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Fortnite-Prozess: Epic Games zahlt die geforderten 6 Millionen Dollar an Apple

Ein Ergebnis aus dem kürzlichen AppStore-Prozess zwischen Apple und Epic Games war, dass die Fortnite-Entwickler an Apple ausstehende Einnahmen nachzahlen müssen, die dem AppStore-Betreiber durch das Umgehen des In-App Purchase System entstanden sind. Wie Epic Games? CEO Tim Sweeney nun auf Twitter verkündete, ist man dieser Forderung inzwischen nachgekommen und hat Apple 6 Millionen US-Dollar überwiesen. Zur Erinnerung: Es war genau diese Umgehung von Apples verpflichtendem In-App Kauf-System, welches überhaupt erst zu dem Rechtsstreit geführt hatte. Nachdem Epic der Aufforderung Apples nicht nachgekommen war, den Missstand zu beheben, wurde Fortnite aus dem AppStore entfernt und wenige Zeit später dann auch der komplette Entwicklerzugang von ?Epic Games? deaktiviert. 

In dem Urteilsspruch hatte die zuständige Richterin Yvonne Gonzalez Rogers nun allerdings auch verfügt, dass es Apple Entwicklern künftig wieder gestatten muss, auch alternative Bezahlsysteme für In-App Käufe anzubieten. Allerdings ist noch nicht ganz klar, wie genau diese Umsetzung durch Apple auszusehen hat. Insofern ist nach wie vor unklar, ob und wann Fortnite in den AppStore zurückkehren wird. Epic Games hatte bereits angekündigt, dass dies so lange nicht der Fall sein wird, bis Apple den Entwicklern eine faire Möglichkeit für In-App Käufe anbietet. Inzwischen haben die Fortnite Entwickler auch offiziell Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Günstige iTunes Karten bei Rossmann

Die neue Woche beginnt mit guten Nachrichten für alle Schnäppchenjäger: Es gibt wieder vergünstigte iTunes-Geschenkkarten. So sind es ab heute die Filialen der Drogeriemarktkette Rossmann, die die Karten mit einem Zusatz-Guthaben in Höhe von bis zu 20% auf den regulären Kartenwert anbieten. Dies gilt gestaffelt auf die Karten im Wert von € 25,- (10%), € 50,- (15%) und €100,- (20%). Aber Achtung: Die Aktion gilt nur bis Samstag, den 18. September 2021, bzw. solange der Vorrat reicht. Die Anzahl der Karten pro Kauf ist anscheinend nicht begrenzt. Man sollte also im Zweifel schnell sein, um noch rechtzeitig zuschlagen zu können. Schließlich haben die Karten ja kein Verfallsdatum. Der aufgedruckte Wert der Karten und das Zusatz-Guthaben können sowohl für Musik, als auch für Fernsehserien, Filme und Einkäufe im Mac- und iOS-AppStore genutzt werden. (mit Dank an alle Tippgeber!)

Achtung: Leider kann ich die Hinweise auf die günstigen iTunes-Karten nicht in jedem einzelnen Fall überprüfen. Checkt daher bitte vorher noch einmal ab, ob die jeweilige Filliale den Rabatt auch tatsächlich gewährt!

Fortnite-Prozess: Epic Games kündigt an, in Berufung zu gehen

Wie angekündigt haben die Fortnite-Entwickler von Epic Games nun offiziell angekündigt, gegen das am vergangenen Freitag in der AppStore-Auseinandersetzung mit Apple gefällte Urteil in Berufung zu gehen. Zur Erinnerung: Am vergangenen Freitag hatte die zuständige Richterin Yvonne Gonzalez Rogers in 9 der 10 verhandelten Punkte der Auseinandersetzung zugunsten von Apple entschieden. Bei dem wichtigen Punkt der künftigen Abwicklung von In-App Käufen und deren Bezahlung ist zudem noch unklar, wie genau die Auswirkungen auf den AppStore aussehen werden. Hier hatte die Richterin verfügt, dass es Apple den Entwicklern gestatten muss, auch alternative Zahlungssysteme zu Apples hauseigenem In-App System nutzen zu dürfen.

