Es ist immer schwierig, verschiedene Produktkategorien in unterschiedlichen Epochen miteinander zu vergleichen. Daher sollten die aktuellen Zahlen zur Kundenzufriedenheit der Marktforscher von Techpinions mit einem kritischen zweiten Blick gesehen werden. Dennoch ist es natürlich interessant, die Werte der ersten Generationen von iPhone, iPad und Apple Watch einmal gegenüberzustellen. Apple steht in Sachen Kundenzufriedenheit seit jeher auf der extrem positiven Seite, was nicht zuletzt auch an der in der Regel treuen Nutzerbasis liegt. Nimmt man einmal das aktuelle iPhone als Beispiel, so kommt dieses auf den beinahe unglaublichen Wert von 99% in der Kundenzufriedenheit, also entweder ein "sehr zufrieden" oder zumindest ein "tendenziell zufrieden". Werte, von denen andere Unternehmen nur träumen können.
Die angesprochene Studie vergleicht nun die Werte der ersten Generationen von iPhone, iPad und Apple Watch. Hierbei das erste iPhone im Jahre 2007 auf statliche 92%, das erste iPad im Jahr 2010 immerhin auf 91%. Auch dies sind noch durchaus gute Werte. Werte, die allerdings von der ersten Generation der Apple Watch in diesem Jahr mit einem Wert von 97% noch deutlich übertroffen werden. 66% der befragten Nutzer vergaben dabei die Bestnote "sehr zufrieden", 31% "tendenziell zufrieden". Wie gesagt, auf der einen Seite interessant, auf der anderen Seite auch ein Vergleich der aufgrund der unterschiedlichen Produktkategorien, seit 2007 veränderten Erwartungshaltungen und sonstiger Faktoren ein wenig hinkt.
Apple hält sich (wie angekündigt) mit konkreten Absatzzahlen zur Apple Watch zurück und wird diese auch bei der Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen am 21. Juli wieder in der Kategorie "Other Products" zusammenfassen, der auch der iPod, das Apple TV und die Beats-Produkte angehören. Von daher muss man sich wohl oder übel auf die Zahlen verlassen, die diverse Marktbeobachter in den Raum stellen. Aktuell sind es die Spezialisten von Slice
Intelligence, die ihre Zahlen MarketWatch (via MacRumors) zur Verfügung gestellt haben. Nachdem die Absätze der Apple Watch einen drastischen Abfall nach den ersten Tagen sahen, der aber normal für jeden Produktstart ist, pendelten sie sich auf einem relativ gleichbleibenden Level im restlichen April und den Mai über ein, ehe es im Juni erneut bergab ging.
Sind die Zahlen korrekt, verkauft Apple derzeit weniger als 20.000 Apple Watches am Tag. Teilweise gehen die Absätze sogar auf 4.000 bis 5.000 Einheiten zurück. Nicht vergessen sollte man dabei, dass sich diese Zahlen ausschließlich auf die USA beziehen und nicht die Absätzlich in den restlichen Ländern beinhalten, in denen die Apple Watch bereits verfügbar ist. Allerdings muss auch ich aus der Beobachtung heraus feststellen, dass ich bislang kaum jemanden mit dem Gerät am Handgelenk gesehen habe. Den Großteil der verkauften Apple Watches dürfte das Sport-Modell ausmachen. Slice Intelligence geht davon aus, dass dies gar bis zu 2/3 ausmachen dürfte. Von der
Apple Watch Edition sollen in den USA bislang insgesamt gerade einmal 2.000 Stück abgesetzt worden sein. Es bleibt abzuwarten, ob Apple mit der Veröffentlichung von watchOS 2 im Herbst die Absätze der ersten Generation der Apple Watch noch einmal wird ankurbeln können.