooks, die bereits seit geraumer Zeit auf bewegliche Teile verzichten und stattdessen beim Klicken auf ein simuliertes, haptisches Feedback durch eine Art Taptic Engine setzen.

Mit seinem Magic Keyboard für das iPad Pro ist Apple ein echter Coup gelungen. In Kombination mit iPadOS 13.4 ist damit erstmal eine komplette Unterstützung von externen Mäusen und Trackpads gewährleistet. Hierzu hat Apple seinem Tablet-Betriebssystem erstmals einen Cursor spendiert, der sich mit den externen Geräten auf dem Display bewegen lässt und sich dynamisch der aktuellen Situation anpasst. Der für die Umsetzung zuständige Software-Chef Craig Federighi gab kürzlich in einem Interview mit TechCrunch Einblicke in die Entwicklung und lässt dabei auch durchblicken, dass die Entwicklung alles andere als einfach gewesen sei.
Inspiration für den Corsor habe man sich laut Federighi beim Apple TV geholt. Ähnlich wie auch die tvOS-Oberfläche sei die iPad-Oberfläche sehr auf den aktuellen Fokus ausgelegt. Dies habe man auch bei der Umsetzung des Cursors berücksichtigt. Doch auch Erfahrungen vom Mac und vom iPhone sind dabei eingeflossen:
"There was a process to figure out exactly how various elements would work together. We knew we wanted a very touch-centric cursor that was not conveying an unnecessary level of precision. We knew we had a focus experience similar to Apple TV that we could take advantage of in a delightful way. We knew that when dealing with text we wanted to provide a greater sense of feedback. [...]Part of what I love so much about what's happened with iPadOS is the way that we've drawn from so many sources. The experience draws from our work on tvOS, from years of work on the Mac, and from the origins of iPhone X and early iPad, creating something new that feels really natural for iPad."
Wird der Cursor auf der allgemeinen Oberfläche von iPadOS genutzt, stellt er sich als runder Punkt da, der ein wenig die Berührung durch einen Finger auf dem Display simuliert. Bewegt man ihn hingegen beispielsweise über Text, wird der Cursor zu einem Strich, um ihn besser und genauer platzieren zu können. Ähnliches geschieht auch an anderen Stellen im System, wo sich der Cursor dynamisch seiner Umgebung anpasst.
"So we came up with a circle that elegantly transforms to accomplish the task at hand. For example, it morphs to become the focus around a button, or to hop over to another button, or it morphs into something more precise when that makes sense, like the I-beam for text selection. [...] We set out to design the cursor in a way that retains the touch-first experience without fundamentally changing the UI. So customers who may never use a trackpad with their iPad won't have to learn something new, while making it great for those who may switch back and forth between touch and trackpad."
Federighi persönlich demonstrierte die verschiedenen Funktionen des mit iPadOS 13.4 eingeführten Cursors jüngst auch in einem eigenen Video.
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Eine der großen Neuerungen in iPadOS 13 war die Einführung der Möglichkeit, mehrere Fenster derselben App nebeneinander nutzen zu können. Damit dies funktioniert, muss die Option allerdings von den Entwicklern in ihren Apps unterstützt werden. Sicherlich macht dies auch nicht bei jeder App unbedingt Sinn, sehr wohl aber beispielsweise bei den Microsoft Office Apps. Nun hat Microsoft angekündigt, dass man an einer Integration der Option in seinen Apps arbeite und sich bereits in der Betatestphase für die beiden Office-Apps Word und PowerPoint befinde. Hierdurch wird es möglich, beispielsweise zwei Dokumente bzw. Präsentationen nebeneinander zu öffnen, zu bearbeiten oder auch Inhalte zwischen ihnen per Drag&Drop zu verschieben.
Microsoft beschreibt in seiner Ankündigung drei mögliche Wege, wie man auf die neue Funktion zugreifen kann
- Aus den Listen "Zuletzt verwendet", "Freigegeben" oder "Öffnen" ein Dokument per Touch&Hold an den Rand des iPad-Displays ziehen, um es in einem neuen Fenster zu öffnen.
- In Word oder PowerPoint das Icon derselben App per Touch&Hold aus dem Dock an den rechten oder linken Rand des iPad-Displays ziehen, um eine neue Instanz zu öffnen. Anschließend das gewünschte Dokument öffnen.
- In den Listen "Zuletzt verwendet", "Freigegeben" oder "Öffnen" auf "…" neben dem gewünschten Dokument tippen und anschließend "In neuem Fenster öffnen" auswählen.
Einen Zeitrahmen, ab wann die neue Funktion für alle Nutzer zur Verfügung stehen wird, nennt Microsoft nicht. Allzu lange wird dies aber wohl nicht mehr auf sich warten lassen. Möchte man sie bereits jetzt testen, kann man sich für das Betaprogramm für Word über diesen TestFlight-Link und für PowerPoint über diesen Testflight-Link anmelden.
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Apple selbst hatte seine Produktiv-Apps Pages, Numbers und Keynote bereits kurz nach der Veröffentlichung von iPadOS 13 mit einer entsprechenden Unterstützung für die neue Funktion versehen. Nun zieht also auch Microsoft kurz vor der ersten Präsentation von iOS/iPadOS 14 nach.
Heimlicher Star bei der Vorstellung der aktuellen iPad Pro Modelle war zweifellos das neue Magic Keyboard für das Apple-Tablet inkl. seines integrierten Trackpads. In Kombination mit iPadOS 13.4 ist es somit erstmals möglich, ein Trackpad (und auch externe Mäuse) vollumfänglich auf dem iPad zu nutzen. Während das Trackpad auch verschiedene Gesten unterstützt, mit denen sich die Funktionen der normalerweise auf dem Display ausgeführten Multitouch-Gesten ausführen lassen, können diverse dieser Funktionen auch durch Tastaturkurzbefehle auslösen. Auf diese Weise muss man quasi nicht mal mehr die Hände von der Tastatur nehmen, um das iPad vollumfänglich zu nutzen. Um sich die zur Verfügung stehenden Kurzbefehle anzeigen zu lassen genügt es, die Befehlstaste (?) auf der Tastatur kurz gedrückt zu halten.