Bereits kurz nach der Urteilsverkündung hatte Epic Games angedeutet, dass man sich hiermit wohl nicht zufrieden geben und gegen das Urteil vorgehen werde. Dies hat man nun auch offiziell getan. Man darf gespannt sein, wie lange die Verhandlungen nun noch andauern werden. Oftmals zieht sich so etwas über mehrere Jahre hin. (via 9to5Mac)

WhatsApp entwickelt Umwandlung von Sprach- in Textnachrichten

Während man über das Thema Datenschutz im Zusammenhang mit WhatsApp sicherlich streiten kann, kann man den Facebook-Entwicklern nicht vorwerfen, dass sie den Messenger nicht weiterentwickeln würden. Die Kollegen von WABetaInfo haben nun die nächste Entwicklung publik gemacht. So wird WhatsApp künftig eien Funktion bieten, mit der Sprachnachrichten in Text umgewandelt werden können. Die beste Nachricht dabei: Die Umwandlung wird direkt auf dem Gerät des Nutzers stattfinden, so dass durch die Funktion nicht die Ende-zu-Ende Verschlüsselung kompromittiert wird. Wenn man dies dennoch nicht möchte, kann man die Transkribierung auch ablehnen.

Fortnite-Prozess: Zusammenfassung der Reaktionen auf den Urteilsspruch

Gestern fiel das erste Urteil im Gerichtsprozess zwischen Apple und den Fortnite-Entwicklern von Epic Games. Unter anderem sieht dieses vor, dass es Apple künftig den Entwicklern wieder gestatten muss, auch andere Zahlungsmethode für In-App Käufe zu verwenden und sie damit nicht mehr an Apples In-App Purchase System gebunden sind. Apple hat nun 90 Tage Zeit, diese Anforderung im AppStore umzusetzen. Auf der anderen Seite stellte die zuständige Richterin aber auch fest, dass Apple keine Monopolstellung innehabe und dass Epic Games gegen die AppStore-Richtlinien verstoßen hat, weswegen man Nachzahlungen in Millionenhöhe für In-App Käufe, die am In-App-System vorbei durchgeführt wurden an Apple bezahlen muss.

Insgesamt konnte Apple 9 der 10 verhandelten Punkte für sich entscheiden. Bei dem wichtigen Punkt der künftigen Abwicklung von In-App Käufen und deren Bezahlung ist zudem noch unklar, wie genau die Auswirkungen auf den AppStore aussehen werden. In den Stunden nach dem Urteilsspruch haben sich inzwischen natürlich verschiedene Beteiligte und Beobachter zu Wort gemeldet und ihre Meinung dazu kundgetan. Hier eine kurze Zusammenfassung der Stimmen.

Apple

In einem Statement, die an verschiedene Pressevertreter ging, erklärt Apples Hausjuristrin Katherine Adams dass die Entscheidung ein großer Sieg für Apple sei. Vor allem die Entscheidung, dass Apple keine Monopolstellung besitze sei dabei hervorzuheben, da dies zugleich eine Legitimierung des Geschäftsmodells des AppStore darstellt. Das komplette Statement im Wortlaut:

We are very pleased with the Court’s ruling and we consider this a huge win for Apple. This decision validates that Apple’s “success is not illegal,” as the judge said. As the Court found “both Apple and third-party developers like Epic Games have symbiotically benefited from the ever-increasing innovation and growth in the iOS ecosystem.”

The Court has confirmed, after reviewing evidence from a 16-day trial, that Apple is not a monopolist in any relevant market and that its agreements with app developers are legal under the antitrust laws. Let me repeat that: the Court found that Apple is not a monopolist under “either federal or state antitrust laws.”

