Zeitzeugen erinnern sich an den "Goldenen Pfad" für die erste iPhone-Präsentation
Am zehnten Jahrestag der ersten iPhone-Präsentation ist es natürlich an der Zeit, einmal zurück zu blicken und dabei auch die eine oder andere Anekdote aus dem Jahr 2007 hervor zu kramen. Einen wirklich lesenswerten Beitrag leisten in diesem Zusammenhang die Kollegen von The Internet History Podcast, die aktuell ein paar damalige Ingenieure zu Wort kommen lassen, die ihre Erlebnisse unmittelbar vor der Präsentation auf der Macworld 2007 zum Besten geben. So perfekt die Show damals inszeniert war, so sehr haben alle hinter den Kulissen gezittert, ob die Demo-iPhones auch wirklich fehlerfrei laufen würden. Es war nämlich ein halbes Jahr vor dem Verkaufsstart längst nicht alles Gold was glänzte.
So tendierten die Demo-Geräte zu verschiedenen Fehlern: Mal verweigerte die Internetverbindung ihren Dienst, mal brachen Telefongespräche ab oder das iPhone stürzte komplett ab. Und so war die Gefahr groß, dass das Vorführgerät nicht die komplette Präsentation fehlerfrei überstehen würde. Hieran änderten auch Präsentationsproben an satten sechst Tagen nichts. Insgesamt konnten die Ingenieure jedoch drei elementare Dinge identifizieren, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen sollten.
Ein entscheidender Aspekt dabei war unter anderem die Reihenfolge, in der Steve Jobs die Funktionen demonstrierte. Es entstand dabei ein "goldener Pfad", dem dann letztlich auch die Präsentation folgte. So war es unter anderem entscheidend, dass Steve Jobs zunächst eine E-Mail verschickte und anschließend das Surfen im Web zeigte. Hätte er dies umgekehrt getan, wäre das iPhone wahrscheinlich abgestürzt. Die Stabilität der WLAN- und Mobilfunkverbindung wurde da durch sichergestellt, dass Jobs während der Prsäentation ein anderes WLAN nutzte als das für die Macworld-Teilnehmer. Der initiale US-Mobilfunkpartner AT&T hatte zudem extra einen eigenen Mobilfunkmast für die Macworld aufgestellt. Da man sich hierauf jedoch nicht ausschließlich verlassen wollte, haben die Apple-Ingenieure zudem auch noch die fünf Balken für die Signalstärke fest in das Betriebssystem programmiert, so dass es stets so aussah, als hätte das iPhone vollen Empfang.
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