Clever gelöst ist dabei, dass die Befehle kontextabhängig sind. So stehen unterschiedliche Befehle zur Verfügung, je nachdem wo man sich gerade im System befindet oder welche App gerade aktiv genutzt wird. Hält man die Befehlstaste (?) beispielsweise innerhalb von Pages gedrückt, stellt sich das Menü folgendermaßen dar:

Passen einem die vorgefertigten Kurzbefehle nicht so recht in den Kram, kann man sie in den iPad-Einstellungen im Bereich "Bedienungshilfen > Tastaturen > Tastatursteuerung > Befehle" sogar nach eigenen Wünschen anpassen und auch eigene Tastaturbefehle erstellen. (via iFun)
Nicht zuletzt durch die Vorstellung des Magic Keyboard für das iPad Pro und iPadOS 13.4 forciert Apple derzeit deutlich den Push des iPad in Richtung eines Produktiv-Geräts oder gar Notebook-Ersatzes. Dieser Trend wird sich sicherlich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Eine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Kombination aus externer Tastatur und iPad (Pro) kann vor diesem Hintergrund sicherlich nicht schaden.
Die Coronakrise hat natürlich auch Apples Produktpläne weiter fest im Griff. Nun berichten die chinesischen Kollegen von United Daily News, dass das angeblich für Ende des Jahres geplante 12,9" iPad Pro mit Mini-LED Display und Unterstützung von 5G-Mobilfunknetzen auf das kommende Jahr verschoben wurde. Grund soll erneut das Coronavirus sein, welches vor allem Apples Komponentenzulieferer in Fernost hart getroffen haben soll. Damit schlagen die chinesischen Kollegen in dieselbe Kerbe, wie auch der Analyst Jeff Pu, der ähnlich lautende Informationen bereits in der vergangenen Woche vermeldete. Neben der Coronakrise soll Pus Informationen zufolge aber auch das komplexe Design des Mini-LED Displays eine Rolle spielen.