We are still analyzing the decision which is 180 pages long but the headline is that Apple’s App Store business model has been validated. The Court correctly rejected Epic’s “artificial” view of the competitive environment in which Apple operates and determined that “developers like Epic Games have benefited from Apple’s development and cultivation of the iOS ecosystem, including its devices and underlying software.” Underlying the App Store business is a framework, including App Review, curation and protection of the security and privacy of our users. The Court has ruled that this framework is lawful and Apple was justified in terminating Epic’s status as a developer on the App Store. Apple’s rigorous process for app review protects consumers. As the Court observed, “security and privacy have remained a competitive differentiator for Apple.” The Court agreed, and I quote, that “by providing these protections, Apple provides a safe and trusted user experience on iOS, which encourages both users and developers to transact freely and is mutually beneficial.” Importantly, the Court also recognized the value of Apple’s ever-increasing innovation and growth of the iOS ecosystem.

In short, this is a resounding victory and underscores the merit of our business both as an economic and competitive engine.

Apple habe sich laut Adams noch nicht entschieden, ob man Teile des Urteils anfechten werde. Man sei noch dabei, das 185 Seiten umfassende Urteil detailliert auszuwerten.

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WhatsApp demnächst mit Ende-zu-Ende verschlüsselten Cloud-Backups

Schon seit geraumer Zeit sind die über WhatsApp versendeten Nachrichten Ende-zu-Ende verschlüsselt, was bedeutet, dass nur Absender und Empfänger einer Unterhaltung die Nachrichten lesen können. Diese Verschlüsselung galt bislang allerdings nicht für WhatsApp-Backups, die in der Cloud, im Falle von Apple auf den iCloud-Servern abgelegt werden. Schon länger war bekannt, dass man bei Facebook aber an genau einer solchen Funktion arbeiten würde. Nun wurden diese Arbeiten abgeschlossen und die Funktion soll in den kommenden Wochen an die WhatsApp-Nutzer unter iOS und Android ausgerollt werden. Facebook CEO Mark Zuckerberg erklärt hierzu in einem Facebook-Post:

We’re adding another layer of privacy and security to WhatsApp: an end-to-end encryption option for the backups people choose to store in Google Drive or iCloud. WhatsApp is the first global messaging service at this scale to offer end-to-end encrypted messaging and backups, and getting there was a really hard technical challenge that required an entirely new framework for key storage and cloud storage across operating systems.

Gegenüber den Kollegen von TechCrunch ergänzt Facebook weitere Informationen zur Funktion. Nutzer werden nach Einführung der Verschlüsselung die Möglichkeit haben, einen 64-stelligen Schlüssel zu erstellen, mit dem die Backups in der Cloud verschlüsselt werden. Der Schlüssel kann wahlweise offline oder in einem  beliebigen Passwort-Manager gespeichert werden.

Wichtig: Durch die Erstellung des ersten verschlüsselten Backups werden ältere, unverlüsselte in der Cloud gespeicherte Sicherungen automatisch gelöscht. Auch eine sinnvolle Sicherheitsmaßnahme. Weitere Details lassen sich einem White-Paper entnehmen, welches Facebook zu dem Thema veröffentlicht hat.

Entscheidung im Fortnite-Prozess: Apple muss alternative Bezahlmöglichkeiten im AppStore zulassen

Schon seit einigen Monaten stehen sich Apple und die Fortnite-Entwickler von Epic Games vor Gericht gegenüber. Heute nun wurde eine erste wegweisende Entscheidung gefällt - und zwar zu Ungunsten von Apple. So befand die zuständige Richterin Yvonne Gonzalez Rogers dass Apples Verpflichtung für Entwickler zur Nutzung des hauseigenen In-App Kaufsystems wettbewerbswidrig sei und es Apple den Entwicklern gestatten muss, auch alternative Bezahlmethoden zu nutzen. Im Wortlaut der Entscheidung von Richterin Gonzalez Rogers heißt es:

Apple Inc. and its officers, agents, servants, employees, and any person in active concert or participation with them ("Apple"), are hereby permanently restrained and enjoined from prohibiting developers from (i) including in their apps and their metadata buttons, external links, or other calls to action that direct customers to purchasing mechanisms, in addition to In-App Purchasing and (ii) communicating with customers through points of contact obtained voluntarily from customers through account registration within the app.

Zwar war mit einer Entscheidung in diese Richtung bereits gerechnet worden, dennoch bedeutet sie einen herben Dämpfer für Apple. Zuletzt hatte man allerdings bereits selber ein Stück weit eingelenkt und unter anderem bereits sogenannten "Reader"-Apps die Nutzung von Links auf Webseiten zur Verwaltung von Nutzerkonten gestattet. Es wird dennoch davon ausgegangen, dass Apple die Entscheidung anfechten wird.

In einer anderen Entschied Gonzalez Rogers hingegen zugunsten von Apple. So verfügte sie, dass Epic Games Apple eine Entschädigung zahlen muss und zwar für die Zeit, in der man gegen die AppStore-Regeln verstoßen und Apples In-App System umgangen ist. Konkret geht es dabei um einen Betrag in Höhe von 30% der 12.167.719,- US-Dollar, die Epic Games über die Fortnite-App unter iOS durch In-App Käufe erwirtschaftet hat, die nicht über Apples System im Zeitraum zwischen August 2020 und Oktober 2020 abgewickelt wurden. Hinzu kommen weitere 30% des Umsatzes ab dem 01. November 2020 bis zum Zeitpunkt der Rechtssprechung.

Die Richterin wies zudem Epics Vorwurf zurück, wonach Apple eine Monopolstellung durch seinen AppStore und die damit verbundenen Strukturen aufgebaut habe. Zwar sei unbestritten, dass Apple einen großen Marktanteil habe und hohe Profite erwirtschafte. Dies allein mache allerdings noch keinen Monopolisten aus. Mit anderen Worten: "Success is not illegal."

Epic Games Inc v Apple Inc ... by Chance Miller

Epic Games Inc v Apple Inc ... by Chance Miller

Nach neuem AppStore-Gesetz in Südkorea: Epic Games fordern Reaktivierung ihres Entwickler-Accounts

Vergangenen Monat hat Südkorea ein neues Gesetz verabschiedet, welches es Apple und Google untersagt, die AppStore-Entwickler dazu zu verpflichten, ausschließlich das jeweilige In-App Purchase System der beiden Anbieter nutzen zu müssen. Zugleich öffnet das neue Gesetz die Tür, dass künftig auch wieder andere Drittanbieter-Zahlsysteme genutzt werden können. Genau dieser Punkt war der Stein des Anstoßes, warum Apple einst den Spielehit Fortnite aus dem AppStore entfernte und später auch den Enwickler-Account der Entwickler von Epic Games sperrte. Nun berufen sich die Fortnite-Entwickler auf das neue Gesetz in Südkorea und fordern die Reaktivierung des Accounts, da man Fortnite in Südkorea veröffentlichen wolle.

Während die Forderung ein wenig plump und durchschaubar wirkt, wird es spannend sein zu sehen, wie es in diesem Fall weitergeht. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass die Entwicklung in Südkorea durchaus auch auf andere Länder und Regionen übergreifen könnte. Derzeit stehen sich Apple und Epic Games zu dem Thema in den USA vor Gericht gegenüber.

Inzwischen hat sich Apple gegenüber den Kollegen von MacRumors zur Forderung von Epic Games zu Wort gemeldet und erklärt, dass es nach wie vor keine Basis dafür gebe, den Entwickler-Account wieder zu aktivieren. Darüber hinaus wurde das Gesetz in Südkorea zwar verabschiedet, ist aber noch nicht in Kraft getreten. Sollte sich Epic bereiterklären, sich wie alle anderen Entwickler auch an die AppStore-Regeln zu halten, würde der Account auch wieder aktiviert werden.

As we've said all along, we would welcome Epic’s return to the App Store if they agree to play by the same rules as everyone else. Epic has admitted to breach of contract and as of now, there’s no legitimate basis for the reinstatement of their developer account.